• Leicht irritiert beobachtet Bishop, wie Tony aufspringt zur Tür rennt, dort verharrt und sich dann wieder hinsetzt.

    Werden jetzt alle hier bekloppt?, denkt er sich kurz, bevor er den Raum verlässt und zu seinen Sachen geht. Er nimmt eins seiner Gewehre und fängt es an zu zerlegen, zu säubern und wieder zusammen zu bauen.

    Wie hat sich Cody vorgestellt, wie das hier für ihn laufen wird?

    War ihm nicht klar, dass er angegriffen wird? Zugegeben es kam schneller als der Elf erwartet hatte, aber das es passieren wird war doch klar.

    Und Tony hatte recht. Es muss Stärke demonstriert werden. Die Leute werden von brutalen Warlords unterdrückt, glaubt er wirklich sie zu überzeugen, dass sie bei ihm sicher Wasser bekommen, wenn er sich nicht mit aller Kraft gegen Angriffe wehrt.

    Etwas Smalltalk wird da nicht helfen. Es wird noch mehr Tote geben, auch wenn es dem Boss nicht schmeckt.

    Die Waffen sind fertig gereinigt und verstaut. Er guckt durch die Halle.

    Nobomi geht ihm kurz durch den Kopf, höchstwahrscheinlich war sie tot. Und höchstwahrscheinlich waren ihre letzten Stunden schrecklich gewesen. Er glaub nicht, dass sie das Team freiwillig „verraten“ hatte. Aber die Gegenseite hatte Informationen erhalten.

    Die Frage ist nur wieviel wissen sie...

  • Phil nimmt dankend die Info auf, dass Tony einen Mechaniker kennt, das ist definitiv gut zu wissen.

    Auch Blooms Vorschläge hört sie sich an.

    "Mr. Brown hat letzte Nacht bereits seine Informationskanäle aktiviert, ich denke auch dass wir bald erfahren werden, wer im Hintergrund jeweils für die beiden Anschläge verantwortlich war." Das Timing spricht mit hoher Wahrscheinlichkeit für den selben Hintermann, aber man weiß nie. Über den Vorschlag dem neuen Teammitglied entgegen zu fahren denkt sie einen Moment länger nach.

    "Ich kenne die genaue Route selbst nicht und ihre Ankunft und auch das Fahrzeug mit dem sie ankommt werden dem Gegner nicht die selbe Gelegenheit bieten wie Eure Ankunft gestern ... ich werde mich mit Mr. Brown darüber austauschen."

    Es war gestern keine Frage gewesen auszurücken, um die beiden aus der Situation zu holen, aber ihr neues Mitglied fährt im Moment sicherlich eines der bestgepanzerten Fahrzeuge im Land, wenn die Gegner tatsächlich stark genug sind, es damit aufzunehmen, dann sollten sie wirklich ihre Mission schon vor Beginn abbrechen, dann reicht ihre Ausrüstung auch nicht um später die Trucks und die Wasserausgaben zu schützen. Allerdings will sie immer ein offenes Ohr für Vorschläge behalten, weswegen sie Blooms Vorschlag nicht gleich abblockt. Am Ende liegen die taktischen Entscheidungen ja trotzdem bei ihr und die logistischen bei Mr. Brown.


    Sie lässt Tasha die Sache mit Tony erstmal übernehmen, dann kann sie sich tatsächlich auf die Luftaufnahmen der Flüge konzentrieren. Als sich Tasha dann nochmal eher vertraulich ihr zuwendet schaut Phil sie ernst an.

    "Unser Auftrag beinhaltet nicht Mr. Brown." Sie lässt die Worte wirken und ihr Blick ist dabei eher verschlossen, so dass Tasha nicht sagen kann, was Phil darüber denkt oder fühlt.

    "Deshalb spielen die persönlichen Probleme von Mr. Brown keine wirkliche Rolle für uns. Als er mir bei meiner Einstellung eröffnet hat, dass er die Unternehmung, die es zu schützen gilt persönlich begleiten will, habe ich ihm gesagt, dass wir ein größeres Team benötigen, um ausreichend Personenschutz zu gewährleisten. Das hat er damals ausdrücklich abgelehnt. Gut möglich, dass das mit ein Grund ist, warum es ihm so schlecht geht. Er hat mir auch versichert, dass alle Maßnahmen für unsere Bezahlung veranlasst sind, sollte ihm etwas passieren. Klar wird unser Job leichter, wenn er es schafft die Bevölkerung mit voller Kraft auf seine Seite zu ziehen. Das ist auch eine vollkommen andere Situation wie eben, da wird er sich zusammenreißen können, denn das ist sein Element. Es wird ihm möglicherweise sogar gut tun."

    So ist ihr Job, man darf manche Dinge nicht an sich ran kommen lassen, die man nicht beeinflussen kann. Mit der Ausgangsbedingungen einen Plan machen und dann mit bestem Wissen und Gewissen die Aufgaben erledigen und ihre Aufgabe war der Schutz der Trucks und der Wasserausgaben. Tatsächlich ein Gewissen und gewisse Grundsätze sein eigen zu nennen, macht den Job nicht einfacher.


    Den Rest lässt sie unkommentiert, sein Vorhaben klingt wirklich gut und sie glaubt auch dass der humanitäre Gedanke von Mr. Brown tatsächlich ehrlich ist. Heißt aber nicht, dass es nicht trotzdem irgendwelche Hintergedanken gibt, irgendwann wird das Geld, von dem sie zumindest teilweise weiß woher es stammen müsste, ausgehen und Mr. Brown hat sicher noch andere Eisen im Feuer, ob irgendeines davon mit der Unternehmung und einem Erfolg hier in Verbindung steht wird sich zeigen.


    Sie hakt irgendwo ab, dass nicht alle einen Unterschied zwischen den Köpfen und dem Fußvolk der Gegner sehen. Gerade sie als bezahlte Aktivposten, die möglicherweise ohne Zögern nach einem abgeschlossenen Auftrag für den Gegner des letzten Auftrags arbeiten würden... vielleicht tatsächlich, weil sie die Entscheidung immer recht frei treffen können, nicht den Zwang kennen, der durch eine verzweifelte Situation entstehen kann.

    Sie schickt eine Nachricht an Mr. Brown.

    >>Wir stehen bereit, falls das neue Teammitglied Geleitschutz benötigt. Nach ihrer Beschreibung des Fahrzeugs halte ich es aber momentan nicht für notwendig.<<

    Dass Tony nicht so recht weiß wie er sich verhalten soll, lässt sie ihn nochmal kurz anlächeln als sie ihre Kaffeetasse füllt.

    "Du kannst Dich schon frei bewegen bis zu dem Treffen mit Tasha."

    Sie verlässt dann den Raum und bleibt in der Halle. Wer möchte kann mit ihr die Aufnahmen der Umgebung aus der Luft betrachten. Sie lässt sie AR auf die Wand projizieren und wer möchte kann es sich eben auch anzeigen lassen.


    Sie geht durch die Programme die Piper im Teamnetzwerk vorbereitet hatte und sucht nach einer Bildanalyse, die möglicherweise Wiederholungen oder Besonderheiten schneller herausfiltert. Ihre Elektronikkenntnisse sind zu rudimentär um da selbst etwas zu machen, sie verlässt sich da lieber auf ihre eigene Wahrnehmung und ihr gutes Bildergedächtnis und spielt ansonsten einfach das Material ab. Etwas beschleunigt müsste sie auch gut durchkommen und vielleicht tatsächlich etwas entdecken in den Aufnahmen der letzten Tage, was sie den Gegner besser kennen lernen lässt.

  • Bloom nickte entsprechend, nahm Haltung an und antwortete.


    " Verstanden, Ma'am. Bin auf Standby. "


    Dann zog er sich zurück und versuchte Kontakt zum Scharfschützen zu knüpfen. Freundlich grüßte er Ihn und setze sich dann Zu Ihm.


    " Hi. Um mal über etwas Angenehmeres zu reden. Wie wäre es mit Geologie? Afrika bietet viele Bodenschätze und sie werden schon seit Generationen ausgeschlachtet.


    Es gibt ..."..

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  • Die Zeit vergeht. Jeder sucht sich etwas zu tun. Manche Söldner setzen sich zusammen, andere stürzen sich ins Training. Cody verlässt den Truck vorerst nicht. Wieder andere(Phil) haben von irgendwoher Luftaufnahmen?! Allerdings nur in der Tages- und Dämmerungszeit. Nachts gibts einfach die Kameras der Lagerhalle.


    Phil steht vor einem sehr großen TRID und geht durch eben diese Aufnahmen. Am Tag ist hier wenig zu sehen. In dieser Gegend passiert halt auch nicht viel. Leute gehen ihrem Tagwerk nach, bei vielen bedeutet das einfach rumlungern, trinken und würfeln, denn sie haben keine Arbeit, kein Geld um es auszugeben und wenig Elan irgendwas zu tun. Niemand davon sieht wie eine ernsthafte Bedrohung aus, da ist schon die offensichtliche Mangelernährung ein Indiz.


    Erst beim zweiten Durchgang entdeckt Phil einen Kerl der, selbst bei diesen Temperaturen, im Anzug herumläuft. So weit so ungewöhnlich aber auch unverdächtig. Jedem seinen Tod, oder wie sagt man? Man kann wenig von ihm erkennen, er versteht es, sein Gesicht unter einem Fedora zu verbergen. Abgesehen von seiner eleganten und (in anderen Teilen der Welt) stilsicheren Kleidung, hat er wenig Wiedererkennungswert.
    Dennoch verfolgt sie leicht abgelenkt diesen Kerl, was sich als Glücksgriff erweist, denn etwa 10 Minuten bevor die Aufnahme endet, betritt dieser Mann den Kirchturm, an dem auch das Seil gefunden wurde. Damit ist er der einzige der dieses baufällige Gebäude den Tag über betreten hat und auf den Aufnahmen nicht auch wieder herauskam. Der Mann wirkt dabei recht belanglos, aber das kann natürlich Absicht sein. Alles in allem haben Gangart, Kleidung und Habitus erstens etwas Elegantes, etwas Britisches, wenn man in solch antiquierten Schubladen denkt. Zweitens ist er der Einzige, auf den Bildern, der den Eindruck erweckt, sich ein Scharfschützengewehr leisten zu können.


  • Da Bloom und Bishop sich zusammensetzen und Tasha mit Tony beschäftigt ist, geht Phil alleine die Videos der Kamera durch.

    Den ersten Teil des Tages kann sie nichts besonderes im Gegensatz zu den vorhergehenden Tagen entdecken, die Kameraführung ist definitiv gewöhnungsbedürftig, da es zwischendurch sehr schnelle und unvorhersehbare Flugmanöver zu geben scheint, das Programm überspringt diese Teile mit stark verzerrten Bilder immer erstmal automatisch. Doch gerade die Aufnahmen in der Dämmerung scheinen eher von einem festen Punkt auf dem Dach aus gemacht worden sein. Schon alleine weil es die letzten Aufnahmen vor dem Attentat sind, geht Phil diese lieber gründlich und mehrfach durch, da die Fischaugenlinse doch relativ viel erfasst.

    Sie hatte den Passanten zuerst verworfen, weil er so gar nichts dabei hatte, andererseits war er dann doch zu besonders um ihn zu ignorieren und erst recht als er dann auch noch den Kirchturm betritt. Wer weiß, ob nicht schon vorher ein Koffer oder etwas ähnliches im Turm deponiert worden ist oder durch einen anderen Eingang geliefert wurde. Sie macht einen geeigneten Bildausschnitt ... leider gibt es keinen Moment in dem sein Gesicht zu sehen ist. Aber zumindest seine Erscheinung ist auffällig genug, um möglicherweise jemandem auf der Straße aufgefallen zu sein. Sie schickt das Bild auch an Cody, um dann noch die Nachtaufnahmen der Lagerhallenkameras durch zuschauen. Die Reichweite und Schärfe lässt in der Nacht zwar zu wünschen übrig, aber ein Ablauf und eine Taktik ist möglicherweise doch zu erkennen. Solange Mr. Brown sich nicht äußert stehen sie weiter auf Abruf bereit, und sichern die Halle und die Trucks.

  • Der Zwerg fuhr fort, der Elf schien ein guter Zuhörer zu sein.


    "... dementsprechend interessieren sich die reichen, weißen Zensiert nicht, was mit den Afrikanern passiert. Sie wollen nur die Bodenschätze und halten das Volk klein.


    Ich gehe davon aus, das der ehrgeizige Plan mit dem Wasser genau damit kollidieren wird. Daher wird schon vorher versucht, die Sache im Keim zu ersticken - mit dem versuchten Mord an unserem Auftraggeber, Tasha und mir.


    Oh ich hoffe wir versauen Ihnen richtig ihre Kolonial Pläne ! "


    Die 3. Leere Flasche Bier wurde abgestellt.

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  • Bishop hört Bloom aufmerksam zu und verstaut dabei seine Waffen und ergreift dann das Wort:

    "Zu allererst ist es nur ein Job" , er hält kurz inne und grinst den Zwerg beim fortsetzen an, "aber ja, wenn wir diesem Abschaum damit die Tour vermasseln und vielleicht den Menschen hier mehr Freiheit und Selbstbestimmung geben, dass wäre die Kirsche auf der Sahne."


    Er guckt in Richtung Codys Domizil und wird kurz erst. Dann schüttet er den Kopf, öffnet ein Bier und trinkt einen Schluck.


    " Am Ende werden wir sehen, was wir erreicht haben. Prost. " Und ob wir das Ende erreicht haben, dachte er sich ohne sich etwas anmerken zu lassen.

  • Tasha blickt Tony an als dieser zur ihr kommt. Sie lässt ihr Magazin in die AK einrasten. Sie steht auf und befestigt dann den Waffengurt an ihrer Panzerjacke. So hat sie die Hände frei und trotzdem die Waffe griffbereit, falls doch was unerwartetes passieren sollte.


    Ihr Blick geht kurz zu Bishop und Bloom rüber. Ob ihr Doc mit der Masche mit dem Bier bei ihrem Boss oder bei irgendeinen Johnson gut ankommt, ist so eine Frage. Aber hey so lange er im Einsatz funktioniert und kein Scheiße baut, ist es sein Ding.

    Vorallem jetzt nach der Ansprache von Cody bezüglich nicht-tödlicher Munition. Wirkt ein Bierchen am Morgen etwas unprofessionell. Aber sie hatte ja erstmal mit Tony genug zu tun.


    Sie stellt sich gut fünf Zentimeter vor Tony auf und schaut in fest in die Augen. Die beiden Hände stützt sie auf den schweren Gürtel der um ihre Taille geht.


    "Was willst du später mal werden Tony? Was ist dein großer Traum?", fragt sie in aufrichtig.


    "Das ist vollkommend egal solange du nicht körperlich fit bist. Egal ob Rigger oder Frontsoldat. Du solltest so fit sein, dass du selbstständig über eine Mauer kommst und locker ein paar Kilometer mit voller Ausrüstung marschieren kannst."


    Sie schaut sich in der Halle um und blickt rüber zu Phil. Ein paar Übungswaffen für den Nahkampf wären nicht schlecht.


    "Also wirst du erstmal ein paar Runden hier in der Halle laufen und danach werden wir ein wenig Nahkampftraining abhalten, so lange Mister Brown oder Phil uns nicht benötigen, okay? Ich will wissen was du kannst. Krafttraining kommt morgen. Also los."


    Sie nickt Tony zu und schlendert rüber zu Phil, dabei nickt sie die im Gespräch vertieften Bishop und Bloom zu, wenn diese zu ihr schauen.


    "Hey Phil, und was Interessantes entdeckt? Ich hab noch eine Frage haben wir Übungsklingen hier vor Ort und Übungsmunition? Ich würde gerne Tony etwas kitzeln und wirklich wissen was der Junge kann oder nicht kann."

    Spieler:

    SR 5: Berlin Ost (Finch), Schwert und Schild (Max/Preacher), Rad der Zeit (Frankie); Size does (not) matter (Tango)

    SR6: Wo zum F* ist Alice (Phoenix), NAM (Tasha), Vendetta (Aurora)


    SL:

    SR5: Capitán Cortez und seine tollkühne Crew

  • Tony war sichtlich eingeschüchtert von Tashas Präsenz. Und ihre Nähe. Er fühlte sich wie Beute, die einem Predator in die Augen sah. Die Angst kroch in ihm hoch, aber er konnte sich nicht abwenden.


    Er schluckte. "Rigger" sagte er leise. Dann fasste er sich ans Herz und sagte lauter. Seine Stimme drohte trotzdem zu brechen. "Misses Tasha ich möchte Rigger werden. Ich möchte Shadowrunner werden." Sagte Tony mit viel jugendlichem und naiven Enthusiasmus. Als Tasha weitere Instruktionen gab nickt er. "Ja Misses Tasha."


    Als sie nickte lief er los. Er setzte einen Dauerlauf an. Zügig, aber nicht zu schnell. Obwohl er ein Auto hatte war er laufen gewohnt. Sprit war einfach zu teuer.

    Er hoffte nur, das er Tasha alles Recht machte. Er wollte so viel von ihr lernen. Auto fahren konnte sie und sie sah gut aus. Was konnte man als junger Schwarzer aus Afrika nur weiter wollen.

  • Dienstag 12.07.2080 11 Uhr


    Die Zeit vergeht. Manche der Söldner überprüfen Kameraaufnahmen von letzter und machen wertvolle Entdeckungen, andere trainieren, wieder andere trinken 1-3 Mittagsbierchen, während die ankommende Verstärkung demnächst eintreffen müsste.


    Die Wache überlässt man offenbar den Sicherheitssystemen des Auftraggebers, welcher sich momentan nicht blicken lässt.

  • Bloom schaute zu Redfield


    " Gibt's eine technische Überwachung vom Gelände? Wie kurzfristig werden wir über mögliche Gefahren gewarnt ?


    Im Moment würde ich mich draußen im Busch wohler fühlen.."


    Der Zwerg erhob sich.

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  • Nachdem die Grenze überwunden ist, ist der Rest Autopilot und Langeweile. Das Camp ist bei Windhuk und die B1 auf der sie bereits ist führt genau dorthin. Natürlich besteht die unwahrscheinliche Möglichkeit das sich jemand mit ihr und dem gepanzerten Fahrzeug anlegt aber die Chance ist doch eher gering, denn man sieht eben recht deutlich das es eine dämliche Idee wäre.


    Auf der anderen Seite kennt sie die Ausrüstung der hiesigen Warlords nicht. Sensoren laufen also und Mila behält sie im Blick und nicht nur die Aussicht die sich ihr bietet. Wie schon die letzten Wochen hier nimmt sie die Ortsnamen mit gemischten Gefühlen wahr, als deutsche natürlich angenehm vertraut und familiär, doch natürlich sind es Überbleibsel einer barbarischen Kolonialzeit. Ein Stück dunkle Geschichte der eigenen Heimat.


    So wirklich heller ist sie irgendwie auch nie oder nie lang geworden...


    Und so schweifen ihre Gedanken umher während der langen Fahrt durch heiße Lande. Zum Glück gibt es eine Klimaanlage.


    Ein Dezentes piepen weckt sie aus ihren Träumereien, sie kommt der Basis näher, ein Blick verrät ihr noch nicht besonders viel, nur Schemen die sich am Horizont abzeichnen.


    Na mal sehen wie die Begrüßung ausfällt.

  • Phil schaltet die Aufnahme des Vortages ab, in den restlichen hat sie den Anzugträger nicht mehr entdeckt, gut möglich, dass er darauf geachtet hatte, nicht ins Bild zu kommen. Bisher hat keiner der Bewegungssensoren, die sie noch zusätzlich platziert hatte einen Alarm angezeigt, alle waren noch aktiv. Sie rechnet nicht mit einem weiteren Angriff heute, aber darauf blind verlassen sollte man sich auch nicht. Dass die Sicherheitsanlage der Halle Top Level war hatte Mr. Brown ihr ja bereits bei ihrer Ankunft gezeigt, was ja auch nötig war, da sie während ihrer Touren ja doch recht verlassen sein wird. Aber das wertvollste werden sie sowieso in den Trucks dabei haben. Sie klickt einmal die aktuellen Bilder der Außenkameras durch und lässt sie dann einfach weiter auf der Projektion laufen , während sie mal nach den anderen schaut.


    "Hey Phil, und was Interessantes entdeckt? Ich hab noch eine Frage haben wir Übungsklingen hier vor Ort und Übungsmunition? Ich würde gerne Tony etwas kitzeln und wirklich wissen was der Junge kann oder nicht kann."

    "Möglicherweise in den Luftaufnahmen von gestern, konnte aber mit den restlichen Kameras nicht bestätigt werden. Und ja, dort hinten im Schrank sind Übungsklingen und einige Magazine Kapselgeschosse die nur mit Farbe gefüllt sind." Sie lächelt verstehend über den Enthusiasmus der Beiden mit dem sie das Training starten. "Verausgabt Euch aber nicht gleich zu sehr am ersten Tag vor lauter Begeisterung!"


    Sie entdeckt dann auch Bloom und Bishop, die in ihr Gespräch vertieft sind, so sehr dass sie ihr Stirnrunzeln in der Entfernung nicht wahrnehmen dürften. Man konnte sie jetzt keineswegs als streng gläubig bezeichnen, aber sie ist dann doch in einem Umfeld aufgewachsen in dem selten Alkohol konsumiert wird und vor allem nicht schon vor dem Mittagessen. Es gab' noch keine Rückmeldung von Mr. Brown, also wird er wohl ihre Einschätzung teilen, dass die Trucks und die Halle mehr Schutz benötigen als ihr neues Teammitglied. Aber der Vorschlag kam schließlich von Bloom und er wollte sich bereit halten. Ob er wohl einen Nierenfilter hat, um einen schlechten Klischee über Zwerge nachkommen zu können. Wieder vermisst sie für einen Moment die klassische Armeestruktur, wo sie als Weisungsbefugte einfach in eine Akte schauen könnte. Vielleicht ist es ja auch ein zu berücksichtigendes Alkoholproblem...


    Sie geht zu den beiden rüber als sich Bloom gerade erhebt..

    "Seid Ihr fit, falls wir heute die Halle doch noch verlassen? Sollte ich für den Einsatz von irgendwelchen besonderen Bedürfnissen wissen?"

  • Der Elf guckt den Zwerg leicht ertappt an.

    "Nun ja, genaueres hätte unsere Hackerin dir sagen können...aber Phil kann dir da Auskunft geben. Wir haben hier eine Alarmanlage, eine Vielzahl an Sensorik. Wir haben Drohen für die Umgebung.

    Viel mehr kann ich dazu auch nicht sagen."

    Auf einmal steht Phil neben ihnen.

    "Ich bin einsatzbereit. Keine besondere Bedürfnisse." antwortete er kurz und knackig...

    Einmal editiert, zuletzt von Redfield () aus folgendem Grund: Phil war schneller 😅

  • Tasha nickt dankend Phil zu.


    "Ich danke dir. Ach, ich will ihm nur ein paar Basics bei bringen, könnte gleich ein wenig laut werden." , dabei zwinkert sie Phil verschwörerisch zu. Dann geht sie zu dem Schrank.


    Sie öffnet den Schrank und holt sich ein passendes Magazin für ihre 9 mm Walther Secura II heraus, entfernt das Magazin mit der scharfen Munition und überprüft auch, dass keine Kugel sich im Lauf befindet.

    Das wäre jetzt doof für die Aktion, die sie mit Tony vorhat. dann überprüft sie auch das Magazin mit der Übungsmunition. Die Grüne Farbe in den Kapseln ist gut zu sehen. Da legt sie das Magazin ein und lädt einmal durch.

    Ein leicht hinterhältiges Lächeln legt sich auf Tashas bezaubernde Lippen. Aber Tony muss wissen auf was er sich hier ein und Jugendliche neigen zu einer verklärten Wahrnehmung wie ihre Zukunft aussieht.


    Dann steckt sie die Walther wieder in ihren Schnellziehtarnholster, steckt die zwei Übungskampfmesser an ihren Gürtel und geht zurück zu Tony, der seine Runden durch die Halle dreht. Gar nicht mal so schlecht, Tony ist körperlich doch fitter als gedacht. Gut wir befinden uns ja auch in Afrika, und Kraftstoff ist hier manchmal sehr teuer. Auch für einen Taxifahrer wie Tony. Gerade Privat geht man mehr zu Fuss als in Europa oder Amerika.

    Nebenbei schaut sie immer mal wieder auf den Lifefeed der Überwachungskameras, nicht dass jemand sie doch plötzlich überfällt. Und sei es nur eine örtliche Gang, die sich fragt, was die Weißen mit den zwei fetten Trucks in der Lagerhalle vor haben.

    Ein größerer Trupp aus zehn, zwanzig oder dreißig Leuten mit Kalaschnikows würden dann doch auffallen. Ein geschultes Team mit einem Hacker oder einem Magier könnte das System wohl überlisten. Auch wenn Phil ihr gesagt hat, dass Piper gut war in ihrem Metier. Aber Tasha hat die Erfahrung gemacht, dass es immer einen gibt, der besser ist oder es eine kleine Hintertüre gibt, durch die jedes Sicherheitssystem überbrückt werden kann.

    Eine Textnachricht geht an, Phil, Mister Brown, Bloom und Bishop.


    >>Kann gleich etwas laut werden und zwei ,drei Schüsse werden fallen. Ich will Tony testen. Es handelt sich hierbei aber nur um Übungsmunition.<<


    Sie wartet bis Tony noch eine Runde macht und dann gut zehn Meter vor ihr ist. Sie lächelt ihn an.


    "So Tony, zum Aufwärmen noch fünf Runden. Dann machen wir ein wenig Kampftraining. "


    Sie klopft mit ihrer rechten Hand dorthin wo sie die Übungskampfmesser an ihrem Gürtel befestigt hat. Im nächsten Moment zieht sie ihre Walther aus dem Schnellziehtarnholster und zielt genau auf Tonys Brust. Sie schaut ihn eiskalt an.


    3... 2.... 1


    Tony steht geht gut 1-2 Meter von Tasha entfernt, wie wird er reagieren? Zivilist oder steckt hinter den Jungen doch ein junger Löwe, wie sie hier in Afrika sagen würden.

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    Einmal editiert, zuletzt von Azrael1981 ()

  • Tony sah wie Tasha die Pistole aus ihrem Holster nahm und auf ihn zielte. Sofort stoppte er. Er konnte nicht mehr klar denken. Er konnte gar nicht mehr denken. Er konnte sich nicht mehr bewegen. War in dem Moment eingefroren. Er sah ihren Blick und wusste er würde nun sterben.


    Was hatte er sich dabei gedacht. Das waren eiskalte Killer. Er war nur ein dummer schwarzer Junge. Und naiv und zu vertrauensselig.


    Er wollte so viel tun. Wegspringen. Ihr entgegen springen. Die Waffe ihr aus den Händen schlagen. Und doch konnte er nichts tun. Er fühlte sich wie ein verängstigtes Kaninchen.


    Tasha beobachtete Tonys Reaktion genau. Klar er ist Zivilist, aber diese Starre, dieses Verharren. Er wirkte wie eine Wüstenmaus, die von einer Schlange hypnotisiert wird und nur darauf wartet gefressen zu werden.

    Da wartete noch viel Arbeit auf sie und Bloom. Er versucht ja noch nicht mal sich auf sie zu stürzen um sein Leben zu retten.


    Ohne mit einer weiteren Wimper zu zucken drückt sie ab. Zwei Kugeln lösen sich aus dem Lauf der Secura II und die Farbkugeln platzen auf Tonys T-Shirt-Oberfläche auf. Die beiden Schüsse liegen eng bei einander. Tonys Brust schmerzt von den zwei Einschlägen.


    "Du bist jetzt offiziell tot, Tony!", ihr Gesicht ist nichts sagend, sie schaut ihn nur an. Kein Wimpernzucken, keine Augenbrauen hochheben. Ein Funke von Verärgerung vielleicht.


    Tony sah die Enttäuschung in Tashas Gesicht. Und dann spürte er nur noch Schmerz. Er fand sich auf dem Boden wieder wie er vor Schmerzen seine Brust hielt. Am Anfang dachte er die Farbe wäre Blut. Sein Blut. Doch dann sah er das grüne Farbe an seinen Händen klebte. Der Schreck das Tasha auf ihn geschossen hatte saß immer noch tief.


    "Bliksem" fluchte Tony schmerzerfüllt. Er trommelte mit der Faust auf den Boden. Einerseits um den Schmerz los zu werden, aber auch den Schmerz den er spürte Tasha enttäuscht zu haben.


    Er war doch kein Runner. Kein Kämpfer.


    Er lies den Kopf einen Moment mutlos hängen.


    Er konnte das jetzt nicht hier aufgeben. Das hier war sein Ticket raus. Und das konnte er nicht weg werfen.


    Tony stand stöhnend auf.

    "Ich habe Regenrationskräfte." versuchte er scherzend zu sagen.


    Tasha schüttelt leicht mehrmals den Kopf. Sie taucht das Magazin gegen das Magazin mit der echten Muntion aus, steckte dann die Waffe weg und reichte Tony die Hand und sorgte dafür, dass er wieder auf beide Beine steht.

    Sie zeigte mit dem rechten Zeigefinger auf die beiden grünen Flecken, der Übungsmunition auf seinem T-Shirt.


    "Halt dir immer diesen Schmerzen vor Augen. Sei froh, dass das nur Übungsmunition war keine echte. Du musst noch viel lernen, bevor aus dir ein richtiger Söldner wird.


    Und denk dran, nicht jeder meint es so gut mit dir, wie vielleicht die Anwesenden hier."


    Ihr Blick wandert für einen kurzen Moment dabei zu den anderen Drei, bei Bishop ist sie sich nicht so sicher. Er wirkt sehr kühl und macht vermutlich nicht mehr, als für das wofür er bezahlt wird.


    Gut man kann auch nicht im jeden Einsatz die Welt retten.

    "Hol dir ein paar Kühlpads aus dem Kühlschrank bei Truck und dann drehst du noch die fünf Runden. Dann fangen wir mit dem Nahkampftraining an. Du musst lernen jede Situation lesen zu können und dementsprechend zu reagieren. Ich war so nah an dir dran, dass du dich zu deinem eigenen Schutz auf mich hättest werfen müssen. Und bring uns beiden auch was zu trinken mit, okay?!"

    Und da taucht doch ein kleines Lächeln auf Tashas Gesicht auf.


    Tony lies sich hoch helfen. "Danke Misses Tasha" sagte er während er auf die Beine kam. Er nickte und lief dann los. Die Brust schmerzte höllisch aber er lief klaglos seine Runden. Naja fast. Hin und wieder konnte er schmerzerfülltes Stöhnen nicht unterdrücken.


    Nachdem er die letzte Runde absolviert hatte lief er zum Kühlschrank und holte zwei Flaschen Wasser.

    Er wusste nicht wie er sich im Nahkampf schlagen würde. Ja er kannte ein paar Tricks die er auf der Straße aufgeschnappt hatte, aber er ging wenn möglich lieber Kämpfen aus dem Weg weil er einfach nicht gut darin war.


    Er brachte eine Flasche Tascha, war aber auf der Hut, nicht das sie wieder irgendwelche Tricks mit ihm spielte.


    "Hier Misses Tascha"

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    SL:

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  • Dienstag 12.07.2080 12 Uhr


    Die nächste Stunde verlief so wie die Söldner es sich eben auferlegen.

    Gegen 12 ertönt ein kurzes, aber lautes Warnsignal. Leider ist Piper nicht mehr verfügbar, sie hätte direkt gewusst, was der Ton bedeutet. So muss man eben nachgucken. Das Alarmsystem meldet ein eindeutig gepanzertes, militärisches Fahrzeug in Annäherungsvektor. Piper scheint gute Arbeit geleistet zu haben. Nicht jeder x-beliebige Wagen wird gemeldet. Zumindest nicht wenn er am Horizont auftaucht.


    Sekunden später verlässt Cody den Truck, er hat eine Schutzweste über seiner Kleidung und ein Sturmgewehr umgehängt, welches er in beiden Händen hält. Besonnen geht er zum dem Bildschirm.

    Das wird unsere Fahrerin sein… denke ich. Sie wird eine Kennung senden…


    Das er dennoch gepanzert und bewaffnet hier auftaucht, zeigt wohl nur, dass er nicht vorhat, sich nich mehr dazwischenfunken zu lassen. Vom Attentäter nicht, von irgendwelchen gepanzerten Fahrzeugen nicht, und auch wie vorhin deutlich gemacht, von schießwütigen Scharfschützen seines Teams nicht.


    Er sieht Tonys Shirt. Und meint irgendwie leicht bissig, aber auch grinsend, wie bei einem kleinen Friedensangebot bei dem er keinen Fehler eingestehen muss.

    Na was fürn Glück, dass Miss Romanov auch solche Munition benutzt, was?
    Er spricht Afrikaans mit dem Jungen. Er hält ihm ne Faust hin. Cody weiß ja selbst, dass er unbedacht reagiert hat. Aber hey. Es ist ihm nun mal wichtig nicht jeden zu töten, der hier nich genau weiß, was er von dem Team halten soll.

  • Bloom hatte Phil schon eher bemerkt, blieb aber unauffällig, flauschte sich den Bart.


    " Nein, Ma'am. Ich denke wir sind gut vorbereitet, zumal noch weitere Verstärkung ankommen wird. "


    Dann spitzte er die Ohren und erhob sich, folgte dem Piepen und fand Mr. Brown vor.


    Aufmerksam hörte er zu und nickte.

    " Ich bin gespannt, Sir. "

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    Hauptcharakter: "Iwan " ( Strassensamurai )


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