Beiträge von Scar

    Die Sonne geht sehrt schnell unter. aber die Temperatur kühlt nicht so schnell ab. Gegenüber einem heißem sonnigen Tag von über 30°C (Im Schatten) ist natürlich ein Unterschied.

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    "Ich werde wiederkommen sobald das Vorbei ist." Sagte Scar Kaze als sie sich mit einem Leidenschaftlichen Kuss verabschiedete. Dann löste sie sich von der Runnerin. Ihe Finger strichen ein letztes mal über die Haut ihres Gegenübers. Als wollten Scar sich einprägen wie sich Kaze anfüllte. Dann schnappte sie sich ihre wenigen Habseligkeiten und ging auf die Straße. Sie grüßte den Troll, der wohl auf der Straße wohnen musste.


    Dann suchte sie nach einem Rikshafahrer, der sie so weit wie möglich an den Ort bringen würde, an dem sie sich treffen würden. Scar schaute noch ein mal zurück.

    An dem Punkt an dem der Rikshafahrer sie raus lies und Scar ihn bezahlte wurde ihr abermals bewusst wie wenig Geld sie noch übrig hatte. In Seattle wäre sie schon komplett blank, aber da Jakarta vergleichsweise günstig war hietlen ihre kläglichen Reste ein wenig länger.

    //Drek ich brauch einen Job.// fluchte sie und machte sich zu Fuß auf zum Treffpunkt. Sie hasste es jetzt schon in der schwülen Hitze zu Fuß unterwegs sein zu müssen.

    Tony war gerade auf dem Rückweg mit dem Mechaniker als er laute Rufe hörte. Ihm schwante Böses und er beschleunigte er seine Schritte. Er sah wie sich die Leute von seinem Auto entfernten.

    Das bedeutete nichts Gutes. Und während er sich noch fragte was es wohl sein würde hörte er Schüsse einer Automatischen Waffe. Sofort warf er sich zu Boden. Suchte verzweifelt nach Deckung. Wollte sich in Sicherheit bringen.

    Er hörte wie die Schüsse in sein Auto einschlugen, aber die Angst um sein eigenes Leben war größer. Sehr viel größer. Vergessen war der Traum selber Runner sein zu wollen.


    Der Mechaniker, welcher noch mit dem Reifen - den Tony schon bezahlt hatte- ein gutes Stück hinter ihm war hatte sich hinter einem Auto versteckt.


    Tony robbte zu der nahegelegenen Werbetafel des Shabeen. Er wusste das die Tafel ihm keinen Schutz bieten würde, aber in seiner Angst hoffte er auf ein Wunder.

    Iwan_Korshunov und Azrael1981


    Tony war sichtlich eingeschüchtert von den beiden Shadowrunnern. Es war verständlich. Er stand gerade zwei Killern gegenüber. Als Misses Romanov auf ihn zielte brach er in Schweiß aus. Er hob die Hände. War aber froh als sie als sie die Waffe wieder senkte. Er konnte nicht anders als ihre raubtierhafte Schönheit zu bewundern.


    Als ihm gesagt wurde, daß er die beiden zum Auto bringen sollte.


    "Bitte... Bitte kom... Bitte kommen Sie mit." stotterte er. Er hoffte, daß sein Schweiß nicht zu stark roch.


    "Seien sie bitte leise. Auch wenn ich die Wachen abgelenkt habe sollten wir vorsichtig sein." Er war stolz auf sich, das er so gut vorbereitet war.


    Er ging leise vor zu dem Loch im Zaun. Zum Glück hatte er sich den Rückweg gemerkt. Nichts wäre peinlicher gewesen, wenn er nach dem Loch hätte suchen müssen.


    Momente später saßen alle im Van. Er fuhr gerade am aupteingang des Terminals vorbei als eine Gruppe junger Schwarzer ihre Arme hoben. Das Zeichen, das sie ein Taxi benötigten.


    Tony stoppte und half den dreien ihre Sachen ein zu laden und wartete bis sie gezahlt hatten ebenfalls saßen. Dann ging es wieder zurück nach Windhoek.



    Kurz vor Avis sah Tony die typischen Zeichen, das gleich eine Kontrolle durch das NDF (Namibian Defense Force) erfolgen würde.


    "Bitte nehmen sie eine Decke und kauern sie sich in den Fußraum." forderte er seine ausländischen Gäste auf. Er wollte keinen Ärger, da er keine Lizenz hatte Touristen vom Flughafen ab zu holen.


    Die Streife winkte ihn durch. Er hatte ja drei normale Passagiere.


    "OK sie können wieder raus kommen." sagte Tony als die Gefahr vorbei war.

    "Ich bringe nur gerade unsere drei Passagiere zu ihrem Stop und fahre sie dann zu unserem Halt. Ist kein großer Umweg."


    So stimmte das nicht ganz. Katatura war weit im Norden Windhoeks und sie waren Östlich vom Flughafen gekommen.


    Dann fuhren durch Windhoek nach Katatura. Das Township in dem die abgehängte zumeist schwarze Bevölkerung lebte. Tagelöhner, Fabrikarbeiter, Haushaltshilfen, Gärtner. Aber auch Gangs.



    Der Kontrast zu dem Rest von Windhoek war gravierend. Elend und Armut war hier an der Tagesordnung. Es gab weder fließend Wasser, noch Strom in den windschiefen Wellblechhütten. In der Ferne konnten Bloom und Tasha ein paar kleine Steinhäuser sehen.

    Er lud die drei Jugendlichen ab. Und war auf dem Weg zum Lagerhaus.



    Tony umfuhr eines der vielen Schlaglöcher als einer seiner alten Reifen den Geist aufgab.


    "Fockoff." fluchte er laut. //Das hätte nicht passieren dürfen. Was sollten die Runner und Mister Brown von ihm denken.//

    "Dauert nur einen Moment." sagte Tony als er aus dem Auto stieg. Die Nervosität war ihm an zu sehen.

    Er hatte kein Reserverad. Er hatte sich bis jetzt keines leisten können. Aber zum Glück war er gerade an einer Art Schrauberwerkstatt vorbei gefahren. //Glück im Unglück.// Auch hatte er ein wenig Geld im vorraus von Mr. Brown bekommen.

    "Ich bin gleich wieder da." dann spurtete er los. Er sollte das Auto nicht zu lange allein lassen.


    Während Tony weg war rotteten sich ein paar Schaulustige in einiger Entfernung um das gestrandete Auto.

    Ein paar Frauen, die ihre Babies in dreckigen Tragetüchern trugen. Alte Männer die abgerissenen Kleidung trugen. Schuhe, die längst nicht mehr wirklich ihre Funktion ausüben konnten.

    Auch ein Gruppe Jugendliche kamen aus einen der vielen Shebeens (illegal bzw. informell betriebene Kneipe) welche in Katatura das Leben erträglicher machten.

    Ihre Kleidung war sah ein wenig besser aus. Sie schauten sich die Scene an. Die Umgebung. Dann schauten sie sich gegenseitig an. Einer nickte.


    Einer ging an die Fahrertür und öffnete sie. Tony hatte in seiner Nervosität das Auto nicht abgeschlossen. Zumindest hatte er den Autoschlüssel mitgenommen.



    "Kann ich ihnen mit ihrem Gepäck helfen?" fragte der junge Mann.

    Sam wusste das sie über reagiert hatte. Zu oft hatte sie ihre Mutter erlebte, wenn sie total ausgerastet war. Meistens kamen dabei Menschen oder Gegenstände zu Schaden. Sie hatte Angst wie ihre Mutter zu werden. War sie doch immer die Stimme der Vernunft gewesen, die ihre Mutter beruhigen konnte. Jetzt da ihre Mutter nicht mehr da war fehlte ihr der Anker in dieser Welt.


    Sam wusste aber nicht warum sie so impulsiv in Finch Gegenwart reagierte. Seine Gegenwart alleine steckte ihr Gefühlsleben in einen Mixer.


    Als er dann vorschlug, dass sie Abends noch zusammen Stadtkrieg gucken könnten freute sie ungemein.


    "Kann ich mitkommen?" fragte sie spontan. Ihre Stimme klang außer Atem als Finch meinte er müsse evtl. eine Lieferung ausfahren. Das Füllwort vielleicht ging in dem Kontext komplett unter. Sie wusste nicht warum sie das gefragt hatte. Sie wollte nur so viel Zeit wie möglich mit Finch verbringen.

    Iwan_Korshunov und Azrael1981

    Tony Madume fuhr durch Khomasdahl und und Katatura und lud seine Fahrgäste ab. Sein altesschwacher Van Ruckelte etwas am Robot (Ampel). Tony hatte schwierigkeiten die Zündung ein zu stellen. Die Qualität des Benzines, das er tankte variierte stark. Je nachdem was dem Benzin so beigemischt war um es zu strecken.

    Es störte ihn, da er doch sein ganzes Geld, was er erübrigen konnte in sein Auto steckte. Aber er konnte sich nicht das Benzin an den Konzenrtankstellen leisten.


    Aber er konnte heute drüber hinweg sehen. Ein nette Dame hatte ihm gesagt sie soll bitte zwei Gäste vom Flughafen abholen.

    Das war jetzt nichts besonderes. Er holte öfter Gäste für diverse B&Bs am Hosea Kutako Flughafen ab. Die 50 Kilometer nach Windhoek ließen die meisten Gäste immer wieder staunen. Die Landschaft und auch die Tiere, die sie auf dem Weg nach Windhoek sehen konnten verschlug ihnen den Atem.

    Aber dieser Transportauftrag war anders. Er sollte zwei echte Shadowrunner abholen. Sie waren mit einer Privatmaschine gekommen und er sollte sie am Zoll vorbei schmuggeln.

    Seine Hände am Lenkrad schwitzten etwas. Es dämmerte bereits als er in Windhoek los gefahren war. In einer halben Stunde würde es dunkel sein.


    Echte Shadowrunner. Tony war in seinen Tagträumen ein Rigger, der gegen die Konzerne zog, die der Bevölkerungdas Leben schwer machte. Sie auspresste. Aber nur gegen die bösen Konzerne. Gegen Natural Vat würde er nicht arbeiten. Sie sorgten dafür, das Essen im Stuffer Shack war.

    Auch nicht gegen Ares Entertainment. Sie strahlten seine Lieblingsserien aus.

    Auch nicht gegen Black Lotus Software oder Dafina Heavy Mining Group. Tony liebte Computerspiele und sein Onkel arbeitete in der Rössingmine in der Uran gefördert wurde.

    Oder gar gegen Shiawase Amaterasu Solar. Woher sollte er sonst sein Strom bekommen.

    Aber gegen all die anderen würde er ziehen.

    In seine Tagträume vertieft wich er gerade so den drei Autos aus, die alle auf seiner Spur versuchten sich gegenseitig zu überholen.


    In seinem Kofferraum war eine Styroporbox mit 10 Pizzen. Die hatte er für seinen Cousin mitgebracht. Steven arbeitete in der Wachmannschaft. Das würde ihm ein Fenster von einer Viertel Stunden, wenn er Glück hatte eine Halbe verschaffen in der er die Runner über das Loch im Zaun schleusen konnte.


    Als er am Tor zu den Wachräumen hielt um die Pizzen ab zu liefern konnte man das Kreuz des Südens schon am Himmel sehen. Der Mond würde erst in einer Stunde aufgehen.


    Steven holte die Pizzen ab. und dann fuhr Tony nach kurzer Wartezeit mit abgeschalteten Lichtern durchs offene Feld zum hinteren Teil des Flughafens. Das das Gelände so unwegsam war hatte er nicht bedacht. Er musste langsamer fahren als ihm lieb war, wollt er nicht riskieren, das seine Ölwanne durch Klippen aufgerissen wurde.

    Aber er würde es schaffen. Er war ein Rigger. OK ohne Riggerkontrolle, aber er war ein Rigger. Bald würde er auf die beiden echten Shadowrunner treffen.


    Dann endlich hielt er neben einen alten Kameldornbaum. Er zog sich die alte Balaklava übers Gesicht. Das alte Buschmesser seines Vaters am Körper.


    Dann huschte er durchs Feld an den Dornbüschen vorbei zum Zaun. Dirakt am Loch war ein fieser wag-n-bietjie Strauch. Er hatte gerade und Hakendornen. Eine fiese Kombi. Die Hakendornen hielten einen fest und die gerade dornen bohrten sich ins Fleisch, wenn man versuchte mit Gewalt sich zu befreien.


    Dann war er durch das Loch im Zaun. Keine 200 Meter von ihm sah er die Privatmaschine. Er lief geduckt zu dem Flieger.


    Da waren die beiden Runner ein gedrungener Mann. Ein Zwerg und eine Frau.


    Er hoffte nur, das sie ihn nicht erschossen. Schweiß lief ihm unter der Balaklava das Gesicht herunter.


    Er zog sie in die Stirn, damit die beiden sein Gesicht sehen konnten.


    Er räusperte sie. In seinem besten Schulenglisch sprach er sie an. Der Afrikanische Akzent war nicht zu überhören.

    "Massa Bloom und Misses Romanov? Ich bin ihr Fahrer."

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    Als Kaze Scar vermittelt hatte, das es besser wäre, das die silberne sich doch etwas anziehen sollte zog sie ihre Klamotten wieder an. Während sie noch am anziehen war glätteten sich ihre verwuschelten und verschwitzten Haare zu einer einfachen Frisur. Das Makeup war dezent und der Tageszeit angepasst. Falten in ihrer achtlos hingeworfenen Kleidung glätteten sich.


    Auch Kaze machte sich fertig, musste dann aber doch auf weltliche Mittel zurück greifen.


    Kurze Zeit später verließen die beiden Kazes Wohnung. Der Troll der bei ihrer Ankunft da gewesen war, war wieder draußen und seine Augen verrieten ganz klar was er dachte. Zumal Scar ihren Ausschnitt sehr offenherzig trug und sie dem Troll eine Kusshand zuwarf. Die andere Hand hielt Kazes


    Kaze schüttelte nur den Kopf. Und doch musste sie über Scar schmunzeln. Sie verstand einfach nicht wie Scar so unbedarft in den Tag rein leben konnte. Als Runnerin war sie immer auf der Hut. Sie war jetzt nicht paranoid, wie viele ihrer Kollegen und Kolleginnen, aber sie konnte nur in den seltensten Fällen aus ihrer Haut. Konnte sie einfach nur eine einfache Frau sein, die ihr Leben lebte. Dieses Moment hatte sie gerade mit Scar erlebt. Doch auf der Straße schalteten sich sofort ihre Instinkte wieder ein.


    Nachdem die beiden sich bei den Garküchen etwas zum Frühstücken holten und sie den Tag und die Zweisamkeit genossen, holte ein Anruf Scar in die harte Wirklichkeit zurück. Sie hörte sich an was Rico zu sagen hatte. und nickte. Dann wandte Scar sich zu Kaze.
    "Uns bleibt nicht viel Zeit. Vielleicht noch zwei Stunden oder drei. Dann muss ich zurück zu Blades. Es gab einige Ereignisse, die die Blades zum Handeln bewegen. Ich muss dabei sein. Sie zählen auf mich."

    In Scars Augen konnte Kaze klar lesen, das sie Kaze nicht verlassen wollte.

    "Kannst du einen Hacker nach dem Wagen und Pak Kondo suchen lassen? Ich weis noch nicht wie ich ihn bezahlen soll, aber mir wird irgend etwas einfallen." Scar wusste noch nicht mal wie sie ohne Bike zu den Blades gelangen sollte. Sie war sich sicher, das die Rikshafahrer bestimmt nicht in die Gegend fahren würden in der die Blades ihr Camp aufgeschlagen hatten. Aber darüber wollte sie sich jetzt nicht den Kopf zerbrechen. Sie wollte die Zeit die ihr noch blieb mit Kaze genießen.


    Um dies zu unterstreichen hauchte sie Kaze einen Kuss auf die Wange. Ihr Atem war heis. Roch aber ganz unromantisch nach den Gewürzen und dem Fett ihrer letzten Mahlzeit.

    Habe gerade mal Tante Google gefragt.


    Ja ich habe Bladerunner gesehen. Auch habe ich Watchmen angefangen. (Ich muss ihn irgendwann mal unbedingt fertig sehen.)


    Nachdem ich den Wikipediaartikel gelesen habe hatte ich irgendwie gleich an Jessica Jones gedacht. Jetzt habe ich zumindest eine Vorstellung.


    Und ja das Genre selber klingt sehr interessant. Zumal das sehr gut ins Shadowrunsetting rein passt.

    Als Finch sich entschuldigte konnte sie ihm nicht mehr Böse sein. Obwohl sie immer noch wollte. Seine Stimme schlich sich in ihr Herz. Seine Augen schmolzen den Ärger weg wie die Sommersonne Eis.

    Auch wusste sie selber, das sie gerade über reagiert hatte. Wie oft hatte sie ihre Mutter dafür verurteilt. //Wurde sie genauso unbeherrscht wie ihre Mutter?// Sie schluckte. Ihr Mund war trocken. Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Sie suchte Hilfesuchend Criss Blick, doch der war sehr damit beschäftigt sich um die anstehenden Arbeiten zu kümmern.


    "Ich habe einfach Kopfschmerzen." sagte sie lahm. Etwas besseres wollte ihr gerade nicht einfallen. Zumal das ja auch stimmte. Auch ihre Körperhaltung entspannte sich.