Beiträge von Theverath

    "Hmmm Afrika... war ich schon einige Wochen, aber Zeit für Urlaub und so war da nicht. Aber die Elfenbeinküste ist doch Stammesland, oder? Wäre interessant, da auch mal aus so 'ner Urlaubsenklave raus zu gehen und die Kultur da unten kennen zu lernen. Ist mal was ganz anderes. Und nichts für ungut, Val, aber Frankreich... ich mag's eher herzhaft als verfeinert, weißt du, was ich meine?"


    Lukas ist zwar kein Currywurstfresser, aber er zieht meistens dann doch einen Burger aus echtem Fleisch vom Biohof mit natürlich gewachsenen Tomaten einer foie gras oder ein herzhaftes Frühstück mit echtem Honig und guten Brötchen einem Croissant mit Café vor. Und so wie er gerne isst, eher einfach aber dafür richtig gut, so ist meist auch sein kultureller Geschmack. Lieber Joe Abercrombie als Ernest Hemmingway und so

    Tja, Gott ist anscheinend nicht auf Seite des Piloten. Ein kurzer Anflug von Bedauern durchzuckt Isidor und später wird ihn sicher etwas verstören, dass er nicht sagen kann, ob das Angus gilt oder El Lungo oder gar nur den Nuyen, die ein neues Gewehr kosten wird. Aber gerade ist keine Zeit dafür, der rasende Wind reißt an Isidor und seinen beiden Taschen und er sieht das große Sonnensegel näher kommt. Nacheinander durchschlagen die anderen es, Wasser schießt nach oben und dann erfasst ein Schlag seinen Körper, bremst seinen Sturz mit brutaler Gewalt ab. Isidors Hände umfassen die Griffe seiner Taschen krampfhaft und die übermenschliche Stärke seiner Ware lässt den Griff des Dufflebags reißen, aber der Bag bleibt bei Isidor während sein Körper die Wasseroberfläche durchschlägt und er mit brutaler Gewalt gegen den Boden des Pools gepresst wird. Die Luft wird aus seinen Lungen geprügelt aber Isidor weiß, wie man unter Schlägen und Angriffen nicht nur bei Bewusstsein bleibt sondern auch weiter handlungsfähig ist. Während das Wasser über ihm zusammenschlägt hält er seine Augen fest geschlossen, stößt sich mit der einen Hand vom Beckenboden ab, schwingt sich in eine aufrechte Position und schießt mit einem kräftigen Sprung nach oben. Sein Kopf durchbricht die frisch zusammengeschlagenen Wasser und Isidor schießt fast bis zu den Knien aus dem Wasser. Im Sprung sendet er eine Nachricht an seine Teammitglieder


    <<FRANKLIN, CLEO: UMGEBUNG SICHERN. ZIVILISTEN RUHIG STELLEN!

    BETSY: ÜBERSICHT GEWINNEN!

    DOZOR UND ICH AUSRÜSTUNG SAMMELN!>>


    In der unnatürlichen Zeitlupe seines Reflexboosters erkennt er die Trollin und einen Teil des Daches während er ruckartig seinen Oberkörper einkrümmt und die Beine nach oben an seinen Leib reißt. Aus dem Sprung wird ein sauberer Salto vorwärts und zur rechten Zeit streckt sich Isidor wieder lang, taucht beinahe elegant wieder ins Wasser ein und verwandelt so seinen Aufprall in ein kontrolliertes Schwimmen. Noch einmal durchstößt sein Kopf die Wellen schlagende Wasseroberfläche und zum ersten Mal seit seine Füße die Plane berührt haben, strömt Luft in seine Lungen. Darauf vertrauend, dass die anderen erstens leben und zweitens ihre Aufgaben akzeptieren und durchführen, kümmert er sich gar nicht wirklich um die Umgebung, sein kurzer Sprung hat ihm zumindest keine direkte Gefahr gezeigt, und fokussiert seine Cyberaugen neu um unter Wasser sehen zu können und zu sehen, was die anderen und er selber verloren haben

    Auch Louis' Blick ist im ersten Moment, also im dritten, die Momente eins und zwei sind mit Staunen belegt, eher skeptisch. Aber als Ombra den Mund auf macht, wird ihm klar, dass eine Entscheidung schnell her muss. Die "Besitzer" dieser Insel sind offensichtlich nicht nur hochmagische Leute mit einer engen Verbindung zu dieser Riesenschildkröte sondern haben auch den Wunsch, dass die Runner ihre Heimat verlassen. Und würden sie Louis und seine Kamerade umbringen wollen... naja, das wäre sicherlich auf andere Arten leichter, zumindest wenn dieses Viech wirklich Maha, Anouk, Ombra, die Ausrüstung und alles andere tragen kann, dann muss das nämlich ein echtes Monster von Biest sein. Und selbst wenn sie alle in den Tod zu werfen der Plan sein sollte, dafür gibt es ja Levitationszauber. Also fällt Louis eine Entscheidung und mobilisiert sein nicht unbeträchtliches Charisma


    "Ah kommt Leute, das wird spannend. Schaut euch dieses... wie sagt man... wunderschöne Wesen an! Und wir dürfen darauf durch die Luft fliegen, dagegen ist so ein miefiges, schwebendes Boot doch minable... schäbig! Allons-y, auf geht's, komm Ombra, wir zwei sind die ersten!"


    Und Ombra sanft am Arm ziehend macht er sich auf den Weg, den riesigen Vogel zu besteigen

    Hehe, bei uns in der Runde gibt es ein geflügeltes Wort, das wir benutzen wenn entweder ein Spieler eine Regel nur halb liest und daher Vorteile für seinen Char sieht, die später im Text aufgehoben werden, oder wenn jemand als SL eine Regel nur halb liest und deshalb härter ist, als die Regeln es vorgeben. Hmmm mit fremden Namen soll man ja vorsichtig sein, aber um des Beispiels willen will ich mal sagen, man könnte es "Einen Dschinn machen" nennen ;-)

    Ich habe auch schon viele Dschinne gemacht, ganz besonders, wenn ich auf Mobilgeräten online bin, dann passiert mir das ständig.

    Ich denke da an diesen Teil Text unter "Edge" auf Seite 58

    • Die Grenzen sprengen: Addieren Sie Ihren Edgewert, vor

    oder nach dem Würfeln, zu Ihrem Würfelpool. Damit können Sie auch Proben würfeln, für die Sie eigentlich (durch

    Modi katoren) einen Würfelpool von 0 oder weniger hätten. Wenn Sie Edge auf diese Weise ausgeben, kommt au-

    ßerdem die Regel der Sechs zum Tragen: Sie zählen jede

    gewürfelte 6 als Erfolg und dürfen die entsprechenden

    Würfel noch mal werfen. Dann dürfen Sie weitere Erfolge

    mit diesen Würfeln ebenfalls zählen. Und Sie dürfen auch

    neue Sechsen noch mal würfeln, so lange, bis keine Sechsen mehr auftauchen. Wenn Sie diesen Effekt erst nach einem schlechten Würfelwurf nutzen, um doch noch ein paar

    Erfolge zu erzielen und damit evtl. sogar einen Patzer zu

    verhindern, dürfen Sie die Regel der Sechs nur auf die Edgewürfel anwenden. Außerdem dürfen Sie bei dieser Anwendung von Edge alle Limits ignorieren

    "Oui, du bist mir zumindest willkommen. Ich schulde dir auch noch eine Entschuldigung weil ich dir misstraut habe. Ich hoffe, dass du annimmst."


    meint Louis zu Aleana während die Gruppe das Schlauchboot erreicht. Noch einmal dieses schwere Ding schweben zu lassen, das wird ihm gar nicht gefallen aber was bleibt schon übrig? Zu Fuß gehen? Nein, Klettertouren töten Runner, eine seiner frühen Redmond-Lektionen.

    Fanklin.... Betsy... Cleo.... Dozor, ok alle sind raus. Ein letzter, sehr, sehr kurzer Blick voller Bedauern geht zum Cockpit, dann folgt Isidor seinen Hermanos aus der Tür heraus. Künstliche Muskeln, ihre Ankerpunkte an den Knochen mit Plastik- und Metallverbindern verstärkt, katapultieren ihn mit einem kräftigen Satz aus dem Flugzeug. Er springt spät und muss das so gut es eben geht ausgleichen. Die beiden Taschen, die kleinere aus dem Passagierraum und die größere aus dem Gepäckraum, hat er fest an sich gepresst. El Lungo muss leider im Flugzeug bleiben, zum Einen könnte Isidor diesen großen Koffer kaum sinnvoll im Sprung mit nehmen, zum Anderen wäre das Präzisionsgewehr danach vermutlich sowieso erst einmal nicht zu gebrauchen. Lieber hoffen, dass es den Absturz übersteht und später von einem fähigen Bastler wieder auf Vordermann gebracht werden kann. Und... Noch im Sprung schickt Isidor zwei gedankliche Bilder per Matrix an den Piloten, eines von El Lungo, eines vom dem Koffer im Gepäckraum, und hofft, dass Angus versteht, dass Isidor meint, er könne sich die Waffe ruhig borgen, falls er das hier überlebt. Kurz wundert er sich über sich selbst, was Franklin gedanklich als "cool"bezeichnet, macht Isidor immer wieder ein wenig Angst. Diese absolute Gefühlslosigkeit, während er aus einem Flugzeug springt noch an sowas zu denken, als wären Geist und Körper nicht eines sondern irgendwie voneinander losgelöst. als würde er gar nicht selber aus einem Flugzeug springen - ohne Fallschirm - sondern als würde er das nur in einem VR-Spiel erleben, als würde er einen anderen steuern... Sicher würde Betsy irgendetwas von dissoziativer Cyberpsychose reden oder so.

    Na das ist interessant. Lukas hat Einnards Weggang auch bedauert und bedauert ihn immer noch. Einnard ist ein guter Offizier aber vor Allem hat Lukas sich an ihn und seine Art gewöhnt. Viggo ist ein guter Ersatz. Der Schönling hat gezeigt, bewiesen sogar, dass er ein echter Marine ist, ein Soldat, jemand, der in Stressituationen ruhig bleibt und stets das ganze Team im Blick hält. Aber es wird ein-zwei Einsätze dauern, bis sich Viggo auch wirklich wie der Chef anfühlt. Schwerpunktvorschläge will er hören...


    "Ich finde, wir haben noch ein paar Schwächen beim Gedeckten Vorgehen und koordiniertem Deckungsfeuer. Vielleicht wäre es, jetzt unter deinem Kommando, sowieso ganz gut, noch einmal alle Standards durchzugehen. Deckungsfeuer, Feuerwalze, Schiefer Rückzug, all der Kram aus der alten Ausbildung. Ist ja sowieso nötig, wenn ein Neuling dabei ist."


    Ein typischer Lukas-Vorschlag. Er hat schon ein-zwei Mal geäußert, dass er der Meinung ist, dass wenn die Basics perfekt sitzen, der Rest kein großes Problem ist und meistens hat er damit ja auch Recht, sind doch all die Finessen Variationen und Ausfeilungen der Grundtechniken. Und dann kommt noch der wirklich interessante Teil. Urlaub! Aber natürlich nicht einer der drei echten freien Tage, die Lukas über seine Dienstzeit hinweg laut Vertrag zustehen. Nein, der gemeinsame Urlaub. Aber auch der ist nett und gleich zehn Tage, nicht schlecht. Also wohin, wohin... Val gibt weder für die eine noch für die andere Location eine echte Idee. Und Lukas selbst... Hitze ist nicht so seines, das ist mal klar. Aber Norwegen... ob man da wohl was anderes als Skifahren machen kann? Also Snowboard, klar. Na mal sehen, was die anderen so sagen.


    "Mir eigentlich egal, wenn's nicht zu heiß ist. Und damit das mal klar ist: ich fahre."

    "Vielleicht werden wir uns eines Tages unter besseren Sternen wieder sehen."


    Damit nickt Louis den Graswesen eines nach dem anderen zu und wirft dann einen abwartenden Blick zu Aleana. Sobald sie sich in Bewegung setzt, wird er sich auch auf machen.

    Einige Augenblicke lang verharrt Isidor einfach ruhig in seiner vorne über gebeugten Person, ignoriert scheinbar die Ausweichbewegungen und die Aufregung, dann wird die Cessna heftig durchgeschüttelt und Isidor versteift seine Bauchmuskeln, nimmt die Stöße und das Schütteln hin und hält es einfach aus. Dann ein starker Stoß als würde die gepanzerte Faust des Chaos selbst die kleine Cessna schlagen und durch Isidors Geist schießt kurz die Sorge um seine Ausrüstung im Bauch des Flugzeuges. Und ein weiterer Gedanke. Schrapnellrakete. Warum Schrapnell? Amateure? Nichts anderes verfügbar? Oder sollen wir abstürzen statt direkt zu sterben? Weitere Dinge brechen, das Flugzeug rumpelt und bockt und Angus' Ruf "Triebwerksausfall Steuerbord!" schießt wie ein Peitschenhieb durch Isidors Kopf. Ein plötzlicher, rasender Schmerz schießt durch seinen Schädel, Bilder blitzen auf und verschwinden sofort wieder. Ein Flugzeug, eine Erschütterung, eine ruhige, emotionslose Stimme "Defectio motus sinistrorsi, teli alteri", stumme Gestalten, die in Rütteln und Bocken aufspringen ob obwohl alles ruckelt und sich bewegt fest stehen, das Geräusch von Waffen, die entsichert werden, ein starker Stoß, noch einer, dann ein Rütteln und Lärm Sonnenlicht und dann...

    Von außen merkt man wenig davon, was gerade in Isidors Kopf passiert. Man könnte es problemlos mitbekommen, aber hier, wo alles ruckt und bockt, da ist sich panisch an den Sessellehnen fest zu klammern, kreidebleich zu sein und wie erstarrt in die Ferne zu blicken nichts Unnormales. Andererseits ist Betsy nicht nur eiskalt sondern auch eine gute Beobachterin. Angus' nächste Durchsage reißt Isidor mit einem brutalen Ruck wieder ins Hier und Jetzt zurück. Ein Absturz, aber kein kontrolliertes Abtrudeln in einer genau gegen sowas abgesicherten, hochgezüchteten Supermilitärmaschine. Eher das Trudeln einer Nussschale mit Löchern im wilden Tosen der Gocta-Wasserfälle. Eine Sekunde der Unsicherheit, dann greift das Training.

    Isidor greift nach der Schnalle seines Gurtes, löst die Sicherung aber noch nicht. So absurd sich das anfühlt aber man ist angeschnallt sicherer, viel sicherer. Ein Dach, Angus will, dass alle abspringen. Dem Piloten sagen, was er tun soll, wird sinnlos sein, Angus wird mehr wissen, als Isidor darüber, wie er lebend runter kommt. Aber dennoch... Während er sich abschnallt und aufspringt ruft Isidor gleichzeitig in Fleisch und der Matrix


    <<"Si, Pilot. Dios con te. ALSO LOS, HERMANOS! ANDALE!">>


    Er beeilt sich, seine Tasche zu greifen und zur Tür zu kommen, macht aber keinerlei Anstalten, abzuspringen. Stattdessen bleibt er neben der Tür stehen und es ist klar, dass er einen Teufel tun wird, vor dem Letzten der anderen zu springen.

    "Oui, ich verstehe. Wir werden gerne gehen, aber dafür bitte ich um eure Hilfe. Unser Schiff liegt auf dem Panzer der Schildkröte, etwa drei Tagesreisen... ich glaube... dorthin. Ohne unser Schiff können wir hier nicht weg und wir sind nicht stark genug, unser Schiff zu tragen. Es wiegt viele... tonnes.... viel Gewicht. Vielleicht ist das Schiff der anderen noch am Wasser, aber das glaube ich nicht. Könnt ihr mit der Schildkröte sprechen? Wenn sie ein wenig absinken würde..."


    Viel Hoffnung hat Louis da aber nicht.