Scharfschützen - Fragen und Antworten

  • Damit -1 Würfel eine Verringerung des Pools um 1/6 bewirkt.


    Wie relevant die -1/3 Erfolge für das Ergebnis sind, hängt von den Würfelpools der Beteiligten ab.
    Nehmen wir mal an, der Schütze habe 15 Würfel. Er Würfelt durchschnittlich 5 Erfolge. Mit -1 sind es 4 2/3.


    Hat der Verteidiger keine Würfel, weil er überrascht ist, macht es kaum einen Unterschied.


    Gegen Joe Average (Pool 3) erzielt der Schütze 3 bzw. 3 2/3 Nettoerfolge. Es ändert also nicht an der Tastache, dass er meist trifft. der Schaden fällt aber geringfügig geringer aus.


    Gegen einen Verteidiger mit vergleichbarem Pool, wird ein Treffer deutlich unwahrscheinlicher.

    Zu Oldschool für SR5 - Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich alle meine Beiträge auf SR4.

  • "SR4A S. 319" schrieb:

    Sniper Rifles
    Use the Longarms skill when firing precision sniper rifles. While sturdier than earlier models, sniper rifles in 2072 are still not designed for close-up combat. At the end of every Turn in which the rifle is used in a running firefight (as opposed to a sniping situation), roll an Edge Test. For every Edge Test failed, the weapon incurs a –1 dice pool modifier until it is recalibrated with an Armorer + Logic (8, 1 Minute) Extended Test. The modifier is doubled if the weapon is used in combat as a melee weapon or to defend from a melee attack.


    Was ich an dieser Regel so albern finde, ist folgendes:
    Aus irgend einem Grund wird wohl regelseitig davon ausgegangen, dass ALLE anderen Waffentypen absolut präzise schießen, egal ob sie schon seit 3 Wochen im Dauereinsatz sind. Aber SSGs sind so mieserabel gefertigt, dass sie schon nach 2-3 Schüssen und etwas herumschwenken sich derart verziehen können, dass ein regeltechnisch relevanter Faktor daraus wird (-1W). Das ansich finde ich in der Geschwindigkeit schon mehr als fragwürdig. Den entsprechenden Wurf einmal nach einem kürzeren Gefecht (ab sagenwirmal 8 KR) zu verlangen wäre zwar IMO hart, aber immerhin noch erträglich. Aber nein, man würfelt erneut am Ende jeder KR. Und wenn man dann erst mal -4W zusammenbekommen hat (mag ja durchaus bereits nach 12 sek Kampf passieren), dann stellt sich mir doch allmählich die Frage: Warum zum Henker sind bei SR die SSGs aus Kaugummi gebaut?


    Aber das ist halt SR. Da gibbet für jeden Regel auch ne Ausnahmeregel und/oder Sonder-/Extraregeln. Was solls, in der 5ten Edition wird alles wieder schön einheitlich gemacht. Anfangs zumindest. Und danach dann in der 6ten Edition. Anfangs zumindest...

    "As the sagest of sages have said: Not attempt to male-bovine defecate unto a male-bovine defecator!"
    -the fusion-phallused violator of worlds
    "Oil the squids, I'm going in!"
    -the dreaded captain Fang

  • Das Problem ist einfach, dass ein Scharfschützengewehr in beengtem Gelände genauso gut ist, wie eine Uzi. Das ist schlicht und ergreifend bescheuert.


    Vielleicht hätte man Waffen eine mindestreichweite geben können. Oder ähnliches.
    Das Problem ist eben, dass man solche Regeln im Nachhinein schwer implementieren kann, ohne das sich mal wieder jeder darüber aufregt.
    D.h. es gibt immer irgendwelche optionalen Behelfsregeln, die am Problem eigentlich nichts ändern, sondern im besten Fall die Ränder zudecken...

  • Bin gerade mal zu der Erkenntnis gekommen, das die ohne zu überlegen fast jede Regel aus der 2nd/3rd konvertiert haben. Wir erinnern uns, das das SSG einen recht hohen Schadenscode hatte. Damit nicht jeder Dämel eins hat wurde wohl diese Regel eingeführt.


    Jetzt wo die Waffen sich zum grössten Teil nur noch drch den PB-Wert unterscheiden hätte man diese Regel einfach mal in der Versenkung verschwinden lassen können.

    I was an GM like you once - but then i took an arrow to the knee.
    天皇陛下万歳

  • "Mercenario" schrieb:

    Das Problem ist einfach, dass ein Scharfschützengewehr in beengtem Gelände genauso gut ist, wie eine Uzi.


    Ist es nicht. Die realen größen von SSGs lassen erwarten, dass sie in beengten Verhältnissen etwa so gut einsetzbar sind, wie Sturmgewehre. Was daran nun konkret ein Problem ist, hat sich mir bislang noch nicht erschlossen. Was ist so schlimm daran, wenn jemand mit nem SSG Häuserkampf betreibt, dass man Regeln braucht, die ihm diesen Gedanken auf jeden Fall nachhaltig austreiben?

    "As the sagest of sages have said: Not attempt to male-bovine defecate unto a male-bovine defecator!"
    -the fusion-phallused violator of worlds
    "Oil the squids, I'm going in!"
    -the dreaded captain Fang

  • Das Problem ist, dass du bei einem SSG normalerweise ein Zielfernrohr hast. Das macht es auf kurze Distanzen einfach unterlegen, weil du nicht vernuenftig Zielen kannst, sondern aus der Huefte schiessen musst. Mit Smart versehen ist aber der Hueftschuss kein Problem mehr.


    Bei SR gibt es keinen Malus fuer die Groesse der Waffe, insofern hat Mercenario nach RAW recht.

  • Ich nehme auch an, das diese Regel sich noch auf SSG mit Zielfernrohr bezieht. Diese sind nicht nur sehr unpraktisch um schnell feuern zu können, sie sind auch noch schwer (500 g und mehr) und verstellbar. D.h. die Verbindung muss im schnellen Feuerkampf harte Schwenks aushalten und sich dabei kein Stück bewegen. Was kaum machbar ist. Daher ist es realistisch wenn die Präzision darunter leidet.


    Bei SR 4, wo kein Char noch echte Zielfernrohre nutzt, sondern Vergrößerung im Helm/Augen/Brille stattfindet und SSGs nur noch so aussehen:


    [IMG:http://www.alphaward.com/media/catalog/product/cache/1/image/708x414/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/m/b/mb01b_bolt_action_sniper_rifle_with_bipod_no_scope.jpg]


    dürfte diese Regel daher nicht mehr zutreffen.

    Auch wenn es sich dir ärmlich zeigt, Ithaka betrog dich nicht.
    So weise, wie du wurdest, und in solchem Maß erfahren,
    wirst du ohnedies verstanden haben, was die Ithakas bedeuten.

  • doc damnij : Die Größe des Gewehrs ist nicht allein entscheident für die (Nah)Kampftaugluchkeit.
    Bei SSGs ist der Schwerpunkt oft recht weit nach vorne verlegt, da bei Zeibein/ Snadsacknutzung der Lauf eh ruhig liegen soll (dafür werden sogar Erdsporne etc. hinten angebracht, damit das DIng still hält).


    Für Präzisionswaffen wird häufig ein freischwebender Lauf verwendet, dieser ist nicht unbedingt für Schießen beim Gehen/ Laufen zu empfehlen.


    Gruß H

  • Ist halt die Frage, ob diese Defizite soweit nen maßgeblichen Einfluss auf die Genauigkeit haben, dass es regeltechnisch relevant werden sollte. Insbesondere in einem System, dass ansonsten unterschiedliche Genauigkeiten bei Feuerwaffen praktisch gar nicht in Form von Würfelmali oder Boni darstellt.

    "As the sagest of sages have said: Not attempt to male-bovine defecate unto a male-bovine defecator!"
    -the fusion-phallused violator of worlds
    "Oil the squids, I'm going in!"
    -the dreaded captain Fang

  • "doc damnij" schrieb:

    Ist halt die Frage, ob diese Defizite soweit nen maßgeblichen Einfluss auf die Genauigkeit haben, dass es regeltechnisch relevant werden sollte. Insbesondere in einem System, dass ansonsten unterschiedliche Genauigkeiten bei Feuerwaffen praktisch gar nicht in Form von Würfelmali oder Boni darstellt.

    Die Ungenauigkeit wird durch die Reichweitemali ausgedrückt. Leider bedeutet es auch, dass es eine sehr kurze Maximalreichweite bei Faustfeuerwaffen gibt.

    Zu Oldschool für SR5 - Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich alle meine Beiträge auf SR4.

  • Scharfschützengewehre, gerade mit der Tech von SR, lassen sich ohne Probleme auch im Häuserkampf einsetzen - wenn sie normale Abmessungen haben. Im Endeffekt sind sie ja damit direkt vergleichbar mit Sturmgewehre, Kampfgewehren und ähnlichen Waffen, sowohl vom GEwicht her als auch vom Handling. Nicht überraschenderweise gibt es ja auch die gleiche Grundwaffe als Kampfgewehr, Sturmgewehr, LMG, Scharfschützengewehr, Karabiner und/oder zivilem Jagdgewehr (eben entsprechende Versionen mit gleichen Baugruppen, Wechselläufen etc).


    Der Spielleiter darf aber ruhig für ein überlanges .50er BMG AMR mit Schalldämpfer und einer Gesamtlänge von 2 Metern gerne einen Malus vergeben, wenn der Runner damit eine überfüllte Containerbude stürmen möchte - eben der Situation angepasst. Für "normale" Waffen aber ist dies nicht notwendig und auch nicht vorgesehen - da muß man auch nicht mit Hollywood-Argumenten kommen, welche so einfach nicht stimmen und/oder in SR nur bedingt abgebildet werden (können). ;-)


    SYL

  • Ich weiß - und diese Regel ist so dämlich wie die SOTA-Regel, die SIN-Regel, die Rep-Regel oder die Pistolen haben kein Unterlaufzubehör-Regel.


    SYL

  • "apple" schrieb:

    Scharfschützengewehre, gerade mit der Tech von SR, lassen sich ohne Probleme auch im Häuserkampf einsetzen - wenn sie normale Abmessungen haben. Im Endeffekt sind sie ja damit direkt vergleichbar mit Sturmgewehre, Kampfgewehren und ähnlichen Waffen, sowohl vom GEwicht her als auch vom Handling. Nicht überraschenderweise gibt es ja auch die gleiche Grundwaffe als Kampfgewehr, Sturmgewehr, LMG, Scharfschützengewehr, Karabiner und/oder zivilem Jagdgewehr (eben entsprechende Versionen mit gleichen Baugruppen, Wechselläufen etc).


    Der Spielleiter darf aber ruhig für ein überlanges .50er BMG AMR mit Schalldämpfer und einer Gesamtlänge von 2 Metern gerne einen Malus vergeben, wenn der Runner damit eine überfüllte Containerbude stürmen möchte - eben der Situation angepasst. Für "normale" Waffen aber ist dies nicht notwendig und auch nicht vorgesehen - da muß man auch nicht mit Hollywood-Argumenten kommen, welche so einfach nicht stimmen und/oder in SR nur bedingt abgebildet werden (können). ;-)


    SYL


    Die IDF hat auch die UZI zum Spaß entwickelt und nicht weil Sturmgewehre in beengter Umgebung und Tunneln im Nachteil gewesen wären. Das war rein zum Vergnügen.


    Das Problem ist eben, dass SR das alles mal eben ignoriert hat. (In dem Sektor geben sich sogar viele RPGs mehr mühe, die weniger mit Schusswaffengebrauch zu tun haben)
    Jetzt musste man irgendwo den Schnitt ansetzen. Und das waren nunmal die Präzisionsgewehre.


    Richtig, die Regel ist nicht ordentlich. Richtig, die Regel kann zu übertriebenen Resultaten führen. Richtig, sie ist nicht optimal.


    Besser wäre es gewesen für jede art von Feuerwaffe eine "Mindestreichweite" anzugeben. (Einige Systeme machen das sogar für Nahkampfwaffen. Ein Speer bringt dir überhaupt nichts mehr, wenn du dich mit deinem Gegner auf dem Boden wälzt und ein Messer ist verdammt sinnlos, wenn dein Gegner dich auf Distanz halten kann)


    Wenn du mit jemanden ringst, dann kannst du ihn nur sehr schlecht erschießen. (SR ignoriert das)
    Eigentlich sollte es noch weiter gehen und sagen: Wenn der andere die Waffe schon greifen kann, dann ist das ein Waffenloser Schlagabtausch.


    Jede Waffe sollte also im Prinzip eine Reichweite haben, bei der man sie noch einsetzen kann (mit malus) und eine unter der man sie nicht mehr einsetzen kann.
    Was weiß ich. Sturmgewehre sind einsetzbar ab 1m und haben einen Malus bis 5m.


    Von mir aus, dir passt die Regel nicht, schön. Aber sie ist nicht weniger Realistisch oder sinnvoll, als es einfach zu ignorieren. (Es gibt eine Menge Hausregeln zu dem Thema. Einige gehen soweit, dass man mit schweren Waffen erstmal ein paar Aktionen anvisieren muss, um zu schießen.)
    Es mag bescheuert sein, dass ein Scharfschützengewehr nach 6 KR möglicherweise nichts mehr trifft. Es ist aber nicht weniger bescheuert, wenn ein Scharfschützengewehr genauso "beweglich" ist wie eine Uzi.


    Man kann sich natürlich auf die postion stellen, dass man solche "Kleinigkeiten" ignorieren kann. Aber warum ignoriert man dann nicht solche Kleinigkeiten wie Reichweite oder Schaden? Alle gleich?

  • Zum Thema Würfelmodifikation bei zurzer Distanz.
    Jede Schusswaffe besitzt eine Optimalreichweite. Diese ist durch verschiedene Faktoren abhängig auf die ich nicht alle eingehen werde, aber die wichtigsten sind der Lauf und die Zielvorrichtung.
    Keine Waffe hat einen 'sturr-geradeaus-Lauf', der Lauf einer jeden Waffe hat eine leichte aufwärtsneigung, womit eine Kurve geschossen wird. Das Zielfernrohr ist unter berücksichtigung dieser ballistischen Kurve auf die Optimalreichweite ausgerichtet (auch Pistolen mit geringer Reichweite besitzen eine aufwärtige Neigung des laufes weshalb Gangster aus Filmen, die ihre Waffe seitlich halten ihr ziel niemals treffen könnten).


    Sollte sich das Ziel zu weit von dieser Optimaleichweite entfernt befinden, kann man nichtmehr das Ziel mit einem einfach Fadenkreuz anvisieren. Moderne Waffen besitzen zwar ein komplexeres Zielfernrohr, dass nicht nur auf eine Entfernung ausgerichtet ist, sondern mehrere Kreuze für entsprechende Entfernungen, denoch kann ein Ziel ausserhalb der vom Zielsystem erfassten Reichweite liegen, wodurch das Ziel bei zu geringer oder zu weiter Entfernung nicht duch das Visier erfasst werden kann.
    Und schießen nach gutdünken gleicht einem Blindfeuern.


    Wenn man die SR-Regeln wörtlich nimmt und ins RL übersetzen würde, so würde für jede Waffe die Optimalreichweite (Waffenreichweite) auf der Distanz "Kurz" liegen. Da dann keine Reichweitenmodifikationen gefordert werden. Das ist falsch!.
    Laut Waffenreichweiten-mod-Liste aus dem Pegasus-GRW S.179 liegt die Optimalreichweite von SSG auf einer Distanz irgendwo zwischen 0-150m.
    Das könnte man evtl. umgehen wenn man Reichweitenmodifitakionen komplett gegen Optimalreichweitenmodifikationen eintauschen würde.

  • Das ist eine Diskussion über Hausregeln, stimmts :?:


    Jede Schusswaffe besitzt eine Optimalreichweite.
    Dann diesen Satz hab Ich noch in keinem Regelwerk gefunden


    Sollte sich das Ziel zu weit von dieser Optimaleichweite entfernt befinden, kann man nichtmehr das Ziel mit einem einfach Fadenkreuz anvisieren.
    DAS hab Ich auch noch nie in einem Regelwerk gefunden oder als Thema/Frage in irgendeinem Thread gefunden


    Wenn man die SR-Regeln wörtlich nimmt und ins RL übersetzen würde,....
    würde man einen grossen Fehler machen ;)


    Laut Waffenreichweiten-mod-Liste aus dem Pegasus-GRW S.179 liegt die Optimalreichweite
    Es gibt keine Kategorie Optimalreichweite :!: weder im Arsenal, noch im GRW oder in der Runners Toolbox


    Hough !
    Medizinmann

  • "Pegasus" schrieb:


    Keine Waffe hat einen 'sturr-geradeaus-Lauf', der Lauf einer jeden Waffe hat eine leichte aufwärtsneigung, womit eine Kurve geschossen wird. Das Zielfernrohr ist unter berücksichtigung dieser ballistischen Kurve auf die Optimalreichweite ausgerichtet (auch Pistolen mit geringer Reichweite besitzen eine aufwärtige Neigung des laufes weshalb Gangster aus Filmen, die ihre Waffe seitlich halten ihr ziel niemals treffen könnten).

    Die Kurve liegt nicht an einer etwaigen Krümmung des Laufes sondern daran, dass das Projektil nach dem Verlassen des Laufes nicht mehr nach vorne sondern nur nach unten beschleunigt wird (durch die Gravitation). Von einer beabsichtigten Krümmung des Laufes habe ich noch nie etwas gehört. Kannst Du das belegen?

    Zu Oldschool für SR5 - Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich alle meine Beiträge auf SR4.

  • Von einer beabsichtigten Krümmung des Laufes habe ich noch nie etwas gehört.
    STIMMT 8O :) ( Ich wollte doch noch was dazu geschrieben haben, das kommt davon wenn man mitten im Post AFK ist....)
    Ich auch nicht


    Kannst Du das belegen?
    Würde Mich auch interessieren
    Ausserdem denke ich, das Gangster nie treffen liegt an anderen Dingen


    mit Neugierigem Tanz
    Medizinmann