Beiträge von taube Nuss

    Da Boyce von seinem Standpunkt aus die von Diesel beschriebenen Typen nicht sehen kann, können diese ihn vermutlich auch nicht sehen. Das ist erst mal eine positive Nachricht.


    Außer dem sanften blubbern des starken Bootsmotors, dem säuseln der Wellen am Schiffsrumpf und dem Verkehr oben auf der Brücke gibt es kaum Geräusche zu hören. Um so deutlicher kann Boyce das Quietschen der Bremsen hören. Für sein empfinden ist es lang genug, um ein Auto zum stehen zu bringen. Ein Auto? Nein dass müssen mehrere Gewesen sein. Das ist auch nicht weiter verwunderlich. Immerhin ist der ausgebremste Transporter nicht das einzige Fahrzeug auf der viel befahrenen Brücke. Da Boyce keine Aufprallgeräusche hören kann, ist es zumindest zu keinem Auffahrunfall gekommen.


    Aber was kann er jetzt tun? Die Antwort lautet warten. Das nervt schon. Er kann nicht sehen was oben gerade geschieht und bleibt so im ungewissen. Bis die Gruppe die Situation unter Kontrolle hat und mit der Ware nach unten kommt, wird sie ihm auch nichts mitteilen. Die Deckung durch sein Boot nutzend prüft Boyce noch einmal seine Ausrüstung und die Vertäuung des Bootes am Anleger. Immerhin möchte er nicht schuld daran sein, dass die Aktion in die Hose geht.

    Auf Braxtons Ansage mit der Kleidung nickt Maike verstehend.


    "Alles klar. Keine Lederjacke und eher was schickes. Ist kein Problem."


    Als dann die Tour zum Puff zur Sprache kommt, beginnen die Augen des Elfen zu leuchten. Er muss nicht lange überlegen und ist sofort interessiert. Nach dem er sich von Chad seine neue Lederjacke geholt und sie auch gleich angezogen hat, geht er schnurstracks zu Corro 4 und seinen Jungs hinüber. Mit breitem Grinsen im Gesicht meint er in die Runde:


    "Hi Leute, Ich bin Maike. Der Boss meinte ich kann mit euch eine kleine Spritztour in den Puff machen. Hey ihr habt die Mädels und ich die Partypillen. Was soll da noch schief gehen?"


    Natürlich gibt er den Jungs ein paar seiner Pillen, je nach dem was die Leute haben wollen. Natürlich braucht er für diese Tour noch einen Fahrer, aber dieser findet sich recht schnell. Immerhin zahlt er ja mit seinen Pillen für die Mitfahrgelegenheit. Unterwegs macht man sich etwas miteinander Vertraut und geht schließlich die Wetter ein, welcher von den Leuten seine Dirne am lautesten zum stöhnen bringen kann. Natürlich ist sich Maike seiner Sache absolut sicher. Im Puff angekommen überlässt er es den erfahrenen Jungs das Ding klar zu machen. Maike ist eh viel mehr an den Damen interessiert. Er ist sich auch nicht zu fein dazu die anwesenden Mädels mal Astral zu betrachten und zu schauen welche von ihnen schon gut drauf ist und zudem auch noch positiv auf ihn reagiert. Schlussendlich entscheidet er sich für die eher zierliche, rothaarige Elfe mit schottischen Wurzeln. Die für dieses Etablissement viel zu attraktive Elfe könnte sicherlich sehr viel mehr Geld in einem Edelpuff verdienen, als hier. Warum sie denn hier anschaffen geht, dass erfährt Maike nicht. Und um ehrlich zu sein, interessiert es ihn auch nicht sehr. Nach dem üblichen Smalltalk und den enthemmenden Alkoholika lässt man die Puppen tanzen und das im wahrsten Sinne des Wortes. Während jeder der Ganger mindestens eine Prostituierte im Arm hat und schon mal vorfühlt was da noch alles geht, schaut man dabei zu wie sich die beweglicheren Damen an und um die Poledance Stange schmiegen.


    Relativ Zeitnah verschwinden nach und nach die Männer auf den Zimmern und es geht heiß her. Entgegen seiner Erwartung mag die Rothaarige Elfe keine Drogen haben. Maike zuckt nur mit den schultern und nimmt selbst auch keine. Er wird auch so seinen Spaß haben. Natürlich hilft er mit einem Zauber etwas nach um die junge Elfe möglichst laut zum stöhnen zu bringen. Der Zauber gelingt ihm dieses Mal auch ausgesprochen gut, so dass es dann sehr schnell wild und leidenschaftlich wird. Die Elfe, welche sich selbst Bonny nennt, lässt sich gehen und fügt Maike in ihrer Ektase mit ihren Fingernägeln und Zähnen die eine oder andere kleine Wunde zu. Maike schafft es gerade noch sich so weit zu beherrschen das es ihr nicht das gleiche antut. Immerhin will er keinen Ärger bekommen, wenn er Schuld daran ist das Bonny für ein paar Tage ausfällt.


    Nach dem die gute Bonny erschöpft auf Maike liegenbleibt und nach wenigen Minuten glückselig einschläft, nutzt Maike seine Magie um die wirklich leichten Wunden zu heilen. Er bleibt dann auch noch ein wenig liegen und lässt Bonny noch etwas schlafen, bevor er sie sehr sanft zur Seite rollt, zudeckt und anschließend kurz heiß und kalt Duschen geht. Nach dem er sich wieder angezogen hat, weckt er Bonny mit einem Kuss auf die Stirn. Dann macht er sich auf den Weg nach Unten, nur um Festzustellen das er fast der letzte ist. Nach ihm kommen noch 2 Nachzügler. Alles scheinen mit den Leistungen der Damen zufrieden zu sein. Natürlich haben alle die Wette vergessen oder waren zu sehr abgelenkt um noch daran zu denken.


    Maike verbring noch etwas Zeit mit den Red Devils, bevor er sich wieder in sein Normales Leben stürzt. Immerhin muss er sich noch bei der Uni blicken lassen und seine Experimente überwachen. So vergeht die Zeit bis Donnerstag sehr schnell. morgens um 5 Uhr klingelt dann sein Wecker.


    //Scheiß Uhrzeit. Wieso muss man sich so früh treffen?//


    Innerlich grummelnd gehts in die Nasszelle. Natürlich ist die Dusche mal wieder kalt. Zumindest funktioniert sie aber. Frisch gestylt steht Maike vor seinem Kleiderschrank. Nach kurzem Überlegen entscheidet er sich für einen Businessanzug der Preislage obere Mittelschicht in einem dezenten Anthrazit mit leicht leichtenden Violetten Knöpfen und einer gleichfarbigen Krawattenklemme. Dazu kommt ein schwarzer Schlips und ein gepanzerter Mantel. Natürlich muss auch die Stungun mit. Der gute Bürger von heute geht nie ohne außer haus. Man weiß ja nie was einem so alles passieren kann. nach dem er sich im Spiegel betrachtet hat nd mit seinem Aussehen zufrieden ist, verschießt er seine Bude, geht zu seinem Bike und macht sich auf den Weg zum Treffpunkt.


    :arrow:

    Dann schnippst er mit dem Finger.


    Ah. Dein erster Termin als unser Mann für Stoff… Mittwoch um 7 am Dierkower Kreuz. Dauert sicher nich lang.


    Dann grinst er.


    Na dann zeig mal her, was Du dabei hast.


    Maike ist erstaunt das der Gangboss ihm nicht die Hand zu Mus quetscht. Das ist natürlich ein Pluspunkt für Braxton. Dann hat der Typ auch noch einen Raum für ihn und fragt nach den Bedingungen für den Raum. Das hebt das Ansehen von Braxton in Maikes Augen ein ganzes Stück nach oben. Zudem gibt es Pad in das er seine Wunschliste eintragen kann. Genial.


    "Danke, schön mit dabei zu sein."


    Antwortet Maike höflich und breit lächelnd. Dann überlegt er kurz und fährt fort.


    "Für die einfachen Drogen reicht es wenn ein paar Reinigungsdrohnen ihre Runden im Raum drehen. Grundsätzlich gilt: Je teurer die Ausgangsmaterialien desto sauberer muss der Raum sein. Je nach dem was ich für euch herstellen soll, muss der Raum dann gestaltet sein. Das die Zutaten und die Lieferanten betrifft, so kann ich euch gerne den ein oder anderen Ansprechpartner nennen. Das liegt, wie bereits erwähnt aber bei euch. Erst wenn ich weiß was ihr haben wollt kann ich euch sagen wo ihr was herbekommt. Ich kann aber vorab schon mal eine Lister von allem erstellen was man für die Standartsachen so benötigt. Ach ja, ich benötige einen Kleintransporter um die Laborausrüstung aus meinem Lager hier her zu transportieren. Der ein oder andere kräftige Träger wäre auch recht hilfreich.


    Was den Alkohol und die Drogenbetrifft, da mach dir keine Sorgen. Du wirst mich niemals torkeln, lallen oder dämlich grinsend in der Ecke rum liegen sehen."


    Beim letzten Satz schaut der Elf schon ein wenig enttäuscht drein, sagt aber nicht warum. Geht ja keinen was an, so lange er nicht die Regeln verletzt. Nach seinem Namen gefragt antwortet er schlicht:


    "Einen Straßennamen habe ich nicht. Warum auch. ich bin einfach der Typ mit den Drogen. Ansonsten höre ich in diesen Kreisen auf den Namen Maike. Ich weiß das klingt wie ein weiblicher Namen, aber man nimmt was man bekommen kann, wenn man auf das Geld schauen muss. Und der Typ der mir die SIN verkauft hat, der hat halt keinen besonders guten Sinn für Namensgebung."


    Maike sieht zu besagtem Chad hinüber und nickt diesem kurz zu. Vermutlich wir er die schmalste Größe für seine neue Jacke nehmen müssen und immer noch verloren darin aussehen. Die Typen hier sind alle Samt sehr viel kräftiger gebaut als er. Die Sache mit den Essen und trinken wird er sich definitiv mal anschauen. So lange es nicht schlechter ist als das was er derzeit hat, wird er zu kostenloser Versorgung nicht nein sagen. Nimm was du bekommen kannst, ist ein Motto das Maike nicht fremd ist.


    Gerade will sich Maike aufmachen um seine neue Jacke zu holen, da fällt Braxton noch etwas ein. Dieser Schnippst mit seinem Finger und meint das Maike seinen ersten Termin am nächsten Mittwoch haben wird. Maike bestätigt das mit einem


    "Geht klar. Um 7 am Dierkower Kreuz. Irgendwelche wünsche bezüglich der Kleidung und Ausrüstung?"


    und notiert sich den Termin in seinem Com. Wäre schon blöd wenn er zu seinem ersten Termin zu spät kommt. Dann kommt Braxton doch noch auf sein Angebot zurück. Also holt Maike die durchsichtigen Plastiktüter aus seiner Bauchtasche heraus und sagt:


    "Ich habe keine Ahnung was ihr so braucht. An der Uni gehen diese Dinger hier weg wie warme Semmeln. Die Blauen hier sorgen dafür das du gut und gerne 4 Tage lang wach bleibst. Besonders beliebt direkt vor Prüfungen um noch mal zu lernen. Danach schläfst du gut 2 Tage und bist dehydriert und verdammt hungrig.


    Die Grünen sorgen dafür das du besser denken kannst. Die sind zu Zeiten der Klausuren und Prüfungen besonders gefragt, aber auch nicht ganz billig.


    Die Gelben hier machen dich interessanter für die Ladys und sorgen dafür das du besser sehen kannst.


    Die Roten sind besonders bei einigen Sportlern beliebt. Die sorgen dafür das du geschickter, ausdauernder stärker und reaktionsschneller wirst. Allerdings hauen dich die Nachwirkungen von den Socken. Besser du bist irgendwo wo dich keiner sehen kann, wenn die Wirkung nachlässt. Ich arbeite daran die Nachwirkungen abzumildern, aber das ist echt kompliziert ohne ein großes Labor.


    Zum Schluss noch die handelsüblichen Upper und Downer, sexuelle Stimulanzien usw."


    Wenn nötig erklärt Maike noch wie die einzelnen Präparate zu verwenden sind und was für Nebenwirkungen sie haben und falls von Interesse auch warum das so ist. Dann geht er zu Chad rüber und holt sich seine Jacke ab.


    "Hey Chad, der Boss meint das du eine neue Jacke für mich hast."


    Spricht Make den Ganger auf deutsch an.


    # die Blauen: long Haul

    #die Gelben Novacoke

    #die Roten: Kamikaze

    # die Grünen: Psyche

    Boyce, der derzeit nicht wirklich etwas zu tun hat, schaut in Richtung Westufer, nach dem er Diesels Infos über den Teamkanal erhalten hat. Aus Boyce Sicht der Dinge ist es für ihn interessant, ob er diese Gruppe sehen kann. Wenn er sie nicht sehen kann, dann können sie ihn vermutlich auch nicht sehen, was ein großer Vorteil wäre. Nebenbei geht er einige Fahrmanöver durch die er machen könnte, um möglich wenig von der einen oder anderen Seite des Ufers gesehen zu werden. Eine möglichst unauffällige Fluchtroute ist für ihre Aktion sicherlich nicht verkehrt.

    Als Braxton seine Ansage macht, muss Maike ganz schön mit sich Kämpfen, dass man ihm seine Gedanken nicht direkt am Gesicht ablesen kann.


    //Was stimmt denn mit dem nicht? Erst erzählst du mir wie toll und so meine Drogen sind und dann erwartest du von mir das ich einfach ja zu allem sage was du mir an den Kopf wirfst? Da habe ich mich wohl in dir getäuscht. Also gut was haben wir? Einen von sich sehr überzeugten Gangboss mit in der Tat einigen recht fähig aussehenden Leuten. Er will von mir für diesen Deal Rufbereitschaft. Das kollidiert mit meinen Studien an der Uni. Andererseits, wenn die hier meine Forschungen finanzieren, wozu brauche ich dann noch die Uni? Und noch weiß ich nicht ob sich das wirklich gegenseitig ausschließt. Klingt nach einem recht guten Deal.//


    Maike hält Braxton die rechte Hand hin.


    "Geht klar."


    Antwortet er kurz und knapp. Dabei wirft er ein Auge auf den Ganger der Braxton vorhin zugenickt hat. Dieser scheint vermutlich mehr von Geschäften zu verstehen oder mehr Wert darauf zu legen das die Gang nicht ins Hintertreffen gerät. Diesen sollte er sich unbedingt merken. Natürlich rechnet er damit das Braxton gleich sehr fest zudrücken wird um seine Dominanz zur Schau zu stellen und ihm zu zeigen wer hier der Boss ist. Kurz überlegt er seine Hand mit einem Schutzzauber zu überziehen, lässt es dann aber. Er ist nicht hier um zu provozieren oder seine Magie zur Schau zu stellen. Er will den Deal hinter sich bringen und dann schauen, wo er sein bisher nicht aufgebautes Labor aufstellen kann. Das Lagerhaus der Gang ist mehr als groß genug um seine Ausrüstung hier aufbauen zu können. Immerhin würde sie auch in einen Truckanhänger hinein passen. Als er sie damals erworben hat hielt er eine mobile Produktionsstätte für sinnvoll. Jetzt wo er hoffentlich auf den Schutz der Gang hoffen kann, scheint das mit der Mobilität nicht mehr ganz so wichtig zu sein.

    Als Maike bei Braxton ankommt und diesen ansieht, beginnt der Ganger selbstsicher seine Ansage zu machen. Von dem was Maike bisher sehen kann, hat Braxton allen Grund dazu so selbstsicher aufzutreten. Die Leute um Braxton herum wirken alle so als wüssten sie was sie tun. Wenn man sich die Gangklamotten weg denkt, dann wirkt das Ganze fast schon wie eine gut organisierte militärische Aktion.


    //Ok, dann sind die Klamotten so was wie deren Uniform.//


    Schießt es Maike durch den Kopf. Natürlich wundert sich der Elf wie kleinlich diese Gang doch sein muss, wenn sie sich um so ein kleines Licht wie ihn kümmert. Die einheimischen Gangs und Syndikate hatten ihn wegen seinem doch wirklich geringem Kundenkreis ignoriert. Klar kocht er auch Partydrogen. Am besten gingen jedoch die Muntermacher, welche einen gewöhnlichen Studenten für ein paar Tage ohne Pause arbeiten oder lernen lassen. Besonders vor den Prüfungen waren die Muntermacher extrem gut weggegangen.


    Als Braxton dann anfängt seine Produkte als Premiumware zu bezeichnen, da schwillt Maike schon ein wenig die Brust. Natürlich ist seine Ware die beste in der ganzen Gegend. Der Elf weiß das und achtet auch immer sehr darauf, dass das so bleibt. Deshalb verschneidet er seine Produkte auch immer gewissenhaft. Immerhin will er seine Kunden möglichst lange behalten.


    //Was sagt der da? Sie geben mir Ressourcen, lassen mich experimentieren, geben mir vielleicht sogar gutes Equipment und sorgen für meinen Schutz? Und das für nur 30% vom Umsatz? Sind die wirklich so .... dämlich? Das ist ein Expresszug den ich besser nicht verpassen sollte. Das Kochen der Drogen ist eher simpel. Und wenn ich mich nicht um die Zutaten kümmern muss und die vielleicht sogar die Verteilung übernehmen, dann bleibt mir sehr viel mehr Zeit für die Forschung und was noch viel wichtiger ist für die PARTY'S. Nur die versteckte Drohung am Ende war nicht sooo nett. Na ja, sind halt doch nur Ganger. Was kann man da auch anderes erwarten.//


    Maike ist schon sehr an dem Angebot der Devils interessiert und es juckt ihn in den Fingern. Vor seinem geistigen Auge sieht er schon SEIN neues Labor und die vielen noch vollkommen unerforschten Möglichkeiten das menschliche Hirn zu stimulieren. Am liebsten würde er sich sofort an die Arbeit machen. Fast wäre ihm der Satz: Na dann zeigt mir mal mein neues Labor. über die Lippen gekommen. Doch das wäre der falsche Ansatz gewesen. Für gut eine Minute schließt er die Augen und überdenkt seine Lage, bevor er Braxton antwortet.


    "Jup, deine Infos sind soweit korrekt. Meine Wahre ist die Beste der ganzen Umgebung. Allerdings sind meine Produktionsmöglichkeiten begrenzt. Für ein Unternehmen dieser Größe ..."


    Maike deutet mit der ausgestreckten rechten Hand auf die anwesenden Gangmitglieder.


    "... bräuchte es eine größere Produktionsstätte und einen beständigen Zustrom an hochwertigen Ausgangsmaterialien. Wenn ihr das auf die Beine stellen könnt, dann bin ich gerne bereit mich euch zusammen zu arbeiten. Zudem ist mein Kundenkreis sehr klein, da meine Produktionsmenge eben sehr klein ist. Ich nehme jedoch an, dass die ... Devils über einen entsprechenden Kundenkreis verfügen. Ich habe bereits eine kleine Laborausrüstung erworben. Was mir jedoch fehlt ist eine entsprechend unauffällige Räumlichkeit und die notwendigen Ausgangsmaterialien. Wenn ihr mir eine Produktionsstätte, die Ausgangsmaterialien sowie die Materialien für die Erforschung neuer Psychopharmaka zur Verfügung stellen könnt, dann bin ich bereit mich mit 30% vom Reingewinn zu begnügen. Von irgendetwas man man ja schließlich leben."


    Wenn Braxton ein wenig Ahnung von geschäftlichen Dingen hat, dann ist sich Maike sicher, dass er den Vorteil seines Angebotes erkennen wird. Zum einen wären da die geringeren Anschaffungspreise, wenn man die Ausgangsmaterialien in größeren Mengen kauft. Bis auf die Laborausrüstung bliebe alles im Besitz der Devils und sie hätten die volle Kontrolle über das Unternehmen. Zudem könnten die Devils bestimmen was er für sie kocht. Somit wäre Maike nicht mehr als ein "Angestellter" der gegen eine prozentuale Beteiligung für die Devils tätig ist. Maike ist klar das die 30% vom Reingewinn etwas hoch gegriffen sind, aber darüber kann man ja noch verhandeln. So lange er von dem Geld gut leben und forschen kann, wäre der Elf auch mit weniger Prozenten einverstanden.


    "Als Zeichen meines guten Willens und mit dem Gedanken einer beiderseits förderlichen zukünftigen Zusammenarbeit im Hinterkopf, lade ich euch auf eine Runde ein."


    Als Zeichen was er meint klopft der Elf aus seine Gürteltasche in der seine Drogen verstaut sind. Langsam, um die Gang nicht zu überhasteten Reaktionen zu animieren, öffnet er den Reißverschluss und zeigt Braxton den Inhalt der Gürteltasche. Make geht jetzt lieber einen kleinen Verlust ein, um hier möglichst mit heiler Haut und in guter Erinnerung heraus zu kommen.

    Nach dem Boyce am Ausleger des Brückenpfeilers angelegt hat, geht er in die Steuerkabine, um nicht gleich wie ein bunter Hund aufzufallen. Immerhin trägt er jetzt seine Jagdpanzerung mit dem dazu gehörenden Helm. Zudem bereitet er das Boot für die Beladung mit den Kisten vor. Die Plane dazu legt er schon einmal bereit, um später die Ladung abdecken zu können. Auch macht er schon mal den Zugang zum verstecken Laderaum bereit, falls sie doch die Zeit haben die Kisten dort zu verstauen. Es kommt wie immer darauf an, wie schnell die Ladung verstaut werden muss und wie hektisch die Abreise wird. Ansonsten heißt es für den Norm: Abwarten und nicht auffallen.


    Der größte Teil der Sicherstellung der Ware wird von den restlichen Teammitgliedern erledigt. Seine Aufgabe ist der sichere und möglichst unauffällige Transport der Kisten zum Bestimmungsort. Wenn der Fahrstuhl bereits geknackt wäre, dann hätte er notfalls hochkommen und das Team unterstützen können. So jedoch bleibt ihm nicht weiter übrig als hier unten auf den Ausgang der Aktion zu warten und dann mit der Ladung und dem Team abzuhauen. Wie er da in seinem Boot sitzt und den Schiffsverkehr im Auge behält, checkt er noch einmal die Systeme des Bootes als auch den Zustand seiner neuen Waffe.

    Für einen Moment verzeiht Maike das Gesicht.


    //Wie jetzt keine Party und keine Mädels? Was soll der Scheiß denn. ich muss Kohle ranschaffen. Und was habe ich mit dem Boss der Gang zu schaffen das er mit mir über Geschäfte reden will. Was für Geschäfte überhaupt?//


    Natürlich behält er seine Gedanken für sich. Statt dessen nimmt er den Helm vom Soziussitz und reicht ihn mit einem falschen Lächeln an den Biker zurück.


    "Danke mein Bester, aber ich werde den Helm nicht brauchen."


    Dann macht er es sich auf dem Bike bequem. Die Rückenlehne kommt ihm gerade recht. Völlig entspannt meint er noch:


    "Nun denn, wohl an, so bringe er mich zu seinem Boss."


    Maike macht sich einen Spaß daraus seine Sätze so zu formulieren, dass der Biker es schwer hat ihn zu verstehen. Wenn er schon einen Trip gegen seinen Willen unternehmen muss, dann will er wenigstens etwas Spaß haben. Als er während der Fahrt auf den Rücken des Bikers starrt fragt er sich was wohl am Zielort passieren wird. Noch macht er sich keine großartigen Sorgen. Immerhin haben sie ihn abgeholt und nicht gleich verschleppt. Zudem kennt er die Gepflogenheiten der Syndikate. Wären die mit seinen kleinen Geschäften unzufrieden, dann wäre das Treffen bereits jetzt schon sehr viel schmerzhafter.


    Als sie dann neben der Bullenschaukel halten schaut Maike nur kurz rüber. Er will nicht das die Bullen sich sein Gesicht merken. Ok, er hat nichts weiter getan als sich mitnehmen zu lassen, aber als der Biker dann bei Rot über die Kreuzung fährt, geht dem Elfen dann doch ein wenig die Düse. Erleichtert stellt er fest, dass die Bullen sie nicht verfolgen. Schnell ist für den Elfen klar wohin die Reise geht. Der Hafen ist mit seinen Verladekränen schon von weitem zu erkennen.


    //Ob ich doch noch schwimmen gehen muss?//


    Ein bisschen unwohl ist Maike schon und er spürt die Nervosität langsam in ihm aufsteigen. Langsam rollt das Beike von seinem Fahrer in eine Lagerhalle. Die Lagerhalle ist so unspektakulär wie sie nur sein kann. Allerdings sieht man bereits die ersten Veränderungen. Entgegen den Vorstellungen die man im allgemeinen von einer Bikergang hat, arbeiten die Leute hier fleißig und organisiert. Zumindest kann Maike kein Gangmitglied sehen das faul herum hängt und sich zulaufen lässt.


    Hier und da grüßt sein Fahrer einige der Gangmitglieder. Das Bike bleibt in der Nähe desjenigen stehen, welcher hier die Anweisungen gibt. Natürlich weiß Maike nicht ob das hier jetzt DER BOSS ist oder einer seiner Offiziere. Also versucht Maike cool zu bleiben und seine aufkommende Nervosität zu unterdrücken. Kurz ist er versucht einen Zauber zu wirken um zu sehen, ob die Leute hier ihn als ihren Feind betrachten. Schlussendlich begnügt er sich jedoch damit sich vorerst nur mundan umzusehen. Dabei fällt ihm auf, dass die Leute ihn nur wenig beachten. Klar sind sie neugierig wer da angekarrt wird. Aber keiner starrt ihn mit offener Feindschaft an. Natürlich sucht er auch nach den heißen Bikerbräuten. Ohnehin wäre es ihm sehr viel lieber gewesen, wenn ihn eine heiße Braut in Lederklamotten abgeholt hätte. Aber wie heißt es so schön: Man(n) kann nicht alles haben.


    Gespannt darauf wie es denn wohl weiter gehen wird, steigt er gespielt lässig vom Bike. Nur keine Schwäche offenbaren, aber auch nicht zu dominant wirken.


    //Du musst hier Selbstsicherheit, ja genau Selbstsicherheit, ausstrahlen.//


    Schießt es Maike durch den Kopf. Am liebsten würde er sich jetzt lässig gegen das Bike lehnen, lässt es aber. Immerhin könnte sein Fahrer ja wegfahren wollen. Daher bleibt er neben dem Bike stehen und schaut zu dem Mann herüber der hier die Anweisungen zu geben scheint. Soll der doch den ersten Zug machen und zu ihm kommen. Da winkt Braxton auch schon und deutet damit an das Maike zu ihm herüber kommen soll. Maike muss nicht lange überlegen. Er befindet sich im Hauptquartier der Gang und es wäre ziemlich dämlich von ihm hier einen auf dicke Hose zu machen, ohne das er ein Ass in der Hinterhand hat. Mit lässigem Schritt, nicht zu langsam um zu provozieren, aber auch nicht zu schnell um übereifrig zu wirken, geht er auf Braxton zu. Etwa 1,5m vor ihm bleibt der Elf stehen und schaut Braxton an. Da er ihn nicht kennt wartet er erst einmal ab wie der Typ reagieren wird.

    Boyce schippert weiter langsam den Fluss rauf, so als hätte er alle zeit der Welt. Selbst die schwer beladenen Frachtkähne sind schneller als er. Wäre er ein Speed Junkie, dann wäre Boyce sicherlich schon ins Wasser gesprungen um sein Boot anzuschieben. So jedoch lässt er den Autopiloten steuern und macht das Boot fürs anlegen bereit. Als die lang ersehnte Nachricht endlich eintrifft fragt er sich gedanklich


    //und wie viele cm und mm?//


    Er schmunzelt über sich selbst und über die exakte Angabe der Meterzahl, welche vermutlich bereits nach Abgabe der Nachricht nicht mehr gestimmt hat. Dann wundert er sich kurz, wie weit Diesel von seinem Aussichtspunkt aus sehen kann. Gut 4km sind ne ordentliche Strecke vor allem in der Stadt. Aber was geht ihn das gerade an. Boyce zuckt mit den Schultern. 4-6 Minuten, dann müsste der Transporter in der gewünschten Position sein. Damit ist es für ihn an der Zeit an der Plattform des Brückenpfeilers anzulegen.


    Boyce geht also zur rechten Seite des Bootes und lässt die Tender über den Rand gleiten, so dass sie gleich zwischen dem Boot und der Anlegestelle einen Puffer bilden. Immerhin will er ja nicht sein Boot zerkratzen. Dann geht er zum Steuerpult um den Annäherungsvorgang zu überwachen. Als das Boot schlussendlich seine Position erreicht hat, lässt er den Autopiloten diese halten und beginnt damit sein Boot am Anleger festzumachen. Dabei achtet er darauf, dass man die beiden Taue bei bedarf schnell wieder lösen kann.


    Als er mit dem Anlegemanöver und dem Vertäuen fertig ist, lässt er den Motor im Leerlauf weiter laufen und schickt eine Nachricht ans Team.


    >>Bin in Position<<


    Dann setzt er seinen Helm auf.

    Nach der doch recht wilden letzten Nacht Pauline entschließt sich Maike erst einmal ein paar ruhige Stunden in seine Studentenbude zu verbringen. Ruhige Stunden heißt in diesem Fall erst einmal die neue Ladung Partydrogen für den Verkauf zu verpacken. Auf Grund seines leichten Ordnungsticks hat alles bei ihm seinen vorgeschriebenen Platz. Also richtet er seinen Tisch so her wie er es gewohnt ist und macht sich an die Arbeit. Anschließend geht er noch die letzten Ergebnisse seiner Tests an den Laborratten durch und überlegt wie er seine Studien im Bezug auf Psychopharmaka ausweiten kann, um ein besseres Ergebnis zu bekommen.


    Unbemerkt vergehen einige Stunden und der Nachmittag neigt sich dem Ende entgegen. Also gibt es eine Fertigpizza aus der Kühltruhe und einen Kaffee. Anschließend gibt es die Schnelldusche mit einem möglichst billigem Deo. Immerhin will er jetzt nicht nach Doktorand aussehen und riechen sondern wie ein schäbiger Prolet aus der Unterschicht. Und dazu gehört auch das richtige Deo zum Outfit. Hier wählt Maike eine abgewetzte Trainingshose, ausgelatschte Sportschuhe, ein T-Shirt und eine Trainingsjacke mit Kapuze. Um den Bauch bindet er sich einen dieser Gürtel, wo man sein Com und was weiß der Fuchs noch verstauen kann. Natürlich hat er dort seine Drogen drin. Sein Com hat er in eine der Hosentaschen von der Trainingshose gestopft. Das Geld aus dem verkauf der Drogen wird er wie immer in die andere Hosentasche Stopfen. Von seinem billigen Gürtel kann er sich so im Notfall schnell trennen, falls er die Drogen los werden muss. Seine Defiance findet wie immer ihren gewohnten Platz im verdeckt getragenen Schnellziehholster. Nicht das er damit wirklich etwas treffen würde. Wenn er nicht gerade auf 2m an seinem Ziel dran steht, dann ist seine Aussicht das Ziel zu treffen gleich null. Aber diese Waffe lenkt, wenn sie überhaupt gefunden wird, davon ab, dass er seine Gegner mittels Magie außer Gefecht setzt.


    Gerade wie er aus dem Eingang tritt und die Kapuze über den Kopf ziehen will, sieht der den Red Devil mit seiner Maschine. Die Geste des Gangers ist unmissverständlich. Kurz überlegt Maike was er tun soll. Umdrehen und wieder ins Haus gehen? Eine schlechte Idee. Wenn sie schon hier auf ihn warten, dann wissen wo er wohnt. Was sollte sie davon Abhalten in aus seiner Wohnung zu zerren? Das sie nur einen Mann schicken und das dieser sich die Mühe macht ihn nicht gleich mit seiner Faust zu Zusammenarbeit zu überreden, ist doch wohl eher ein gutes Zeichen. zumindest hofft Maike das. Klar, ein einzelner Ganger ist auf diese Entfernung und unter diesen Umständen noch keine wirkliche Gefahr für ihn. Aber Maike hat die Gang schon an sich vorbeifahren sehen und weiß das die Gang nicht gerade klein ist. Also setzt er ein gewinnbringendes Lächeln auf, geht zum Ganger rüber als wäre es das normalste auf der Welt, schaut den Typen direkt in die Augen und meint:


    "Yo Mann was geht? Wo steigt die Party und was viel wichtiger ist: Bin ich passend gekleidet und wie heiß sind die Mädels?"


    Kurz wirft er einen Blick auf den Helm, nimmt diesen in die Hand und schaut ihn sich von innen an.


    //Man das Ding wird mir definitiv die Frisur ruinieren.//


    geht es dem Elfen durch den Kopf. Wenn der Red Devil vor ihm nicht darauf besteht das er den Helm aufsetzen muss, dann wird er das auch nicht tun. Das er eine Stun-Gun bei sich trägt sagt er dem Red Devil nicht. Dieser würde ihn eh dafür nur milde belächeln. Das Ding taugt bestenfalls dazu ein paar Studenten zu beeindrucken, wenn die ihn prellen wollen und versuchen mit seiner Ware abzuhauen ohne zu bezahlen. Vor allem diese übertrainierten Sportler haben da gelegentlich solche Anwandlungen.

    Boyce hat noch keinen Grund für aufkommende Nervosität. Sein Boot schippert langsam in Richtung Ziel, seine Angel wird wohl ohne Biss auch weiterhin nur den Haken baden und das Buch, welches er hin und wieder zur Hand nimmt, ist auch nicht so spannend wie er gedacht hat. Als dann die Nachricht rein kommt das der Transporter gestartet ist, sorgt das für einen leichten Anstieg von Puls und Herzrhythmus bei Boyce. Er weiß zwar nicht genau wie lange der Transporter bis zum Abfangpunkt brauchen wird, aber das es jetzt Ernst wird. Also legt er das Buch beiseite und beginnt damit langsam die Angelschnur aufzuspulen. Wenn oben auf der Brücke die Aktion los geht, dann muss er unter der Brücke sein und das Boot bereits festgemacht haben. Timing ist alles.


    Nach dem er die Angelschnur aufgespult und die Angel verstaut hat sendet er vom Ruderstand aus eine kurze Nachricht ans Team:


    >>nähere mich dem Übergabeort. Bisher keine Vorkommnisse.<<


    Damit sollten alle wissen das er einsatzbereit und in unmittelbarer Nähe ist und das er bisher keinen Sicherheitsdienstleister sehen konnte. Nach dem er sich vergewissert hat das der Autopilot den Richtigen Kurs verfolgt, legt er an Deck schon mal die Tender zurecht, so das er sie mit einem einfachen Fusstritt in Position bringen kann. Da er das Boot gegen die Strömung alleine an der Verladeplattform vertäuen muss, kann er sich keine überflüssigen Handgriffe erlauben.

    Um nicht der Letzte zu sein, reihe ich mich mal hier ein.


    REAL NAME ???

    STREET NAME: Iwan Iwanowitsch

    METATYPE: Human

    AGE: 25

    SEX: male

    HEIGHT: 185 cm

    WEIGHT: 82 kg

    HAIR: short Blond

    EYES: grey

    SKIN: suntanned


    Der mäßig sonnengebräunte junge Norm mit den leicht kantigen Gesichtszügen trägt einen deutlichen 3 Tage Bart und hat immer eine Kippe im Mundwinkel. Die Haare sind kurz geschnitten und ungekämmt. Gekleidet ist er, wenn er nicht gerade in der Wildnis unterwegs ist, in einem zwanglos getragenen Businessanzug mit schmaler Krawatte. Darüber trägt er einen deutlich nach außen hin erkennbar gepanzerten Mantel, welchen er meistens nicht schließt. Der Mantel verdeckt einige Waffen, welche der Norm grundsätzlich bei sich trägt.


    Das Leben von Iwan Iwanowitsch war bisher so Ereignisreich wie das Liebesleben der Pflastersteine einer alten Landstraße, zumindest ist das oberflächlich betrachtet der Fall. Natürlich ist das nicht sein richtiger Name und natürlich sollte eine falsche SIN möglichst vollständig und langweilig sein. Das einzige was seine SIN von den meisten anderen SIN's unterscheidet ist ein ganzer Haufen von Lizenzen. Aber was macht so ein stink langweiliger Typ den ganzen Tag? Im Normalfall würde er in irgendeinem Büro hocken, auf seine Monitore glotzen und irgendwelche Daten bearbeiten. Doch das ist nichts für Iwan.


    Also was macht ein Waffennarr und begeisterter Kampfsportler wie Iwan? Wo kann man nach Herzenslust schießen oder auf Gegner einprügeln ohne dabei Gefahr zu laufen dafür von den Ordnungshütern belangt zu werden? Iwan weiß nicht was andere an seiner Stelle antworten würden. Der Norm hat zumindest für sich eine Antwort auf diese Fragen gefunden. Man kann ihn für alle Art von Jobs anheuern, welche damit zu tun haben das er seine Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit allen möglichen Waffen und oder im unbewaffneten Nahkampf anwenden kann. Ob Rausschmeißer in einer Bar oder Disko, Hilfstrainer auf einer Schießbahn oder im Selbstverteidigungskurs, geführte Jagd- oder Überlebenstouren, Wartung und Handhabung von Waffen, all das und noch mehr ist Iwans Betätigungsfeld, wenn er denn Lust und Zeit hat. Dabei sind seine Fähigkeiten nicht gerade überragend. Sie sind jedoch solide genug, um einem Anfänger alles beizubringen was er wissen muss. Er ist sich auch nicht zu Schade Geld von zwielichtigen Leuten anzunehmen denen er dann zeigt wie sie mit ihren illegal erworbenen Waffen umgehen müssen. Ist schnell und oftmals leicht verdientes Geld. Bei seinen Trainingspartnern ist er schon deutlich wählerischer. Es macht für ihn keinen Sinn mit einem Troll zu trainieren, nur um anschließend das vom Troll fürs Training erhaltene Geld an den Arzt seines Vertrauens weiter zu reichen. Dazu mag er seine Gesundheit doch zu sehr.


    Natürlich trainiert Iwan selbst jede freie Minute, um in dem was er macht immer besser zu werden. Es ist schon fast zu einer Sucht geworden. Seine ganzen Ersparnisse sind bisher in seine Waffen und die dazu gehörende Munition geflossen. Ok, einmal hat er sich auch schon unters Messer begeben und ein klein wenig Geld in Bioware investiert. Das lag aber eher daran das er seinen körperlichen Zustand als unzureichend empfunden hat.


    Ansässig ist der Gute in New Orleans. Allerdings ist er wenig sesshaft und oft unterwegs. Gerade besucht er eine Waffenmesse in Seattle. Wie ein kleines Kind läuft er mit großen Augen bereits den dritten Tag über das Messegelände um sich auf den neuesten Stand im Bereich der Waffentechnik zu bringen. So lange es eine Waffe ist die ein normaler Mensch mit sich herum tragen und abfeuern kann, wird er sie in Augenschein nehmen. Mit Blick auf seinen derzeitigen Kontostand kommt er zu dem Schluss, dass er mal wieder einen leichten aber lukrativen Job braucht, um sich eine neue Waffe leisten zu können.

    Die Angebotspalette ist recht umfangreich und die Preise reichen von 100 Nuyen bis 1200 Nuyen für den einfachen Kunden, welcher alles bezahlen muss.


    Für 100 Nuyen ist man für 15 Minuten lang Beifahrer, während ein Fahrer des Gun Peak mit einem durch verschiedene enge Kurven driftet. Selber fahren darf man ab 400 Nuyen aufwärts. Hier kommt es darauf an welchen Wagen man für wie lange fahren möchte. Zum Beispiel kann man für 450 Nuyen einen McLaren für 2 Runden fahren. Den berühmten Porsche 911 für 10 Runden fahren zu dürfen kostet 1200 Nuyen. Allen gemeinsam ist, dass es sich bei diesen Fahrzeugen um aufgemotzte, aber immer noch straßentaugliche, zivile Pkw handelt. Der einfache Gutschein beinhaltet einen 500 Nuyen Preisnachlass für den ersten Besuch.


    Natürlich kann man auch mit echten Rennwagen unterwegs sein, wenn man sich eine höhere Mitgliedschaft und die entsprechenden Preise leisten kann. Wer z.B. eine VIP Mitgliedschaft besitzt kann einmal pro Quartal die Rennwagen der Basismitgliedschaft ohne Zusatzkosten nutzen.


    Wenn man das entsprechende Geld hat, kann man auch Traktoren, Lastkraftwagen oder andere normalerweise nicht für rennen vorgesehene Fahrzeuge umrüsten lassen und auf den Rennstrecken nutzen.

    Es ist früher Sonntagnachmittag, als Maike aus seinem tiefen Schlaf erwacht. Noch immer in seinem Bett liegend schaut der junge Mann aus Gewohnheit nach, ob jemand neben ihm liegt. Das er in seiner Wohnung aufgewacht ist beruhigt ihn schon etwas. Als er niemanden neben sich liegen sieht, kommt er zu dem Schluss das er entweder alleine nach Hause gekommen ist, oder das die rothaarige Dame es vorgezogen hat vorzeitig seine kleine Wohnung zu verlassen. So genau kann er sich daran nicht erinnern. Das letzte an das er sich noch erinnern kann ist, dass sie ihn nach Hause begleiten wollte. Ab da hat er, wie nach fast jeder Party einen Filmriss.


    //Man was für eine Nacht. Die Kleine war echt niedlich.//


    Noch immer verschlafen sucht er nach seinem Com und schaut nach, ob er eine neue Nummer gespeichert hat. Das ist zu seinem Bedauern nicht der Fall. Zu schade, sie hat ihm wirklich gut gefallen. Na ja was solls, wenn sie seinen Stoff vermisst, dann wird sie von ganz alleine zu ihm finden.


    Da das dumpfe Dröhnen in seinem Kopf nicht nachlassen will, nutzt er einen Zauber um seinen Körper zu entgiften. Nach dem ihm das gelungen ist, geht er ins Bad. Frisch geduscht und gestylt steht er nun vor seinem Kleiderschrank und überlegt sich was er jetzt machen will, kann oder muss. Ein Blick auf sein Com verrät ihm, dass heute Sonntag ist. Sonntag bedeutet das er ins Labor der Uni gehen kann ohne dort jemanden anzutreffen. Also ist für ihn klar was er tun wird. Also entscheidet er sich für den heutigen Tag der brave Student zu sein, der selbst am Sonntag noch im Labor steht und für seine Dr. Arbeit Experimente durchführt.


    Nach dem er in sein spießiges Studentenoutfit geschlüpft ist, wirft er einen prüfenden Blick auf seine Finanzen. Schnell kommt er zum Schluss, dass es zwar noch für seinen Lebensunterhalt reicht, aber für seine Forschungen zu wenig ist. Also muss er wieder eine Ladung bunter Pillen kochen, um das notwendige Geld für neue und extravagante Zutaten zusammen zu bekommen.


    //Hoffentlich ist Pauline im Labor. Das macht das ganze viel einfacher und man kann ganz nebenbei noch etwas Spaß haben.//


    denkt sich der junge Mann, während er seine Studentenbude abschließt und sich anschließend auf den Weg zur Uni macht. Unterwegs hält er noch schnell an einem Kiosk an, um seinen Kippenvorrat aufzustocken. Er selbst raucht nur wenn er Party macht. Was ist schon Sex Drugs and Rock n Roll ohne Tabak und Alkohol. Da würde doch arg was fehlen. Dabei fällt ihm ein das er gelegentlich auch mal wieder etwas Schnapps im Labor brennen sollte. Natürlich benötigt er den Alkohol zum Desinfizieren, wozu auch sonst. Innerlich Grinsend will er gerade seine Kippen bezahlen, da fährt eine Ganger Gruppe mit ihren unfassbar laut dröhnenden Bikes vorbei. Maike verzieht das Gesicht und schaut aus den Augenwinkeln mal nach, welche Gang ihm hier gerade auf die Nerven geht.


    //Hmp, das ist keine der hiesigen Gangs. Zumindest keine von der ich gehört habe. Also stimmen die Gerüchte und es ist eine neue Gang in der Stadt. Ich sollte beobachten wo die sich breit machen und ob das meine Geschäfte gefährden wird. Bisher haben die großen Jungs einen kleinen Fisch wie mich ignoriert. Was kümmern einen weißen Hai die kleinen Fische? Aber so ne Gang, die kann schon mal anders denken als die großen Syndikate.//


    Um nicht die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, wartet Maike noch ein wenig, bevor er sich auf sein Bike schwingt und zur Uni fährt. Der Pförtner erkennt Maike und sein Bike schon aus einiger Entfernung. Immerhin ist Maike regelmäßig an den Sonntagen im Labor. Hier gilt er als Vorzeigestudent und als extrem fleißig. Trotzdem wird Maike kurz angehalten und nach seinem Studentenausweis gefragt. Nicht das Der Pförtner da genau hinschauen würde. Maike greift pro forma mit der linken Hand nach seinem Ausweis. Allein diese Geste reicht dem Pförtner schon und er winkt den jungen Mann durch.


    Das Uni Gelände ist nicht gerade klein und normalerweise dürfen hier nur die Dozenten und Lieferanten mit ihren Kfz fahren. Aber am Sonntag schert es keinen und so fährt Maike bis zum Labor. Als er dort ankommt, parkt er sein Bike neben dem von Pauline.


    //Das verspricht ein entspannter Nachmittag zu werden.//


    Maike grinst in sich hinein und verschafft sich Zugang zum Labor. Dort zieht er sich erst einmal um. Immerhin arbeitet er mit Chemikalien und will sich seine Klamotten nicht versauen. Als er anschließend das Labor betritt, steht Pauline gerade an einem der Labortische und stellt die Chemikalien für das nächste Experiment bereit. Maike schleicht sich leise von hinten an Pauline heran und haucht ihr einen Kuss auf den Halsansatz. Davon bekommt die Norm jedes mal eine Gänsehaut und ein angenehmer Schauer läuft ihr über den Rücken. Pauline hält kurz inne, bevor sie ihre Arbeit fortsetzt. Erst nach dem sie 2 weitere Schauer hinter sich hat, dreht sich sich um, legt ihre Arme um Maike und küsst ihn.


    Nach mehreren Minuten der körperlichen Zuwendung trennen sich die Beiden. Während Maike ihre Arbeit fortsetzt, ordnet Maike erst einmal seinen Arbeitsplatz. Natürlich ist dieser ordentlich aufgeräumt. Das hindert Maike aber nicht daran noch einmal alles genauestens zu sortieren. Während beide ihrer Arbeit nachgehen unterhalten sie sich über die neuesten Forschungsergebnisse, die Partyerlebnisse der vergangenen Nacht und natürlich die neuesten Gerüchte aus der Szene. Zudem beklagt sich Pauline darüber das ihr Freund mal wieder auf Montage ist und sie niemanden hat der sich um ihre Bedürfnisse kümmert. Maike weiß nur zu gut, was er diesen Abend machen wird. Als ein sozial aktiver Bürger kann er gar nicht anders als Pauline Gesellschaft leisten und sie ein wenig abzulenken.


    Natürlich muss sich Maike neben dem kochen von Drogen und dem destillieren von Alkohol auch mit seinen offiziellen Studien beschäftigen. Und das ist das erforschen neuer Psychopharmaka. Während die Apparaturen ihre Arbeit verrichten gibt es schon mal eine kleines Vorspiel mit Pauline. Zu viel mehr kommt es im Labor jedoch nicht, da die beiden immer wieder ein Auge auf die Apparaturen haben müssen. Nach dem sie sich gegen 19 Uhr davon überzeugt haben das die Apparaturen normal und zuverlässig laufen, beseitigen sie noch alle Spuren die das kochen der Drogen und das Brennen des Alkohols hinterlassen haben. Dann kümmern sie sich um die Versuchstiere. Das heißt, eigentlich machen sie nur einen Rundgang und schauen nach, ob die Laborratten noch am leben sind, wie es ihnen geht und ob die neuen Medikamente Nebenwirkungen haben. Das zu dokumentieren dauert auch noch einmal ein paar Stunden. Daher lassen sie sich etwas italienisches Essen ins Labor liefern. Gegen 21 Uhr haben sie auch die letzten Arbeiten erledigt und räumen alles zusammen. Während Maike noch die neue Ladung Patydrogen und den Alkohol in seinem Rucksack verstaut, macht sich Pauline schon mal auf den Weg nach Hause. Es muss ja nicht jedem unter die Nase gerieben werden das sie und Maike eine ausgesprochen gute kollegiale Beziehung haben. 15 Minuten später amcht Maike einen letzten Rundgang im Labor, schaut noch einmal nach ob sie alles verdächtige beseitigt haben, um dann zu Pauline zu fahren.


    Natürlich parkt Maike sein Bike eine Querstraße weiter und geht den Rest des Weges zu Fuss. Als einfache Labortechnikerin wohnt Pauline in einem Wohnblock in der Nähe der Uni. Noch wohnt Pauline von ihrem derzeitigen Freund getrennt, so das beide keine Angst haben müssen von Paulines Freund überrascht zu werden. Was den beiden zusätzlich zu Gute kommt ist die Anonymität in einem solchen Wohnblock. Hier ziehen immer mal wieder Leute ein und aus und niemand kümmert sich um seine Nachbarn es sei denn das sie mal wieder zu laut sind. Nach dem gemütlich Abendessen bei Kerzenschein geht es dann recht schnell zur Sache. Immerhin muss Pauline am nächsten Morgen wieder auf der Arbeit erscheinen. Paul selbst hat es da besser. Er muss erst am Nachmittag wieder nach seinen Experimenten schauen. Und falls er mal keine Zeit haben sollte, dann schaut Pauline für ihn nach den Tieren und Apparaten.


    Von Pauline unbemerkt nutzt Maike einen Zauber um ihr Lustempfinden zu steigern und ihr einen unvergesslichen Abend zu bescheren. Neben den Drogen und seinem Charm ist dieser Zauber ein weiterer Grund warum Pauline nicht von Maike los kommt, auch wenn sie genau weiß, dass er ihr nie treu sein wird. Eigentlich ist ihr derzeitiger Freund der fast perfekte Partner. Er ist führsorglich, hilfsbereit, sportlich und was nicht alles. Nur diese wilden und sorgenfreien Nächte, die kann ihr nur Maike bieten. Für Maike hingegen ist sie eine angenehme Gesellschaft und jemand der sich für ihn um seine Experimente kümmert, wenn er mal keine Lust darauf hat oder anderweitig verhindert ist.


    Am nächsten Tag erwacht Maike wie immer alleine, nur eben nicht in seiner Studentenbude. Pauline ist bereits zur Arbeit gefahren. Im Spiegel betrachtet Maike die Überbleibsel der letzten doch recht wilden Nacht. Ein Heilzauber sorgt bequemer Weise dafür, dass die Bissspuren und Kratzer verschwinden, so als wäre nichts geschehen. Zufrieden lächelnd kommt er fertig angezogen und gestylt aus dem Badezimmer, zieht sich an und macht sich erst einmal etwas zu essen. Nach dem er sich gestärkt hat, legt er Pauline ein paar Partypillen unter das Kopfkissen und verlässt anschließend ihre Wohnung. Jetzt heißt es für ihn, ab nach Hause, umziehen und die Drogen verticken.