Beiträge von Deevine Comeback

    Cleo konzentrierte sich auf die Fakten die sie bisher hatten.

    Sie hatten mit zwei Tage wirklich einen zackigen Zeitplan.


    "Das wichtigste ist vermutlich die momentane Situation im Lagerhaus zu kennen." Mit einem Blick auf die Fakten die Taylor geschildert hatte.

    "Wir können davon ausgehen, dass die Sicherheitsgeräte von Blackfeather kontrolliert werden. Die Kameras wurden ja kurz vor dem Überfall abgeschaltet. Es wäre natürlich gut sie wieder zu aktivieren und uns die Bilder übertragen zu lassen." Sie blickt zu Sergej

    "So eine Änderung würde aber vermutlich schnell bemerkt werden, oder? Vielleicht kann man auch aus Nachrichten auf den Kommlinks herauslesen wieviele Ganger im Lagerhaus sein sollten."

    "Alternativ oder zusätzlich müsste eine Aufklärung vor Ort gemacht werden. Es ist wichtig zu wissen wieviele Personen sich im Lagerhaus befinden und ob sie zusätzliche Sicherungsmaßnahmen getroffen haben.

    Taylor kann uns ja sagen aus welchem Material die Lagerhauswände sind und damit ein Radarscan irgendeine brauchbare Information liefert. Mein Radar hat allerdings nur 20m Reichweite, da werden wir also keine komplette Übersicht bekommen, weil ich vermutlich etwas Abstand halten muss und vielleicht nicht ganz drum rum gehen kann. Oder wir könnten in der Umgebung eigene Drohnen oder Kameras platzieren."

    Ihr Blick bleibt bei den 6 Wagenladungen hängen.

    "Wissen wir schon wie die Ware gelagert ist? Also wieviel Vorlauf für die Auslieferung nötig ist, wenn da erst einzelne Paletten verladen werden müssen, verkürzt das möglicherweise noch unsere Zeitfenster."

    "Einen wirklich idealen Zeitpunkt wird es nicht geben.

    Heute Nacht werden sie vermutlich noch nicht damit rechnen, dafür fehlen uns möglicherweise Informationen, die wir bis morgen hätten. Wir müssten auf jeden Fall auf mehr Alternativen vorbereitet sein.

    Tagsüber ist immer ein Nachteil, vor allem wenn man zahlenmäßig in der Unterzahl ist. Und davon gehe ich jetzt mal aus.

    Und morgen Nacht werden auch sie besser vorbereitet sein und uns erwarten."

    Sie trinkt einem Schluck Wasser und räuspert sich kurz bevor sie weiter redet.

    "Ich bin mir nicht sicher, ob eine Befragung der Mitarbeiter überhaupt neue Informationen liefert. Das halte ich eher für zweitrangig. Bei den beiden Verletzten wissen wir zumindest, dass wir sie im Moment im Tacoma Charity Health General finden. Falls jemand dafür frei ist, kann eine Befragung auch nicht schaden."

    Sie schaut nochmal nachdenklich in die Runde.

    "Was wir allerdings im Zusammenhang mit den Angestellten herausfinden sollten, ob nur einer sein Insiderwissen verkauft hat oder ob jemand selber von der ganzen Sache profitieren möchte."

    Sie nimmt sich nochmal gedankenverloren einen Donut.

    "Taylor sagte ja es wussten nur eine handvoll Mitarbeiter, wem das Lagerhaus wirklich gehört. Vielleicht können wir das jetzt noch weiter einschränken, wer von denen von dem Treffen mit Lysander wußte. Ich denke nicht, dass wir dazu einen Hinweis auf den Links der Ganger finden. Aber vielleicht kann Taylor nochmal prüfen, ob es wirklich eine unglückliche Fehlplanung war, dass die Renraku Lieferung nicht mehr Platz in den regulären Lagerhäusern hatte oder ob jemand bewusst, Lagerzeiten verlängert oder Auslieferungen verzögert hat."

    Bei ihrem nächsten Gedanken muss sie selbst grinsen.

    "Wir könnten natürlich ganz tridmäßig dem Insider eine Falle stellen. Indem wir Taylor allen Verdächtigen sagen lassen, dass wir doch nicht helfen und er sich jetzt versteckt. Jedem ein anderes Versteck nennen und dann schauen, ob und wo die Ganger angreifen, weil das Versteck verraten wurde. Aber dafür haben wir weder Zeit noch Ressourcen."

    Sie bemerkt, dass sie wohl irgendwann einen Donut gegriffen hat und da ihr auch nichts weiter einfällt, beißt sie genüsslich zu.

    Die Details sind ebenfalls das was Mackenzie brennend interessiert.

    Sie nimmt die Teams genau in Augenschein. //Da war ich mit 20 Zielen ja gar nicht so schlecht gelegen.


    Sie betrachtet die Bilder der Decker nochmal nacheinander genauer. Nicht um ihre Gesichter zu erkennen, es ist ja nunmal nicht so, dass sie sich untereinander häufiger zum Tee treffen. Sondern um sich nochmal intensiver mit ihren Namen zu beschäftigen. //Es wäre schon ein wahnsinniger Zufall, wenn ihr über einen von ihnen schon ohne gezielte Recherche was Konkretes einfallen würde.

    Außer dass ihr die Namen Evolution und L33T00 in der Matrix schon mal über den Weg gelaufen sind, fällt Ihr wirklich nichts ein. //Wenn sie nicht nur ein Internetpromi, sondern ein Decker ist, hat Miri Ma sicher ein anderes Alias in der Matrix.


    Da kommen auch schon die ersten Nachfragen von ihren neuen Teammitgliedern. Sie verfolgt interessiert was Ms. Foxy so fragt. //Weiß ich überhaupt wie sie richtig heißt? Egal, gut zu wissen, dass sie sich nicht nur für ihr Getränk interessiert. Das wäre sogar auch meine erste Frage. Vor allem sehr relevant, ob dadurch ein Austausch zwischen den Teams besteht, wenn sie sich möglicherweise durch ihre Ausbildung kennen.

    Generell hat die Stimmung im Raum plötzlich deutlich an Ernsthaftigkeit gewonnen, was Mackenzie angesichts ihrer Kontrahenten zusagt und zeigt dass sie mit Profis arbeiten wird.

    Während sie noch überlegt, ob sie über die Rote Armee Veteranen oder die Söldner schon mal was in Moskau gehört hat, verkündet JC sein gesteigertes Interesse an dem Magier. Da ihr eh nichts genaueres einfällt, als dass es mindestens zehn Dimitrij in der roten Vory gibt, lenkt sie ihre volle Aufmerksamkeit wieder zurück in die Runde.

    "Ich werde auf jeden Fall für alle unsere Gegner eine gründliche Recherche durchführen." wirft sie mit einem kurzen Blick Richtung JC ein.

    "Ist irgendeine Kommunikation zwischen den Gruppen bekannt oder werden sie, wie JC andeutet, nur von einer darüber gelagerten Einheit koordiniert." formuliert sie die Frage ihrer Vorredner nur nochmal etwas anders.

    "Haben die Forschungseinrichtungen eigentlich einen regulären Host?" Sie ist der Überzeugung dass bestimmt jeder weiß', was genau sie damit wissen will.

    Sie lehnt sich zurück und betrachtet nochmal die Bilder der vier Teams. Ms. Smirnov macht nicht den Eindruck, schon all ihre Informationen los geworden zu sein und sie wartet auf weitere Informationen.

    Mackenzie nickt verstehend.


    "Ich bin einverstanden und auch dabei."

    //Und gespannt auf die Details.


    Sie wirkt jetzt fast ein wenig unruhig und ungeduldig als sie etwas abwesend einen Schluck von ihrem Wasser trinkt.

    //Irgendwann muss ich noch meine Sachen holen, um ordentlich arbeiten zu können. Aber Kennen lernen hat erstmal wohl Priorität. Vielleicht kann Ily ja die Tasche und den Koffer bringen.

    Cleo hat es sich in Jeans und T-Shirt auf dem Sofa bequem gemacht und den nächsten Donut genommen und und überlegt, ob Ihr zu den aufgelisteten Punkten auf Betsys Arrows noch neue Gedanken kommen. Franklin bekommt ein Daumen hoch und ein anerkennendes Nicken zu seinem Chocochino und dann geht die Besprechung auch schon los.


    Sie verfolgt die ersten Ausführungen von Betsy und Diego und ergreift dann das Wort als Diego fertig scheint.

    "Ich fasse nur kurz die meiner Meinung nach wichtigsten Punkte zusammen, da wir keine Zeit verlieren sollten, den eigentlichen Auftrag vorzubereiten. Ich schließe mich schonmal Diego an, dass alle in den kritischen Momenten richtig reagiert haben und das Beste daraus gemacht haben" Bisher hat sie noch deutlich die anderen angeschaut, jetzt bekommt er etwas abwesend als sie sich auf die AR-Tafeln fokusiert.

    "Ich hätte manchmal gerne mehr Informationen übermittelt und musste mich auf das wichtigste beschränken. Vielleicht sollten wir uns für kampfrelevante Informationen eine Art Code überlegen." Auf der Tafel Kommunikation entstehen die Worte Optimierung durch Codewörter. Sie blickt wieder in die Runde. "Bisher hatten wir meistens Einsätze bei denen wir im Vorfeld die Haupttaktik und mögliche Komplikationen besprechen konnten. In diesem überraschenden Konflikt haben sich diesmal alle Aktionen gut zusammengefügt, aber ohne Absprache muss das nicht immer so laufen."

    Ihr Blick driftet wieder ab.

    "Ja die meisten Fehler waren definitiv bei der Aufklärung und der Einsatzaufstellung. Eine kurze Gebietsaufklärung hätte uns vermutlich schon die Information geliefert, dass sich verdächtige Personen im Innenraum befinden. Und eine Drohne pro Eingang ist angebracht. Bei den Türen bin ich Diegos Meinung, die Glastüren und -fronten hätten wir auf die Schnelle nicht physisch verstärken können." Cleo atmet hörbar aus, scheinbar ist ihr das nächste wichtig. "Unser größter Fehler war meiner Meinung nach die Sicherung von Dozor. Wenn der Ganger auf dem Bike realisiert hätte, dass er zu uns gehört, wäre er das primäre Ziel gewesen." Ihr Blick geht zu Betsy. "Und voll eingetaucht hätte er, im Gegensatz zu Dir, erst beim Treffer gemerkt, was kommt. Klasse Reaktion übrigens!"

    Sie überlegt kurz "Wir hätten niemanden im Kaf-Haven als Personenschutz für ihn entbehren können, wie Diegos Grafik auch gut zeigt. Aber für einen Standort mit Blick- und/oder physischem Schutz zu sorgen, wäre notwendig gewesen." Sie meint grinsend zu Franklin "Bei Dir im Wagen hätten wir ihn gut festschnallen müssen, aber eigentlich ist schon die Umkleidekabine eines der Läden sicherer als der relativ offene Sitzplatz in dem Imbiss."

    Cleo scheint langsam zum Schluss zu kommen "An Beweisen haben wir gesichert was in der Kürze der Zeit möglich war. Sonst gibt es eigentlich nichts ..." Sie bemerkt einen leicht fordernden Blick von Betsy. Man konnte gedanklich den Zeigestab auf der Tafel Befindlichkeiten klopfen hören, wenn das ganze nicht virtuell wäre. Cleo rollt mit den Augen.

    "Okaaay, möglicherweise ist es meine Schuld, dass wir so unvorsichtig waren, weil ich die Gefahr beim Frühstück runtergespielt hab'. Aber ich bin sowieso der Meinung, dass Taylor gar nicht das Ziel war, sondern wir, als Warnung, dass es ungesund ist ihm zu helfen." Sie schaut in die Runde, ob die anderen verstehen was sie meint und fährt dann noch fort. "Es ist einfach unlogisch mit soviel Aufwand ein Unternehmen kurz vor die Pleite zu treiben und dann den CEO zu geeken. Ich kenne mich rechtlich nicht aus, aber würde das nicht Fristen verlängern und eine Übergangszeit geben in der keine geschäftliche Übernahme möglich wäre. Da ist es einfacher den kurz bevorstehenden Bankrott abzuwarten und die ganze Sache legal zu Ende zu bringen." Sie lehnt sich mit dem nächsten Donut zurück, um die anderen wieder zu Wort kommen zu lassen.

    Da kommt ihr noch ein Gedanke den sie allerdings nicht mehr ausspricht: Außer natürlich die Insiderinformationen kommen vom potenziellen Nachfolger auf seinen Posten und die andere Firma ist gar nicht verantwortlich.

    Mackenzie kommen sofort zig Fragen in den Kopf und mögliche Quellen für Informationen.

    //Wow, das gibt anständig Kohle. Mehrere Forschungseinrichtungen gleichzeitig, kann von sechs bis 20 oder mehr Tätern, alles sein. Sie überschlägt die Zahlen im Kopf, und stutzt etwas als ihr auffällt, dass die Wiederbeschaffung gar keinen fixen Preis hat. //Na egal, wäre ja nur noch ein Bonus! Oder Ihr Auftraggeber rechnet sowieso damit, dass die eigentlich Verantwortlichen damit schon außer Reichweite sind.

    Sie will gerade ihre Beteiligung bestätigen, um weitere Details zu erfragen als JC mit seinen Verhandlungen beginnt. Sie lehnt sich kurz entspannt zurück, um sich seine Argumente anzuhören. Wegen seinem jungen Aussehen ist sie sich erst nicht sicher, ob die verlangten Summen jetzt dreist oder angebracht sind. Aber zumindest klingt es so als wüsste er, was er macht und seine amerikanerische Kollegin nickt zumindest immer zustimmend in den passsenden Momenten.


    Bisher war sie selten bei den Vorverhandlungen dabei gewesen und zögert noch überhaupt etwas zu sagen. Nach JCs Forderungen entsteht eine Pause die etwas aufforderndes hat, da siegt doch die Neugier, falls sonst niemand die Frage stellt.

    "Von was hängt denn die Höhe des Bonus für die Wiederbeschaffung ab?" Einfach mal gefragt, ohne Ausschmückungen und eigentlich ohne die Betonung, dass die Antwort einen ausschlaggebenden Unterschied machen würde.

    Der Taxifahrer scheint es eine Abkürzung zu kennen oder Cleo ist durch ihre Überlegungen abgelenkt, jedenfalls vergeht die Fahrt in Null-Komma-Nix. Das Taxi hält in der Auffahrt des imposanten Geschäftsgebäudes in Midway Park.


    Sie bestätigt die Bezahlung und beeilt sich durch die allgemeine Eingangshalle zu den Aufzügen zu kommen. Diesen Weg nimmt sie zwar selten, doch sie ist bekannt und außer einem kurzen Zunicken wird sie nicht weiter behelligt.


    Sie tritt aus dem Aufzug und geht direkt in den Besprechungsraum. "Hallo zusammen!" Sie lässt ihren Blick über die Ansammlung an Tafeln im AR schweifen, während sie nebenbei nach dem ersten Donut greift.
    "Fleißig, fleißig!" Sie beißt abwesend in den Donut. Was zur Hölle summt Betsy denn da! Sie geht die Tafeln weiter durch.


    "Wenn Du weiterhin unsere Fehler in fett und rot auflistest, kann ich Dir gleich noch ein paar mehr Befindlichkeiten sagen." Merkt Cleo grinsend an, bevor sie sich den Rest des Donuts in den Mund schiebt und um nicht mit vollem Mund zu sprechen, bedeutet sie den schon Anwesenden mit Zeichensprache auf die Risse in ihrer Bluse, dass sie sich noch kurz umziehen wird.

    Und er kann so aussehen wie Du willst, es ist mit Icon verändern anpassbar (Datenverarbeitungshandlung). Standardmässig würde es aussehen wie in real, verändert hat es nur die Vorgabe, dass es noch als Fortbewegungsmittel zu erkennen(, außer Du hast auch dafür ein spezielles Hackerprogramm).

    Im Endeffekt könntest Du geriggt entweder nur die Persona Deines Chars sein, nur das Icon des Fahrzeugs oder oder eine Mischung (Deine Persona auf einem Nashorn reiten lassen oder eine Kutsche gezogen von Nashörnern).

    GRW S. 264 (Hineinspringen) und S. 216 (Personas und Geräte)

    Ich hoffe Iwan hat die Standard Persona des Elite angepasst/anpassen lassen. ;)


    Also die Persona, die bei Mackenzie gerade angezeigt wird, ist der Standardninja des Novatech mit hauptsächlich einfachen Veränderung:

    -das dargestellte Geschlecht ist weiblich

    -die Farbe des Stirnbands ist ein Schottenmuster in Schwarz/Blau/Grün

    -und nur wer in der Matrix etwas genauer hinschaut ;), kann in dem Dojo Emblem auf der Brust versteckt, ein außergewöhnliches, einzigartiges Design erkennen.

    Wenn Du nichts veränderst bestimmt Dein Kommlink, welches Icon in der Matrix sichtbar ist.

    Beispiel JC: Boot im Sturm müsste ein Fairlight Caliban sein, vermutlich wären die Kontaktlinsen als Ferngläser zu sehen, weil die nur WiFi funktionieren, außer sie sind mit Schleicher modifiziert.

    Nur kurz zur Sicherheit, ihr wartet nicht auf mich oder? Da Cleo ja erst als eine der letzten zurück kommt, hätte ich noch gewartet bis Eure Chars schon in Midway Park sind.

    Mackenzie scheint ein wenig zu entspannen, als die Aufmerksamkeit aller auf Smirnov liegt und sie mit ihren Ausführungen beginnt, und die angespannte Vorfreude sich nicht noch weiter steigert.

    "Ich bin Mackenzie" erwidert sie lächelnd Iwans Vorstellung.


    //Wir werden hier wohnen?! Sie will gerade ansetzen, dazu sofort etwas zu fragen, als Iwan zur Eile antreibt.

    Also lehnt sie sich doch wieder zurück //Kann ich immer noch fragen, wenn klar ist, wer am Ende dabei ist. Und ich will jetzt auch wissen, um was es geht.

    Cleo erwidert den Blick des Sergeants ruhig, abwägend ob er mit der Bemerkung bei ihr eine emotionale Reaktion erzeugen will oder nur schon die Ausrede für die Anwesenheit der Waffen zurecht legt.

    "Solche Kollegen sind bei mir zum Glück Vergangenheit." erwidert sie mit einem Schulterzucken.

    Sie kann verschiedene Sirenen in der Ferne identifizieren, ihr Näherkommen der Countdown, um noch mögliche Informationen von Sergeant Perry zu erfahren. Sie weiß leider nur zu gut, dass er jetzt weder einen der Angreifer noch irgendwelche anderen Beweise abgeben darf ohne größeren Ärger zu bekommen.

    Sie lässt den Blick kurz über die Läden schweifen, die vom Kaf-Haven aus zu sehen sind.

    "Der vielseitige Waren- und Personenverkehr einer Mall macht es nunmal nötig im Sicherheitskonzept Prioritäten zu setzen, vor allem wenn es weder Handel noch Kunden einschränken darf. Ob diese Prioritäten immer rational gewählt sind, bleibt dahingestellt."

    Cleo richtet ihren Blick wieder auf Sergeant Perry.

    "Wenn Sie sagen wollen, dass die Blood Mountain Boys sich zumindest im Vorfeld Gedanken und einen Plan für diese Aktion gemacht haben müssten, gebe ich Ihnen Recht. Haben sie das Bewegungsmuster der Gruppe bereits prüfen können? Mich würde interessieren, ob sie einfach angekommen und los gestürmt sind oder ob sie auf einen bestimmten Zeitpunkt gewartet haben."


    Sergeant Perry neigte leicht den Kopf zu Seite, während er Cleos Einwurf durchdachte. „Das ist eine gute Frage, Ms. Jones“ Er tippte mit der linken Hand in der AR und schien sich schnell durch Videofeeds zu scrollen. „Sie haben recht. Sie sind schon vor etwa fünfzehn Minuten durch einen Seiteneingang hereingekommen. Die Sensoren haben nicht angeschlagen. Er presste verärgert die Lippen aufeinander.

    Das Sirenengeräusch wurde schnell lauter und hörte aprupt auf. Perry sah durch die zerschossene Fensterfront zur Terrasse des Kaf-Haven, wo gerade ein Notfallfahrzeug mit quietschenden Reifen anhielt.
    Die Hecktüren öffneten sich und drei uniformierte DocWagon-Mitarbeiter eilten auf das Café zu. „Na endlich.“ In der Ferne näherten sich weitere Sirenen.

    Cleo nickt zu den Aussagen des Sergeants nachdenklich.

    "Haben Sie im Moment noch Fragen an mich?" Sie geht in Gedanken nochmal den Angriff durch und ihr Blick bleibt an dem Tisch hängen, der Betsys Flashpack verdeckt. Verdammt, das werden wir wohl auch von KE zurück fordern müssen.


    „Sie können gehen, Ms. Jones. Wir wissen doch nun beide, dass die Ganger versucht haben, jemanden zu geeken und an ihrem Widerstand gescheitert sind. Eine Schießerei mit Verletzten ist schon ein gefundenes Fressen für die Medien, aber tote Besucher der Mall hätten uns ziemliche Schwierigkeiten bereitet. Also danke.“ Er nickte ihr zu. „Das Wen und Warum zu klären ist Knight Errants Problem.“ Er wandte sich den hereinkommenden DocWagon-Mitarbeitern zu, die sich bereits verteilten, um die Verletzungen zu sondieren. „Ich könnte mir vorstellen, dass Knight Errant eine Aussage von ihnen möchte. Aber damit werden sie sich vermutlich an Mr. Raven wenden“, sagte er noch über die Schulter. Dann sprach er mit der führenden Notfallsanitäterin,
    einer zierlichen Trollin, die ihn immer noch um einen Kopf überragte.


    "Alles klar! Nichts zu danken!"

    Cleo sieht zu, dass sie zum Haupteingang kommt, wo in der Regel Taxis warten. KE werden sicher mehr Details wissen wollen, dafür ist auch später noch Zeit. Auf dem Weg übermittelt sie schonmal einige Informationen ans Team.

    <<Die Ganger haben 15 Minuten bis zu ihrem Angriff in der Mall gewartet und die Sensoren des Seiteneingangs hatten bei den Waffen nicht angeschlagen. Ich bin jetzt auf dem Rückweg zu Midway Park.

    Kann Taylor sagen, ob die Ganger in seinem Lagerhaus auch die Farben blutrot und braun getragen haben?

    Sergej : Danke für's warten. Ich nehme ein Taxi, wir müssen ja nicht noch irgendwelchen Kameras zeigen, dass wir zusammen gehören.>>
    Sie lässt sich auf die Rückbank des Taxis fallen und kann spüren wie der Adrenalinrausch langsam abfällt. Ihre Annahme, dass es sich eigentlich nur um ein ereignisloses Erstgespräch handelt, hat sie zu unvorsichtig werden lassen. Im Endeffekt hätte schon ein Durchgang durch die Mall gereicht, um die Ganger im Vorfeld des Gesprächs zu bemerken. Zum Glück sind sie noch mit einem blauen Auge davon gekommen.

    Der Anblick des Azimut Olympics verfehlt seine Wirkung auf Mackenzie nicht, beeindruckt lässt sie den Blick nach oben wandern. Okay das war definitiv nicht ihre gewohnte Umgebung, aber muss ja nicht gleich jeder merken. Sie strafft die Schulter und als sie durch die Türen in die Lobby tritt, streift sie die Kapuze ihres Mantels nach hinten.


    Um nicht durch den ungewohnten Luxus verunsichert zu wirken, konzentriert sie sich im Hotel mehr auf die virtuellen Akzente, sie betonen den Luxus zwar eher anstatt ihn zu überdecken, aber gutes Design weiß sie zu schätzen. Ihr Blick gleitet dann doch noch einmal die gesamte Höhe der Lobby entlang, bevor sie dann zielstrebig an der Rezeption nach Smirnov fragt und mit dem Aufzug ganz nach oben fährt.


    Sie verlässt im obersten Stockwerk den Aufzug und kann schon direkt die Tür zum Restaurant sehen, während man den Flur entlang die türen zu den Zimmern für besondere Gäste erkennen kann. Sie lässt ihren Blick kurz über die Anwesenden gleiten und wer ihrem Blick begegnet, nickt sie zur Begrüßung zu. //Jetzt nur nicht verunsichern lassen. Wer sie länger beobachtet kann feststellen, dass sie nichts zuerst macht, sondern immer erst, wenn jemand anderes es bereits gemacht hat.


    Auf die Begrüßung und Vorstellung von Frau Smirnov erwidert sie ein "Sehr erfreut!" wer genauer hin hinhört, kann möglicherweise schon bei diesen zwei Wörtern einen schottischen Akzent erkennen. //Englisch? Also müssten ein Teil der Anwesenden keine Russen sein. Spannend! Solange sonst niemand sich mit Namen vorstellt oder eine Frage an sie richtet, wird sie erstmal schweigend den Mantel ablegen und sich setzen.


    Auf das Getränkeangbot schenkt sie sich ein Glas mit Wasser ein. Nach kurzem Zögern greift sie doch noch zu dem Scotch und schenkt in ein extra Glas einen Finger hoch ein. Sie schwenkt die goldene Flüssigkeit einmal um mit einem tiefen Luftzug den Duft einzuziehen, bevor sie das Glas erstmal wieder auf den Tisch stellt und noch nicht trinkt.

    Mackenzie lehnt sich im Taxi zurück und atmet nochmal in Ruhe durch. Viel mehr als gestern weiß sie immer noch nicht, außer Treffpunkt und Kontaktname. Zumindest die öffentlich verfügbaren Pläne des Azimut Olympic lädt sie sich herunter und sagt an welchem Eingang sie gerne aussteigen möchte.

    Es würde nicht wirklich Sinn machen eine allgemeine Suche mit dem häufigsten russischen Nachnamen zu starten, also verschaffte sie sich nur kurz einen Überblick über die heutigen Moskauer Ereignisse. Den Rest der Fahrt macht sie sich einen Sport daraus möglichst viele Icons auf Schleichfahrt zu identifizieren. Sie hat zwar nicht wirklich die Möglichkeit ihre Erfolgsrate zu kennen, aber die permanente Ablenkung lässt sie nicht noch nervöser werden bis das Taxi mit einigen Minuten Luft vor dem Olympic zum stehen kommt.