Beiträge von the guardian

    Vorsichtig erspähte Red den sich nähernden Fahrradfahrer. Der Japan-Norm selbst war noch recht jung. Er musste wohl so um die zwanzig sein. Den Kopf hatte er gesenkt und die Schultern ein wenig hochgezogen in dem Versuch sich vor dem stärker werdenden Regen zu schützen. Seine Kleidung war einfach und das Fahrrad auf dem er fuhr hatte auch schon bessere Tage gesehen. Red konzentrierte sich und sprach unauffällig einen Zauber auf den Mann.


    Der Mann hörte plötzlich auf im die Pedale zu treten. Während das Rad sich noch weiter bewegte, zeichnete sich eine nachdenkliche Mine in seinem Gesicht ab. Dann ein leichtes Kopfschütteln bevor er wieder in die Pedale trat...


    ... und sich anschickte das Rad zu wenden. Schon kurze Zeit später war er aus der Seitengasse verschwunden.


    Red bemerkte, dass sie den Atem angehalten hatte. Eigentlich sollte es für sie kein Problem sein ihre Zauber erfolgreich zu wirken. Aber hier in Neo Tokyo fühlte es sich irgendwie ungewohnt an. Oder lag es doch eher an ihrer Begegnung mit der Kochba?*


    *(siehe Forums-Run Auslegungssache)


    [...]


    Das Link des jungen Mannes wies ihn als Angestellten des Niji Dansâ (Rainbow Dancers) aus. Kato schickte diese Info ans Netzwerk.

    Ansonsten fand er nichts besonderes an dessen Person.


    Er überlegte wie er Red unterstützen konnte mit dieser neuen Bedrohung fertig zu werden als der junge Mann sein Rad wendete und wieder davon fuhr.

    Anerkennend nickte er mit dem Kopf. Ein kluger Schachzug.


    [...]


    Als Arashi und Hachidori in den Raum eindrangen fanden sie sich in einem gefliesten Raum wieder. Die Gestaltung des Raumes war dem allgemeinem Deko des Clubs angepasst, aber doch anders.

    Das ganze hatte mehr Spa-Charakter. Der Raum war eindeutig der Vorraum zu einem Spa.

    An der gegenüber liegenden Wand befand sich eine Türe, die zum Zweiten Gang des Clubs führen musste. Links war eine große, reich verzierte Schiebetür zu sehen. Zur Rechten befanden sich kleine Nischen, in einigen von ihnen hingen Bademäntel und Kleidungsstücke.

    Durch die Schiebetür war das Gelächter von mehreren Frauen zu vernehmen.


    Hachidori öffnete die Schiebetür und Arashi trat als erster ein, bereit jegliche Bedrohung zu neutralisieren. Hachidori folgte ihm einen Moment später.


    Ein großer, großzügig gestalteter Spa Bereich mit einem Whirlpool als zentralen Mittelpunkt und Liegeflächen auf beiden Seiten und im hinteren Bereich.


    Der Raum war mit echten Pflanzen ausgestattet, die zur entspannenden Atmosphäre beitragen.


    Am hinteren Rand des Whirlpools saßen drei unbekleidete Frauen lachen und scherzen.

    Die Füße um Wasser saßen sie nebeneinander und versuchten sich gegenseitig mit Badeschaum zu beschmieren.


    Eine plötzliche Stille trat ein, als sich die Frauen der beiden Männer vor sich gewahr wurden, mit aufgerissenen Augen saßen sie da und starrten überrascht die Neuankömmlinge an.

    Man konnte die Spannung spüren und es würde nicht lange dauern bis sich diese entladen und in Panik umschlagen würde.

    Oniko folgt Kiki in den Tunnel. Sie achtet auf die Umgebung und den richtigen Abstand zu Kiki, so dass sie sich im Notfall unterstützen können aber sie sich nicht gegenseitig behindern. Maske liefert ihr zusätzlich zum Drohnenfeed einen guten Eindruck vom Tunnel und Position der Teammitglieder.


    Ihre Astrale Sicht hatte sie nur kurz eingesetzt. Sie vertraute darauf, dass der Undertaker sie vor Gefahren aus der Astralen Ebene warnen würde.

    Die Hintergrundstrahlung war recht stark hier unten. Sie musste mit ihren Kräften haushalten.


    Das Link hier zu finden machte sie stutzig. War es absichtlich hier platziert worden um jemanden anzulocken?

    Neben den Schließfächern fand Hachidori einen weiteren Roten Schalter.

    Der Clubraum selbst war verlassen. Es fand sich dort nichts wirklich Interessantes, wobei die in die Deko eingearbeiteten Feuermelder nach mehr aussahen als sie vorgaben zu sein.


    Hachidori lauschte heimlich an den Türen in den Gängen. Die Zimmer an den Außenwänden schienen verlassen zu sein, da er dort keine Geräusche wahrnehmen konnte. Bei den Türen an der Innenseite vernahm er vergnügte Stimmen und leises Gelächter. Mindestens drei weibliche Stimmen ließen sich in dem Geschnatter ausmachen.


    [...]


    Als Red unter den Rollläden durchschlüpfte war Arashi bereits auf dem Weg zu den Stiegen. Er gab ihr noch ein "Thumps up" bevor er dann nach unten schlich. Red checkte zu erst den Status des Barkeepers. Dieser schien weiterhin außer Gefecht zu sein. Dann suchte sie sich eine gute Position und wartete ab.


    Es sollte nicht zu lange dauern....


    [...]


    Lautlos schlich Arashi die Stiegen hinunter und fand den Durchgang in den Club. Der Mechanismus der Tür war wirklich professionell ausgeführt. Selbst wenn jemand wusste wo er zu suchen hatte würde er die Türe nicht finden geschweige denn öffnen können. Auch wenn Arashi nicht damit rechnen musste, dass derzeit eine Gefahr vor ihm liegen würde, so war die, in seinem Blickfeld eingeblendete, Statusanzeige des Tasers doch ein wenig beruhigend.

    Doch schlagartig änderte sich dies und seine Muskeln spannten such an.

    Hachidori stand neben einer Türe und gab ihm ein eindeutiges Signal.


    >> Mindestens drei Personen im Keller << kam dann auch über das Netzwerk.


    [...]


    Enttäuscht musste Kato feststellen, dass Takis Commlink nicht wirklich etwas brauchbares hergab. Weder die Kamera noch das Mikrofon gaben brauchbare Signale von sich. Dies konnte einerseits an der schlechten Qualität der Links selbst liegen, viel eher aber wohl daran, dass es sich in irgendeiner Hand- oder Manteltasche befand.

    Aber einen Versuch war es wert wert gewesen.


    Ein kurzer Signalton erinnerte ihn daran, dass es Zeit wurde die Position zu wechseln. Der gehackte Cube im Sarghotel hatte seine Schuldigkeit getan aber jetzt würde er sich einen neuen Platz suchen müssen.


    Unterwegs würde er auch Takashi kurz über den derzeitigen Status der Mission informieren.


    Er hatte gerade sein Faceless-Gadget aktiviert und war im Begriff die Leiter herunter zu klettern als einer seiner AR-Frames die Farbe wechselte. Mit einem gedanklichen Befehl erweiterte er das Fenster.


    >> Wir bekommen erneuten Besuch. Hintereingang. Mann auf Fahrrad <<


    Er stieg schnell die Leiter hoch, glitt wieder auf die Temper-Matte und schloss erneut den Deckel seines Sarges.

    Oniko nickt dem Undertaker aufmunternd zu. Dann steht sie auf und holt unter ihrem Mantel eine Ballistische Maske hervor. Als sie diese Aufsetzt, beginnen die Optiken kurz rot zu glühen bevor sie wieder ausgehen. Der Systemcheck wurde vollzogen und die Maske mit ihrem PAN synchronisiert.


    >> Bin bereit zum Aufbruch << meldet sie über das Netzwerk.

    OK. Die Gänge haben jeweils auf der äußeren Seite vom Clubraum drei Türen umd auf der innen liegenden Seite jeweils eine Tür.

    Ist das verständlich?

    Wie möchte Hachidori vorgehen? Dann kann ich meinen nächsten Post dementsprechend gestalten.

    Nach wie vor ist dieses Wesen für Oniko ein Mysterium.

    Spielt es nur mit ihr, oder sind ihre Wege wirklich auf unerklärliche Weise miteinander verbunden?


    "Ist das, was Ihr sagt Ernst gemein?"platzt sie überrascht los. Sie glaubt nicht an Zufälle, aber das kommt ihr doch etwas heftig vor.


    Grübelnd bleibt sie neben dem Undertaker sitzen halb die Hoffnung, dass es bald los gehen würde. Halb, dass er mehr erzählen würde.

    Der Verkäufer nickte erfreut, als Red das T-Shirt begutachtete, als Arashi dann noch den Daumen hoch streckte wurde sein Lächeln noch breiter. Sah so aus, als würde er ein Geschäft mit machen. Mit routinierten Griff holte er noch ein Cap mit dem Logo der Tokyo Dragons hervor und bot sie Arashi zum Probieren an.

    Während Arashi das Cap probierte sah sich Red weiter im Laden um, konnte aber weder Kameras noch ein Terminal ausmachen. Mit kurzem Nicken gab sie Arashi zu verstehen, dass sie hier fertig wären.

    Nach kurzer Verhandlung wechselten die vier Pachinko-Jetons ihren Besitzer und der Verkäufer verneigte sich überschwenglich, als die beiden den Laden verließen.


    Mittlerweile hatte es leicht zu regnen begonnen, was die Geschwindigkeit des zunehmenden Flusses an Passanten ebenfalls erhöhte. Wer mochte schon zu lange hier im Sauren Regen stehen. Durch den Smog und dem feinen Nieselregen zeichnete die Morgensonne die Stadt in surrealen Bildern. Einige Passanten hielten kurz vor dem Rainbow Dancer, auf der Suche nach einer Zuflucht vor dem Regen, setzten aber ihre Suche schnell weiter fort sobald sie bemerkten, dass das Lokal noch geschlossen war.


    [...]


    Langsam und vorsichtig betrat Hachidori den Gang. Für einen Augenblick sah es so aus, als würde es sich nur um einen kleinen ungenutzten Raum handeln, doch dann berührte er Stoffmaterial. Die Rückwand des Raumes war in Wirklichkeit ein Vorhang.


    Vorsichtig spähte er durch den Spalt. Vor ihm befand sich ein großer Raum, der sich definitiv unter dem Nachbargebäude befinden musste. Die Beleuchtung war dezent. Der Stil ähnlich dem Rest des Etablissements gehalten. Er sah mehrere Tische, zwei Casino-Spieltische und eine Bar an der gegenüberliegenden Seite des Raumes. Links und Rechts neben der Bar gab es jeweils einen weiteren Gang mit mehreren Türen.

    Es roch nach Rauch und süßem Parfüm. Das einzig vernehmbare Geräusch stammte von der leise vor sich hinlaufenden Belüftung.


    Allen Anschein nach eine Art Privater Club. Doch jetzt war der Raum ist verlassen.


    Als er durch den Vorhang schlüpfte entdeckt Hachidori neben sich einen kleinen Kasten mit mehreren Schließfächern und einem Daumenabdruck-Scanner.

    Als er diese schnell untersucht stellte er fest, dass diese mit Wifi blockierenden Material versehen und 3 der Kästchen davon verschlossen waren.


    [...]


    >>>Ich kann hier oben die Stellung halten.<<<


    Domo. Dann brauche ich euch nicht den Rücken frei halten und kann mich um andere Dinge kümmern.


    Die Spectre-Gestalt Katos materialisierte sich neben dem Pitbull-Terrier und tätschelte liebevoll dessen Kopf bevor sich der Hund in Nichts auflöste und nur einen Knochen, den er im Maul gehalten hatte übrigließ. Gelenk fing der Spectre diesen mit seiner knochigen Hand - die Analysedatei von Takis Commlink.

    Dieses, oder besser gesagt dessen Icon, schwebte direkt vor Kato. Er ging zwar nicht davon aus, dass dieses Commlimk eine übermäßige Gefahr darstelle, aber es gehörte einfach zu seiner Routine und schaden konnte so eine Ziel-Analyse nie.

    Der Spectre zog eine reich verzierte Sanduhr aus seinem Lumpenmantel und studierte aufmerksam den darin rieselnden Sand.

    Er hatte noch Zeit, aber der Zorn der Götter würde nicht mehr lange auf sich warten lassen.

    Dann begann sich die Rauchgestalt des Spectres langsam um das Icon des Commlinks zu legen.

    "Merlin könnte Astral nachsehen ob und wie viele in der Wohnung sind? Könnte ein Geist den Typen in Schach halten bis wir dann drinnen sind? TG bekommt so eine Türe sicher mu einem guten Schlag auf, oder? Ich könnte ihn mit einem gezielten Schlag paralysieren, dann ist er bewegungsunfähig kann aber noch sprechen. Aber dazu muss ich erst an ihn ran kommen, da würde such ein Geist anbieten, da unsere Zielperson dann auch zu beschäftigt wäre um über die Matrix irgendeine Gegenmaßnahme einzuleiten."


    Auf einen Schusswechsel würde sie es nicht ankommen lassen wollen. Viel zu unsicher die Zielperson lebendig zu schnappen und außerdem würde es zu viel Aufsehen erregen.

    >> Praetorius ist bereits unterwegs. Bringen Sie Beikel aus dem Gebäude. Jetzt! Frau Descotes bitte sichern Sie die Daten von Beikels Commlink. Wir brauchen eine rasche Auswertung davon. Und besorgen Sie bitte den Richterlichen Bescheid!<<


    ist alles was er noch ans Netzwerk schicken kann.


    Entschlossen zieht er die Tür der Sicherheitsschleuse hinter sich zu und stellt sich mit einem Lächeln der Orkin entgegen.


    "Frau Praetorius? Von Hoffmansthal. Ich freue mich Sie zu sehen. Fräulein Blümmel? Danke, dass Sie Frau Praetorius begleitet haben - ich werde mich jetzt um die Dame kümmern. Ich bitte um Entschuldigen dass ich Sie nicht früher empfangen konnte. "


    Damit tritt er von der Schleuse weg und bietet Frau Praetorius einen Sitzplatz in der Nähe an.


    "Nun, Frau Praetorius. Was kann ich für Sie tun?"