Beiträge von Morgana Blank

    Nach dem Treffen fuhr Bobby nicht direkt zum Hotel, ihm war nicht danach, zum Glück hatte er morgen noch einen Tag, an dem er nicht unterrichten musste.

    Er genoss es eher noch ein wenig durch die Nacht zu fahren und parkte irgendwann draußen an der Bay, wo er ein wenig das schmutzige Meer und den versmogten Sternenhimmel beobachtete.
    Im Hintergrund lies er von Richard Strauss "Tod und Verklärung" spielen und erst als das Stück zur Stelle kam, an welcher der Fieberträumende und Schmerzen erwacht begann er zum Hotel zu fahren.


    Er lass dann zum Einschlafen noch ein wenig in der AR ein Werk über "Die Nachfragetheorie in neuer Form - Wie Megakons den Fiskalismus zu seiner wahren Vollendung bringen".


    Er hatte keinen Wecker und doch wachte er um 6:09 wieder auf, er schlief nie lange, das war schon so, seit seine Mutter gestorben war.
    Wann immer er die Augen schloss sah er sie am Strick hängen, es war unmöglich dem zu entkommen, auch mit Stimmungsaufhellern.
    So schlief er eben nur 3 Stunden und machte sich einen Grüntee, bitter wie das Leben zurecht. Den einzigen Luxus, den er sich selbst erlaubte.


    Den morgen verbrachte er dann wieder mit lesen von ökonomischen Theorien und er telefonierte kurz mit "Help Me", einer Streetdoc, die er durch Zufall kennengelernt hatte,

    die jetzt erst ihren Feierabend hatte, weil sie fast nur Nachts arbeitete. Er flirtete leicht oberflächlich mit ihr, nicht weil sie attraktiv war oder er etwas für sie empfand, sondern

    weil er wusste, dass eine Streetdoc im richtigen Moment praktisch sein konnte.


    Ab 11:00 wurde es ihm zu langweilig und er setzte sich zu Olga rein, allerdings als eine neue Kreation, um trainiert zu bleiben.


    Er hatte sich die Haare Rot gefärbt und hochgestylt und kombinierte dies mit schwarzer Pigmentierung und etwas älteren verhärmten Gesichtszügen, die ihn ein wenig wie einen Alt-Anarcho aussehen ließen.

    Seinen Zweit-Anzug hatte in einer Tasche dabei, er trug nun ein "A"-Shirt und eine Lederjacke. Er bestellte sich noch einen Grüntee, immerhin war das hier kein Kaffeehaus und beobachtete nach und nach seine Gruppenmitglieder.


    Als ein paar da waren ging er in gedehnten Machoschritten an die Bar und setzte sich auf den Platz neben Kiki


    "Wenn schön sein gleichsam ist mit schön sein, wer kann sich dann mit mir und meiner weißen Maske messen?"


    DIe Stimme, die er wählte passte gut zum Gesicht, es war die von James Earl Jones, er mochte diese leicht bassige beeindruckende Art, die im kompletten Gegensatz zu seiner natürlichen sanften Stimme lag.


    "Wenn wir dort hinein gehen, dann frage ich mich ob ich wirklich eine gute Idee für die ganze Sache wäre, wenn ich ehrlich bin, hatte ich in der letzten Woche zum ersten Mal in meinem Leben ne Knarre in der Hand und ich lerne zwar schnell, aber trotzdem habe ich Angst zu einem Hindernis zu werden. Wenn ihr Feuerunterstützung braucht kenne ich da jemanden, jemanden Vertrauenswürdigen. Ein Streetsam mit dem ich vor längerem gearbeitet habe. Wo wir von Kontakten reden, ich könnte da auch mit einer Journalistin reden, die ich kenne, die findet dazu wahrscheinlich auch was raus, auch wenn ich sie garantiert mit irgendwas bezahlen muss und wenn es nur halbverwertbare Schatteninfos sind."


    //So lange, dass er mich 10 Jahre lang mit "Herr Schmitdt begrüßt hat//


    "Davon ab, könntest du das Prepaidkom zurückverfolgen und mir Bescheid sagen, wenn er irgendwo sein sollte, wo man ihn ansprechen kann, in einer Bar zum Beispiel, dann kann ich mich ihm unaufällig nähern."



    Jabah war nicht so widerlich, wie heute morgen, überraschend. Er war sogar zu kooperativem Verhalten fähig, auch dies, besser als erwartet. Das er ihn abwertete störte trotzdem und er mochte ihn immer noch nicht, aber vielleicht würde er sich so nicht genötigt sehen ihn aus dem Team zu drängen. Auch wenn er, wenn er noch in Mekos Position wäre, einen Hacker der so in eine Verhandlung reingeplatzt wäre, wie es dieser Ork getan hatte einfach aus dem Team entfernt hätte. Aber gut, er war nicht mehr der er einst war und musste sich mit dem Machtverlust abfinden. Er hatte alles geopfert um diese Bombe zu zünden. Dieses Opfer musste er akzeptieren und beginnen sein Leben von vorne aufzubauen. Er war immerhin ein Elf und als solcher konnte er sich leisten 30 Jahre seines Lebens einer guten, nein, keiner guten, einer gerechten Sache zu opfern. Es störte

    "Und können wir über den Informanten anhand der Nummer mehr rausfinden oder ist es eine Prepayednummer für Kurzzeitgeschäfte?


    Je nach dem würde ich versuchen dem Informanten auf den Zahn zu fühlen."


    Bobby begibt sich kurz hinter irgendeiner Sichtblockade umzuziehen. Weniger aus Scham, denn aus Anstand und kommt nach 2 Minuten wieder als normaler Kerl raus.

    In dem Moment, in dem sie den Raum betraten, begannen sich die Brüste von Bianca zurückzuziehen und fast zeitgleich verzog sich ihr Gesicht zurück zum Urzustand Bobby Dollars.


    Gleichzeitig zieht er einen Koffer mit Klamotten heraus und versucht sein, zum Glück nicht trägerloses, Kleid zu stabilisieren.


    Halblaut sagt er:

    "Ich weiß nicht, wie ihr Frauen das aushaltet, immer diese Gewichtsverlagerung und diese Rückenschmerzen, wenn man Brüste hat, da muss sich jedes Mal die ganze Muskulatur umstellen."

    Bianca erhebt sich und geht mit ihrem Tee ins Hinterzimmer. Sie streicht sich kurz die Falten im Kleid zurecht und schaut auf die Uhr, die Wandlung wird in einer Stunde auslaufen.


    Auf Labah antwortet sie beim gehen:


    "Bianca Koku, so nennen mich die meisten."


    Sie lächelt ihn kurz und dezent an.

    Bianca folgt Kiki an die Bar und grüßt die beiden Anwesenden. Sie lässt erstmal Kiki reden und bestellt noch einen Grüntee. Sie braucht einen solchen um wieder konzentriert zu werden. Das Labah nicht weiß, wer sie ist, fällt ihr zwar auf, aber ihr ist nicht danach ihm dies zu offenbaren. Wenn er Kooperation hätte haben wollen, hätte er nicht versuchen sollen, Bobby bloß zu stellen.


    Ihr fiel auf, dass sie inzwischen von Bobby, als andere Person dachte und lächelte zufrieden. Das war ein gutes Zeichen, dass sie sich weiterentwickelte

    Bojack genehmigt sich einen Schluck und sagt:


    "Kommt ein Pferd in ne Bar, fragt der Barkeeper ...


    Er hält kurz die Spannung, obwohl er offensichtlich ohne Publikum spricht:


    "... Was soll das sein? ein schlechter Witz?"


    Aus einem ihn nicht ganz unüberwindlichen Grund, werden ihm nach diesem Spruch oft Gläser ausgegeben. Mal schauen wie es diese Nacht laufen würde.

    Durch die Tür tritt am heutigen Abend mal wieder Bojack "The Horseman", ein Zentaur mit verdammt langen Gesicht, demnach ein "reinrassiger" Zentaur, der etwas bedröpelt schaut.


    Sein Schweif wibt nervös hin und her. Er schaut jeden in der Bar einmal genau an, erst dann seufzt er vernehmlich und geht zur Bar, wo er einen "Sencha Uchi Kyoto" bestellt.

    Sie zuckt die Schultern und wirkt allgemein nicht so als würde sie das nun groß stören.


    "Passt schon. Is ja nich so das ich woanders grad dringender gebraucht würdr. Bier bei Olga?"



    "Ja, warum nicht, was hast du die letzte Woche so getrieben?"



    "Ich?"


    Kiki überlegt. Was hat sie denn so getrieben? Erstaunlich wenig.


    "Och... das was man so macht wenn man neu inna Stadt is. Sachen angucken, Kneipen austesten. Leute kenn lern. Kommst du von hier?"


    "Ne, ich komm aus der ADL, hab da die letzten 50 Jahre gewohnt. Aber naja, wenn man sich Feinde macht muss man ab und zu mal die Heimat wechseln, nicht wahr?"


    Bainca lehnte sich zurück und schloss die Augen.


    Erneut ist Kiki erstaunt wie offen Bobby vor ihr von Dingen spricht die man eigentlich nicht unbedingt an die Große Glocke hängt.


    "ADL ja? Lustich, da komm ich auch grad her. War kurz in Berlin bevor ich herkam. Bin wie man hört aba ausm Königreich."


    Sie grinst breit.


    "Aba n Neuanfang hat mich auch hierher gespült. Is wohl n guta Ort dafüa. Wie haste dir die Feinde gemacht? Haste wen beschissen?"


    Fragt sie forsch und versucht nicht ihre Neugierde zu verbergen. Warum denkt sie sich. Er wird eh nur erzählen was er will.



    "Ja, so in etwa, meine alten Chefs, ist ne verdammt lange Geschichte, die jetzt schon die ganzen letzten 30 Jahre lang dauert, eigentlich tatsächlich 40. Aber was solls.

    Ich will hier aber möglichst bald wieder verschwinden, bevor sie mich hier finden. Zwei drei Runs vielleicht und dann irgendwo hin, wo ich weniger im Spotlight stehe.

    Nach Russland hatte ich überlegt oder nach Japan, einfach nur weg."


    Sie erzählte die Geschichte verdammt frei heraus, aber irgendwie vertraute sie Kiki, sie war die letzte von der sie glaubte, dass sie sie verraten würde.


    "Am liebsten irgendwohin, wo ich wieder meinem alten Beruf nachgehen kann, wobei das wohl schwierig wird. Außerhalb Deutschlands kann ich mit deutscher Juristik wohl schlecht was anfangen, da müsste ich schon ein zweites Mal studieren."


    Erstaunt sieht Kiki ihn an, die Augenbrauen leicht angehoben und muss ein wenig verblüfft lachen.


    "40 Jahre?! What the Fuck!! Ich kenn kaum ein ders so lang gemacht hat..."


    Sie scheint zu überlegen und tatsächlich überlegt sie ob die Aussage stimmt und muss feststellen: irgendwie schon.


    "Was hastn gemacht, sie ruiniert, entstellt und ihre liebsten kalt gemacht? Ich mein 40 Gott verfluchte Jahre!?"


    Kiki schüttelt den Kopf. Die Art von nachtragend sein geht ihr wohl ab. Was für eine Verschwendung von Lebenszeit!


    "Na ja, Japan ist schön"


    //Wenn man nicht gerade mit dem Konzern da war mit dem ich da war...//


    Wechselt sie das Thema.


    "Und die stehen auf die Deutschen. Da gibts auch deutsche Konzerne. Die suchn doch auch Rechtsverdreher oder die einheimischn machn Geschäfte mit den Deutschn. Auch ne Möglichkeit."


    Gibt sie ihm zuzwinkernt zu bedenken, sich nicht ganz sicher ob ein Konzernjob das ist was er sucht.


    Puh, die Einschätzung, die Kiki über ihr handeln getroffen hatte waren verdammt nah an der Wahrheit, immerhin hatte sie den Konzern 30 Jahre lang infiltriert um ihn zu ruinieren und um ihn bloßzustellen.


    Jetzt musste sie etwas runter spielen, sie vertraute Kiki, aber soweit, dann doch nicht.


    "Naja, ich habe 30 Jahre lang, für die Leute, die mich jetzt verfolgen gearbeitet und mich davor 10 Jahre lang auf den Job vorbereitet. Am Ende lief es dann etwas aus dem Ruder.

    Ja, in Japan könnte ich wohl einen Job mit deutschem Jura finden, wobei ich möglichst wenig mit Deutschland zu tun haben will. Nicht das plötzlich mein ehemaliger Vorgesetzter mir als Verhandlungspartner gegenüber sitzt."


    Da muss Kiki aber herzhaft lachen, sowohl über die Zeitspannen von denen Bobby da redet als auch über die Vorstellung wie er eines Tages zufällig vor den Leuten sitzt die ihn kalt machen wollen.


    "Verständlich..."


    Sie betrachtet ihn, der gerade sie ist, neugierig.


    //Ein faszinierendes Wesen//


    "Aba du siehtst ja aus wie du es willst. Ich mein würdn die dich erkennen? Ist dieses 'Bobby' Gesicht dein richtiges? Weißt worauf ich hinaus will?"


    "Ja, das Bobby Dollars Gesicht ist das Gesicht, mit dem ich auf diese Welt kam und ich kann meine anderen Identitäten nicht länger als 4-5 Stunden aufrecht erhalten bis ich sie erneuern muss.

    Daher würden die Verhandler mich wohl auch erkennen, da ich in einem festen Job auch wieder ein festes Gesicht bräuchte. Die Fähigkeit des Gesichtswandels und Körperwandels habe ich mir erst auf der Flucht zugelegt"


    Sie öffnet wieder die Augen und schaut interessiert zurück


    Kiki nickt verstehend, scheint kurz darüber nachzudenken.


    "Ich verstehe."


    Dann zuckt sie die Schultern und grinst ihn schräg an.


    "Ja blöd wa


    Sie gluckst kurz. Dann zuckt sie mehrmals, dann schüttelt sie sich vor lachen. Es braucht ein paar Sekunden, bis sie sich wieder in der Fassung hat, dann sagt sie:


    "Ja, das umschreibt die Situation wirklich sehr gut"


    Es dauert nicht lang da steigt Kiki in seinen ansteckenden Lachanfall ein, sie konnte noch nie gut ernst bleiben, wenn jemand wirklich ernsthaft lacht.


    "So.. sorry.. aber was anderes viel mir dazu echt nich ein."


    So langsam erreicht man wieder Olgas Teehaus, weit war man ja noch nicht gekommen, als klar war das sie wohl doch nichts für den Auftrag machen.


    "Und bleibts bei dem Bier?"


    Kiki springt aus dem Wagen und steuert den ihr inzwischen doch sehr vertrauten Laden an.


    Die Angesprochene nickt und die Türen öffnen sich.


    Die beiden trinken drinnen ein Bier, wahrscheinlich auch ein paar mehr und warten auf Antworten von den anderen.

    In dieser Mischung aus angewidert aber fasziniert schaut Kiki erneut bei seiner Verwandlung zu. Und ja, definitiv cool aber abartig.


    Sie macht es sich auf dem Beifahrersitz gemütlich und schaut Bobby fragend an.


    "Du meinst die Gang Bar vom letztn ma? Ich glaub ja nich das wir da zu zweit was reißn außa durch Worte."


    Und zwinkert ihm/ihr zu. Für was hält der sie. Den Hulk?!



    "Hast Recht, sorry hab mich etwas mitreißen lassen."


    Sie erötete leicht und ging dann wieder zum Thema zurück


    "Ich denke, ich werde die Fahrt kurz nutzen um rauszubekommen, ob ich vielleicht Kontaktdaten per Social Media herauskriege. Vielleicht finde ich ja sogar noch Bilder seiner letzten 50, hoffentlich nicht aus Metamenschenresten bestehenden, Mahlzeiten."


    Sie zwinkerte beim letzten Kommentar, die Ironie, dass alle Anwesenden wie popkulturelle Serienkiller hießen war ihr durchaus nicht entgangen.

    Kiki lächelt etwas schräg. Es war zwar ein Witz aber heutzutage läuft so viel kranke scheiße das man nichts ausschließen kann. Na ja, das er es auf seinen Social Media Profilen zeigt vielleicht schon aber den Rest sicher nicht.


    "Läuft... ich steh dann hinta dir und guck fies wenns soweit is. hab mein job schon verstandn."


    Sie lehnt sich im Wagen zurück und sieht entspannt aus dem Fenster. Kiki wirkt nicht so als würde sie ihre Aufgabe diesbezüglich stören.

    Bianca nickt und sagt:

    "Solange, du mir mit deinem Wissen hilfst, klingt das super, denn wenn ich ehrlich bin, so bin ich in unserem Geschäft erst seit kurzer Zeit aktiv, wenn man es präziser fasst ist dies mein zweiter Auftrag.

    Daher wäre mir mit etwas Allgemeinwissen auch oft geholfen."


    Erneut errötet sie. Ob das ein echtes erröten ist oder nur eine kurze Manipulation der Hautfarbe, muss wohl unbeantwortet bleiben.

    Kiki muss mal herzhaft lachen und sieht Bobby mit hoch gezogener Braue an.


    "Da haste dia ja die richtige ausgesucht. Geht mir genauso Chumma! Aba hey! Mir Gangs und zwielichtigm Scheiß kenn ich mich scho aus. Wird schon passn.


    Bianca grinst und sagt:

    "Na dann dreimal auf Holz geklopft, dass wir uns nicht zu sehr in die Scheiße reiten."


    //Verdammt, ich dachte sie könnte meine Unerfahrung diesbezüglich ausgleichen. Zumindest kennt sie sich ja mit Gangs und der Stadt aus, hoffe ich zumindest//


    Sie scheint eifriger zu tippen, so als wäre sie plötzlich auf einer ganz heißen Fährte unterwegs.


    "ach i wo. Man muss nur wissn wans klüger is die schnauze zu haltn und abzuhaun. Dann überlebt man schon. Mach dir keine platte."


    //ob er das kann? Hats ja in der Gruppe fast geschafft sich gieken zu lassen. Ach... we ll see.//


    Außer sich die Gegend anzusehen die am Fenster vorbei zieht hat Kiki nichts zu tun. Sie hat alles wichtige dabei und wird erstmal schön die Fresse halten.


    Amüsiert beobachtet sie Bobbys Reaktion, sie selbst nimmts leicht. Sie planen ja keinen Bruch bei SK oder so.

    Plötzlich hält der Wagen und die Fahrtrichtung ändert sich.


    Bianca tippt weiter und sagt dann:


    "So, ich hab ihn auch so gekriegt, wir müssen den Gangern keinen Besuch abstatten, aber ich mache kurz einen Anruf in seinem Büro, ehe wir es überfallen."

    Sie war etwas stolz auf sich, wie gut sie es noch beherrschte Datenmengen zu analysieren und auffälligen Spuren zu folgen. Früher waren das Banktransaktionen gewesen, heute verschiedenste Einträge in der ganzen Matrix,

    zumindest würde sie nicht von diesem Labbah abhängig sein.

    Einen kleinen fragenden Blick im Gesicht sieht Kiki Bobby an als dieser wendet.


    //Na nu, doch nicht zur Gang. Bin ich doch nicht bedrohlich genug?//

    denkt sie amüsiert als dieser sich erklärt.


    "Ah... sehr gut. Haste n Plan wie de da auftreten willst?"



    "Ich werde Bianca sein. Der Plan ist, dass ich Infos aus ihm rausbekomme, die uns bei diesem ganzen Wirrwar, den ich noch nicht wirklich durchblicke, zumindest einen kleinen Überblick geben.

    Vom Prinzip her werde ich als Geschäftstusse auftreten, die ihm ein Angebot machen will. Bevor ich reingehe ziehe ich mich dann nochmal um. Du bist dann wieder einfach meine Leibwächterin. Ist das so OK?"


    Mit einer hochgezogenen Augenbraue sieht sie Bobby an und schaut demonstrativ an sich herunter.

    Wie sie so dasitzt in kurz abgeschnittenen Jeans mit einer Lage bunter zerrissener Strumpfhosen darunter, Boots und einem leichten Shirt bekleidet, ne Panzerjacke drüber geschmissen

    .


    "Klar, ist kein Problem aba meinste das glaubt so eina?! Bei Olga hätt ich noch was seriöseres."


    "Stimmt, ich hätte es sonst in meine Rolle als Vertreterin der Schamanenloge eingebettet, aber wenn du was seriöseres hast, dann wäre das wohl besser, wenn wir zurück fahren."


    Dann bedeutete sie ihr kurz zu schweigen und begann anzurufen


    es dauert etwas als Bianca anrief

    als eine dame heran geht sicher nciht mehr jung


    "Henry Ballans Büro, was kann ich für sie tun?"



    "Ah guten Tag Bianca Koku mein Name, ich wollte gerne einen Termin mit dem Herrn Ballan verabreden."


    Kiki zeigt schlicht zwei Daumen hoch und lehnt sich entspannt zurück. Sie liebt es Auto zu fahren und unterwegs zu sein. Gut selber fahren wäre besser ab so ist es auch okay


    "um was geht es denn bitte genau"

    fragt die dame höflich am Telefon

    "Es geht um "Jason", wenn sie ihm das sagen und meinen Namen nennen, wird er wissen, was gemeint ist."

    Sagt sie, sie weiß nicht, wie viel die Sekretärin wissen darf, daher versucht sie es mal so.


    "ich werde es ihm hinlegen jedoch befindet er sich gerade nicht in der Stadt.

    ist es denn sehr dringend?"

    "Nein, nicht außergewöhnlich dringend. Legen sie einfach nur diese Nachricht von mir in seinem Feed ab, wenn sie mir vielleicht diesen Gefallen tun würden, könnten sie ihn fragen, ob man ein kurzes Gespräch in der Matrix organisieren könnte. "


    Sie lächelte dabei, obwohl ihr das gesagte zweifellos nicht gefiel.


    "ich werde es ihm ausrichten. morgen mittag sollte ich ihn erreichen"

    meint die dame noch freundlich.


    "Gut, dann einen schönen Tag noch."


    Sie legt auf und legte den Kom weg.


    "Sieht aus, als müssten wir auf meine Idee warten... Wärst mal lieber nicht mir gefolgt. Soll ich dir ein Bier ausgeben?"

    Bobby, begann langsam sich in Bainca zu verwandeln, Schritt für Schritt, es begann mit der Pigmentierung seiner Haut, der Ausbildung von Brüsten und begann schließlich in die Details ein zu steigen.


    Er oder eher sie, denn ihren Penis hatte sie bereits zurückgebildet, antwortete Kiki mit einem Lächeln.


    "Wir können losfahren. Auf der Fahrt muss ich dann aber Hannibals Kontaktdaten besorgen. Vielleicht auch etwas mehr herausfinden. Ich schreibe gleich Meko, dass ich die Daten über Hannibal brauch, die sie mir geben kann. Wenn da nichts ist, brauche ich dich, weil wir dann die Bar auf mischen müssen und die Gang vor Ort fragen, wer Hannibal exakt ist. Ich hätte ihn beim flirten nach ner Nummer fragen sollen, aber dann eskalierte das alles sehr schnell."


    Im Auto begann sie sich die Piercings einzusetzen und ihre veränderten Lippen zu schminken, während sie eine entsprechende Anfrage an Meko schickte.

    Bobby hörte zu und sagte:


    "Wenn du mich bei einem Treffen mit Hannibal begleiten könntest wäre das sehr liebenswürdig,

    ich kann mich zwar in 10000 verschiedene Personen verwandeln...

    Aber jede einzelne lässt sich von einer Fliege im Ringkampf besiegen."


    Kiki dabei wäre praktisch, sie war einschüchternd und half seine Rolle zu verankern, zumindest in Hannibals Augen.

    Bobby begann, als die Arbeit begann mit seiner eigenen Arbeit. Der Suche nach losen Enden, die die Johnson über sehen hatte.


    Ihm fiel zunächst keine ein, nur jemand, den er sekundär prüfen konnte und der möglicherweise zusätzliche Infos haben konnte.


    "Ich denke, Bianca sollte sich mit Hannibal in Verbindung setzen und ein wenig Infopoker mit ihm spielen. Beim letzten Mal hat er sich gut mit ihr verstanden und er kann uns vielleicht zusätzliche Fetzen liefern. Die wir später verwerten können. Was sagt ihr dazu?


    Ach für die Neuzugänge, Bianca ist eine meiner Deckidentitäten"


    Letzteres fügte er erst nach einer kurzen Pause hinzu. Er hätte gerne den Decker ein wenig denken lassen, aber wollte es sich nicht mit dem Rest verschmerzen.

    Kampfdecker? Dieses Muskelpacket? Sicher, dass er um eine Fire Wall zu brechen nicht einfach los boxte? Aber gut, er würde Meko vertrauen.


    //Fängt er jetzt wieder diese Gesprächsrunde an?//


    Bobby schaute zu Flynn, um abzulesen was er wohl davon hielt. Auch wenn er Flynn nicht mochte, Flynn war jetzt der Boss und selbigem galt es sich unterzuordnen.

    Bobby blinzelte als er die Aussage des Orks vernahm, sein Grinsen nahm keinen Abbruch.


    "Oh, mein Plumper Freund, maßt du dir wirklich an, die entscheiden zu dürfen? Dies zu Entscheiden ist nur an Miss Mekosama und ich würde hier nicht mehr sitzen, wenn sie nicht zufrieden wäre."


    Er lauschte dem weiteren Verlauf.

    Er war zufrieden damit Flynn auf seiner Seite zu haben, nicht das er ihn mochte, von Kiki abgesehen, war ihm keine einzige der Personen im Raum wirklich sympathisch und sie auch nur, weil sie ihn an wen aus seiner Kindheit erinnerte.

    Aber Flynn war von alle Anwesenden eindeutig derjenige, der das Alphamänchen war, immerhin hatte Bobby diese Rolle abgelehnt und wenn dieser Ork diese Rolle beanspruchen wollte, dann würde Bobby das zu verhindern wissen.