Beiträge von Dschinn

    Eine Straße entfernt klingt so nach etwas weniger als 100 Meter. ;) Also könntest Du, Azrael, mit einer Matrixwahrnehmungsprobe das Gerät des Drohnenpiloten entdecken und möglicherweise davon ausgehend auch die gegnerischen Drohnen identifizieren.


    Außerdem kannst Du alle erkannten Ziele taggen (und den Tag aufrechterhalten, was vielleicht aber auch die Drohne tun kann), damit das Team die Position aller Gegner im Blick hat. Letzteres hält Lennox für eine allseits bekannte Standardvorgehensweise der Special Operations, die er mit Max schon Hunderte Male so durchgeführt hat.

    Chephren, Du hast schwarze Flecken erwähnt. Aus welcher Richtung sollten wir denn unentdeckt an die Lagerhalle herankommen?

    Missmutig schloss Lennox für einen Moment die Augen. Dass Max aus einem knappen First, der im UCAS-Militär gebräuchlichen Abkürzung für den Dienstgrad des First Sergeant, ständig Serg statt Sarge verballhornte, daran hatte er sich inzwischen gewöhnt, zumindest hatte Lennox das bislang von sich angenommen, aber dass Billy jetzt auch noch damit anfing, nervte ihn einfach. Drek. »Verstanden, Doc«, bestätigte Lennox mit absolut ruhiger Stimme.


    »Bereitmachen zum sofortigen Zugriff«, subvokalisierte er an das Team, während er mit routinierten Handgriffen die Enfield AS-7 Sturmschrotflinte durchcheckte, die er im Fußraum des Fonds ihres Wagens bereitgehalten hatte. Nachdem sie Max nach dem Abschluss seiner Arbeiten an den Drohnen abgeholt hatten, wurde er von diesem natürlich direkt als Fahrer abgelöst und konnte es sich auf den nicht einsehbaren Rücksitzen bequem machen. Hier hatte er in aller Ruhe seine Panzerung anlegen können, um sofort einsatzbereit zu sein. »Preacher, können wir einen Sensorfeed von der Drohne bekommen?« Zufrieden mit der Funktionstüchtigkeit seiner Primärwaffe zog Lennox die ballistische Maske aus ihrer Befestigung am linken Oberschenkel und zog sie über den Kopf.

    Narat, ich denke dieser Zug ist abgefahren.

    Jetzt ist die Handlung doch schon an dem Punkt, wo das Team auf den Zugriff lauert, da halte ich es für unsinnig noch einmal alles zurückzudrehen und noch mehr Schwung aus dem Forenrun herauszunehmen (sofern das überhaupt noch möglich ist...). Gerade wo wir doch wissen, dass wir am Ende die Lagerhalle sowieso stürmen. Also machen wir das doch lieber sehr bald, damit wir vielleicht wieder etwas Spaß an der Handlung zurückgewinnen können.

    Es hätte möglicherweise mehr Atmosphäre in das Beobachten bringen können, wenn wir einige der zuletzt genannten Informationen gesammelt hätten, aber da hättest Du Chephren schon vor Wochen dazu bringen müssen, dass er Dir Hackerunterstützung gewährt. Und für einen Ritualplatz ist es jetzt auch ein bisschen spät.

    »Betsy, ich bin so froh, dass ihr noch am Leben seid«, sagte Nina und umarmte sie ungeachtet der immer noch durchnässten Kleidung überraschend fest. »Trockene Sachen sind kein Problem«, erwiderte die attraktive Brünette dann mit einem schmalen Lächeln, dem sie trotz des scheinbar leichten Tonfalls der schlanken Aztlanerin einen Hauch von Erleichterung entnehmen konnten. »Ich hatte gerade genug Vorwarnung, um mit etwas Hilfe der First Nations auch Waffen und Ausrüstung aus Midway Park herauszuschaffen. Lysander hat offenbar einen Gefallen eingefordert.«


    Mitfühlend legte sie Franklin eine Hand auf die unverletzte Schulter, nickte Cleo grüßend zu und schenkte auch Dozor ein kurzes Lächeln, als der muskulöse Zwerg sich schließlich schwerfällig aus dem Fond des Chrysler-Nissan Jupiter zog. »Hola Diego«, entgegnete Nina und wandte sich erfreut zu Isidor um, als der sie schließlich erreichte. »Einsatzbesprechung, das ist ein gutes Stichwort. Kommt!«


    Nina drehte sich auf dem Absatz ihrer chromglänzenden Straßenstiefel um und führte sie um Fatboy herum durch eine geöffnete Metalltür, die sich seitlich eines geschlossenen Sektionaltores befand. Beim Hindurchgehen konnte man aus der massiven Konstruktion der Eingangstür eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen mittelschweren Beschuss ableiten, obwohl ihr rostiges Äußeres das nicht sofort vermuten lassen würde. Im Inneren des Gebäudes erwartete sie eine hell erleuchtete und sehr geräumige Garage, in der ihr Dodge Hurricane und der BMW 400GT ordentlich nebeneinander geparkt standen. Zu ihrer Linken waren über zwei weitere Stellplätze stabile Klapptische und Ausrüstungskisten aufgebaut, deren Inhalt teilweise schon akkurat auf den Tischoberflächen ausgebreitet worden war, darunter auch zahlreiche Handfeuerwaffen nebst der zugehörigen Munition. Auf nahebei stehenden Campingstühlen warteten ihre robusten Duffelbags mit der allzeit gepackten Kleidung für schnelle Einsätze. Und auf einem Metalltisch bei Dozors Reisetasche ruhte auch sein geliebtes Cyberdeck. »Ich habe euch hier schon einmal etwas vorbereitet«, sagte Nina mit einem Funkeln in den Augen.


    »Die Tür dort«, fuhr sie fort und deutete auf einen Durchgang hinter dem improvisierten Ausrüstungsbereich auf der schmalen Seite des Garagenraums, »führt zu den Badezimmern und den Schlafräumen. Macht euch erst einmal frisch. Wir treffen uns gleich mit Lysander im...« Nina überlegte einen Moment, bevor ihre Mundwinkel amüsiert zuckten »Ich nenne es erst einmal Operationsraum.« Sie deutete auf eine doppelflügelige Metalltür, die sich in der Mitte der Längsseite des Raumes befand.

    Coke, auch von mir Alles Gute für Deinen neuen Job. Ich schreibe Deinen Franklin trotzdem geschickt heraus, wenn es recht ist. ;) Aufgrund von Smoothies Ausstieg aus dem Forenrollenspiel mache ich das ja eh schon mit Betsy, das ist kein Mehraufwand.

    Smoothies Betsy würde ich als eine sozial kompetente Ermittlerin beschreiben, die viele Planungs-/Führungstätigkeiten für das Team übernommen hat. Aber das Team muss grundsätzlich nicht die gleichen Fähigkeiten haben wie zuvor. Es gibt noch Theveraths Isidor als taktischen Anführer, der bestimmt in eine breitere Führungsrolle hineinwachsen könnte. Oder, Theverath? ;)

    Die bestehenden Charaktere sind ein vercyberter Kämpfer (Isidor), eine vercyberte Kämpferin/Sprenstoffspezialistin (Cleo), ein Kampfhacker (Dozor) und ein fahrzeugorientierter Adept (Franklin).

    An sich bin ich recht flexibel, wenn mir das Charakterkonzept gefällt. Einen Rigger oder Hacker würde ich aber wahrscheinlich nicht nehmen, das passt nicht zum bestehenden Team. Andere technisch orientierte Chars vielleicht schon. Ich könnte mir einen magisch aktiven Charakter vorstellen, vielleicht ein Aspektzauberer.

    Ich hatte auch schon ein paar Ideen, wie man aus den in der Buchvorlage bekannten Figuren die nächste Generation adaptieren könnte, so dass der Char einen gewissen Wiedererkennungswert hätte... sofern man das Buch kennt. Das wäre auch eine mögliche Herangehensweise, aber das kommt auf die Spielerin/den Spieler an.

    Ach ja, falls es noch nicht nachgelesen wurde: das System ist SR5.

    Hallo Leute!

    In meinem Forenrun Raven - Kapitel 2 wird ein Spielerplatz frei, weil Smoothie aussteigen möchte.

    Es wird ein neuer Charakter benötigt, den ich aber teilweise mit dem Kandidaten entwickeln kann. Reicht mir bei Interesse gerne ein mögliches grob gehaltenes Charakterkonzept (oder mehrere) ein, damit ich mir Gedanken machen kann, was am besten zu den bestehenden Charakteren passen würde.

    Ich weiß nicht richtig, was ich schreiben soll... Lennox hat eine Marschrichtung vorgegeben und teilweise kam wieder dies und das zurück. Was nützt es da, das noch einmal zu machen? Schreibt mir OP gerne, was Ihr Euch wünschen würdet, dass er vorgibt.

    Redmond, Seattle, UCAS


    Nach einer recht unbequemen, dabei aber gleichzeitig ereignislosen Fahrt steuerte ihr junger Fahrer den beengten Chrysler-Nissan Jupiter die weit geschwungene Ausfahrt der Interstate 405 hinab ins Herzen Kingsgates. Das heruntergekommene Wohnviertel am westlichsten Ende Redmonds profitierte erkennbar von seiner Nähe zu Bellevue, das vielen Bewohnern Kingsgates bodenständige Arbeitsplätze bot. Im Vergleich zu den umgebenden Vierteln Redmonds, bei deren Anblick dem angewiderten bis mitleidigen Betrachter unvermeidlich der Beiname Barrens in den Sinn kam, konnte Kingsgate eher der Unterschicht zugeordnet werden.


    Obwohl ihr sportliches Gefährt nicht wirklich unauffällig war, hatten Colins rasante Fahrtweise, ihr Durchqueren der schmalen Seitengasse und die Unpassierbarkeit der Riverside Road durch den Absturz des Flugzeuges, dazu geführt, dass die Verfolger ihre Spur verloren hatten. Dennoch hatte er auf ihrer Strecke durch Everett und Snohomish einige Haken geschlagen, um sicherzustellen, dass sie niemanden übersehen hatten.


    Das Navigations-ARO des Jupiters führte sie in die unscheinbare 119th Avenue North East, der sie in einer leichten Rechtskurve nach Nordosten folgten. Nur wenige Hundert Meter entfernt, bog die in der AR angezeigte Fahrspur links in eine schmale Gasse ab. Als Colin das Tempo des Wagens für das Abbiegen beinahe auf Schrittgeschwindigkeit reduzierte, erkannten sie, dass sich sowohl im Eingangsbereich der Gasse, als auch im Schatten einer gegenüberliegenden Gebäudevertiefung, jeweils zwei Männer aufhielten, deren Straßenleder mit auffällig vielen blauen Akzenten versehen war. Die amerindianischen Gesichtszüge der Gangmitglieder und ihre wilde Kriegsbemalung machte es recht einfach sie ihrer Gang zuzuordnen. First Nation.


    Eines der Gangmitglieder in der Gasse winkte sie heran und bedeutete ihnen sie entlangzufahren, was Colin mit einem knappen Nicken bestätigte und den Jupiter in die schmale Einmündung lenkte. Nach etwa zwanzig Metern endete ihr Weg und die Gasse öffnete sich rechterhand in einen kleinen Innenhof. Geschickt bog ihr Fahrer scharf ab und brachte die Sportlimousine sofort ruckartig zum Stehen, weil unmittelbar vor ihnen eine extrem modifizierte Harley-Davidson Nightmare im Innenhof abgestellt war, an welcher eine zierliche menschliche Frau in schwarzem Straßenleder lehnte.


    Das Ungetüm von einem Motorrad war ihnen bestens bekannt, Franklins Fatboy war unverkennbar, dass es sich bei der attraktiven Latina um Nina Vasquez handelte, dafür mussten sie zweimal hinsehen. Das heutige Outfit von Lysanders Assistentin könnte kaum weiter von ihren stets tadellosen Businesskostümen entfernt sein. Aber auch die mattschwarze Lederleggins, die in Straßenstiefeln mit verchromten Beschlägen endete, stand der jungen Aztlanerin in Verbindung mit einem beinahe bauchfreien T-Shirt und einer körperbetonten Panzerjacke ausgezeichnet. Lässig verschränkte sie die Arme und lächelte ihnen entgegen.

    „Ich verstehe“, sagte Lennox langsam und rieb sich nachdenklich über das Kinn. „Die Operation ist natürlich tatsächlich erfolgreicher, wenn wir nicht nur die Gefahr beseitigen, sondern auch herausfinden können, was Ares auf dem Forschungsschiff genau getrieben hat.“ Er überlegte noch einen Augenblick, dann nickte er entschlossen.


    „Verstanden, dann observieren wir das Lagerhaus, um festzustellen, ob sich Zielpersonen dort befinden, die wir zur Befragung festnehmen können. Ob wir die Ladung sichern, oder zerstören, werden wir erst entscheiden können, wenn wir wissen, ob wir sie überhaupt bewegen können.“


    „Doc, der Gedanke mit einem Zugriff von der Wasserseite gefällt mir. Am besten positionierst du dich mit Carchar südlich und zwar so, dass ihr zwei Seiten des Lagerhauses im Blick habt und im Bedarfsfall schnell zuschlagen könnt. Kelly und ich positionieren uns nördlich, decken die beiden anderen Gebäudeseiten ab und greifen von der Landseite an.“


    Dann wandte er sich Preacher zu. „Max, du baust die Drohnen fertig und schließt dich dann Kelly und mir an, um uns Rückendeckung zu geben. Setz aber zuvor eine der Kampfdrohnen bei Doc und Carchar ab.“

    Coke, Du könntest Deinen letzten Post noch aktualisieren. Betsy hatte sich schon auf den Beifahrersitz gesetzt, weshalb ich Franklin nach hinten in die Mitte geschrieben habe. Cleo und Isidor haben ja gesichert und sind erst danach eingestiegen.

    Als sie nacheinander aus der bedrückend engen Gasse auf die verlassene Parallelstraße herauspreschten, war nicht nur bemerkenswert, dass sie sich auf einmal wieder im warmen Sonnenlicht befanden, auch eine Geräuschkulisse war im Vergleich zu ihrem heftigen Feuergefecht hier nahezu nicht vorhanden. Für den Moment nahmen sie nur den kraftvoll schnurrenden Motor des sportlichen Chrysler-Nissan Jupiters wahr, der auf das heranstürmende Team wartete.


    Als Betsy sich auf den Beifahrersitz der Sportlimousine fallen ließ, zeigte sich, dass es sich bei Colin Morrissey erwartungsgemäß tatsächlich um einen recht jungen menschlichen Mann Anfang Zwanzig handelte. Die markanten Gesichtszüge und die, trotz dezenter Bräunung, eher helle Hautfarbe ihres Fluchtwagenfahrers, ließen in Verbindung mit leuchtend grünen Augen auf eine irische Herkunft schließen, zu der nur die kurz geschorenen schwarzen Haare nicht ganz zu passen schienen. Unter einem körperbetonten Vashon-Island-Shirt erkannte sie mit geschultem Blick die Konturen einer Panzerweste und unter der linken Achsel ragte aus einem Schnellziehholster das angepasste Griffstück einer Ingram Smartgun X hervor.


    Einen Augenblick lang erschien Betsy der viersitzige Jupiter recht geräumig, bis sich auf einmal Franklin und Cleo auf der Fahrerseite in den Fond stürzten, dicht gefolgt von Isidor auf der Beifahrerseite, der umgehend seine sichernde Position aufgab, als Dozor sich schnaufend in den Fußraum des Fonds gequetscht hatte. Colin warf einen schnellen Blick zurück. Der Innenraum des Chrysler-Nissan war brechend gefüllt. Mit einer schnellen Handbewegung betätigte er in der für die Insassen sichtbaren AR des Wagens das Zurückfahren des Schiebedachs. Die Öffnung der Dachluke befand sich allerdings über den beiden vorderen Sitzen, weshalb es für Isidor mit seiner umgebungsbedingt gerade äußerst sperrig gewordenen CMDT nicht einfach sein würde, eine geeignete Position einzunehmen.


    „Du bist Elisabeth, richtig?“, fragte Colin mit großen Augen. „Ein Safehouse ist kein Problem! Ich habe schon eine Adresse in Kingsgate bekommen. Wir treffen Lysander dort.“ Ruckartig trat er das Gaspedal des Jupiters durch, wendete die Sportlimousine in einem engen Bogen über die komplette Straßenbreite und raste schnell beschleunigend in die Richtung davon, aus der er gekommen war.

    Ich ging davon aus, dass Narat noch postet. Ok, dann poste ich einen Plan, aus den vorhandenen Vorschlägen zusammengebastelt.

    Anscheinend habe ich Schwierigkeiten, die unterschiedlichen Vorstellungen der Mitspieler zur Vorgehensweise des Teams passend zusammenzufügen (... zu schnell, nicht schnell genug, vorsichtiger, mehr Vorplanung und Vorbereitung, oder auch nicht...). Dass Lennox der Teamleader ist, heißt ja nicht gleichzeitig, dass meine Rolle die gleiche ist. Vielleicht würde es den Spielfluß verbessern, wenn wir OP austauschen, wie sich die Mitspieler das Vorgehen vorstellen und ich dann nach der Mehrheitsmeinung Lennox die Richtung vorgeben lasse?