• Hi. Ich wollte ganz gerne mal wissen, wie ich mir Friedhöfe im Jahr 2070 vorstellen soll. Klar ist schon, dass auf Grund von Geistern, Ghulen etc. gewissen Sicherheitsvorkehrungen bei Erdbestattungen vorhanden sein müssen/sollten. Aber wie sieht so ein Friedhof eigentlich aus? Immernoch klassisch mit steinernen Grabsteinen als große Grünfläche? Oder doch eher mit Hologrammen etc., raumeffizient? Blumen aufs Grab wird in einer geschundenen Umwelt ja eher teuer und für priviligierte sein. Bei Verbrennungen massenhaft aufgestapelte Urnen?


    Wär cool, wenn ihr mir da paar Eindrücke von geben könntet, hab da leider bisher nicht wirklich was zu gefunden.

  • Wie genau ein Friefhof aussieht, dürfte von der Kirche, dem Platz, der genauen religiösen Vorschrift und Vorstellung und den Finanzen abhängen. Google einfach nach Bildern, und wähle das aus, was Dir am besten passt.


    Gucke mal nach Suchbegriffen wie jüdischer Friefhof, Feuerbestattung, Arlington etc. Du hast Du wirklichdie Wahl. Manche werden auch progressiv sein mit Hologrammen, andere eher sehr klassisch.


    SYL

  • wie Apple schon sagt, es kommt darauf an wie Dystopisch deine Welt ist und dementsprechend sind die Friedhöfe dann eher Klassisch oder mit AR Werbung und Reihengräber in denen Urnen wie in kleinen Hochhausern zu dutzenden/hunderten in einem ....Felsregal (?) stehen.
    https://www.google.de/search?q…odiOwFIQ&biw=1024&bih=657
    Ich hab mal Hong Kong Friedhof bei der Google suche eingegeben ;)


    HokaHey
    Medizinmann

  • Da wo noch Leichen bestattet werden sind laut SM der vierten Generation definitiv Hüter und anderes vorhanden um vor Shedim und anderen zu schützen. Also die jeweiligen Priester/Schamane/KlerikerRabbi der jeweiligen Religion dürften da beschäftigt sein, entweder mit temporären Hütern oder mit durch Karma permanent fixierten Hütern bei sensiblen Stellen.
    Kann ich mir auch gut für minderbegabte Spökenpieker und andere vorstellen, die sich da eventuell je nach Glaube ihr kleines Talent vergolden lassen. Die arbeiten dann als Friedhofswächter und ähnliches, sind zugleich auf für die Hüter zuständig. Oder den Schutzefeubewuchs der Kapelle.

  • Zitat

    Kann ich mir auch gut für minderbegabte Spökenpieker und andere vorstellen, die sich da eventuell je nach Glaube ihr kleines Talent vergolden lassen. Die arbeiten dann als Friedhofswächter und ähnliches, sind zugleich auf für die Hüter zuständig. Oder den Schutzefeubewuchs der Kapelle.


    in SR4A ging das noch, da reichte einfaches Astrales Wahrnehmen
    in SR5 brauchst Du spezialisierte Magier die das als Ritual können.
    sowieso müßen die Hüter in SR5 weitaus seltener sein als zu SR4a Zeiten ( Ich schätze nur noch 10-15 % )
    aber das ist ein anderes Thema


    HokaHow
    Medizinmann


  • Ok, das verteuert Hüter sicher um das xfache, wenn auf einmal nur ein Bruchteil von vorher sie herstellen kann. Schlecht für meine Idee, dann müssen da eben doch voll ausgebildete Kräfte hin die das machen.

  • Klar, wie ich es letztlich für mich haben will, werd ich dann natürlich sehen. Aber ich hab gedacht, dass es da vielleicht paar offizielle Infos drüber gibt. Wenn nicht und ich mir mein eigenes Bild zusammenbasteln muss, ist das ok, aber ich hätte doch ganz gern gewusst, wie es von SR gedacht ist. ^^

  • Ich hab grad so Gedankengänge..


    Pragmatisch & Kosteneffizient.
    In Zeiten von Megasprawls sind normale Gräber nicht mehr denkbar. Gräber und dekadente Familiengrüfte sind nur noch den reichen vorbehalten.


    Alles andere wird eingeäschert. Weil man eben keine "Zombies" haben möchte. Vielleicht gibt es aber Sondergenehmigungen unter Auflagen, damit der CEO seine Frau in Kristall konserviert immer anschauen kann zum Bleistift.


    Evtl. werden die Leichen sogar weiterverarbeitet.
    Transplantierfähige Organe, Soylent Green, Seife usw.


    Je nach Land/Glaube usw.


    Religöse Bestattungen wären auch noch n Thema für sich.
    Ein jüdischer Friedhof (so mit hardcore Kabbalisten) sollte anders sein, als ein öhm..christlicher oder muslimischer.
    Ne Arkologie eines AAA Konzerns wird das anders handhaben, als eine Stadt eines Landes.
    Und ne Ghulnation wie Asamando hat auch immer Verwendung für ihre Leichen.




    Aber ein normaler Megasprawl schlachtet die Leichen aus was eben gut und günstig geht und verbrennt den Rest aus Platzgründen.


    Urnenkatakomben stell ich mir zwar cool vor, aber vom Bauchgefühl bekommt man als nächster Verwandter einfach ne E-Mail,


    "Guten Herr Sagichnicht
    Es tut uns Leid Ihnen mitteilen zu müssen, dass ihr Verwandter XY am soundsoten verstorben ist.
    Da keine Anträge auf besondere Bestattung gemacht wurden, wird innerhalb von (1-3Wochen) das Standardverfahren durchgeführt."

    Die Kosten der Einäscherung und des bürokratischen Verwaltungsaktes werden mit dem Erlös der wiederverwendbaren Teiles des Leichnam verrechnet.
    Natürlich bleibt da auch nix über, weil der Staat ja mitverdienen möchte.

  • Tippe auf ähnliches. Default dürfte wohl 2070 die Verbrennung sein - alleine vorher schon, wegen Platz, Grabplätze werden teurer, ab der Shedim-Bedrohung wird es evtl. sogar entsprechende Gesetze geben, die für Leichen eine bestimmte Sicherheit erfordern, was normale Begräbnisse schweineteuer macht.

  • Für Brandbestattung als vorherrschende Form sprechen schon die heute bereits IRL schon wirkenden Gründe: 1. Kosten und 2. abnehmende Familien-/Traditionsbindung. Platz wäre in "westlichen" Sprawls an sich meist nicht das Problem. Weder SR-Seattle noch Rhein-Ruhr sind Megacity One. In Hong Kong oder Metropole sieht's natürlich anders aus.
    Wahrscheinlich gibt es dementsprechend anstatt oder ergänzend zu physischen Grabsteinen auch Matrix-Grabsteine.


    Ökonomische Leichenverwertung ist mir eher unplausibel. Für "Soylent Green" ist das Setting (wenn sich nicht in 5 drastisch was geändert hat) außer in Sonderfällen wie Asamando doch nicht dystopisch genug (und selbst in hardcore-Dystopien wäre die so erzeugbare Menge, wenn ich mich nicht sehr irre, praktisch auch eher vernachlässigbar). Und für Leichenimplantate sehe ich irgendwie den nötigen Markt nicht. Die Elite nutzt sowieso geklontes Eigengewebe, für die Mittelschicht, so noch vorhanden, gibt's Typ 0 ("ist doch eklig, sich was von irgendeinem Penner einsetzen zu lassen"), und der arme Pöbel hätte selbst bei kostenlosen Implantaten nicht das Geld für die Operation.

  • Jo, das typische "Reiche Säcke bezahlen für Organe von armen Schweinen" Szenario macht in Shadowrun 2070+ nicht so viel Sinn, 2050 evtl. noch, aber da müßte man auch noch das Biotech durchschauen.

  • Die PR für Konzernbürger wird wohl auf Richtung "Kauf dir würdige Urnen und eine tolle Bestattungszeremonie für deine Liebsten" gehen. Insbesondere die drei großen Japanokons dürften sich im Hinblick auf die traditionelle Ahnenverehrung einiges ausgedacht haben.


    Ich nehme folgendes für meine SR-Welt an:
    - die Gräber sind deutlich kleiner geworden (überwiegend Urnen)
    - das es zugleich neue Bestattungsformen gibt (z.B. Kryobestattung... "Lagern Sie einen Teil der DNA Ihres Liebsten für die Ewigkeit!")
    - das versucht wird ein Heidengeld mit der Trauerzeremonie zu verdienen
    - das neuere Bestattungsriten die traditionellen Begräbnisse zurückdrängen (z.B. der konzerneigene Grabredner, der die Verdienste des Angestellten für den Konzern heraushebt und betont wie wichtig es ist seine Pflicht zu erfüllen statt dem christlichen Pfarrer)
    - das in manchen Ländern, wo man Oma und Opa früher im Garten vergraben hat, jetzt Schamanen kontaktiert werden, um die Toten zu reinigen; man will ja schließlich nicht Widergänger, Zombies oder schlicht und ergreifend Angst haben
    - das die Organe in manchen Staaten tatsächlich entnommen und für die armen Massen weiterverpflanzt werden (einen großen Verdienst macht damit jedoch nur der Straßendoc, der das als "ganz normale O-Ware von der Stange verkauft")