Beiträge von Smoothie

    Marina war extrem unwohl. Hier stimmte irgendwas so überhaupt nicht. Wenn ihre Zielperson den Zugriffsversuch bemerkt hatte, würde sie doch nicht so einen Aufwand betreiben, nur um nach Hause zu kommen. Das war Potential für einen Gegenschlag, entweder um Informationen über die Angreifer - uns- zu gewinnen oder schlimmer noch, um sie loszuwerden. Wenn das ihre Operation gewesen wäre, hätte sie schon längst das Abbruchsignal gegegben. Aber hier war sie nur die Fahrerin.... Sie hatte ihre Warnung abgegbenen und wollte den weiteren Funkverkehr nicht stören. Ihre RunnerInnen konnten jedes bisschen Aufmerksamkeit für ihre eigenen Situationen brauchen.

    Also hüpfte sie wild durch ihre Sensoren, checkte immer wieder die Situation am Nosorog, sprang in die Condor, um einen Überblick auf ihre "Zielperson" zu haben und eine generelle Luftaufnahme auch auf den Verkehr.

    Zwischendurch sprang sie auch nochmal in die Flyspy im Zirkusinneren, vielleicht konnte sie ja doch noch was dort finden und sei es nur ein guter Ausgang für die kleine Drohne.

    Toivos unzufriedene Ungeduld ist unübersehrbar. Und sie kann es sogar verstehen. Wenn es ihre Leute wären, wäre sie vermutlich längst nicht mehr da, sondern würde auf einem Wildschweingeist reitend durch die Wälder irren. Aber mit Widerwillen ahnt sie, dass N8tingale Recht hat.

    Also versucht sie das einzige zu tun, was ihr einfällt. Ein bisschen Trost spenden.

    "Ich fürchte an N8tingales Argument ist was dran, Großer. Auch wenn ich dich wirklich verstehen kann. Aber wir müssen bedacht vorgehen, Informationen sammeln, evtl. Verbündete gewinnen. Es ist doch deinen Leuten auch nicht geholfen, wenn wir jetzt hier drauf gehen, weil wir uns nicht schlau anstellen. Dann wird sie überhaupt niemand retten."

    Shorty hofft, dass das Toivo überzeugt. Und sie fragt sich, ob sie sich selber überzeugt. Und welchen Anteil ihr Wunsch nach Bezahlung bei dieser Überzeugung spielt. Schließlich bezahlt Maersk sie für das Anlegen des Brückenkopfes.


    Sie klopft Toivo ein wenig hilflos auf den Oberschenkel und macht sich an die Arbeit. "Ich werde mir den Steg vorknöpfen, ich denke mit ein wenig Magie kann ich den Steg soweit ins Tiefwasser verlängern, dass wir direkt mit der Vasa anlegen können. Dann können wir das Schiff als Basis und auch zum Schlafen benutzen und können uns an Land auf eine Befestigung und einen kleinen Werkzeugschuppen konzentrieren"


    Sie beschwor einen Wassergeist, der die Felsküste unter Wasser vom Schlamm befreite, so dass sie den Stein gut sehen konnte. Dann machte sie sich daran mit Steinformung schöne tiefe Löcher für die stabilen Holzpfosten des Steges in den Stein reinzufräsen. Auf diese Art und Weise konnte man einen wirklich stabilen Steg im Bruchteil der Zeit errichten, da man keine Unterwasserarbeiten für das Fundament brauchte. Und die Vorräte an Zement, die sie mitgenommen hatten, waren natürlich endlich.

    Pallisade erstmal klein.

    und die andere Frage

    Könnte Shorty mit Holz und Steinformung den Steg soweit ins Meer verlängern, dass die Vasa anlegen kann? Wieviele Erfolge wären nötig)


    Und ich würde gerne diese Zauber nutzen statt Holzbearbeitung. Geht das?


    ich verstehs noch nicht.

    Wieviele Proben können wir machen?

    Was würde wohl eine kleine Pallisade kosten?

    Könnte Shorty mit Holz und Steinformung den Steg soweit ins Meer verlängern, dass die Vasa anlegen kann? Wieviele Erfolge wären nötig)


    Aber eigentlich am wichtigsten: Unser Anführer Toivo will ja gar nicht siedeln, sondern nur eine Expedition zu den Gefangenen machen. Wie gehen wir damit um?

    Arbeiten. So hatte sie sich das Erobererdasein nicht vorgestellt. Aber half ja nix. Und wie immer preschte sie vorwitzig voran. Auch wenn sie natürlich wußte, dass andere besser qualifiziert waren. Sie konnte nicht anders.

    "Wollen wir auf dem Schiff schlafen, bis wir was stabiles gebaut haben? Erstmal nur ne große Blockhütte und ne Pallisade? Ich helf Toivo dabei. Anouk erkundet die Gegend und bringt zu essen mit, was in die Armbrust läuft?

    Nightingale und Alex, wo wollt ihr mit? Ich Beschwöre eine Taube, die ich Anouk mitgebe. Wenn du uns was mitteilen mußt, schick sie los. Und ich beschwöre einen Falken, der unseren Bauplatz überwacht, während wir arbeiten"

    Ich werde magische Holzformung benutzen, wenn Toivo mir Anweisungen gibt. Wie schauts? Erobern wir einen Kontinent?"



    Betsy genoss das unbeschwerte Geblödel und die Essensvorbereitungen. Es war einfach cool, sich nicht mal verantwortlich zu fühlen. Und einfach Spass zu haben.

    Ein wenig verwundert, nahm sie an der Hausführung teil. Beeindruckend. Aber jede neue Tür in einen luxuriösen Raum warf mehr Fragen über ihren kleinen Cowboy auf, als sie offenbarte,

    Sie wußte, dass die Führung in der Garage enden würde und sie freute sich. War genug Arbeit gewesen.


    Aber zunächst wollte sie die Beschwingtheit der Willkommensdrinks ausnutzen und ein paar Antworten aus Franklin kitzeln. "So, Cowboy. Ich verstehs immer noch nicht. Du hast schon ein wirklich schönes Haus. Ein tolles Bike. Und als magisch begabter Adept eine glanzvolle Zukunft vor dir. Warum zum Teufel, Hängst du nochmal mit uns rum und läßt auf dich schießen?"



    "Eye Dark?" Merkwürdiger Name, aber einem geschenkten Brückenkopf schaut man nicht ins Maul "

    Shorty steht mit den anderen an der Reeling und blickt abgespannt auf den neuen Kontinent. So ähnlich mußten sich damals auch die Auswanderer aus Irland gefühlt haben, als sie das erste mal die neue Welt sahen.

    Wenig zu verlieren, aber eine Zukunft zu gewinnen. Und trotzdem ein bisschen Angst, Nightingale hatte schon genau die richtige Frage gestellt.

    Unaufällig rückte sie ein paar Schritte an Toivo heran und suchte seine herabhängende Pranke.

    Als die "Kontakt" Meldungen einprasselten hatte Marina einen kurzen Flash Back. Mit diesen hektischen Meldungen von allen Seiten fing damals jede Offensive der Yaks an.

    Aber Sekundenbruchteile später war sie zurück im hier und jetzt. Auch sie hatte eine mögliche Zielperson im ALexandergarten im Blick. Fuck. Was lief hier ab. Sie markierte ihre Zielperson mit den Sensoren der Condor und

    sprang auf Mackenzies Spruch hin zurück in den Nosorog und wechselte durch die Sensoren. Sicher war sicher.


    Waren ihre Mitrunner tatsächlich Anfänger, die plötzlich alle Zielpersonen sahen, wenn es ernst wurde? Realistisch bei Noobs, die sich plötzlich im Zentrum des Geschehens wähnten. Aber eigentlich wirkten die Leute hier doch eine Tacken professioneller.


    "Auch eine mögliche ZP violette Haare, rosa Highlights bei mit am Alexandergarten. Echt unwahrscheinlich. Entweder der Illussionsheini verarscht uns nur und hat Düppel abgeworfen. Oder er verscucht euch wirklich zu exponieren und etc.

    Passt auf euch auf!"

    Auf ihre Frage, ob jemand kochen kann, hatte natürlich niemand geantwortet. Aber war ja irgendwie klar. Nightingale ernährte sich vermutlich wie alle Deckerinnen von Energieriegeln und speiste opulent nur in der Matrix. Alex kannte vermutlich nur Dosen, Toivo hatte seine Haushälterin, die immer für ihn gekocht hatte und Anouk? Nun, der aß vermutlich nur ganze Walrosse.

    Also durchstöberte sie hektisch die Kombüse. Mmh, Mit Soyfood, konnte sie dem Nord der echte Tiere jagte und auch echte Pflanzen kannte vermutlich nicht kommen. Aber vielleicht gab es ja etwas, das Brand nicht kannte. Und zu dem noch niemand nein gesagt hatte. Und das darüber hinaus noch einfach genug war, dass sogar sie es hinbekam?


    Kurz später rief sie die Männer und Nightingale in die kleine Messe der Vasa. Auf dem Tisch stand eine riesige Schüssel Mac and Cheese. Und ein paar Flaschen Cola. Und der Whiskey natürlich. Wenn das nicht genügen würde den Nord für sich einzunehmen, wußte sie auch nicht weiter. Mehr hatte die menschliche Zivilisation nicht zu bieten.


    Aber der Plan funktionierte. Zwar schaute Brand zu Beginn ein wenig skeptisch, aber einer solchen Umami-Explosion konnte auch ein Nord nicht widerstehen. Es versammelten sich alle um den Tisch, aßen und fragten den Nord gnadenlos aus. Selber Schuld, wenn er nix von unserer Welt wissen wollte, mußte er eben erzählen. Da sie ihre Neugier kaum unterdrücken konnte preschte sie auch gleich vor. Er war in der Tat ein Zauberer und konnte so ihre Fragen, über die astrale Natur von Norgart kenntnisreich beantworten. Und es war in der Tat verblüffend. Die magischen Gesetze schienen hier ganz ähnlich zu funktionieren. Das stimmte mit ihren eigenen Erkenntnissen bislag überein. Sie konnte hier Geister beschwören und das Mana verhielt sie völlig normal. Sie hatte was weiß wer erwartet als sie durch den Spärenriss gefahren waren. Aber nix war passiert.

    Auch hier war nur eine Minderheit magiebegabt und es gab verschiedene Ausprägungen, Adeptinnnen, Schamanen und Heiler. Nur was es mit den Auserwählten genau auf sich hatte, war ihr noch unklar, aber als das Thema darauf zu sprechen kam, war auch Toivos Interesse geweckt und er übernahm das Gespräch.


    Und sie hatte erfahren, dass es in Norfgart keine Elfen gab. Oder nicht mehr. Von Dämonen ausgelöscht! Nun, in dieser Welt gehörte sie dann wohl zum "Team Dämonen"!

    je länger ich Rollenspiel spiele, umso mehr mag ich Nachteile. Held*innen ohne Fehler sind einfach langweilig. Kann bei mir gerne angespielt werden bzw. ich spiele es selber an.

    Braucht natürlich ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen SL und SC, dass beide eine interessante Geschichte draus machen und nicht einfach einen SC platt machen bzw. alle Handlungsmacht wegnehmen.

    Das muss sich vielleicht erst aufbauen, wobei ich hier im Forum bislang keinerlei schlechte Erfahrungen habe und Bedenken hätte.

    "Unsere Technokriegerin meint den Umstand, dass sich die Verwundeten der Raben und Seeschlangen einfach in Rauch auflösten und verschwanden bevor wir sie töten konnten. Und was mich noch interessieren würde. Was ist das für ein Nebel, den die Clans mitbrachten und der die Technik unserer Welt zerstört? Wenn ihr über so etwas verfügt - hattet ihr schon vorher Kontakt mit unserer Welt? Aber keine Eile, wir haben ja noch die ganze Fahrt. Seid unser Gast und nehmt Platz, ich hole Speisen und Getränke und wir essen zusammen. Vielleicht habt ihr ja auch Fragen über unsere Welt? "


    Mit diesen Worten verschwand Shorty unter Deck um etwas essbares zu suchen, dass man als Gastmahl anbieten konnte - ohne das es zu peinlich wurde. Irgendwas mußte Maersk ihnen doch mitgegeben haben, Soygerichte für die Mikrowelle und Kaugummis würden kaum Eindruck schinden. Immerhin hatte sie diese Flasche Whiskey bei Toivo für Notfälle mitgehen lassen....


    Als sie ausser Hörweite war, funkte sie an die anderen: "Läuft, oder? Wir haben vermutlich Verbündete und einen Plan. Wachsam sollten wir trotzdem sein. Alex, informierst du die anderen Schiffe? Und du solltest Ihnen auch sagen, dass sie die Schiffe, die wir bei der gescheiterten Invasion von Kolvereid versenkt haben, bergen sollen, um das Erz hochzuholen, das man braucht um zurückzukommen.

    Und äh, kann jemand kochen? Oder bieten wir nur einen Umtrunk?"

    Als die anderen ankommen mustert Betsy erstmal Outfits und MItbringsel.

    "Wette verloren oder Farbwurm-IC in der AR?" begrüßte sie Dozor. Aber auch die anderen hatten sich ja ordentlich in Schale geworfen. Sie selbst war im legeren Kostüm angereist, mit Stretchbund am Rock. Sie kannte Franklin und Emilia und als Isidor mit seinen Kühltaschen einrollte, war sie doppelt froh darüber. Auch wenn sie bislang mit den Nachforschungen zu seiner verlorenen Vergangenheit nicht signifikant weitergekommen waren, so gewann doch die Nebenhypothese, dass er relevante Jahre seines Lebens als Feinkostschmuggler verbracht haben mußte wieder an Bedeutung...

    Auch die Getränkeauswahl der drei musterte sie anerkennend. Und dankte Gott und ihrem Straßenchirurgen für ihr hervorragendes Nierensieb. Ohne hätte sie weder das Kennenlernen noch eine beliebige Feier mit ihrem Team überlebt. So ging es ganz gut, solange man einigermaßen den Promillepegel im Biomonitor beachtete und die Bioware nicht überlastete. Party on.


    Sie begrüßte und umarmte alle herzlich, sie war wirklich froh, dass alle am Leben waren, aber sie hatte sich fest vorgenommen, heute nicht über den Einsatz zu sprechen und Arbeit Arbeit sein zu lassen. Und auch den Eröffnungstoast wollte sie natürlich ihrem Gastgeber überlassen. Der Junge war vermutlich eh schon aufgeregt.


    Als alle schon versammelt waren klingelte es noch ein letztes mal an der Tür und der Lysander kam auch noch. Er sah verdammt elegant aus, in seinem schicken dunkelblauen Anzug, unter den er ein lässiges T-Shirt gezogen hatte. Betsy war sich bis zum Schluss nicht sicher gewesen, ob er kommen würde. Er war ihr aller Chef und auch sowas wie ihr Retter. Aber auch irgendwie ihr Freund, auch wenn er immer wieder eine professionelle Distanz auf diese elegante Weise herstellte, wie es wohl nur ehemalige elfische Paladine vermögen.

    Der Abend versprach interessant zu werden.