Beiträge von Cherubael

    Alex versteht kein Wort von dem, was der weiße Ork da brabbelt. War dann wohl auch nicht wichtig. Und dann geht er doch. Nun gut, vielleicht hat er ja was zu tun. Draußen. Im Dunkeln. Bei Regen und Feuer. Naja, sein Bier.


    Alex betrachtet die Hinweise, schiebt einige der Bilder für sich in der AR hin und her. Nicht, dass es dann mehr Sinn ergeben würde. Aber so fühlt es sich zumindest an, als würde er was tun.


    Dann klingelt es in seinen Ohren. Bodenschätze. Na das klingt doch nach einem Grund für Maersk, sich einzumischen. Logisch, dass die dann da hin wollen. Und vorher mal mit entbehrlichen Ressourcen anklopfen, was da so vor sich geht.


    Mythische Scheiße trifft es ganz gut.

    "Schlange und Drache..." murmelt Alex.

    "Klingen nach chinesischen Tierkreiszeichen. Aber der Rabe passt da nicht rein. Und Wikinger schonmal gar nicht.

    Raben und Schlangen kommen beide in der nordischen Mythologie vor. Bei Drachen weiß ich das nicht."

    Sein Wissen erstreckt sich hauptsächlich auf die Motive seiner ehemaligen Gang-Connections und deren Tattoos. Da kommt man halt manchmal auch ins quatschen. Aber dass er dieses Wissen mal brauchen würde..?


    "Ist der Abstand der Angriffe gleichmäßig?" wagt er einen Schuss ins Blaue. Wenn da eine Regelmäßigkeit drin wäre, wären sie zwar immernoch nicht schlauer. Aber vielleicht... Nee, keine Ahnung.


    "Also... Polyclub ist schon möglich. Aber glaub ich nicht. Reenactment wäre auch ein wenig Übers Ziel geschossen. Ich mein.. es gibt ja kranke Leute, aber sowas? Glaub ich nicht.

    Und die Soldaten wollen nach Norfgart, zu den Bodenschätzen, so viel ist klar. Vielleicht haben die auch Verträge mit Kolvereid?" stellt er die Frage an Toivo.


    "Insgesamt tippe ich auf irgendeinen Magie-Unfug. Gibts ja genug Vorlagen in den Trids, nur dasses diesmal vielleicht wirklich echt ist. Kenn mich da nicht aus. Was da so möglich ist. Wenns technisch wäre, um Konkurrenten auszuschalten, wäre das woanders. Man würde Niederlassungen der Konkurrenz stürmen, man würde selbst andere Waffen nutzen. Selbst ohne Strom ist eine einfache AK immernoch besser als ne Axt. Diese Typen... keine Ahnung... sind entweder richtig bekloppt, oder die sind echt."

    05. Mai 2078

    Berlin Köppenick, Bezirk;


    Köpenick gehörte schon immer zu den grünsten Bezirken in Berlin, und auch während der Anarchie hat sich das nicht großartig geändert. Häuser zum Besetzen gab es in den Wäldern wenige, und so wurden diese zunehmend uninteressant, ein Großteil des Bezirkes wurde der Natur überlassen.

    Als die Berliner anfingen, von der zerstörerischen Anarchie in grünes Miteinander zu wechseln, wurde auch dieser Bezirk wieder deutlich beliebter. Einzelne, inzwischen verfallene und teils zerstörte Häuser wurden wieder aufgebaut. Auf Bausicherheit oder Statik achtete dabei jedoch kaum einer. Wem diese Häuser einmal gehörten, interessiert heute niemanden mehr. Der Status F hat sämtliche Eigentumsverhältnisse zunichte gemacht. Der Große Blackout und ein paar gezielte Brände haben das Grundbuch gelöscht. Jedem gehörte, was er verteidigen konnte.


    Ein wenig trifft das noch immer zu. Allerdings ist die Gesamtsituation ruhiger geworden. Die meisten überlegen es sich lieber zweimal, bevor sie sich von anderen besetzten Wohnraum aneignen. Man kommt mehr miteinander aus, als das noch vor einigen Jahren der Fall war.

    Im Grunde sind aber doch alle Häuser im Osten noch immer besetzt. Es erhebt nur niemand Ansprüche. In den von Konzernen besetzten Gebieten, sowie denen unter Kontrolle von Konzernen, wurde ein neues Grundbuch erschaffen. Die Grundstücke gehören dort wieder jemandem. Es ist wohl wenig verwunderlich, dass die neuen Berliner Besetzer sich daran eine goldene Nase verdient haben.


    In den meisten Fällen ist die Stimmung friedlich. Gerade die ganzen Einfamilienhäuser, welche heutzutage oftmals zu größeren Wohnblöcken fusioniert sind, haben etliche Gärten und Balkone, die allesamt grün und lebendig sind. Wenn man sich nichts leisten kann, muss man selbst anbauen, und die Ostberliner sind darin wieder ziemlich gut. Kartoffeln sind der Hit. Einfach zu pflanzen, ganz gute ernte und sie machen Satt. Fast jeder hat ein oder zwei Gemüsesorten angebaut, und man tauscht untereinander, aber fast jeder hat auch Kartoffeln, einfach, um satt zu werden.

    Das Wasser ist weniger ein Problem als noch vor einigen Jahren. Der Rückgang der Industrie durch Sabotage, Besetzung, Diebstahl und Vertreibung hat gerade im Osten für erfrischend gute Luft und recht klares Wasser gesorgt. Regen wird aufgefangen und zum Bewässern genutzt. Wer das Glück hat an der Spree oder in deren Nähe oder Ablegern zu leben, kann sich da ebenfalls Wasser holen. In einigen Häusern funktionieren sogar die Wasserleitungen. Das Wasserwerk Friedrichshagen wurde im Großen und ganzen in Ruhe gelassen, weil selbst die Anarchisten eingesehen haben, dass man Frischwasser braucht. Betrieben wird es derzeit aus einer Mischung aus Konzernern und freiwilligen Ostberliner Bürgern. Es ist eine Art Gemeinschaftsprojekt, weil keine Seite so richtig nachgeben und auf das Wasserwerk verzichten wollte.


    Die Straßen in allen Ostbezirken sind zumeist eng und vollgestellt. Nicht nur stehen hier alte Wracks am Straßenrand, sondern auch Wellblech-Erweiterungen der Häuser, Rollende Läden, Kleinstgärten oder Gang-Aufpasser. Das, was von den Straßen noch bleibt, ist wenig gepflegt und in kritischem Zustand. Ein paar Hauptverkehrsstraßen bilden die Ausnahme. Dort, wo die Berlin AG ihre Öffis lang schickt, sind die Straßen vielleicht nicht schön, aber zumindest doch befahrbar. Ein eigenes Auto ist ein Luxus, den sich nur die wenigsten leisten. Zum Einen, weil man damit ohnehin kaum durch die Stadt kommt, zum Anderen, weil es eben ein Luxus ist, den sich nur wenige leisten können. Andere Dinge haben einfach Vorrang. Dinge wie ein dichtes Dach, Kleidung oder Essen. Reich ist hier eigentlich niemand. Man überlebt im Grunde nur.



    Berlin Köppenick, Müggelturm


    Inmitten eines Waldes, auf dem Müggelberg im Ortsteil Treptow-Köpenick steht ein alter Aussichtsturm, der einst dazu diente, den Besuchern einen Blick über den angrenzenden Wald zu geben. Mit nahezu 30 Metern Höhe ist die Aussicht auch nicht zu verachten.




    Am Fuße des Müggelturms befindet sich ein Komplex, der einmal eine Location für Veranstaltungen, ein Restaurant, einen Pool und eine Sonnenterasse beinhaltet hat. Mit der Anarchie fehlten nicht nur die Gäste, auch wurde das Gelände mehr und mehr sich selbst Überlassen. Bis eines Tages eine Gruppe von Hausbesetzern eine neue Bleibe suchte, und sich dieses Großprojekt zu Eigen machte.
    Der Turm ist ziemlich baufällig, ein Betreten geschieht auf eigene Gefahr.

    Der Pool ist natürlich längst nicht mehr als solcher nutzbar, was aber nicht schlimm ist. Als Beet eignet er sich ohnehin viel besser. Neben den obligatorischen Kartoffeln gibt es hier auch eine für Berliner Verhältnisse große Auswahl an anderem Gemüse. Sonnenlicht dringt durch die großen offenen Wände (die wohl einmal Fenster beinhaltet haben). Ein paar Spiegel helfen zusätzlich. Der einzige Nachteil ist die Bewässerung von Hand, selbst wenn es regnet. Damals beim Bau des Pools hat offenbar niemand daran gedacht, daraus einmal ein Gewächshaus zu machen.

    Das Restaurant ist nun der große Versammlungsraum der WG, in welchem ein selbst gebauter Kicker steht, ein Trid-Projektor für die regelmäßigen Stadtliga-Sportarten sowie eine große Sitzecke mit Restmöbeln, welche mal hier mal dort aufgefunden wurden. Schön ist anders, aber es ist irgendwie gemütlich.

    Die Heizung funktioniert üblicherweise nicht, aber immerhin die Wasserzufuhr ist relativ regelmäßig. Man hat einen Vertrag mit den Zivilisten im Wasserwerk Friedrichshagen. Wasser gegen Gemüse. Man muss nur wissen, was man anbieten kann. Toiletten und Duschen funktionieren im Allgemeinen. Um die Wärme kümmern sich ein paar Feuertonnen in gesondert abgesicherten Bereichen des Gebäudes. Abgesichert bedeutet: Brandschutzplatten an der Decke und ein Abzug für den Rauch.

    Stromleitungen existieren, aber da niemand Miete zahlt, muss man sich monatsweise um einen Deal kümmern, damit aus den Leitungen auch tatsächlich Strom fließt. Ein paar altersschwache Solarplatten auf der Sonnenterasse versorgen zumindest die Komms recht zuverlässig mit Strom. An guten Tagen kann man auch mal eine der Autobatterien laden, welche als Stromspeicher genutzt werden.

    Es gibt einige große Räume, welche in Eigenarbeit in mehre Einzelzimmer für die Bewohner umgestaltet wurden. Die meisten schlafen auf Matratzen am Boden, aber das stört im Grunde auch niemanden. Einen Lattenrost kennen ohnehin die wenigsten.

    Arthur wartet geduldig vor dem Ankylos. Ein paar Minuten will er der Gegenseite noch geben, bevor er eben doch mit mehr Nachdruck vorrücken muss.

    Dann kommt die Drohne angerollt.

    Er wartet Milas Scan ab, den sie ziemlich sicher durchführen wird. Komisch kommt ihm das auch vor. Das fing aber nicht erst bei der Service-Drohne an. Erst Blutgeister, Fremdenlegion und eine Horde mordsüchtiger Kultisten, und jetzt zwei Dutzend Terroristen, die beim ersten Auftreten von Gegenwehr das Handtuch werfen? Da stimmt was nicht.

    >>Danke Mila.<<


    Er hockt sich vor die Drohne, checkt das Funkgerat.

    >> Hier spricht Arthur von SEK Alpha. Die weiße Fahne signalisiert Aufgabebereitschaft. Gute Entscheidung.

    Mit wem habe ich das Vergnügen?<<

    Moskau –Meshchansky District

    (Innenstadt) Azimut Hotel


    17:47


    Die Zeit schreitet voran, doch noch hat das Team es nicht eilig. Wie es scheint, wurden sie bisher nicht bemerkt, auch wenn erste Vermutungen geäußert wurden.

    Das Hotel macht einen sicheren Eindruck, Nikogo will schließlich auch, dass der Job erledigt wird. Also sollte man hier sicher sein.

    Oder?


    (weiter)

    Äußerst effektives Team. Die Drohne geht down. Widererwarten erhebt sie sich noch einmal, wird aber sogleich erneut niedergestreckt. Gute Schüsse.


    >> Gute Arbeit. Bleib noch kurz in Position zwecks Beobachtung und Feuerschutz. <<


    An Slasha sendet er:

    >> Ablenkung starten. <<


    An das Team:

    >> Ablenkung ist informiert.

    Oniko: Bestätige.

    Zehra: Bitte tu das.

    Bustri: Los geht's.

    TG: Deckung geben.


    Wir folgen, sobald Bustri Vollzug meldet.<<


    Bis dahin bleibt er noch hier, um die Szene weiter zu beobachten. Sein Kampfanzug hat inzwischen ein simples Stadttarnschema angenommen. Die Waffe tut es dem gleich.

    Johann verfolgt das Geschehen mit einer stoischen Ruhe. Wenn das nur ein Zivilist ist, sollten sie ihn da nicht mit rein ziehen. Der würde schon wieder abhauen.


    "Läufer ist unser Ziel."

    Zunächst ist Johann etwas irritiert von dieser Aussage. Sie waren doch hier, um Daten zu vernichten? Was also... Dann dämmert es ihm. TG meint mit Ziel vermutlich die Wachdrohne. Eine etwas seltsame Art, das mitzuteilen. Angenommen, das Team sollte wen extrahieren, und sie bezeichnet die Wachdrohne als das Ziel. Das kann zu gefährlichen Verwirrungen führen.

    Wahrscheinlich ist sie noch nicht so erfahren auf dem Gebiet. Das ist nicht schlimm, das muss man nur wissen.


    Er beobachtet die Drohne ein paar Sekunden. Seine Sichtvergrößerung hilft ihm dabei.

    Interessant. Sehr gute Arbeit, offensichtlich. Gute, flüssige Bewegungen. Womöglich besser als seine eigenen. Und das bei einer Drohne.

    Und nochwas: Dann kommt die Drohne also nicht von innerhalb, sondern als Zivilist getarnt von außen dazu. Das erhöht die Chancen, dass keine weiteren im Innern warten.


    >> Fire: Bereit halten. Ziel aufnehmen. <<

    Er selbst stellt sich in eine schützende Position vor Bustri und Zehra. Niemals den Feind unterschätzen, auf alles vorbereitet sein.

    >> Bei klarer Sicht: Feuer frei. <<


    Mit etwas Glück reicht ein erster Guter Treffer schon aus. Für den Fall dass nicht, sollten sie dennoch vorbereitet sein. TG wirkt, als könne sie den Kampf kaum erwarten.


    >> Sobald die Drohne ausgeschaltet ist, geht Bustri vor und deaktiviert die Sicherheit. TG folg auf Abstand und gibt Deckung. <<


    Er selbst und Zehra würden natürlich auch nach rücken, aber es ist immer besser, wenn man was in Reserve hat. Vor allem, wenn man der Medic ist. Immer mit dem Schlimmsten rechnen...

    Jap... Entschuldigt bitte.

    Ich wollte warten, bis alle drab waren, damit Johann die Infos dann nutzen kann. Und dann hab ichs verpeilt, dass alle dran waren ?(


    Kommt heute.



    Edit: Fertig.

    Im Grunde wollte ich warten, bis alle "Bis zum Start" geschrieben haben. Das ist aber eigentlich gar nicht nötig, die beiden Akteure sind ja Alex und Einnard, und ihr habt ja gepostet.


    Okay, dann gehts so weiter:

    Abschnitt eins geht bis zur zweiten Sprintstrecke, also bis nach der Hühnerleiter. Einnard hat einen leichten Vorsprung. Da könnt ihr nun im Grunde posten, wie ihr euch da lang kämpft.


    Und: Nun kommen ja die Sprengsätze. Daher machen bitte beide eine Überraschungsprobe, Alex bekommt +2, weil sie durch Einnard (der ja vor rennt) "gewarnt" ist.