[IP] Doc Wagon

  • „Mit welchem Gefahrenlevel werden wir es hier voraussichtlich zu tun haben? Und welchen Status haben wir gegenüber den örtlichen Sicherheitskräften?“


    Fairfax lehnt sich leicht vor, das ist eine gute Frage, wie er findet, er spricht ruhig:

    „Das Gefahrenlevel variiert – aber rechnen Sie damit, dass Sie öfter über der roten Linie arbeiten als darunter. In den Docklands haben wir eine Mischung aus organisierten Gangs, einzelnen Gewalttätern, und, je nach Einsatzort, auch Crittern. Wenn es schiefgeht, dann meistens schnell und laut.“


    Er wirft einen kurzen Blick zu MacKenna.

    Der Sicherheitschef ergänzt knapp: „Die meisten Gangs hier haben militärische Altlasten. Keine improvisierten Schlägertrupps – sondern Leute, die wissen, wie man ein Feuergefecht führt.“


    Fairfax nickt und fährt fort:

    „Was Ihren Status betrifft: Sie arbeiten offiziell als DocWagon-Spezialteam. Die Metropolitan Police und die Hafenbehörde sind angewiesen, uns im Einsatz nicht zu behindern – und wir koordinieren, wenn möglich, mit deren Leitstellen. In der Praxis heißt das: Solange Sie nicht ihre Arbeit blockieren oder deren Einsatzkräfte in Gefahr bringen, halten sie sich raus. Das gilt nicht für korrupte Cops oder private Sicherheitsfirmen mit eigenen Interessen. Halten Sie die Augen offen.“


    ——


    „Sir, wie lange wird die Einarbeitung des Teams sein und wie hoch wird das Stresslevel in den Übungseinheiten sein?“


    Fairfax findet diese Frage eher unangenehm, das liegt aber nicht an der Frage sondern an der Antwort, die er geben muss: „Einarbeitung im klassischen Sinn gibt es nicht. Wir haben keine Zeit, Sie wochenlang warm laufen zu lassen. Heute: Briefing, Ausrüstung, erste Standortübungen. Nur einige wenige medizinische und technische Drills. Morgen sind Sie regulär im Einsatzplan. Betrachten sie das als ihr Training, sie werden zu Beginn deutlich mehr Unterstützung durch die Leitstelle bekommen. Ich werde anfangs persönlich dort sein, wenn sie draußen sind. Die ersten Wochen, habe ich ihren Schichtplan übernommen.


    Er wendet sich halb zu Ashworth, die ohne aufzublicken sagt:

    „Die medizinischen Drills sind realitätsnah. Wir trainieren unter Zeitdruck, mit Lärm, Blut und allem, was draußen auch auf Sie wartet. Wer da schon zögert, sollte gar nicht erst rausfahren.“


    Gears wirft trocken ein: „Und wenn die Übungstechnik nicht spinnt, gibt’s sogar Explosionen an den richtigen Stellen.“


    Fairfax ignoriert den Spruch und schließt knapp:

    „Das Stresslevel ist hoch, weil es draußen noch höher ist. Sie lernen unter Druck – oder Sie lernen gar nicht.“


    ——


    Das Gespräch geht noch einen Moment… als ein Alarm ertönt… der Bildschirm an der Wand pulsiert rot und zeigt dann einen roten Punkt auf der Karte.


    Der Alarm zerreißt die konzentrierte Stimmung im Raum.

    „High-Rescue-Einheit: medizinischer Notfall, Kategorie Rot, Docklands Pier 4. Alle verfügbaren Teams in Bereitschaft – nächstgelegene Einheit 12 Minuten entfernt.“


    Fairfax hält inne, das Datenpad in der Hand. Kein Wort. Sein Blick liegt für einen Moment auf der Einsatzmeldung, dann auf der Tür, als könnte er den Pier durch die Wand sehen.


    MacKenna lehnt sich leicht vor, die Stimme tief und ruhig: „Du denkst drüber nach, ob du die Frischlinge losschickst.“

    Fairfax nickt knapp – kein Kommentar, aber deutlich genug, dass klar ist: Einschätzungen sind willkommen.


    „Pier 4 ist offenes Gelände mit zu vielen toten Winkeln. Gut für schnellen Zugriff, schlecht, wenn’s ’ne Falle ist.“


    Ashworth verschränkt die Arme, ihr Tonfall sachlich wie immer. „Medizinisch gesehen ist jede Minute Verzögerung kritisch. Ab Minute neun sinken die Überlebenschancen rapide.“


    McMillan dreht das Multitool in der Hand, als sei es Teil seiner Gedanken. „Und die Sensoren am Pier? Immer noch unzuverlässig. Bedeutet: keine schönen Datenfeeds. Fliegen fast blind.“


    Fairfax lässt den Blick einmal um den Tisch wandern. Hält bei jedem vom neuen Team 17 kurz inne – prüfend, fast messend. Die Sekunden dehnen sich, gefüllt von Alarmton und Erwartung. Es fühlt sich an, wie eine Ewigkeit, doch momentan sind es inklusive der Einschätzungen, die schnell und akkurat kamen, 14 Sekunden.


    Das Führungsteam ist ein sehr eingespieltes Getriebe, in dem jedes Zahnrad greift, als wäre es perfekt aufeinander abgestimmt. Als wäre präzise dafür erstellt worden. Doch Team 17?

  • Normalerweise würde Carmen kein Problem dabei sehen gleich in den Einsatz zu gehen.

    In ihrer Einheit gab es laufend neue Rekruten, welche zwar die Grundausbildung hinter sich hatten, aber keinen Schimmer davon, wie die Gegebenheiten Vorort sein würden.


    Sie ging aber stark davon aus, dass sie hier nicht gleich auf keine Lycaner oder ähnliche Gefahren stoßen würden.


    Wie es mit den Leuten hier aussehen würde konnte sie schwer abschätzen. Sie alle hatten zwar Erfahrung, jedoch waren diese höchstwahrscheinlich sehr unterschiedlich und konnten im schlimmsten Fall sogar total gegensätzliche Reaktionen auslösen.


    Sie blickte Fairfax direkt an und als sich ihre Blicke trafen nickte sie kurz.

  • Thomas Nightingale (Hooker)


    Hooker wollte schon beim Alarm aufspringen. Aber er hielt sich zurück.

    Dafür lehnte er sich vor und schaute Fairfax mit ernster Miene an, nachdem sein Blick einmal jedes Teammitglied musterte.

    "Sir, ich bin kein Mann vieler Worte. Aber für solche Einsätze wurden wir doch von ihnen ausgesucht, oder? Ja wir sind noch nicht eingespielt, aber das Equipment ist sowohl in der Ares Venture standartmäßig immer am gleichen Ort als auch in unseren Rucksäcken oder Tragetaschen. Wir sind alles Profis. Wir schaffen das! Lassen Sie uns unseren Job machen. Wir können in spätestens acht Minuten in der Luft sein. Außer Sie haben Zweifel. Sir!"

    Hooker wartete auf Fairfax Antwort.

  • Mira Caldwell


    Mira Caldwell fühlte den Druck. Sie würde die Operation leiten müssen wenn sie jetzt da raus gingen. //Würde Fairfax sie jetzt ebenfalls begleiten?//

    Sie griff die Kaffeetasse fester. Es war gerade woran sie sich fest halten konnte. Mira schaute ebenfalls in die Runde. Schaute in jedes Gesicht. //Ja sie waren hierfür alle ausgebildet worden. Aber sie hatten noch keine Möglichkeit als Team zusammen zu wachsen. Draußen waren Metamenschen die ihre Hilfe benötigten.//

    Dann sagte sie mit fester Stimme. Mira hatte sich entschieden. "Sir! Schicken Sie uns da rein. Wir retten Leben. Das ist unsere Mission."
    Dann fügte sie hinzu.
    "Sie können ein weiteres Team als Backup anfordern falls alles den Bach runter gehen sollte."

  • Taylor spürte, wie sich unvermittelt sämtliche kleinen Härchen in seinem Nacken aufzustellen schienen, als der plötzliche Einsatzalarm zu einer ordentlichen Adrenalinausschüttung führte, dessen Auswirkungen auf seinen Blutkreislauf sein integraler Vitalmonitor in Taylors AR schematisch mit einer steil ansteigenden Kurve darstellte. Instinktiv schaltete er den Aufmerksamkeitsbooster zu, um seine Wahrnehmung des Lagebilds noch weiter zu schärfen.


    In der Welt der bewaffneten Notfallrettungsdienste waren 12 Minuten eine Ewigkeit und der Einsatzort befand sich genau hier in den Docklands. Fairfax würde sie einsetzen müssen, erkannte Taylor, nicht eingespieltes Team hin oder her. Kämen sie so dicht an ihrer brandneuen Niederlassung viel zu spät zu einem Einsatzort und verlören vielleicht sogar den Patienten, wäre das für DocWagon ein mediales Desaster allergrößten Ausmaßes. BuMoNa würde die Öffentlichkeit das nicht vergessen lassen, denn womöglich könnten sie ihren größten Konkurrenten damit direkt wieder aus dem Markt drängen.


    Gedankenschnell verband sich Taylors modifiziertes Transys Avalon Kommlink mit der Ares Venture, die im Wartungsmodus auf Landepad 6 ruhte. Er versetzte die gepanzerte Vektorschubmaschine in den Bereitschaftsmodus und verfolgte einige Sekunden, wie sich die Versorgungsleitungen für die Treibstoffaufnahme und die Energieversorgung trennten und das halbe Dutzend handtellergroßer Reinigungsdrohnen in die Wartungsschächte unter dem Pad zurückgeschickt wurden. Der leistungsfähige Autopilot der Venture checkte bereits alle Bordsysteme und begann mit dem Vorlauf der Turbinen. In zwei Minuten würden sie abflugbereit sein.


    »Delta Victor Four Two, Abflugbereitschaft in 120 Sekunden. Warte auf Einsatzfreigabe«, sagte er laut mit einem offenen Kommunikationslink zu Air-Dispatch. Als er fragend zu Fairfax aufblickte, streifte er für einen Wimpernschlag den Blick seiner neuen Bodeneinsatzleiterin, Mira, rief er sich ins Gedächtnis, und glaubte Zustimmung in ihren Augen gesehen zu haben. »Sir, haben wir Einsatzfreigabe?«, fragte Taylor ruhig

  • Verity Hargrave


    Veritys Zustimmung war nachdem alle zugestimmt hatten sowieso nur noch obligatorisch. Vielleicht hatte Fairfax sie auch genau deswegen als letztes angesehen. Er kannte sie und ihren Ruf gut genug, um zu wissen das sie zustimmen würde.


    Aufrecht da sitzend umspielte ein Lächeln ihre Lippen, sie nickte und nahm würdevoll den letzten Schluck ihres Tees. Vielleicht sah man es ihr nicht an, doch seitdem der Alarm ertönte war sie bereits innerlich Einsatzbereit.

  • Fairfax hält noch einen Moment inne, dann schließt er die Hand zur Faust und nickt. Entscheidung getroffen.

    „Gut. Team 17 geht raus.“


    Seine Stimme schneidet durch den Raum, und sofort wird alles geschäftig.


    „Team 17 – Expresslift, sofort. Oben wartet Shepherd-1. Ihre Ausrüstung kommt nach, Sie rüsten sich auf dem Flug aus. Abflug ASAP. Caldwell, Sie führen draußen. Ihr Wort gilt, sobald Sie am Boden sind.“


    Er tippt sein Comlink an:

    „Harris, volle Standardausrüstung für Team 17 in den Expresslift. ASAP.“


    Dann verteilt er Befehle an seine engsten Leute:


    „Ashworth – Sie bleiben an der medizinischen Zentrale. Ich will eine lückenlose Datenleitung zu den Biomonitoren. Back-Up-Optionen halten Sie parat.“


    „MacKenna – Sicherheitslage im Sektor prüfen. Ich will wissen, wer dort unten noch unterwegs ist.


    „McMillan – Shepherd-1 und die Drohnen. Null Ausfälle. Ich will Statusmeldungen alle dreißig Sekunden, solange die Maschine in der Luft ist.“


    Die Antworten kommen prompt:


    Ashworth stellt ihre Tasse ab, die Stimme ruhig und präzise: „Überwachung läuft. Alle Vitaldaten stehen auf Ihrem Schirm.“


    MacKenna nickt knapp, der Blick hart: „Verstanden“


    McMillan tippt schon über sein Pad, grinst schief: „Shepherd-1 fliegt, Boss. Und wenn er’s nicht tut, dann haben wir ganz andere Probleme.“


    Fairfax hebt die Stimme ein letztes Mal, an alle gerichtet:

    „Leitstelle – Fairfax. Ich koordiniere den Einsatz persönlich. Melden sie sobald ein anderes Team Backup leisten kann. Halten Sie alle Kanäle offen, ich will Live-Feed ohne Verzögerung.“


    Ein sirrendes Signal markiert die Umstellung auf Einsatzmodus. Der Expresslift fährt vor, Türen gleiten auf. Fairfax richtet den Blick an Team 17. Eine simple Handbewegung deutet an, dass sie ausrücken sollen!

  • Mira Caldwell
    "Ihr habt Fairfax gehört. Es gilt Leben zu retten." sagte sie in ihrer "Notaufnahmenstimme". Ein Tonfall, der alle aufhorchen lies und auch befolgen. Das schlimmste was passieren konnte wenn bei einem Großeinsatz das Chaos ausbrach. Dadurch passierten Fehler. Und Fehler kosteten Metamenschenleben.
    Mira steht prompt auf als sie das go von Fairfax bekommt. Sie war froh sich gestern die Zeit genommen zu haben sich vertraut mit dem Stützpunkt und der Ausrüstung zu machen. Jetzt wusste sie genau wohin sie musste. Sie war noch kein Profi sich die wuchtige Rüstung an zu legen, Ein Kittel war einfach einfacher aber weniger sicher.

    Mira lässt mit einem wehmütigem Blick den Kaffee zurück. und steigt dann schon in den Expresslift. Der Lift wartet bis alle drinnen sind. Milisekunden später schießt er hoch zum Deck wo ihr Einsatzfahrzeug wartet. Draußen stand auch schon ihre Ausrüstung. Gut beschriftet. Nicht das jemand noch in der Aufregung sich das falsche Paket schnappte.
    Mira wuchtete sich die Rüstung auf den Buckel um ein zu steigen.
    //Verdammt die Rüstung ist echt schwer.// Sie nahm sich vor eine Mitgliedschaft in einem ansässigen Fitnessstudio ab zu schließen.

  • Thomas Nightingale (Hooker)


    Hooker hört zu und das Adrenalin schießt nur so durch seinen Körper. Als Fairfax die Bestätigung für den Einsatz gibt ist sein Körper schon quais aus dem Stuhl raus. Den Becher lässst er einfach auf den Tisch stehen. Er kann ihn später holen oder kauft sich einfach einen Neuen.


    Mira reißt vor ihm die Türe auf, er greift nach dem Türgriff und sorgt dafür, dass die Türe verankert bleibt und somit für die restlichen Teammitglieder offen bleibt. Er rennt hinter Mira her und kommt als zweites am Expresslift an.

    Die Fahrt nach oben zu den Landeplätzen ist wirklich schnell, aber man spürt keinerlei Kräfte, so gut ist die Technik des Liftes. Als die Türen sich öffnen, weht ihm der Wind entgehen. Die Luft ist klar und sauber hier oben, obwohl der Smog unten durch die Londoner Straßen zieht.


    Die Ausrüstung die im Lift bereit liegt, schnappt er ich und wirft sich den Rucksack über den Rücken. Die Panzerung kann er sich in der Vektorschubmaschine anziehen. Außerdem muss er nochmal seine Waffen und die restliche Ausrüstung prüfen. Der Manschafts- und Rettungsbereich im hinteren Teil des Maschine ist sauber und aufgeräumt. Man riecht den beißenden von Desinfektionsmittel. für den Start schnallt er sich schnell an, während sich sein Kommlink automatisch mit dem System des Ares Venture. Er schließt nochmal kurz seine Augen um seine innere Mitte zu finden und atmet dann ganz langsam aus. Dann öffnet er wieder die Augen.

    //Rocken Roll Baby, es kann los gehen//

  • Taylor sprang sofort auf, als die Entscheidung getroffen war. Der halb ausgetrunkene Soykaf war vergessen und verblieb einsam auf dem sich schnell leerenden Konferenztisch. Ihr Einsatz stand unmittelbar bevor! Er lief unmittelbar hinter Caldwell auf die Tür des Besprechungsraumes zu, nur Nightingale war noch schneller und stabilisierte die geöffnete Tür vor ihm, damit sie nicht wieder zufallen konnte.


    Der Expresslift brauchte nur Sekunden, um sie auf das Dach zu bringen, aber für diesen Moment ruhig stehenzubleiben fiel Taylor enorm schwer. Die Zeit bis zum Öffnen der Aufzugstüren schien sich zu Minuten auszudehnen. Endlich sprangen die Türen, begleitet von einem sanften Ping, auf. Taylor stürmte mit dem Team nach draußen und schnappte sich im Vorbeigehen die Duffelbag mit seiner Ausrüstung, nebst dem obenauf befestigen XM30-Sturmgewehr von HK. Als Pilot trug er standardmäßig immer seinen gepanzerten Pilotenanzug mit der Underarmor, da sich nun einmal schlecht auf dem Flug umziehen konnte. So musste er aber praktischerweise nur die superkompakte Ingram Smartgun X Maschinenpistole, deren Schulterstütze für ihn entfernt worden war, aus der Tasche ziehen und in das Schnellzieh-Holster an seinem rechten Oberschenkel einrasten lassen. Klick. Er war bereit.


    Bei Taylors Annäherung begann die Vektorschubmaschine noch einmal mit einem respekteinflößenden Surren die Turbinen zu testen, um die optimale Betriebstemperatur schon zu erreichen, bevor sie abhoben. Und dafür würden sie sehr bald bereit sein. Er sprang in das Passagierabteil der Ares Venture und ging sofort nach vorne in das Cockpit, wo er seine Einsatztasche unter dem Pilotensitz verstaute und sich den Pilotenhelm griff. »Alle da?« sendete er über das Netzwerk des Teams, während er sich in den Sitz fallen ließ. Sobald er den Helm aufgesetzt hatte, schoss der Autopilot die Elemente des 5-Punkt-Gurtes aus der Verkleidung des Pilotensitzes und zog die karbonfaserverstärkten Gurte fest, als sie vor ihm eingerastet waren. In seiner AR ordneten sich eine Reihe Diagramme und Checklisten, die ihm detaillierte Informationen über den Status ihres Thunderbirds bereitstellten. Leuchtendblaue Linien zeichneten vor ihm den Abflugvektor in den grauen Himmel. Taylor öffnete einen weiteren Kanal zu Air-Dispatch. »Shepherd One. Freigabe zum Abheben von Pad 6.«

    Einmal editiert, zuletzt von Dschinn () aus folgendem Grund: Schreibfehler

  • Verity Hargrave


    Ohne Hast aber auch ohne zu bummeln steht Verity auf, ihr Tee und ihre Tasse bleiben auf dem Tisch, man muss schließlich Prioritäten setzen.


    Sie folgte ihrem Team zum Aufzug der sie alle hoch zur Landeplattform bringen würde. Der Fahrstuhl öffnete sich. Ein Schwall kalter Luft, durchsetzt vom Geruch nach Kerosin und Regen, fegte herein. Der Helipad lag vor ihr, im Dunst des grauen Londoner Himmels. Techniker liefen, Rotorblätter kreischten, und Verity trat hinaus – Sie schulterte ihre Rüstung auf der einen und ihre Ausrüstung auf der anderen, spürte das vertraute Gewicht und ging zum Helikopter um einzusteigen die gleiche Haltung in jeder Geste: stoisch, pünktlich, britisch.


    "Alle da?"


    "Hargrave an Bord"

    Bestätigte sie die Anfrage des Piloten knapp.

  • Carmen Kowalsky (KC oder Hunter)


    Nun - das war abzusehen. Doc Wagon konnte es sich nicht leisten mit weniger als 100% zu agieren - schon gar nicht jetzt, in dieser kritischen Phase der Etablierung des Namens hier in London.

    Sie stand auf und folgte zügig den anderen. Auch wenn der Job neu, sie mit der Umgebung und dem Team noch nicht ganz so vertraut war, so war der ganze Ablauf schließlich doch nur Routine.

    Bereitgestellte Ausrüstung und Bewaffnung aufnehmen und Abmarsch in Richtung Dach.


    Die Venture lief bereits an und bald würden sie unterwegs sein. Unterwegs zu ihrem ersten gemeinsamen Auftrag.


    Sie blickte nochmal zurück um sicher zu stellen, dass sie die letzte war bevor sie an Board ging.


    "Hunter an Bord - Team vollständig"

  • Shepherd 01 – 2. Januar, 08:24 Uhr


    Die Triebwerke der Shepherd 01 jaulen auf, als sich die Maschine vom HQ-Dach erhebt. Ein kurzer Druck in den Sitzen, dann kippt das Schiff nach vorn und nimmt Kurs auf die Themse. Unter euch verschwinden die Docklands im grauen Dunst, Kräne und Lagerhallen ziehen wie Schatten unter der dichten Wolkendecke vorbei.


    Im Interkom klickt es. Fairfax meldet sich, die Stimme ruhig, sachlich – so, als hätte er den Ton seit Jahren perfektioniert.

    „Team 17, hören Sie zu. Wir haben ein Signal von Pier 4, Frachter Stalwart. Patient ist ein zahlender Gold-Level-Kunde, männlich, Ende fünfzig. Diagnose: akuter Herzstillstand, Reanimationsprotokoll läuft über internes System. Laut Biosignal noch erreichbar, aber instabil.“


    Eine Pause. Dann fügt er nüchtern an:

    „Wir gehen im Moment von einem reinen medizinischen Notfall aus. Keine bestätigten Feindkontakte, keine Meldungen über Kämpfe oder Explosionen. Die Umgebung ist allerdings Docklands-typisch – das Risiko bleibt hoch. Erwarten Sie also das Unerwartete.“

    Der Mann ist nicht nervös, er ist konzentriert, sachlich und wirkt dennoch ein bisschen beruhigend auf das Team. Er klingt als müsse jeder nur seinen Job machen, dann wird das schon.

    Noch ein Klicken. Diesmal MacKenna. Seine Stimme ist härter, knapper, wie ein Messer neben der ruhigen Klinge von Fairfax.

    Sein digitaler Finger wandert über die Markierungen.

    „Mögliche Gang-Positionen hier, hier und hier.“ Rote Kreise leuchten auf. „Nördlich, an den Kisten, und weiter zurück bei den Lagerhäusern. Klassische Hinterhaltlinien. Die Jungs da draußen kennen das Gelände besser als Sie.“


    „Das Schiff liegt am Pier. Drei mögliche Zugänge: Laderampe direkt am Kai – groß, schnell, aber offen wie ’n Schießstand. Seitliche Luken – enger, besser gedeckt. Oder von oben aufs Deck. Überraschungseffekt, dafür ’n Containerlabyrinth, in dem sich jeder Idiot verstecken kann.“

    Man hört, wie er das Pad beiseitelegt.

    „Meine Empfehlung: Seitliche Luken. Kontrollierter, gedeckt, weniger offene Flanken. Dauert ein paar Sekunden länger, aber bringt Sie sicherer zum Patienten.“

    Nichts deutet darauf hin, dass diese Empfehlung bindend wäre. Wenn man seinen Ton langsam kennt, könnte man ahnen, dass es eben einfach das ist: eine Empfehlung!


    Draußen wird das Brummen der Triebwerke tiefer, als die Shepherd 01 die letzte Kurve nimmt.


    Und dann taucht das Ziel auf.


    Der Frachter liegt am Pier, rostige Flanken, Container türmen sich wie bunte Mauern auf dem Deck. Am Kai stehen ein paar Fahrzeuge, vereinzelte Gestalten bewegen sich zwischen den Kisten – schwer auszumachen, ob Hafenarbeiter, Gangschatten oder einfach Pechvögel, die zur falschen Zeit am falschen Ort sind. Die seitlichen Luken sind deutlich zu sehen, verschlossen, aber erreichbar. Von oben wirkt das Deck wie ein klares Labyrinth – verwinkelt, gefährlich, voller Schatten.


    Die Shepherd 01 hält über dem Zielgebiet, Triebwerke kreischen, stabil im Schweben. Türen bleiben verriegelt, bis die Entscheidung gefallen ist.


    Jetzt liegt es an Team 17, wo sie ansetzen.

  • Mira schaute sich die Scenerie von ihrem erhöhten Blickwinkel an.


    Für so etwas war sie ausgebildet worden, aber dies war ihr erster Einsatz. Ihr fehlte einfach die Erfahrung um die Situation richtig einschätzen zu können.

    Unten lag ein Goldkunde. Also nicht die aller höchste Priorität wie ein Platin oder gar Ultraplatin Kunde. Aber wenn sie den Kunden verlieren würden wäre das schlecht für ihre Reputation und schlecht für die Moral des Teams. Und wenn sie gleich am ersten Tag jemanden verlieren wäre das katastrophal.
    In der Notaufnahme hätte sie instinktiv gewusst was zu tun wäre. Da musste sie nicht mehr lange nachdenken.

    Über das interne Funk fragte sie. "Hooker wie ist die Lage? Können die Sensoren irgendeine Bedrohung ausmachen?"

  • Thomas Nightingale (Hooker)

    Während des kurzen Flugs zum Einsatzort überprüft er nochmal schnell seine MP75 und sein Sturmgewehr vom Typ Optium II, die Jungs von der Verwaltung waren nicht so ganz gut gelaunt als er das Antragfomular mit der Optium angegeben hatte. Natürlich eine Ami-Konzern sieht es lieber wenn auch amerikanische Waffen im dem jeweiligen Einsatzteams benutzt werden. Aber die Optium hat ihm einfach in der Vergangenheit bei seinen Einsätzen für die BuMoNa seinen Arsch und das seiner Teammitglieder gerettet.

    Sein Hartschalenrucksack war auch noch so ausgestattet wie er ihn bei Magazin abgegeben hatte. Gut Manchmal fummeln die Mädels oder Jungs von den Magazin nämlich an den Ausrüstungend er Teams rum, weil dies oder jenes nicht dem Standard entspricht. Aber he, sie sind kein normales Einsatzteam von Doc Wagon.


    Als die Sheperd 01 in den Schwebezustand übergeht schaut er kurz raus und versucht sich einen Überblick über die Situation vor Ort zu machen. Dafür zoomen seine Cyberaugen dann Sichtverbesserung näher ran und kann dank der Rechtlichtverstärkung die Stituation trotz des miesen Wetters besser wahrnehmen.


    Dann ruft er noch kurz ab was er über die Gang vor Ort weiß, immerhin hat er schon länger hier in London gearbeitet. Er richtet noch kurz sein Subvokales Mikrofon bevor er zu sprechen beginnt. Die Macke hat er von seinem alten Ausbilder. Die neue Mikrofone rutschen eigentlich gar nicht mehr, dank der super Haftkleber. Die alten Dinger aus den 50er waren während des Einsatzes dank des Schweißes manchmal verrutscht.


    " So Leute, hier vor Ort sind mindestens drei Gangs aktiv. Die The Wreck Dogs, The Black Wharfs und die The Brine Sons. Die letzt genannte Gang sind wohl die Jungs die am meisten Ärger machen würden.

    Ex-Soldaten der Britischen Armee. Kommen über das Wasser und sind schwerbewaffnet. Die beiden anderen Gangs sind an guten Tag neutral, an schlechten Tag machen sie uns Probleme."


    Er macht eine kurze Pause.


    "8-10 Personen sind auf dem Pier selber, wobei Zwei offensichtlich bewaffnet sind. Das Lagerhaus auch wenn es etwa weiter weg ist, würde ich als rote Zone einstufen. Wir wollen doch keinen Ärger mt den Partygästen haben, oder?


    Hooker markiert den Bereich um das Lagerhaus mit einer roten Krei, die er per Tablet markiert.
    Dann markiert er am Anfang des Piers einen Bereich gelb.


    "Hier sind zwei Personen auf Bikes. können schnell zu uns vor stoßen und uns Probleme bereiten. Schlimmer ist hier, das Schnellboot und die zwei Metas die sich darauf befinden. Das könnten mit hoher Wahrscheinlichkeit Mitglieder der The Brine Sons sein. Da müsstest du, Taylor und deine Co-Pilotin ein Auge drauf haben.

    Meine Empfehlung wäre es die seitlichen Zugänge auf der Backbordseite zu nutzen, falls wir heute schlecht gelaunte Ganger da haben, würden wir nur von der Wasserseite aus angegriffen werden, außer die Gangs trauen sich auf Schiff. No Risk no Fun"