Beiträge von Jafdabh

    Toolkit wartet weiter. Seine Teammitglieder sehen seine Position und er sieht ihre. Die leise Musik in seinem rechten Ohr sorgt für etwas Abwechslung. Der mit ruthenium Polymer beschichtete Anzug macht seine Gestalt so gut, wie unsichtbar.


    Na hoffentlich hat niemand einen zu nervösen Zeigefinger. Bei dem Wetter müssten wir schon sehr viel Pech haben, wenn die beiden Jäger das Lager finden sollten. Also abwarten, von Tee träumen und das Ganze aussitzen.


    Er lauscht den Ausführungen der anderen und verdreht ungesehen die Augen.


    „Lebend fangen für den Fall, dass sie das Lager finden? Sie können uns sicher ein paar Fragen beantworten.“


    Na ich bin mal gespannt, wie unser Chef das handhabt. Ist ja fast ärgerlich, dass sogar Romeo das so sieht, wie Juliet und meiner einer. Naja, besser jetzt die Feuerprobe, als wenn’s wirklich brenzlich wird.

    Nachname: Blair

    Vorname: Sarah Jane

    Rufname: Flare


    Personalnummer: F-404-2080


    Geburtsdatum: 09.12.2053

    Geschlecht: weiblich

    Wohnadresse: Smithers Avenue 57, Renton

    Nationalität: CAS

    Familienstand: ledig

    Com-Nummer: 206- 240913


    Eintrittsdatum: 01.05.2080


    Schulischer/ Beruflicher Werdegang:

    Sommer 2072: Ende High School

    Herbst 2072 - Sommer 2075: Besuch der Military Academy in Atlanta, CAS Streitkräfte. Abschluss mit Offizierspatent und Pilotenschein.

    Sommer 2075 - August 2079: Kampfpilotin und Riggerin.

    August 2079: Unehrenhafte Entlassung aus den Streitkräften der Confederation of American States.


    Bemerkungen:

    Große Teile der Dienstakte sind geschwärzt. Grund für unehrenhafte Entlassung: Insubordination, diesbezüglich beobachten.


    Psychologisches Profil:

    Extrovertiert und stur, hoher Beschützerinstinkt auf ihr Team bezogen. Offener Umgang mit Metamenschen jedweder Art. Intuitiver Umgang mit Fahrzeugen. Hoher Drang im Einsatz fliegen zu dürfen.


    Fähigkeiten:

    Spezialistin für das Steuern von Luft- und Bodenfahrzeugen und Fahrzeugkampf. Mechanikerin für Luft- und Bodenfahrzeuge. Ausgebildet im Umgang mit automatischen Waffen und ausgebildete Rettungssanitäterin.



    Medizinische Daten: liegen in der Datenbank vor


    Personalbilder:






    Ich glaub die Preise waren individuell etwas abweichend. Und das mit der Ausrüstung, die wir behalten dürften hab ich komplett überlesen.

    „Sir, danke Sir. Für mich wäre dann alles geklärt.“


    Jesken wirkt erleichtert, als der Major sagt, dass der Job erledigt ist und der Flug zurück in nur 2 Stunden geht. Sobald der Major weg ist, checkt Jesken seinen Kontostand und setzt sich in den Schneidersitz auf eins der Feldbetten.

    Er verlässt seinen Körper und fliegt im Astralraum durch das Lager, versucht ein Gefühl der Leute aufzuschnappen, Leuten zuzuhören und ein paar Sachen zu erfahren, die man ihm sicher nicht sagen würde.

    Gleichzeitig genießt er die Freiheit zu fliegen. Nicht in der Luft, aber fast genauso gut.

    Jesken folgt dem Major, aber als sie aus dem Büro des Colonel raus sind, fragt er den Major.


    „Sir, dürfte ich darum bitten die Überreste des Vogels für privaten Bedarf nutzen zu dürfen? Traditionelle Kleidung, rituellen Kopfschmuck, so etwas. Der Vogel stammt aus diesem Teil der Welt, daher sollte das kein Problem darstellen. Wenn ich Teile des Tieres nutze, war sein Tod nicht ganz umsonst, Sir.“


    Er redet leise, aber bestimmt mit dem Major und weist dann auch noch darauf hin, dass die Ausrüstung der Leute seines Teams ebenfalls noch im Wagen sind.


    Die 24h sitzt er ab, entspannt und schläft viel. Lässt einiges noch Revue passieren und hofft, dass er aus der Quarantäne schnell raus kommt, um wieder unter freiem Himmel sein zu können.

    Auch Jesken steht in Habachtstellung, beobachtet sein Team aus den Augenwinkeln. Dann salutiert er und beginnt zu sprechen.


    "Sir, die Kurzfassung: Wir haben anscheinend das Problem mit der Anomalie beseitigt, Sir."


    Er zwingt sich nicht zu lächeln, sondern stoisch einen Punkt knapp über dem Colonel anzustarren.


    "Die Lange Version Sir, Die kompletten Details liefern wir nach: Wir haben die Anomalie dem Auftrag entsprechend betreten. Wir haben einen Dschungel auf der anderen Seite gefunden und Tiere, als auch Pflanzen mit einer seltsamen Flechte besetzt, welche anscheinend Mutationen hervorgerufen hat. Die Anomalie sah ähnlich aus, wie Berichte über Metaebenen der Pflanze und es war kein endlicher Raum. Nach oben war das Ganze auf 100 - 150m begrenzt und daher war eine Luftaufklärung nicht möglich. Wir sind mit dem Wagen soweit, wie möglich in den Dschungel vorgerückt, aber die Flora hat ein Eindringen mit Fahrzeug unmöglich gemacht. Wir haben zu Fuß den Dschungel erkundet und mehrere Nächte in feindlichem Gelände verbracht. Sowohl Flora, als auch Fauna war uns nicht wohlgesonnen und wir haben Schutz gesucht in einem kleinen Ort mit Kirchturm. Dort haben wir Überlebende einer früheren Erkundung getroffen. Zumindest hatten die 3 mitlitärisches Equipment und Kleidung. Der Doc kann Sie sicher gleich mit mehr Details füttern. Die 3 haben uns angegriffen und wir haben sie ausgeschaltet. Im Büro des Sheriff haben die 3 dann eine Fucht versucht, aber wir haben sie erneut überwältigt. Auch die 3 waren mit dieser Flechte in Kontakt gekommen und haben sich verwandelt. Wir haben sie im Büro des Sheriffs außer Gefecht gesetzt und sind weiter auf Aufklärung gegangen."


    Er holt einmal Luft und ordnet kurz seine Gedanken, dann fährt er fort.


    "In der Kirche des Ortes haben wir etwas übles, Böses gespürt und wollten der Sache auf den Grund gehen. Ein mächtiger Geist hat dort auf uns gewartet und uns ein Rätsel gestellt. Sir, wir sind in den Kirchturm eingedrungen und haben im Glockenturm ein Wesen, oder ein etwas gefunden und uns verteidigt, als wir angegriffen wurden. Als wir es ausgeschaltet haben, hat die Erde gebebt und mir kam es so vor, als wenn die Ebene, in der wir uns befanden zusammenbrechen würde. Ein Tor hat sich vor uns geöffnet und wir sind hindurch. Wir hatten keine Zeit mehr die anderen Soldaten zu holen. Das Tor hat uns wieder hier her geführt und die Anomalie ist jetzt weg."


    Er zuckt mit den Achseln, aber nur für einen Moment, bevor sich der Amerindianer wieder strafft und seinen Bericht beendet.


    "Wir haben uns zum Wagen zurück gekämpft, sind unterwegs von dem Vogel angegriffen worden, der auf dem Dach angeschnallt ist und danach ohne Schwierigkeiten bis zum Posten gekommen. Sir, Details dazu liefern eventuell die Aufnahmen der Kommlinks und medizinische Daten, die der Doc gesammelt hat. Vollständige Berichte erhalten Sie natürlich noch, Sir."


    Jesken sieht knapp zu seinen Teammitgliedern und dann wieder zurück zum Colonel. Diesmal sieht er ihm in die Augen und wartet auf eine Reaktion von ihm.

    Jesken lächelt träge die beiden Ärzte an, bewegt sich aber noch nicht. Erst auf deren Aufforderung kommt er ihren Befehlen nach.

    Er hält ansonsten den Mund und antwortet nur knapp und präzise auf fragen der Ärzte. Er gibt keinerlei Details preis, weder über den Auftrag, noch den Verlauf, dafür gibt es hier sicherlich zu viele Lauscher.

    Die leichten Kopfschmerzen, die der Amerindianer schon einige Zeit mit sich rumschleppt, werden langsam lästig, aber stoisch wartet er was auf ihn zukommt.

    „Also wenn sie das in dem Sturm schaffen, haben sie es verdient, oder sie stolpern drüber. Beschattet sie und lasst sie in Ruhe. Wenn sie das Lager entdecken, können wir immer noch kurzen Prozess mit ihnen machen.“


    Grummelnd und fluchend geht Toolkit nochmal raus in den Sturm, sucht den Baum, den er umgeholzt hat und schmiert dreck auf die frischen Schnittstellen, damit diese nicht mehr so hell in der Dunkelheit des Sturms leuchten. Dann schleicht er sich ums Lager und schaut nach, wie gut es versteckt ist. Er behält die Aufnahmen von Romeo in der Bildverbindung eingeblendet. Nachdem das Lager überprüft ist, versteckt er sich tief am Boden. Macht seine Silhouette kleiner, nutzt die Deckung der Umgebung und überlässt seinem Anzug den Rest.

    Dann legt er sich die Daten der Teammitglieder in seiner Bildverbindung zurecht, damit er jeden im Blick hat, inklusive Uplink und Wolf. Seine Sinne arbeiten auf Hochtouren und dann hat er nichts weiter zu tun, als zu warten, naja und leise der Musik in seinem rechten Ohr zu lauschen.

    In jeder Hand einen der neuen Wurfpfeile.

    Jesken steigt ebenfalls aus. Die Waffen hat er im Wagen gelassen und als er draußen ist, lehnt er sich lässig gegen den Wagen und verschiebt seine Wahrnehmung in den Astralraum. Selten hat er so klar gesehen, wie jetzt. Als er keine offensichtliche Feindseligkeit bei den Soldaten sieht, entspannt er sich etwas.


    Er verschränkt seine Arme vor der Brust und sieht in den Himmel, ehe er wieder zu den Soldaten schaut. Er wartet still. Der Rest hat eh schon zu viel gesagt. Die Soldaten auf Wache waren eh nicht hoch genug für die Details der Mission.


    Hoffentlich halten die jetzt mal die Klappe und warten darauf, dass ein Dienstgrad hier auftaucht. Der Major zum Beispiel.


    Jesken sieht zum Doc und macht das Zeichen für alles klar, verdeckt für die Wachen von seiner Hüfte. Dann sieht er wieder die Soldaten an und wartet.

    Also ich steige auch aus und askenne gleich die Soldaten und die Umgebung.

    Da ich jetzt anscheinend kein Glück brauche, hab ich 9 Hits auf die Askennenprobe. ^^

    Astrales Limit ist 7

    Jesken schüttelt den Kopf und lacht leise.


    "Alles eine Frage der Perspektive. Wie ich das sehe ist die andere Ebene zusammen gebrochen, als wir das Ding im Kirchturm umgenietet haben. Also sind wir der Grund warum das Phänomen weg ist und das war das eigentliche Ziel denke ich. Aufklären was das ist, damit man es beseitigen kann. Also haben wir im Endeffekt einen weitaus schwierigeren Job gemacht und sollten Nachverhandeln."


    Er packt alles soweit zusammen, prüft, ob der Vogel gut verschnürt ist und steigt ein.


    "Aufsitzen und Abmarsch. Hier weiter warten bringt nichts. Wir fahren zurück zur Basis und geben dem Colonel den Bericht."

    Jesken lässt den Vogel auf das Dach des Wagens schweben, schnappt sich Seil und Kabelbinder und zurrt den Kadaver vorsichtig auf dem Dach fest. Er achtet darauf das Tier nicht weiter zu beschädigen.

    Während der Arbeit singt der Amerindianer leise in Salish, ein melancholisches Lied.


    "Wie ist der Status vom Wagen, bekommt wer eine Verbindug mit der Basis?"


    Etwas aufgeregt wartet Jesken auf die Antworten seiner Teammitglieder.

    Jesken scheint auch erleichtert zu sein den Wagen zu sehen.


    "Ich hoffe, dass wir vom Wagen aus eine Verbindung über Funk bekommen. Vielleicht sieht die Gegend hier so aus, aber durch das Phänomen eben nicht. Wird sich schon zeigen."


    Immer noch den toten Vogel hinter sich her levitierend, behält auch er die Gegend und den Himmel im Auge.

    Jesken schaut wo der Vogel runter geht und geht zu diesem. Er begutachtet diesen, vergewissert sich, dass der Vogel wirklich tot ist und untersucht diesen grob.


    „Vielleicht bringt uns das ja etwas Auskunft über das wo wir hier sind.“


    Murmelt er zu sich selbst.

    Kurzerhand wirkt er einen Levitationszauber und lässt den toten Vogel hinter sich her schweben.