[Magie SR4A ] Kurze Frage - Kurze Antwort

  • Ich habe zwei Fragen, die in unserer Spielrunde aufkamen:


    1. In der Spruchbeschreibung der Zauber (Area) Thought Recognition (Gedankenscan) heißt es im Street Magic p. 168

    Ist der Zauber so zu verstehen, dass beispielsweise das Wissen einer Person um die Tatwaffe in einem Mordfall (angelehnt an das in der weiteren Beschreibung des Zaubers genannte Beispiel) dem Zaubernden nur dann "enthüllt" wird, wenn das Ziel des Spruches in genau diesem Moment auch an die Tatwaffe denkt ("...has in mind.") oder verifiziert der Zauber die Kenntnis davon, unabhängig ob das Ziel des Spruches just diese Gedanken hat?

    Wie handhabt ihr den Spruch in euren Runden?


    2. Ich weiß, dass die Frage schon mehrfach gestellt (und auch diskutiert) wurde, aber gibt es eine eindeutige Regelstelle im SB oder SM, die besagt, dass bei Magiesenkung durch Essenzverlust - Magier lässt sich für 1 Punkt Cyber-/Bioware einbauen - die Kosten für das erneute Steigern des Magieattributes sich am aktuellen Wert orientieren? Entschuldigt, wenn ich mich so ungenau ausdrücke, was ich meine ist folgendes:


    Magier mit Essenz 6, Magie 6.

    -> Cyber-/Bioware für 1 Essenzpunkt.


    Magier mit fortan Essenz 5, Magie 5.

    -> Magier initiiert mehrfach und möchte nun sein Magieattribut wieder auf 6 anheben. Sind die Kosten dafür a) 30 KP (6*5) oder b) 35 KP (7*5)?

    Wir haben es bislang zwar wie bei a) gehandhabt, jedoch gab es in der letzten Spielrunde eine Diskussion darüber, die wir einfach gerne mit einer entsprechenden Regelstelle beilegen würden.


    Danke schonmal im Voraus!

    Those people who tell me that I'm going to hell while they are going to heaven somehow make me very glad that we're going to separate destinations...

  • zu 1.: Ich halte es eher wie eine schlechte oder alte Suchmaschine. Der Magier sucht nach dem Begriff Waffe, vielleicht auch Pistole in den oberflächlichen Gedanken der Anwesenden, findet also nur was, wenn jemand im Zielbereich an gerade derlei denkt. Idealerweise verknüpft man den Zauber also auch mit geschickter Gesprächsführung.

  • Ein Attribut steigern ist immer neue Stufe x 5, also 30 in deinem Beispiel. Das hat mit dem Maximum nichts zu tun. Wenn man Attributspunkte durch andere Sachen verliert, steigert man auch von dem aktuellen (natürlichen) Wert weiter (Ausnahme hierbei das gesteigerte Attribut über adeptenkräfte, die das explizit anders regeln.)


    zu Frage 1 handhabe ich das wie von Narat beschrieben. Das Ziel muss also daran denken, damit man das lesen kann. (Bei Befragungen also durchaus hilfreich.)

  • zu 1.: Ich halte es eher wie eine schlechte oder alte Suchmaschine. Der Magier sucht nach dem Begriff Waffe, vielleicht auch Pistole in den oberflächlichen Gedanken der Anwesenden, findet also nur was, wenn jemand im Zielbereich an gerade derlei denkt. Idealerweise verknüpft man den Zauber also auch mit geschickter Gesprächsführung.

    Deswegen nimmt man auch lieber Control Thoughts.

    Zu Oldschool für SR5 und viel zu Oldschool für SR6 - Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich alle meine Beiträge auf SR4.

  • Danke schonmal für die Antworten!


    Zu 1.


    Den Thought Recognition handhaben wir auch so - letztendlich ist er bei einer Befragung, respektive Verhör am sinnvollsten und ergiebigsten. Den Control Thoughts sehe ich in dem Zusammenhang zwar auch als eindeutig überlegen, jedoch für (m)einen magischen Ermittler weniger praktikabel da "zu invasiv und vor allem manipulativ", ist für mich aber grundsätzlich eine Flair Entscheidung und Ingame situationsabhängig.


    Zu 2.

    Ja. So habe ich das all die Jahre auch gesehen: Der Wert, auf den gesteigert werden soll. ist die Referenz für die anfallenden Karmakosten. Ein anderer Spieler beharrte darauf, dass man die Kosten für eine Attributssteigerung auf den Wert 6 ja bereits bezahlt hätte (das Attribut trotz Senkung durch Ware daher ja eigentlich bereits auf dem Wert 6 sei) und deshalb die Kosten für die nachfolgende Stufe (7) zu entrichten seien. Das Maximum hat in der Diskussion keine Rolle gespielt, aber dennoch danke für den Hinweis.

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  • Als Ermittler würde ich mich überhaupt mal informieren, ob und inwieweit magische Befragungen in der jeweiligen Jurisdiktion erlaubt sind. Aber klar Thought Recognition ist weniger invasiv.

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  • Als Ermittler würde ich mich überhaupt mal informieren, ob und inwieweit magische Befragungen in der jeweiligen Jurisdiktion erlaubt sind. Aber klar Thought Recognition ist weniger invasiv.

    ;) Klar, davon bin ich einfach mal ausgegangen, dass der Ermittler weiß (und sich gegebenenfalls sogar daran hält), wann welche "Informationsbeschaffung" juristisch und im Zuge der Ermittlungen zulässig und im weiteren Verlauf verwertbar ist.

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  • Als Ermittler würde ich mich überhaupt mal informieren, ob und inwieweit magische Befragungen in der jeweiligen Jurisdiktion erlaubt sind. Aber klar Thought Recognition ist weniger invasiv.

    in alten SR3 Fluffbänden wurde darüber geschrieben .

    Die generelle Tendenz ist ,das Magie nicht gern gesehen wird und nicht(oder nur schwer) vor Gericht verwertbar ist, weil es nicht beweisbar ist

    Z.B. Die Aussage eines Magiers, der die Aura eines Mörders wiedererkennt, kann nicht bewiesen werden

    Oder das Aussagen von Geistern nicht gelten, weil sie vom Beschwörer durch einen Dienst zu einer Falsschaussage gezwungen werden können.

    Und wie kann man als Aussenstehender/Nichtmagier den Unterschied bemerken zwischen :

    Der Inspetor-Magier benutzt "Wahrheit entdecken" als Zauber beim Verdächtigen und

    Der I-M benutzt "Beeinflussen" als Zauber beim Verdächtigen


    der vor Gericht tanzt

    Medizinmann

  • Ja in den NAN haben auch Geister oft den Vorsitz in einem Gericht, ich hab im Mission Sioux Nation gelesen das ein Gericht in den NAN immer aus Metamenschen und Geistern besteht, und ich persönlich würde auch die Aussagen von Magiern zulassen aber halt nur als Aussagen oder Meinungen einer Fachkompetenz, nicht als Forensischen Beweis. Solche Aussagen können aber durchaus zu Verurteilungen führen, jedoch reichen sie nie alleine, aber man kann durchaus unabhängige Magier oder auch Geister zu dem Fall vor Gericht befragen, Soweit ich weis gibt es sogar Magische Forensische Ausrüstung um z.B. Magische Spurensicherung zu betreiben, Natürlich ist das nicht so Genau aber z.B. in dieser Gasse um ca. X Uhr wurde ein Feuerball gewirkt und die Rückstände sprechen für Tradition XY, muss natürlich schnell gemacht werden, Ich denke nach spätestens Kraftstufe Stunden ist nichts mehr davon im Astralraum zu sehen, und Physische Zauber hinterlassen ja auch Physische Spuren die man Analysieren kann. Bei Aussagen von Magiern und Geistern vor Gericht ist natürlich erstmal zu klären wie unbefangen diese sind, aber das gilt für alle Zeugen.


    ps.: wenn du als Ermittler Magie gegen jemanden einsetzt z.B. Thougt Recognition oder Mind Probe ist das eine Straftat, außer du hast einen "Durchsuchungs-"Beschluss vom Gericht, den nur ein Polizist bekommen wird und kein Privatermittler, und selbst der Polizist darf sich vermutlich auf den Kopf stellen und eine Tonne anderer Beweise und Zeugenaussagen vorlegen, vermutlich wird sowas nur bei Gefahr im Verzug erlaubt z.B. bei einer Entführung und der Entführer rückt nicht damit raus wo die Geisel ist.


    yours NK

  • In den NAN wird so ein Zauber wie Wahrheit genutz und ist auch legitim. In den UCAS ist dieser hingegen untersagt, da er das Recht verletzt sich selbst nicht zu belasten...

    Be polite, be professional, but have a plan to kill everybody you meet
    - J.N.M. -

  • Moin.


    Einige Fragen, die in unserer Gruppe aufgetaucht sind:


    1. Verbannen (ausnahmsweise mal dem Betäubungsblitz vorgezogen und schon hatte man den Salat...)


    Benötigt jeder Einsatz der Fertigkeit (gegen ein und denselben Geist) eine komplexe Handlung (bis dessen Dienste auf 0 reduziert wurden) oder wird der komplette "Verbannungsvorgang" innerhalb einer komplexen Handlung (mit gegebenenfalls mehreren Verbannungsproben und mehreren Entzugswiderstandsproben) abgewickelt? Im englischen Regelwerk (S.188) heißt es lediglich:

    "Banishing takes a Complex Action and is handled as an Opposed Test."


    Zu SR2 Zeiten gab es ja quasi den "Rundensieger", welcher entscheiden konnte, ob er in seiner nächsten Handlung mit dem Verbannen weitermacht, damals musste man allerdings die Kraft- bzw. Magiestufe des jeweiligen Gegenübers auf 0 senken, Verbannen war eine exklusive Handlung und weder der Rundensieger noch der Unterlegene konnten bis zur nächsten Handlung des Siegers etwas anderes unternehmen. Da diese Formulierung in der 4. Edition ja definitiv nicht vorkommt könnte der Geist im Falle mehrerer erforderlicher Proben ja einfach verschwinden/attackieren/... Falls es eine grundlegende Aussage zu mehreren Würfelproben innerhalb einer Handlung gibt, wäre ich für eine Quellenangabe dankbar.



    2. Astralkampf


    Ist im Astralkampf (und bei Verwendung des Skills "Astral Combat") - davon ausgehend, dass die Astralgestalten zweier projizierender Magier / Geister / ... miteinander kämpfen - der "Einsatz" von Full Defense (Full Dodge, respektive Full Parry beim Einsatz eines Waffenfokus) möglich?



    3. Astralraum und Bewusstlosigkeit


    Was geschieht, wenn die Astralgestalt eines astral projizierten Magiers tödlichen geistigen / tödlichen körperlichen Schaden erleidet?

    Was geschieht, wenn der physische Körper eines astral projizierten Magiers tödlichen geistigen / tödlichen körperlichen Schaden erleidet?

    Wird er (automatisch) in seinen Körper zurückgeschleudert oder "treibt" seine Astralgestalt bewusstlos / tödlich verwundet durch den Astralraum? Die Ausführungen in der "While you were out" Box auf S. 193 des englischen Regelwerkes helfen imho nur eingeschränkt weiter:


    "Damage to the astral body is felt by the physical body and vice versa. If the astral body is injured, the physical body may twitch or convulse. If the physical body is injured, the astral body may experience a ghostly sense of distant pain. Any damage inflicted to one form immediately affects the other. [...] "


    -> Verstehe ich so, dass Verletzungsmodifikatoren (egal an welchem Körper, ob astral oder physisch verursacht) sich auf beide Körper auswirken?!


    "If the magician’s physical body dies, the astral body continues to project on the astral plane for a number of hours equal to her Magic attribute x 2 before fading into nothingness."


    -> Astralgestalt wird also nicht in den physischen Körper zurückgeschleudert?!


    "Should the astral body die, the physical body falls irretrievably into a deep coma since it has no mind and no spirit."


    -> Hm. Was, wenn die Astralgestalt "lediglich" tödlichen Schadet erleidet (s.o.)???



    4. Kraftfokus


    Wirkt sich ein aktiver Kraftfokus auf das Magieattribut im Hinblick auf den Entzug (geistig/körperlich) aus (also erhöht der Fokus das Magieattribut "tatsächlich")?


    Bsp. Erleidet ein Magier mit Magie 4 und aktiviertem Kraftfokus Stufe 2 bereits bei Stufe 5 Zaubern körperlichen Entzug oder erst wenn er Zauber auf Stufe 7+ wirkt?


    Danke im Voraus für eure Mühen!

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    3 Mal editiert, zuletzt von Fallen ()

  • @1: Du musst Komplexe Handlungen aufwenden, bis der Geist 0 Dienste hat, um ihn wegzubekommen.

    SR4A engl. S. 188 schrieb:

    Each net hit scored by the magician reduces the services owed by the spirit by one (including any it is currently engaged in). If the spirit’s services are reduced to 0, the spirit will seek to depart on its next action.


    @2: Nein. Alle drei Handlungen erfordern physische Fertigkeiten, die auf der Astralebene nicht funktionieren.


    @3:

    -> Astralgestalt wird also nicht in den physischen Körper zurückgeschleudert?!

    Exakt.

    -> Hm. Was, wenn die Astralgestalt "lediglich" tödlichen Schadet erleidet (s.o.)???

    Ich verstehe die Frage nicht.


    @4: Auf die Art des Entzuges hat der Kraftfokus keinen Einfluss. Der Fokus tut nur das, was die Regeln ihm zugestehen.

    SR4A engl. S. 200 schrieb:

    A power focus adds its Force to all tests in which the magician’s Magic is included.

    Die Art des Entzuges wird nicht durch die Anzahl der Würfe bei der Widerstandsprobe, sondern beim Vergleich des Magieattributs mit der Kraftstufe des Spruches, ermittelt.

    Zu Oldschool für SR5 und viel zu Oldschool für SR6 - Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich alle meine Beiträge auf SR4.

  • Danke LeChuq!

    Zitat

    @1: Du musst Komplexe Handlungen aufwenden, bis der Geist 0 Dienste hat, um ihn wegzubekommen.

    Hervorhebung durch mich. Genau das war meine Frage - es lässt sich in meinen Augen eben nicht eindeutig aus den Textstellen im Buch herauslesen, ob das Verbannen in einer oder gegebenenfalls mehreren komplexen Handlungen abgewickelt/entschieden wird. Falls es mehrere komplexe Handlungen benötigt - beispielsweise weil es dem Magier nicht beim ersten Anlauf gelingt, von den dem Geist zur Verfügung stehenden 6 Diensten alle zu neutralisieren - , hindert den Geist ja nichts daran, einfach zu fliehen oder seinerseits den Magier zu attackieren. Sorry, vielleicht bin ich da auch noch zu sehr in SR2 verhaftet, in welchem beide Kontrahenten eben in diesem "magischen Duell" gefangen waren...



    Zitat

    @2: Nein. Alle drei Handlungen erfordern physische Fertigkeiten, die auf der Astralebene nicht funktionieren.

    Hdm. Wo steht das? Was ist dann mit anderen Fertigkeiten wie etwa Wissens- und Sprachfertigkeiten. Okay, zugegeben, diese sind eher geistiger Natur. Aber gibt es hierfür einen Regelpassus?

    Zitat

    @3: Exakt.

    Okay, wenn der physische Körper des Magiers getötet wird - bedeutet, mehr Overflow abgesahnt hat, als er "verkraften" kann, also definitiv tot ist - "lebt" er im Astralraum noch für die angebene Zeit weiter (wenn der Astralleib askennt wird sieht man dann was???).

    Der Astralleib ist aber "bei Bewusstsein" oder ist er "bewusstlos"?

    Was aber, wenn er genau soviel Schaden genommen hat, dass alle Kästchen des Zustandsmonitors ausgefüllt sind (in der physischen Welt: bewusstlos), aber er noch nicht den Overflow überstrapaziert hat?

    Zitat

    Ich verstehe die Frage nicht.

    Entschuldige, ich kann es gerade glaube ich selbst nicht besser formulieren. Ich meine damit folgendes: Was passiert mit dem Astralkörper, wenn der Magier im Astralraum einen Betäubungsblitz (geistiger Schaden) oder einen Manablitz (körperlicher Schaden) abbekommt und sein Zustandsmonitor wie eben beschrieben zwar voll ausgeschöpft ist (also eigentlich bewusstlos), aber eben kein Overflow bis zum tatsächlichen Tod eingetreten ist. Wird der Astralleib bewusstlos und verbleibt im Astralraum oder wird ein Astralleib einfach nicht bewusstlos?

    Zitat

    @4: Auf die Art des Entzuges hat der Kraftfokus keinen Einfluss. Der Fokus tut nur das, was die Regeln ihm zugestehen.

    Die Art des Entzuges wird nicht durch die Anzahl der Würfe bei der Widerstandsprobe, sondern beim Vergleich des Magieattributs mit der Kraftstufe des Spruches, ermittelt.

    Hedm. Das ist klar. Ich kam auf die Frage, da im Legends bei Lugh Surehand der Powerfocus zu dessen Magiestufe hinzugezählt wurde: Magie 16 (20). Handelt es sich hierbei dann um einen Druckfehler?


    Gruß Fallen

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