Beiträge von Deevine Comeback

    Cleo hat es sich in Jeans und T-Shirt auf dem Sofa bequem gemacht und den nächsten Donut genommen und und überlegt, ob Ihr zu den aufgelisteten Punkten auf Betsys Arrows noch neue Gedanken kommen. Franklin bekommt ein Daumen hoch und ein anerkennendes Nicken zu seinem Chocochino und dann geht die Besprechung auch schon los.


    Sie verfolgt die ersten Ausführungen von Betsy und Diego und ergreift dann das Wort als Diego fertig scheint.

    "Ich fasse nur kurz die meiner Meinung nach wichtigsten Punkte zusammen, da wir keine Zeit verlieren sollten, den eigentlichen Auftrag vorzubereiten. Ich schließe mich schonmal Diego an, dass alle in den kritischen Momenten richtig reagiert haben und das Beste daraus gemacht haben" Bisher hat sie noch deutlich die anderen angeschaut, jetzt bekommt er etwas abwesend als sie sich auf die AR-Tafeln fokusiert.

    "Ich hätte manchmal gerne mehr Informationen übermittelt und musste mich auf das wichtigste beschränken. Vielleicht sollten wir uns für kampfrelevante Informationen eine Art Code überlegen." Auf der Tafel Kommunikation entstehen die Worte Optimierung durch Codewörter. Sie blickt wieder in die Runde. "Bisher hatten wir meistens Einsätze bei denen wir im Vorfeld die Haupttaktik und mögliche Komplikationen besprechen konnten. In diesem überraschenden Konflikt haben sich diesmal alle Aktionen gut zusammengefügt, aber ohne Absprache muss das nicht immer so laufen."

    Ihr Blick driftet wieder ab.

    "Ja die meisten Fehler waren definitiv bei der Aufklärung und der Einsatzaufstellung. Eine kurze Gebietsaufklärung hätte uns vermutlich schon die Information geliefert, dass sich verdächtige Personen im Innenraum befinden. Und eine Drohne pro Eingang ist angebracht. Bei den Türen bin ich Diegos Meinung, die Glastüren und -fronten hätten wir auf die Schnelle nicht physisch verstärken können." Cleo atmet hörbar aus, scheinbar ist ihr das nächste wichtig. "Unser größter Fehler war meiner Meinung nach die Sicherung von Dozor. Wenn der Ganger auf dem Bike realisiert hätte, dass er zu uns gehört, wäre er das primäre Ziel gewesen." Ihr Blick geht zu Betsy. "Und voll eingetaucht hätte er, im Gegensatz zu Dir, erst beim Treffer gemerkt, was kommt. Klasse Reaktion übrigens!"

    Sie überlegt kurz "Wir hätten niemanden im Kaf-Haven als Personenschutz für ihn entbehren können, wie Diegos Grafik auch gut zeigt. Aber für einen Standort mit Blick- und/oder physischem Schutz zu sorgen, wäre notwendig gewesen." Sie meint grinsend zu Franklin "Bei Dir im Wagen hätten wir ihn gut festschnallen müssen, aber eigentlich ist schon die Umkleidekabine eines der Läden sicherer als der relativ offene Sitzplatz in dem Imbiss."

    Cleo scheint langsam zum Schluss zu kommen "An Beweisen haben wir gesichert was in der Kürze der Zeit möglich war. Sonst gibt es eigentlich nichts ..." Sie bemerkt einen leicht fordernden Blick von Betsy. Man konnte gedanklich den Zeigestab auf der Tafel Befindlichkeiten klopfen hören, wenn das ganze nicht virtuell wäre. Cleo rollt mit den Augen.

    "Okaaay, möglicherweise ist es meine Schuld, dass wir so unvorsichtig waren, weil ich die Gefahr beim Frühstück runtergespielt hab'. Aber ich bin sowieso der Meinung, dass Taylor gar nicht das Ziel war, sondern wir, als Warnung, dass es ungesund ist ihm zu helfen." Sie schaut in die Runde, ob die anderen verstehen was sie meint und fährt dann noch fort. "Es ist einfach unlogisch mit soviel Aufwand ein Unternehmen kurz vor die Pleite zu treiben und dann den CEO zu geeken. Ich kenne mich rechtlich nicht aus, aber würde das nicht Fristen verlängern und eine Übergangszeit geben in der keine geschäftliche Übernahme möglich wäre. Da ist es einfacher den kurz bevorstehenden Bankrott abzuwarten und die ganze Sache legal zu Ende zu bringen." Sie lehnt sich mit dem nächsten Donut zurück, um die anderen wieder zu Wort kommen zu lassen.

    Da kommt ihr noch ein Gedanke den sie allerdings nicht mehr ausspricht: Außer natürlich die Insiderinformationen kommen vom potenziellen Nachfolger auf seinen Posten und die andere Firma ist gar nicht verantwortlich.

    Mackenzie kommen sofort zig Fragen in den Kopf und mögliche Quellen für Informationen.

    //Wow, das gibt anständig Kohle. Mehrere Forschungseinrichtungen gleichzeitig, kann von sechs bis 20 oder mehr Tätern, alles sein. Sie überschlägt die Zahlen im Kopf, und stutzt etwas als ihr auffällt, dass die Wiederbeschaffung gar keinen fixen Preis hat. //Na egal, wäre ja nur noch ein Bonus! Oder Ihr Auftraggeber rechnet sowieso damit, dass die eigentlich Verantwortlichen damit schon außer Reichweite sind.

    Sie will gerade ihre Beteiligung bestätigen, um weitere Details zu erfragen als JC mit seinen Verhandlungen beginnt. Sie lehnt sich kurz entspannt zurück, um sich seine Argumente anzuhören. Wegen seinem jungen Aussehen ist sie sich erst nicht sicher, ob die verlangten Summen jetzt dreist oder angebracht sind. Aber zumindest klingt es so als wüsste er, was er macht und seine amerikanerische Kollegin nickt zumindest immer zustimmend in den passsenden Momenten.


    Bisher war sie selten bei den Vorverhandlungen dabei gewesen und zögert noch überhaupt etwas zu sagen. Nach JCs Forderungen entsteht eine Pause die etwas aufforderndes hat, da siegt doch die Neugier, falls sonst niemand die Frage stellt.

    "Von was hängt denn die Höhe des Bonus für die Wiederbeschaffung ab?" Einfach mal gefragt, ohne Ausschmückungen und eigentlich ohne die Betonung, dass die Antwort einen ausschlaggebenden Unterschied machen würde.

    Der Taxifahrer scheint es eine Abkürzung zu kennen oder Cleo ist durch ihre Überlegungen abgelenkt, jedenfalls vergeht die Fahrt in Null-Komma-Nix. Das Taxi hält in der Auffahrt des imposanten Geschäftsgebäudes in Midway Park.


    Sie bestätigt die Bezahlung und beeilt sich durch die allgemeine Eingangshalle zu den Aufzügen zu kommen. Diesen Weg nimmt sie zwar selten, doch sie ist bekannt und außer einem kurzen Zunicken wird sie nicht weiter behelligt.


    Sie tritt aus dem Aufzug und geht direkt in den Besprechungsraum. "Hallo zusammen!" Sie lässt ihren Blick über die Ansammlung an Tafeln im AR schweifen, während sie nebenbei nach dem ersten Donut greift.
    "Fleißig, fleißig!" Sie beißt abwesend in den Donut. Was zur Hölle summt Betsy denn da! Sie geht die Tafeln weiter durch.


    "Wenn Du weiterhin unsere Fehler in fett und rot auflistest, kann ich Dir gleich noch ein paar mehr Befindlichkeiten sagen." Merkt Cleo grinsend an, bevor sie sich den Rest des Donuts in den Mund schiebt und um nicht mit vollem Mund zu sprechen, bedeutet sie den schon Anwesenden mit Zeichensprache auf die Risse in ihrer Bluse, dass sie sich noch kurz umziehen wird.

    Und er kann so aussehen wie Du willst, es ist mit Icon verändern anpassbar (Datenverarbeitungshandlung). Standardmässig würde es aussehen wie in real, verändert hat es nur die Vorgabe, dass es noch als Fortbewegungsmittel zu erkennen(, außer Du hast auch dafür ein spezielles Hackerprogramm).

    Im Endeffekt könntest Du geriggt entweder nur die Persona Deines Chars sein, nur das Icon des Fahrzeugs oder oder eine Mischung (Deine Persona auf einem Nashorn reiten lassen oder eine Kutsche gezogen von Nashörnern).

    GRW S. 264 (Hineinspringen) und S. 216 (Personas und Geräte)

    Ich hoffe Iwan hat die Standard Persona des Elite angepasst/anpassen lassen. ;)


    Also die Persona, die bei Mackenzie gerade angezeigt wird, ist der Standardninja des Novatech mit hauptsächlich einfachen Veränderung:

    -das dargestellte Geschlecht ist weiblich

    -die Farbe des Stirnbands ist ein Schottenmuster in Schwarz/Blau/Grün

    -und nur wer in der Matrix etwas genauer hinschaut ;), kann in dem Dojo Emblem auf der Brust versteckt, ein außergewöhnliches, einzigartiges Design erkennen.

    Wenn Du nichts veränderst bestimmt Dein Kommlink, welches Icon in der Matrix sichtbar ist.

    Beispiel JC: Boot im Sturm müsste ein Fairlight Caliban sein, vermutlich wären die Kontaktlinsen als Ferngläser zu sehen, weil die nur WiFi funktionieren, außer sie sind mit Schleicher modifiziert.

    Nur kurz zur Sicherheit, ihr wartet nicht auf mich oder? Da Cleo ja erst als eine der letzten zurück kommt, hätte ich noch gewartet bis Eure Chars schon in Midway Park sind.

    Mackenzie scheint ein wenig zu entspannen, als die Aufmerksamkeit aller auf Smirnov liegt und sie mit ihren Ausführungen beginnt, und die angespannte Vorfreude sich nicht noch weiter steigert.

    "Ich bin Mackenzie" erwidert sie lächelnd Iwans Vorstellung.


    //Wir werden hier wohnen?! Sie will gerade ansetzen, dazu sofort etwas zu fragen, als Iwan zur Eile antreibt.

    Also lehnt sie sich doch wieder zurück //Kann ich immer noch fragen, wenn klar ist, wer am Ende dabei ist. Und ich will jetzt auch wissen, um was es geht.

    Cleo erwidert den Blick des Sergeants ruhig, abwägend ob er mit der Bemerkung bei ihr eine emotionale Reaktion erzeugen will oder nur schon die Ausrede für die Anwesenheit der Waffen zurecht legt.

    "Solche Kollegen sind bei mir zum Glück Vergangenheit." erwidert sie mit einem Schulterzucken.

    Sie kann verschiedene Sirenen in der Ferne identifizieren, ihr Näherkommen der Countdown, um noch mögliche Informationen von Sergeant Perry zu erfahren. Sie weiß leider nur zu gut, dass er jetzt weder einen der Angreifer noch irgendwelche anderen Beweise abgeben darf ohne größeren Ärger zu bekommen.

    Sie lässt den Blick kurz über die Läden schweifen, die vom Kaf-Haven aus zu sehen sind.

    "Der vielseitige Waren- und Personenverkehr einer Mall macht es nunmal nötig im Sicherheitskonzept Prioritäten zu setzen, vor allem wenn es weder Handel noch Kunden einschränken darf. Ob diese Prioritäten immer rational gewählt sind, bleibt dahingestellt."

    Cleo richtet ihren Blick wieder auf Sergeant Perry.

    "Wenn Sie sagen wollen, dass die Blood Mountain Boys sich zumindest im Vorfeld Gedanken und einen Plan für diese Aktion gemacht haben müssten, gebe ich Ihnen Recht. Haben sie das Bewegungsmuster der Gruppe bereits prüfen können? Mich würde interessieren, ob sie einfach angekommen und los gestürmt sind oder ob sie auf einen bestimmten Zeitpunkt gewartet haben."


    Sergeant Perry neigte leicht den Kopf zu Seite, während er Cleos Einwurf durchdachte. „Das ist eine gute Frage, Ms. Jones“ Er tippte mit der linken Hand in der AR und schien sich schnell durch Videofeeds zu scrollen. „Sie haben recht. Sie sind schon vor etwa fünfzehn Minuten durch einen Seiteneingang hereingekommen. Die Sensoren haben nicht angeschlagen. Er presste verärgert die Lippen aufeinander.

    Das Sirenengeräusch wurde schnell lauter und hörte aprupt auf. Perry sah durch die zerschossene Fensterfront zur Terrasse des Kaf-Haven, wo gerade ein Notfallfahrzeug mit quietschenden Reifen anhielt.
    Die Hecktüren öffneten sich und drei uniformierte DocWagon-Mitarbeiter eilten auf das Café zu. „Na endlich.“ In der Ferne näherten sich weitere Sirenen.

    Cleo nickt zu den Aussagen des Sergeants nachdenklich.

    "Haben Sie im Moment noch Fragen an mich?" Sie geht in Gedanken nochmal den Angriff durch und ihr Blick bleibt an dem Tisch hängen, der Betsys Flashpack verdeckt. Verdammt, das werden wir wohl auch von KE zurück fordern müssen.


    „Sie können gehen, Ms. Jones. Wir wissen doch nun beide, dass die Ganger versucht haben, jemanden zu geeken und an ihrem Widerstand gescheitert sind. Eine Schießerei mit Verletzten ist schon ein gefundenes Fressen für die Medien, aber tote Besucher der Mall hätten uns ziemliche Schwierigkeiten bereitet. Also danke.“ Er nickte ihr zu. „Das Wen und Warum zu klären ist Knight Errants Problem.“ Er wandte sich den hereinkommenden DocWagon-Mitarbeitern zu, die sich bereits verteilten, um die Verletzungen zu sondieren. „Ich könnte mir vorstellen, dass Knight Errant eine Aussage von ihnen möchte. Aber damit werden sie sich vermutlich an Mr. Raven wenden“, sagte er noch über die Schulter. Dann sprach er mit der führenden Notfallsanitäterin,
    einer zierlichen Trollin, die ihn immer noch um einen Kopf überragte.


    "Alles klar! Nichts zu danken!"

    Cleo sieht zu, dass sie zum Haupteingang kommt, wo in der Regel Taxis warten. KE werden sicher mehr Details wissen wollen, dafür ist auch später noch Zeit. Auf dem Weg übermittelt sie schonmal einige Informationen ans Team.

    <<Die Ganger haben 15 Minuten bis zu ihrem Angriff in der Mall gewartet und die Sensoren des Seiteneingangs hatten bei den Waffen nicht angeschlagen. Ich bin jetzt auf dem Rückweg zu Midway Park.

    Kann Taylor sagen, ob die Ganger in seinem Lagerhaus auch die Farben blutrot und braun getragen haben?

    Sergej : Danke für's warten. Ich nehme ein Taxi, wir müssen ja nicht noch irgendwelchen Kameras zeigen, dass wir zusammen gehören.>>
    Sie lässt sich auf die Rückbank des Taxis fallen und kann spüren wie der Adrenalinrausch langsam abfällt. Ihre Annahme, dass es sich eigentlich nur um ein ereignisloses Erstgespräch handelt, hat sie zu unvorsichtig werden lassen. Im Endeffekt hätte schon ein Durchgang durch die Mall gereicht, um die Ganger im Vorfeld des Gesprächs zu bemerken. Zum Glück sind sie noch mit einem blauen Auge davon gekommen.

    Der Anblick des Azimut Olympics verfehlt seine Wirkung auf Mackenzie nicht, beeindruckt lässt sie den Blick nach oben wandern. Okay das war definitiv nicht ihre gewohnte Umgebung, aber muss ja nicht gleich jeder merken. Sie strafft die Schulter und als sie durch die Türen in die Lobby tritt, streift sie die Kapuze ihres Mantels nach hinten.


    Um nicht durch den ungewohnten Luxus verunsichert zu wirken, konzentriert sie sich im Hotel mehr auf die virtuellen Akzente, sie betonen den Luxus zwar eher anstatt ihn zu überdecken, aber gutes Design weiß sie zu schätzen. Ihr Blick gleitet dann doch noch einmal die gesamte Höhe der Lobby entlang, bevor sie dann zielstrebig an der Rezeption nach Smirnov fragt und mit dem Aufzug ganz nach oben fährt.


    Sie verlässt im obersten Stockwerk den Aufzug und kann schon direkt die Tür zum Restaurant sehen, während man den Flur entlang die türen zu den Zimmern für besondere Gäste erkennen kann. Sie lässt ihren Blick kurz über die Anwesenden gleiten und wer ihrem Blick begegnet, nickt sie zur Begrüßung zu. //Jetzt nur nicht verunsichern lassen. Wer sie länger beobachtet kann feststellen, dass sie nichts zuerst macht, sondern immer erst, wenn jemand anderes es bereits gemacht hat.


    Auf die Begrüßung und Vorstellung von Frau Smirnov erwidert sie ein "Sehr erfreut!" wer genauer hin hinhört, kann möglicherweise schon bei diesen zwei Wörtern einen schottischen Akzent erkennen. //Englisch? Also müssten ein Teil der Anwesenden keine Russen sein. Spannend! Solange sonst niemand sich mit Namen vorstellt oder eine Frage an sie richtet, wird sie erstmal schweigend den Mantel ablegen und sich setzen.


    Auf das Getränkeangbot schenkt sie sich ein Glas mit Wasser ein. Nach kurzem Zögern greift sie doch noch zu dem Scotch und schenkt in ein extra Glas einen Finger hoch ein. Sie schwenkt die goldene Flüssigkeit einmal um mit einem tiefen Luftzug den Duft einzuziehen, bevor sie das Glas erstmal wieder auf den Tisch stellt und noch nicht trinkt.

    Mackenzie lehnt sich im Taxi zurück und atmet nochmal in Ruhe durch. Viel mehr als gestern weiß sie immer noch nicht, außer Treffpunkt und Kontaktname. Zumindest die öffentlich verfügbaren Pläne des Azimut Olympic lädt sie sich herunter und sagt an welchem Eingang sie gerne aussteigen möchte.

    Es würde nicht wirklich Sinn machen eine allgemeine Suche mit dem häufigsten russischen Nachnamen zu starten, also verschaffte sie sich nur kurz einen Überblick über die heutigen Moskauer Ereignisse. Den Rest der Fahrt macht sie sich einen Sport daraus möglichst viele Icons auf Schleichfahrt zu identifizieren. Sie hat zwar nicht wirklich die Möglichkeit ihre Erfolgsrate zu kennen, aber die permanente Ablenkung lässt sie nicht noch nervöser werden bis das Taxi mit einigen Minuten Luft vor dem Olympic zum stehen kommt.

    Neben Cleo tropft Franklins Chocochino auf den Boden, die letzte Salve der Ingram hatte sowohl der Maschine als auch dem Becher den Rest gegeben.

    Tja, den bleibe ich Franklin heute wohl schuldig.

    Um nicht arrogant rumzustehen, wenn die Sicherheitskräfte eintreffen, kümmert sie sich weiter um die silberhaarige Elfe. Ein teil ihrer Aufmerksamkeit bleibt bei den sich nähernden Sicherheitskräften und sie kann bei deren Ankunft die erste relevante Information mitbekommen.

    <<Ich werde schauen was ich erreichen kann, Diego. Einer der Sicherheitsleute vermutet die Gang sind die Blood Mountain Boys, schaut mal, ob Ihr da Infos bekommt.>>

    Sie ist gerade auf dem Weg zum Medkit und sich sicher, dass vermutlich erstmal niemand sonst dem Gardisten eine Antwort geben wird.

    Sie spart sich die offensichtliche Antwort, dass eine Schießerei stattgefunden hat und zählt mit einem Blick zu dem Gardisten die momentan relevanten Fakten auf.

    "Zwei Angreifer auf der Flucht in die Mall. Zwei verletzte Zivilisten und zwei..." mit einem Blick nach draussen "...nein vermutlich drei verletzte Angreifer."

    Da sie bisher noch niemand zum stoppen aufgefordert hat, nimmt sie das Medkit von der Wand und öffnet es auf dem Weg zur Elfin.


    „Und sie sind?“, fragte der menschliche Anführer des Eagle Security-Teams und trat näher. Dabei senkte er den Lauf der Maschinenpistole zu Boden. Die kurzgeschorenen schwarzen Haare des Gardisten ließen vermuten, dass er eine militärische Vergangenheit hatte und die eisblauen Cyberaugen blickten hart, aber nicht feindselig. Perry, stand auf seinem Namensschild. Die Streifen auf den gepanzerten Schulterkappen zeigten seinen Rang. Ein Sergeant.


    Sie hält inne in ihrer Bewegung, vermutlich konnte jemand mit besseren Kenntnissen in ein paar Momenten sowieso mehr bewirken als sie mit ihren Fähigkeiten jetzt.

    Ihre dunkelbraunen Cyberaugen scannen kurz nach Rang und Namen bevor sie antwortet.

    "Cleo Jones, Sergeant Perry." Für alle weiteren Informationen wird er vermutlich sowieso gleich ihre SIN und Lizenzen abrufen. "Soll ich mich weiter um die Bedienung kümmern oder kommt jemand? Dann kann ich Ihre Fragen gleich beantworten."


    Hinter Sergeant Perry lief ein weiterer Eagle-Security-Mitarbeiter in das Kaf-Haven. Auf seiner Panzerweste prangte das rote Kreuz eines Sanitäters. Er hörte Cleos letzte Worte und wandte sich der verletzten Elfin zu, aber der Sergeant bedeutete ihm mit einem Fingerzeig, dass er sich zuerst um den angeschossenen Konzernangestellten kümmern solle. Der Sanitäter bestätigte mit einem knappen Nicken, eilte mit seinem militärischen Medkit im stabilen Hartplastkoffer zu dem Verletzten und begann mit der Erstversorgung. Auf einem weiteren Wink Sergeant Perrys befestigte einer seiner Männer, ein schlanker Ork mit blonden Haaren, seine Colt Cobra auf der Brust und nahm Cleos Platz bei der verwundeten Elfe ein. Er gab ihr zunächst ein Schmerzmittel aus dem von Cleo bereits geöffneten Medkit, bevor er einen Schnellverband auswickelte.

    „Was ist hier geschehen, Ms. Jones?“, fragte Perry, während er in einem AR-Fenster Cleos SIN abrief und verifizierte. Er stutzte. „Die Lizenz für ihre Automatikpistole wurde von Raven Investigative Services ausgestellt. Sergeant Perry hob eine Augenbraue. „Sie gehören zu Mr. Ravens Leuten?“


    Okay, das könnte in die richtige Richtung gehen!

    Sie nickt dazu. "Das ist korrekt, Sergeant. Aber viel Aufklärung kann ich vermutlich noch nicht liefern. Dieser Überfall war vollkommen unerwartet." Ebenfalls erleichtert, dass sie sich nicht um die Verletzten kümmern muss.

    "Eigentlich hatte ich mit keinem Ärger mehr gerechnet und nur noch auf meine Bestellung to go gewartet, als vier Angreifer das Kaf Haven stürmten. Sie hatten vom ersten Moment an die Gäste unter Beschuss genommen." Sie lässt nochmal kurz ihren Blick zu den beiden auf dem Boden liegenden Gangern wandern. "Wenn ich das gerade richtig gehört habe, wissen Sie vermutlich sogar besser als ich, wer die Angreifer sind."


    Sergeant Perry nickte. „Blood Mountain Boys“, erwiderte er mit einem Seitenblick auf die regungslosen Gangmitglieder. „Eine Go-Gang. In letzter Zeit werden sie immer frecher, aber das liegt wahrscheinlich auch an den vielen Drogen, die sie sich einwerfen.
    Ihre Markenzeichen sind die individuellen Kriegsmasken. Eigentlich sind ihre Farben blutrot und braun, aber heute wollten sie wohl nicht auffallen. Eigentlichsind auch viele Metas bei den Blood Mountain Boys, aber hier wurden nur Menschen gesehen.“
    Er zuckte mit den Schultern. „Viele meiner Kollegen neigen leider dazu, Orks und Trolle eher zu kontrollieren, deshalb haben sie wohl eine rein menschliche Gruppe geschickt.“ Er blickte Cleo aufmerksam an. „Nicht, dass das meiner Meinung nach eine rationale Vorgehensweise wäre, Ms. Jones.“ In der Ferne hörten sie das Geheul von Sirenen.

    Ist vermutlich sinnvoll, damit Ihr die Info schon habt.

    Wir führen einen Teil der Unterhaltung und ich poste es dann gesammelt. Das Gespräch muss dann ja noch nicht abgeschlossen sein, weil Ihr ja auch schon parallel was macht, aber ein bisschen dauert's noch.

    14. November - nachts

    Konkowo, Südwestlicher Verwaltungsbezirk Moskau


    Mackenzie loggte sich aus und die leuchtende Inschrift des schottischen Kreuzes hallte noch hinter ihren geschlossenen Lidern nach. Gheibh mi a-mach! Es war jedes Mal wieder ernüchternd nach der Freiheit der Matrix auf dem Boden der Realität anzukommen. Sie war scharf drauf ein paar Umbauten an ihren Geräten zu machen, vielleicht konnte sie Oscar ja dazu bringen ihr ein paar Teile bis zum nächsten richtigen Job anzuschreiben.

    Zumindest war sie morgen bei den Säuberungsaktionen nicht eingeplant, damit konnte man sich eh nur grad so über Wasser halten. Eigentlich hatte sie ihren Vater nicht davon überzeugt nicht mehr auf seine Wildnisaktionen mitzugehen, um dann in irgendwelchen Löchern in der Stadt herumzukriechen. Trotzdem Winter in der Stadt war zwar ätzend, aber Winter im Wald war noch schlimmer. Allein der Gedanke daran schüttelte sie leicht.


    15. November - nachmittags

    Sie beeilt sich die letzten Meter bis zu ihrem Wohnhaus zu gehen, wenn die Dämmerung beginnt, sinkt die Temperatur gefühlt gleich nochmal 10 °C. Es war eine ordentliche Gegend, aber der frische Schnee ließ in den ersten Tagen alles nochmal sauberer erscheinen.

    Sie freute sich darauf später die neuen Einbauten zu testen. Heute hat einfach alles gepasst. Als sie morgens bei Oscar rein schneite, hatte er nicht nur die Teile, die sie gerne verbauen wollte, sondern auch einen kurzfristigen Job für sie.
    Der Vorschuss war genug, um gleich zusätzlich noch ihrem Kommlink eine kleines Extra zu verpassen. Sie konnte sogar die Werkstatt von Oscar benutzen, mit ihrem Werkzeug in der WG hätte sie sicher noch länger als die als die knapp zweieinhalb Stunden für die Anpassungen an ihrem Kommlink und ihrem Deck gebraucht.


    Als sie die Türe der WG öffnet, kommt ihr der Geruch nach Waffenöl und schwarzem Tee entgegen. //Zuhause! Die Säuberungsaktion war heute also schon vorbei und Ily war bereits fertig mit Waffen reinigen. Fedor war wohl wieder einige Tage weg, in seinem Zimmer war jetzt schon eine Weile alles ruhig, war ja auch nicht so dass er sich abmelden musste.

    Der Geruch nach Tee und Waffenöl mischt sich schnell mit dem Duft der Gewürze in den Chatschapuri in ihrer mitgebrachten Tüte.

    Sie stellt die Tüte auf den Esstisch und da steht Ily auch schon neben ihr und greift sich eine der gefüllten Teigteile.


    Er nickt ihr zur Begrüßung erstmal nur mit vollem Mund zu.

    "Kommst Du morgen wieder mit?"

    Sie strahlt ihn an. "Ich hab' heute einen größeren Job bekommen! Es geht aber erst auf Zuruf los, bis dahin kann ich noch mitkommen."
    Sie bekommt ein paar gemischte Gefühle auf seinem Gesicht zu sehen und nur ein zustimmendes Nicken "Da" Sie war gewohnt, dass er keine großen Worte verliert.


    16. November

    Moskau – Butovo Barrens, Metro


    Sie gibt den anderen ein Zeichen, dass sie jetzt weg muss und Ily begleitet sie noch zum nächsten Aufgang.

    "Lass Dich auf keinen Scheiß ein."

    "Du meinst, es gibt größeren Scheiß als das hier."

    Er wirft ihr nur einen "Du-weißt-genau-was-ich-meine" Blick zu.

    "Da! Ich pass' schon auf mich auf, Du wirst папа nichts erklären müssen." Mit der Aussage grinst sie ihn herausfordernd an, weder Ily noch ihr Vater würden vermutlich irgendeine Absprache zugeben. Auch jetzt schnaubt er nur und dreht sich zurück in die Gänge, um in Richtung der anderen loszujoggen.

    Sie verstaut die Waffen in der Umhängetasche und nimmt sich eine handvoll Schnee, um den gröbsten Dreck von ihrem Anzug zu entfernen. Zum Glück bekommt sie in der Regel kein Blut ab, da sie selten in der ersten Reihe steht. Die kurze Strecke zurück nach Konkowo wollte sie trotzdem nicht aus dem Bus fliegen.

    Sie zieht einen Schal ins Gesicht und macht sich auf den Weg nach Hause.
    //So! Ein Treffen innerhalb des goldenen Rings, das ist wirklich eine größere Sache. Sie geht in Gedanken durch was es noch zu tun gibt und reserviert sich schon mal ein Taxi, dass sie später zum Azimut Olympic bringen soll.


    Konkowo
    Sie verliert nicht sehr viel Zeit bis sie frisch geduscht und umgezogen wieder ihre Wohnung verlässt. Sie weiß eigentlich, dass sie vermutlich mit ihrer Kleidung auffallen wird, weil es keine Markenklamotten sind. Aber das wird schon passen, es war zumindest ordentlich und der warme Mantel hält noch die restliche Kälte fern. Der schwarze Rollkragenpullover und die enge schwarze Hose lassen ihre roten Haare noch mehr leuchten, aber mit denen immer etwas herauszustechen war sie gewohnt.
    Sie hatte sich zumindest rudimentär geschminkt, Eyeliner und Wimperntusche musste reichen, um sich nicht ganz fehl am Platz zu fühlen. Den Grund für dieses bunte Gepinsel der anderen Russinnen hatte ihr bisher noch niemand erklären können. Vielleicht fehlte da auch einfach der weibliche Einfluss in ihrer Nähe. Auch ihre Stiefel waren zwar schon weit entfernt von den Kampfstiefeln die sie vorher anhatte, aber auch mindestens noch so weit von den Stöckelteilen entfernt, mit denen die meisten anderen Frauen durch die Lobby des Olympic laufen.

    Viel mehr noch fühlt sie sich unvollständig, weil sie ihr Deck zu Hause gelassen hat. Sie wagte nicht, es in den goldenen Ring mitzunehmen, zumindest nicht ohne eine gründliche Tarnung mit mehr Detailinformationen vorbereiten zu können. Aber es würde ja wohl nicht ohne eine gewisse Vorbereitung sofort los gehen.

    Zumindest das Upgrade ihres Kommlinks und die Browning in ihrem Rücken lassen sie eine gewisse Sicherheit spüren und die Vorfreude und die Spannung erzeugen ein erfreuliches Kribbeln in ihrer Magengrube als das Taxi Richtung Innenstadt losfährt.