Beiträge von taube Nuss

    Bone sieht sich das Bild von der Schrift an. Zuerst kann sie damit nicht wirklich etwas anfangen. Erst als Mila in ihrer Nachricht etwas von einer Geheimschrift der Freimaurer erwähnt, erinnert sie sich eher dunkel an ein Beispiel von Professor Rosstow über alte Geheimschriften und ihre Bedeutung im Bereich der magischen Forschung in alten Tagen.


    //Hatte er das damals nicht am Beispiel der Freimaurer erklärt. Verdammt das wahr ja so langweilig und nebensächlich. Kann ja keiner Ahnen das ich genau hier auf so was treffen werde.//


    Ein wenig ärgert sie sich schon, dass sie damals den ganzen so wenig Beachtung geschenkt hat. Da nun klar war worum es sich handelt, sieht sich Bone die Schrift noch einmal etwas genauer an.


    //Wie war das noch mal? Das war eine Buchstabenersetzung mit einer doppelten bis dreifachen Funktion der einzelnen Buchstaben je nach dem ob der vorhergehende Vokal ein .... args!! So ein verdammter Mist aber auch.//


    Es dauert nicht lange, da schweifen Bones Gedanken ab.


    //Freimaurer? War da nicht mal so ein Onkel aus meiner Schulzeit?? Wie hieß der noch mal? Der hatte doch so einen seltsamen Namen. Onkel, Onkel ... ah ja Onkel Montesquieu. Der hatte so einen komischen Akzent und sehr altmodische Ansichten. Ich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen. Oh Onkelchen wo bist du nur wenn man dich braucht. Damals, wo ich meine Ruhe haben wollte um für die Prüfungen zu lernen, da bist du da gewesen. Aber wenn es um deine geliebten Freimaurer geht, da bist du ... ja wo nur?//


    Manchmal passiert es, dass, wenn Bone so in ihre Gedanken vertieft ist, sie versehentlich einen Geist ruft, dem sie schon einmal begegnet ist. So ist das auch jetzt wieder der Fall. Plötzlich erscheint der Geist neben Bone. Er hat die Gestalt eines alten hageren Mannes mit kurzem, grauen und Leicht welligem Haar und einer langen aber schmalen Nase. Sein Gesicht wirkt ernst und leicht erhaben, so als würde er über den Dingen in der Welt stehen.


    "Was kann ich für dich tun, mon petit ami?"


    fragt er einem deutlich altertümlichen englisch mit stark französischem Akzent.


    "Oh, Onkelchen Montesquieu, gerade habe ich an dich gedacht. Was machst du denn hier?"


    "Nun du hast mich doch gerufen. Also da bin ich. Was kann dein Onkel denn für dich tun? Hast du mal wieder Schwierigkeiten in Geschichte, Philosophie oder Staatsbildung?"


    "Nein, Onkelchen. Es geht um deine geliebten Freimaurer ...."


    Der Ahnengeist und Bone unterhalten sich eine Weile. Auch wenn Bone den Geist beharrlich fragt, so gibt dieser zu den Freimaurern und vor allem zu deren Geheimschrift nur einige wenige Hinweise. Nach und nach scheint Bone einiges vom dort geschriebenen Text zu verstehen.


    "Da steht etwas von 3 Wegen und drei Spielen? Richtig?"


    "Schau doch noch mal genauer hin, mon petit ami. Beachte die 4te und 8te Regel."


    "Ok, da steht: Der Wege gibt es drei, welche legen den Schalter frei. Mit Verstand, Mut und Geschick, gelangst du hin und auch zurück. Das ganze Leben ist ein Spiel, drum kommst du so nur an dein Ziel. Um dich aus deiner Lage zu befreien, wähle eins der Spiel von den dreien."


    "So ist es, mon petit ami. Da hab viel Spaß beim spielen und vergiss dein Onkelchen nicht. Mach gut."


    Der Geist gibt Bone noch einen Kuss auf die Stirn und verschwindet so plötzlich wie er gekommen ist. Bone lächelt und macht sich daran das Team zu kontaktieren:


    >>Das ist tatsächlich eine Geheimschrift der Freimaurer. Kurz gesagt steht dort das es Drei Wege zu einem Schalter gibt. Ihr könnt aus 3 Spielen eins auswählen. Wenn ihr gewinnt, dann gelangt ihr zum Schalter oder gleich durch die Tür. So genau steht das nicht da.<<

    Der Undertaker hört sich alles aufmerksam an und stellt dann seine Fragen:


    "Labah, kann das Ding da dir sagen, wer die letzten Personen waren die mit dem Besitzer gesprochen haben oder sprechen wollten? Kannst du sagen wie lange diese ... Datenbombe? ... schon an diesem Ding da dran ist? Und wie lange funktioniert das Ding bevor es wieder gefüttert werden muss? Ach ja, kann dir das Ding sagen, wo es in der letzten Zeit gewesen ist und wer es geschlagen hat?"


    Neugierig betrachtet der Undertaker das Com in Labahs Hand.

    "Der Boss uns Silver sind angekommen. Die haben sich mächtig herausgeputzt."


    Gibt Bone kurz ans Team durch, als sie die Beiden auf einem der Monitore im Ankylos zu sehen sind. Sonst hat sie derzeit nicht viel zu tun. Dem Team ging es gut und es gab weder Geister noch Tote um die sie sich kümmern musste.


    Mit dem Eintreffen vom Boss und Silver stieg die Spannung. Jetzt würde es losgehen. Das Tunnelteam wurde scheinbar noch nicht entdeckt und so war für Bone die Sache bisher eher ein Spaziergang. Doch jetzt zeigt sich ein Teil des Teams der Öffentlichkeit. Ab jetzt gab es kein zurück mehr.

    -1715-


    Dann erscheint auf dem AR-Feld vor ihr eine Nachricht:


    >> Meinst du, du schaffst einen noch größeren Sprung, als den über den Kanal? <<


    Perdana kann ihren Augen kaum glauben.


    //Einen Noch weiteren Sprung?//


    Nicht nur das sich diese Frau besser auskennt, sie fährt auch besser als Perdana. Und jetzt fragt sie auch noch ob Perdana einen weiteren Sprung als eben schafft. Die kleine Elfe antwortet nicht sofort. Auch wenn das Adrenalin durch ihren Körper rast, so steckt ihr der Schrecken des letzten Sprungen noch in den Knochen. Beinahe hätte sie es nicht geschafft. Die Weite des Sprungs war nicht das Problem. Eher die Höhe und das anschließende, sichere aufkommen.


    Andererseits hat sie bereits 2 Pusaka. Und wenn sie jetzt Hilfe hat, dann .... Da erscheint Labahs Nachricht in ihrem Sichtfeld.

    << Sie ist die, vor der Ich dich gewarnt habe. >>


    //Fuck!! Was nun?//


    Perdana würde schon gerne weiter machen. Da ist der Rausch der Geschwindigkeit, das kurze aber intensive Gefühl wie ein Vogel fliegen zu können. Andererseits sind da Labahs Warnung und die Erfahrung des letzten Sprungs. Dann wiederum ist da die Hilfe die ihr die Blades gegeben haben, als sie diese Hilfe brauchte. Die Blades verlassen sich auf sie. Andererseits sind da ihre Beiden Schwestern. Sie hat ihren Eltern versprochen, sich um ihre Schwestern zu kümmern. Dazu muss Perdana aber am Leben und gesund sein. Aber wenn sie das Rennen für die Blades gewinnen könnte, dann .... ja was dann? Gibt es dann Aufträge die mehr einbringen? Wird ihr Leben dann besser werden? Welche Chancen hat sie überhaupt zu gewinnen. Die Fahrerin die vor ihr Fährt ist deutlich besser als sie. Hat sie überhaupt eine Chance?


    //Verdammt! Verdammt. Verdammt. Was tun? Ja oder nein? AAAAAAAAAAA .... Wenn ich nichts riskiere, dann werde ich es nie schaffen hier raus zu kommen. Wenn man etwas will, dann muss man auch etwas dafür tun. Nur dem der sich selbst zu helfen weiß, dem helfen auch die Götter.//



    >>So lange ich genügend Anlauf habe und es nicht sehr viel weiter ist als eben, dann sollte ich es schaffen.<<


    antwortet Perdana letzten Endes. Natürlich beschließt sie auf der Hut zu sein und der Fahrerin vor ihr nicht wirklich zu vertrauen. Aber wenn sie mit deren Hilfe ein weiteres Pusaka bekommen kann, dann ... ja dann muss sie das Risoko wohl eingehen.

    Der Undertaker weiß das er jetzt nicht viel tun kann. Diese elektrischen Dinger sind absolut nicht sein Fall. Gelassen betrachtet er Labah, während dieser sich mit dem Ring und dem Com beschäftigt. Das Labah den Ring dazu nicht berührt hat, erfreut den Undertaker. Der Ring hat seine ureigene Aura die er schon recht lange trägt. Der gewaltsame und vermutlich freiwillige Tod des ehemaligen Besitzers hat dort eine tiefe Spur hinterlassen. Wenn das alles hier vorbei ist, dann will er die Reste der Leiche zusammen mit dem Ring begraben. Aber bis dahin wird noch einige Zeit vergehen. Aber Zeit ist das Letzte was den Undertaker plagt oder beunruhigt.


    //Körper und Geist bilden eine Einheit, heißt es hier. Pah, dass ich nicht lache. Obwohl, so richtig trennen können sie das noch nicht. Da werden sie noch einen langen Weg gehen müssen. Bin gespannt, was dieser Labah heraus bekommt. Mir sind diese Leute nicht ganz geheuer. Sie sind so anders. Sie können in diese elektrischen Dinger hinein sehen und mehr Informationen und Wissen heraus bekommen als ich. Hmp, das muss man anerkennen, aber auch fürchten.//


    Mit wachsender Aufmerksamkeit betrachtet der Undertaker Labahs Aura, während sich dieser mit dem Com beschäftigt.

    Oniko reagiert mit der gewohnten asiatischen Höflichkeit, als der Undertaker sie bittet ihn mitzunehmen. Ohne sich großartig zu unterhalten fahren beide zu Olgas Teestube. Unterwegs machen sie einen kleinen Zwischenstopp, so das Oniko etwas Essen kann. Ihr war nach heimatlicher Kost und so hat man bei einem japanischen Schnellimbiss angehalten. Natürlich hat sie, höflich wie sie nun einmal ist, den Undertaker zum Essen eingeladen. Dieser hat freundlich lächelnd abgelehnt und ihr beim Essen einfach nur Gesellschaft geleistet. Das Okonomiyaki ist schnell zubereitet und gegessen. Nach dem Essen haben die beiden die Fahrt fortgesetzt und treffen als letzte bei Olgas Teestube ein.


    Nach dem sich Oniko etwas zu trinken bestellt hat, gehen die Beiden ins Hinterzimmer und setzen sich an den Konferenztisch. Auf Labahs bitte hin holt Oniko den sorgfältig in einer kleinen Plastiktüte verpackten Ring hervor und schiebt ihn gekonnt über den Tisch, so dass er vor Labah zu liegen kommt. Dabei lächelt sie kurz und nickt Labah zu.

    the guardian


    Da Oniko den Ring als auch die Knochen mitgenommen hat, würde der Undertaker mit ihr Gemeinsam zu Olga fahren. Das heißt, wenn sie das zulassen bzw. ihn mitnehmen würde. Kannst das gerne in deinem Post verwenden. Oder soll ich eben für die Beiden einen Post verfassen?

    //Gut, niemand scheint verletzt worden zu sein. Aber was ...//


    denkt sich der Undertaker, als er sich die Leute aus dem Team ansieht. Er ist schon eine ganze Weile auf dieser Ebene und doch ist er immer wieder aufs neue verwirrt, wenn die Leute so schnell ihre Launen ändern.


    //Ihnen fehlt deutlich die Gelassenheit der Jahrhunderte. Aber ich muss auch immer wieder feststellen, dass sie trotz ihrer geringen Lebenserwartung über recht viele Erfahrungen verfügen. Wenn sie auch mal daraus etwas lernen würden.//


    Innerlich schüttelt der Undertaker den Kopf. Er gesellt sich zur Gruppe und hört die Argumente der einzelnen Mitglieder. Eigentlich wollte er sich dazu nicht weiter äußern, doch letzten Endes sagt er:


    "Das wir es mit einem Magier zu tun haben war bereits zu beginn klar. Ob es sich bei diesem Individuum jedoch um den großen Mann im Hintergrund oder um einen seiner Handlanger handelt, dass kann man bei unserem derzeitigen Wissenstand nicht sagen.


    Was die Sache mit dem Erdgeist betrifft, so kann dieser von jemandem geschickt worden sein. Es kann aber auch ebenso gut sein, dass er aus eigenem Antrieb heraus gehandelt hat. Vor allem die mächtigeren Geister haben ihren eigenen Willen, ihre eigenen Vorstellungen und Ansichten. Wäre ich ein Erdgeist der Jahrhunderte oder Jahrtausende lang geschlafen hat und finde bei meinem Erwachen diese Gänge da unten vor, wäre ich nicht willens einen solchen Eingriff in mein Revier zu dulden."


    Bezüglich der Aussage von Flynn, dass ihn der Staub da unten und auch hier draußen in seiner Sicht nicht behindert, nickt der Undertaker nur leicht. Es macht den Anschein, als würde er das eher für sich tun, als Flynn zu bestätigen. Die Hintergrundstrahlung da unten, ja die hat ihn wirklich behindert. Er ist dem Erdgeist verdammt dankbar, dass er diesen Ort zerstört hat.


    Da Oniko den Ring als auch die Überreste der Leiche eingepackt hat, beschließt der Undertaker in ihrer Nähe zu bleiben. Er muss weder essen, noch schlafen oder sonst noch irgendeine der seltsamen Aktivitäten der Lebewesen hier auf der materiellen Ebene. Um beim Auftrag besser voran zu kommen und ein wenig Zeit zu sparen schlägt er vor:


    "Wie wäre es, wenn wir uns zu diesem Lokal begeben, wo wir uns kennengelernt haben? Ich meine diese Teestube? Dort gibt es ein ruhiges Zimmer und etwas zum Essen und Trinken."


    //Wie war das noch mal mit dem Essen und denken??? Da gab es doch so ein Sprichwort. Hmpf .... ach was, es fällt mir schon wieder ein.//

    -1706-


    Was für ein wahnsinniger Sprung!!! Perdanas Puls rast und ihr kleines Herz schlägt so kräftig, dass es ihr fast aus der Brust spring. Ihr Körper hat so viel Adrenalin ausgeschüttet, dass er angefangen hat zu zittern. So recht kann sich die Elfe nicht erklären, warum sie nicht in den Kanal gestürzt oder auf der anderen Seite zerschellt ist. Ihre beste Vermutung ist der Gyrostabilisator. Hat er ihr geholfen das Bike wieder aufzurichten? Sie weiß es nicht. Und eigentlich ist es ihr in diesem Moment auch egal. Sie hat es geschafft!!! Ja verdammt noch mal SIE, die kleine Elfe die dazu verflucht ist für immer und ewig im Körper eines Mädchens zu stecken, die niemand für Ernst nimmt, die jeder unterschätzt und die von niemandem beachtet wird, hat es geschafft über diesen verdammten Kanal zu springen und das Pusaka zu ergattern.


    Perdana ist hin und her gerissen. Zum einen ist da die Euphorie es geschafft zu haben. Zum anderen waren da die Bilder ihrer Schwestern in ihrem Kopf und ihr Gewissen sagt ihr, dass sie am Leben bleiben muss, um für ihre jüngeren Schwestern sorgen zu können. Aber andererseits, wenn sie das hier packt, wenn sie das Rennen für sich und die Blades entscheidet, dann ... ja was dann? Hat sie dann etwas geschaffen, was sie als Basis für ein besseres Leben nutzen kann? Wenn sie ehrlich mit sich selbst ist, dann weiß sie das nicht. Eins ist jedoch gewiss. In dem Moment als sie es geschafft hat das zweite Pusaka zu bekommen, da hat sie sich zum ersten Mal seit sehr langer Zeit frei und glücklich gefühlt. Da hat sie zum ersten Mal seit langem gespürt etwas entscheidendes getan oder vollbracht zu haben. Es war ein tolles Gefühl.


    Und jetzt, jetzt steht da diese Bikerin und bietet ihr an beim nächsten Pusaka zusammen zu arbeiten. Ist es die Bikerin vor der Labah sie gewarnt hat? Ist es jemand der sie in eine Falle locken will? Oder ist es so wie sie es gesagt hat. Muss man zu zweit sein, um das Pusaka zu bekommen? Perdana weiß nichts von alledem. Was sie weiß ist nur, dass sie es schaffen will. Sie will beweisen, dass sie auch etwas zu Stande bringt. Und sie will noch einmal dieses Gefühl von Freiheit spüren. Noch einmal fliegen. Perdana nickt der Fremden zu und sagt:


    "Los gehts, zeig mir den Weg."


    Dann zieht sie die Bremse an, gibt Gas und lässt die Bremse los, wenn die Fremde sich vor sie gesetzt und die Führung übernommen hat. Jetzt ist sie im Jagdfieber. Die Fremde und sie sind die Meute und die Pusaka sind die Beute. Trotz alledem meldet sich ihr Verstand zu Wort und sie setzt kurz eine Nachricht ab:


    >>Habe das zweite Pusaka errungen. Bin auf dem Weg zum dritten und folge dazu einer Teilnehmerin.<<


    Dazu sendet sie eine kurze Sequenz von ihrem Sprung und eine Aufnahme der Bikerin vor ihr.

    Bone atmet erleichtert auf, als sie mitbekommt, dass es dem Team weiterhin gut geht. Die Elfe hofft inständig, dass es nicht noch mehr Kämpfe dort unten in den Gängen geben wird. Da sie nichts von der Princessin gehört hat, scheint es auch nichts in der näheren Umgebung des Ankylos zu geben, um dass sie sich Sorgen machen müsste.


    //Alles in allem läuft es doch ganz gut. Hoffentlich fallen diese Ghule unseren Leuten nicht in den Rücken, jetzt da die Hunde und die Spinne weg sind.//


    geht es ihr durch den Kopf.

    -1702-


    Beim Anblick des einzelnen breiten Stahlträgers weiß Perdana nicht, ob sie lachen oder weinen soll. Manchmal ist es gar nicht so gut, wenn man Recht behält. War der erste Sprung schon gefährlich, so ist dieser geradezu halsbrecherisch. Sie mag nicht daran denken wie die nächsten Pusaka eingesammelt werden müssen.


    //Das hier ist .... ach was solls.//


    Perdana nutzt die Camera an ihrem Bike um dem Team einen Bild von der Situation vorne am Kanal zu senden.


    >>Ein Sprung über diesen Kanal ist der Weg zum nächsten Pusaka. Wünscht mir Glück.<<


    lautet die Nachricht der Elfe, bevor sie sich daran macht ihr Bike sorgfältig auszurichten.


    //Ihr Götter, was immer auch mit mir geschieht, bitte achtet auf meine Schwestern.//


    Nach dem Stoßgebet an die alten Götter gibt Perdana Gas und versucht ihr Bike so gut es Geht zu beschleunigen.


    //Hoffentlich erwischt mich keine Windböe, wenn ich den Sprung mache. Der ist auch so schon mehr als anspruchsvoll.//


    Schießt es der Elfe durch den Kopf, bevor sie den Stahlträger erreicht. Im Moment hat sie ganz andere Sorgen als die elfische Rennfahrerin aus Labahs Nachricht. Und mal ehrlich, wenn es diese Rennfahrerin schafft sich das Pusaka zu holen, dann hat sie es auch verdient. Der Sprung über den Kanal ist schon bei guten Bedingungen nicht einfach. Jetzt gerade bei diesem Sturm ist der Sprung nur noch etwas für Wahnsinnige oder Adrenalinsüchtige.

    Der Undertaker versucht natürlich die Ursache für den plötzlichen Einsturz des Tunnels zu ermitteln.


    //Das fühlt sich deutlich nach den Kräften eines Erdgeistes an. Wo steckt der nur?//


    So sehr sich der Undertaker auch anstreng, er kann den Erdgeist nicht finden. Damit hat er keine Möglichkeit auf den Erdgeist Einfluss zu nehmen und somit bleibt dem Undertaker nichts weiter übrig, dem Team zu folgen und an die Erdoberfläche zurück zu kehren. Das tut er allerdings liebend gerne, da ihm die Hintergrundstrahlung hier unten doch arg zusetzt.


    //Hm, mit dem Wegfall der Tunnel sollte sich der Junge nicht mehr an diesen Ort gebunden fühlen. Hoffentlich macht er sich jetzt auf den Weg ins Jenseits. Hier hat er definitiv nichts zu suchen.//


    Da er sich im Astralraum deutlich schneller fortbewegen kann als das Team in der realen Umgebung, erscheint er fast Zeitgleich mit dem Team an der Oberfläche. Um niemanden unnötig zu erschrecken, wechselt er einige Meter entfernt vom Astralraum auf die Materielle Ebene und geht anschließend mit ruhigen Schritten auf das Team zu.


    "Schön das es alle ..."


    Hier unterbricht er sich kurz und schaut alle einmal an, bevor er weiter spricht.


    "unbeschadet an die Oberfläche geschafft haben. Die Kräfte eines Erdgeistes waren für den Einsturz verantwortlich. Allerdings konnte ich selbigen nicht finden und somit nicht an seinem Tun hindern. Daher war es mir auch nicht möglich in Erfahrung zu bringen, ob er aus eigenem Antriebt oder auf Anweisung gehandelt hat."

    Bitte Bone überspringen. Da Kampfrunden sehr schnell sind und Bone erst einmal nichts zu tun hat, möchte ich nicht immer schreiben das sie auf die Monitore sieht und versucht sich einen Eindruck vom Geschehen zu machen.

    Der Undertaker ist der Einzige, der nicht mal ansatzweise in Panik gerät oder übereilig aufbricht. Nach den Worten:


    "Viel Glück, wir sehen uns draußen."


    wechselt er in den Astralraum und schaut zu, wie sich rings um ihn herum alles verändert. So lange es keine Aura hat, ist es in diesem Zusand ungefährlich für ihn. Mit kalten Augen schaut er zu, wie das Team sich zurück zieht und achtet darauf, ob wer zurück fällt oder gar von der Gruppe abgeschnitten wird. Weiterhin legt er einen Teil seiner Aufmerksamkeit auf die Ursache des Einsturzes. Sollte etwas lebendiges, ein Geist oder ein Zauber dahinter stecken, dann will er das wissen.

    //Das mit den Hunden hat ja recht gut geklappt. Aber was machen sie denn jetzt?//


    Bone bekommt natürlich die Nachrichten im Teamkanal mit. Allerdings ist ihr taktisches Verständnis gleich null und somit kann sie sich hier auch nicht einbringen.


    Andererseits sind die Vitalwerte des Teams innerhalb der für Kampfhandlungen normalen Parameter bis hin zu vollkommen normal. Scheinbar sind es einige der Teammitglieder gewöhnt in solche Situationen zu geraten. Daher beobachtet die Elfe auch weiterhin die Monitore. Plötzlich hat sie eine Idee und ruft mental nach dem Ahnengeist, der sie in der letzten Zeit begleitet hat.


    "Prinzessin? Prinzessin bist du noch da?"


    Wie immer ist die Beschwörung von ihr eher unterbewusst als willentlich. Geister zu beschwören oder zu verbannen, dass macht sie bereits seit dem Kindesalter. Für sie ist es so normal wie atmen. Darum fällt es ihr besonderst leicht diese Art von Geistern zu rufen.


    Promt erscheint die besagte asiatische Prinzessin im Astralraum.


    Prinzessin:

    Der Geist verbeugt sich vor Bone und sagt:

    "Es ist mir eine Freude dich zu sehen, Persephone Sama. Was kann ich für dich tun?"


    Bone

    "Oh, schön das du da bist. Könntest du mir vielleicht etwas helfen? Ich bräuchte ein paar Augen und Ohren hier im Umkreis von diesem Wagen. Es wäre sehr hilfreich, wenn du mich bis auf weiteres davon informieren könntest, wenn sich jemand diesem Wagen nähert. Oh, und sei vorsichtig da draußen. Es gibt hier in der Nähe Leute die es darauf abgesehen haben den Geistern ihre Kraft zu rauben. Bitte bring dich nicht in Gefahr. Wenn dich jemand angreifen sollte, dann sag mir Bescheid und bring dich in Sicherheit."


    Prinzessin

    "Ich helfe dir gerne, Persephone Sama."

    Der Geist verbeugt sich von Bone und beginnt damit seine Runden um den Ankylos zu drehen.

    Da das Team mal wieder mit Meinungsverschiedenheiten kämpft, hat der Undertaker etwas Zeit zum überlegen. Das bekommt er jedoch nur begrenzt mit, da er nicht den Teamkanal mithören und oder mitlesen kann.


    //Ich weiß nicht was man von einem toten Stück Fleisch erwarten kann. Aber vielleicht hat ja derjenige der es angeknabbert hat etwas gesehen. Wenn ich den Jungen finde, dann sollte ich mal mit ihm darüber reden, was er hier in der letzten Zeit gesehen hat. Das Ganze soll ja schon etwas her sein. Also wenn ich das Recht verstanden habe, steckt in diesem Jason eine andere Seele. Und derjenige der in diesem Jason steckt, ist auch nur ein Handlanger ohne wirkliche Informationen. Hat man hier unten den Körper des Handlangers entsorgt? Möglich wäre es. Dann wäre es tatsächlich möglich etwas über den Entsorger festzustellen, wenn man mit dem Jungen und/oder mit demjenigen der die Leichenteile ißt, spricht. Und wo steckt die Seele von diesem Jason? Ist sie noch im Körper von Jason? Hat man die Seelen der Körper ausgetauscht? Wenn ich den Spinner erwische der hier mit den Seelen herumspielt, dann ...//


    Der Undertaker ist nach Außen hin in Gedanken vertieft und wartet auf, ob man auf sein letztes Angebot eingeht.