Ripper nervte die joviale Art ihrer Mitstreiter. Nachdem sie die AR Informationen gechekt hatte und so nun Gesichter den Avataren und Namen zuordnen konnte war sie überrascht. Bei der Ghostlady hatte sie eine hagere alte Frau erwartet. Näher am Tod als am Leben und nicht so eine pralle Frau.
Der Akademische Arzt passte so gar nicht zu dem Quarterback und der Kappie Rick schien doch ein wenig zu passen.
Der Opa Kyle war wohl doch nicht der Jungspund für den sie ihn gehalten hatte. Er sah rüstig aus, also musste man ihn wohl nicht tragen oder einen Rollator geben. Die Frage war eher wie ausdauernd er war. Sein kurzer Peptalk konnte sie nicht wirklich aufheitern.
"Wir werden sehen." brummte sie auf den Spruch von Soldatenjunge und Ghostlady. Ripper war es gewohnt das sie geschnitten wurde. Ihr mit Ablehnung begegnet wurde. Sie ausgegrenzt wurde. Gemobbt. Und das war so tief in ihr verankert das sie nun ebenfalls so auf ihre Umwelt reagierte. Nur im Urban Brawl Team hatte sie Anerkennung gefunden. Dort waren alle kaputt gewesen.
Das Wetter wurde immer schlimmer. Ripper schaute durch das Fenster und betrachtete den Weltuntergang. Ghostlady hatte wohl recht. Sie würden wohl eine Zeit hier noch warten müssen.
Sie nahm noch einen Schluck und schaute in den Gang. Wollte sehen ob die Sicherheitsleute mit der Töle noch umherstreiften. Am liebsten hätte sie der Töle die Kehle rausgerissen.
[IP] Herate - Stimmen aus der Vergangenheit
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Ort: Frankfurt International , Groß-Frankfurt, ADL
Datum: 19.05.2076
Uhrzeit 01:35 Uhr (GMT + 1 Std.)
Die anwesenden Flugäste haben in der Zwischenzeit einen Platz im Barbereich oder auf einen der Sitzbänke in der Flughalle gefunden. Der Lärmpegel hat sich deutlich erhöht, durch die Gespräche, die um die Gruppe herum geführt werden. Die Mietbullen vom Sternenschutz bleiben pflichtbewusst in der Halle, Der Hundeführer führt seinen Hund geschickt aber recht unauffällig um ein paar Gepäckstücke der Anwesenden herum, während der Gruppenführer und seine beiden anderen Kollegen weiter sich unterhalten, aber dabei immer wieder einen verstohlen Blick zu Hundeführer werfen.
Christopher stellt die Bestellung von Bones auf den Tisch, lächelt einmal in die Runde.
"Kann ich für die anderen Anwesenden noch was bringen?"
Da prasselt der Regen auch schon auf die Glasscheibenfront nieder. Die Tropfen sind so groß und die Wassermassen die vom Himmel fallen so groß, dass schon nach ein paar Sekunden, man nur noch verschwommen sieht, was draußen los geht. Die Lichter der vorbeifahrenden Fahrzeuge sind nur noch grob zu erkennen und die wenigen Passanten sind vom Bürgersteig verschwunden.
Ort: irgendwo in der Wüste
Datum: 19.05.2076
Uhrzeit 04:44 Uhr (GMT + 1 Std.)
Die Fahrt geht weiter, nur die Scheinwerfer erhellen den Bereich der Wüstenpiste und ein wenig den Bereich der Wüste, die die Scheinwerfer ausleuchten. Stein, Felsen ein paar Kakteen am Pistenrand, eine Wüstenechse flitzt von einem Stein, als die Echse im Bereich der Scheinwerfer gelangt. Wind pfeift Kazim um die Ohren und das Tuch vor seinem Mund schützt ihn vor den Wüstensand. Die alte Motorradbrille seine Augen.
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Ort: irgendwo in der Wüste
Datum: 19.05.2076
Uhrzeit 04:44 Uhr (GMT + 1 Std.)
Die Versorgung des zweiten Verstecks - einem versandeten Dorf, dass größtenteils von der Wüste verschlungen wurde, lief ohne weitere Vorkommenisse.
Nun ist er auf dem Weg zum letzten Versteck, um dann anschließend in die Nähe der Basis zu fahren. Er hatte beschlossen dort eine kurzen und maximal unauffälligen Abstecher zu machen, um sich kurz selbst einen ersten Überblick des Terrains zu verschaffen, hat aber nicht vor in die unmittelbare Nähe der Basis zu gehen. Er hat inzwischen 3 Coffein-Tabletten intus, merkt aber das langsam die Müdigkeit einkickt. Deshalb wird er im letzten Versteck rasten bevor er sich in Richtung der Berge aufmachen wird.
Die Bestelliste hatte er inzwischen zu seiner Schieberin übermittelt um sich mit dieser in Marrakesh in ca. 30 Stunden zu treffen.
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Bones schenkt Christopher ein charmantes lächeln.
"Vielen Dank. Fürs erste benötige ich nichts weiter."
Die junge Elfe wartet noch ab, ob jemand anderes etwas bestellt. Als Christoph sich wieder zur Bar begibt erhebt Bones ihr Getränkt und meint:
"Auf ein paar interessante Tage und eine erfolgreiche Rückkehr."
und wiederholt damit exakt den Satz den sie vorher gesagt hat. Sollte jemand aus der Runde darauf bestehen, dann wird sie auch mit dieser Person anstoßen. Wie zum Hohn zuckt exakt in diesem Moment ein Blitz über den Himmel und ein recht lauter Donnerschlag dröhnt jedem in den Ohren. Bones grinst bei dem Zufall breit, was ihr ein leicht gruseliges Aussehen verschafft. Dann nimmt sie einen Schluck aus ihrem Glas und genießt den fruchtig frischen Geschmack. Ihre eitrig gelben Augen schauen dabei in die Runde. Irgendwie hat man den Eindruck als würde Bones versuchen die noch verbleibende Lebenszeit von jedem der Anwesenden zu erraten. Dieser Eindruck ist jedoch flüchtig und so wenig greif- oder haltbar wie das Licht der Sonne.
Mit einem feinen Lächeln stellt sie das zur Hälfte gelehrte Glas auf den Tisch und schaut in freudiger Erwartung in die Runde. Bisher ist die Truppe von einem gut eingespielten Team so weit entfernt, wie ein Hamster vom Schwimmen mit Haifischen.
//Herje, dass kann ja heiter werden. Das letzte Team hat sich zumindest mühe gegeben zusammen zu wachsen. An mir solls nicht liegen. Obwohl, neben der Gewitterziege will ich nicht gerade den ganzen Flug lang sitzen. Irgendwie bekomme ich Gänsehaut bei dem Gedanken.//
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Kyle nimmt einfach ein Wasser. Er ist schon immer der Typ schweigsamer Anführer. Das ist im Alter eher deutlicher als schwächer geworden.
Wenn es nichts zu besprechen gibt, findet man ihn mit auf dem Rücken verschränkten Armen direkt am großen Fenster auf das Ungewitter starrend.Ehrfurcht… das ist das Gefühl, dass er bei diesem Anblick empfindet. Er kann dort eine ganze Weile unbeweglich stehen und zuschauen. Spricht ihn jemand, reagiert er freundlich. Er ist nich wirklich abweisend, auch wenn sein Habitus dort am Fenster das vielleicht nahelegt.
Ripper… mit der würde er gern mal ein paar Worte reden, doch nicht so, dass er sie vor der Gruppe dazu auffordert. Das müsste schon organischer passieren.
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Rick hat nur darauf gewartet anstoßen zu können und Du die Gelegenheit als Bones dann ihren Drink hat.
"Da schließe ich mich doch gerne an."
Ein wenig hatte er die Fahrt nutzen können ein paar Fakten über ihren Zielort zu recherchieren. Doch bei der schweigsamen Runde ist ihm unwohl gleich mit irgendwelchen allgemeinen Informationen oder Fun Facts zu unterhalten. Da fällt er lieber darauf zurück sich erstmal ein Bild zu machen als gleich mit dem Small Talk die Initiative zu ergreifen. Selbst das Wetter scheint ihm im Moment kein gefahrloses Thema zu sein um darüber zu reden.
Das Wetterspektakel fesselt seinen Blick immer wieder allerdings bleibt er dafür am Tisch sitzen und tritt nicht zu Kyle ans Fenster. Blitze und Donner haben einfach so eine beeindruckende Macht und es erinnert ihn jedes Mal ein wenig an seine Herkunft.
"Weiß denn schon jemand wie viele andere THW-Leute auf unserem Flug sein werden?" Versucht er dann doch irgendwann ein Gespräch in Gang zu bringen.
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"Cheers!", rief Pitch freudig mit einer Spur von Erleichterung. Er freute sich, dass diese Gelegenheit hier informeller Art blieb. So versprühte er etwas gutgelaunten Charme, offenherzig und mit ehrlichem Lächeln und versuchte dabei, gegenüber den Weißen nicht zu aufdringlich zu sein. Die mochten gute Laune bekanntlich nicht so gerne und blieben mit ihrem Mindset lieber problem- statt lösungsorientiert. So hatte er es in Europa erlebt und so würde es auch mit denen hier sein. Obwohl gerade mit Ripper zumindest ebenfalls eine indigene POC am Tisch saß. Die reagierte allenfalls genervt, wenn er lächelte, also ließ er das alsbald bleiben; zumindest bei ihr.
"Ist das wichtig?", antwortete er Rick. Pitch war noch etwas verwundert darüber, dass das Gewitter so großes Interesse auslöste. Wäre das ein Manasturm gewesen hätte er das ja verstanden, aber das hier war nur kalte Luft und warme Luft, die auf einander traf.
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Ort: Frankfurt International , Groß-Frankfurt, ADL
Sublevel U2, Sicherheitsbereich AA
Datum: 19.05.2076
Uhrzeit 02:51 Uhr (GMT + 1 Std.)
Die Luft im Kontrollraum war schwül und die Temperatur stiegen von Minute zu Minute an. Vor gut einer Stunde war die Klimaanlage aus unerklärlichen Gründen im Kontrollraum ausgefallen.
Thomas drückte genervte seine ausgerauchte Kippe in den schon viel zu vollen Aschenbecher rechts neben sich. Eigentlich war Rauchen im Kontrollraum laut den Vorgaben der europäischen Flugkontrolle strengstens verboten, aber ihr Supervisor Maximilian Krupp erlaubte seinen Mitarbeitern ein paar Freiheiten, wenn es der Arbeit förderlich ist. Thomas ging sich mit seiner linken Hand durch sein doch langsam lichter werdendes braun-gräuliches Haar.
er beugte ich nach vorne und schaute auf die AR-Ansichten die ihm seinen zugewiesenen Bereich des Flugsektor Groß-Frankfurt zeigte. Er überwachte gerade gut 32 Flüge in seinem Bereich. Und Flug 372 AA aus Barcelona machte ihm ein paar Probleme, zu mindestens wenn der Airbus auf der gerade befindlichen Höhe weiterfliegen würde.
>>Flug 372 AA, hier Flugkontrolle Groß-Frankfurt<<
>> Steigen Sie auf 24.450 Fuß und drehen sie ein auf 345 zu 450<<
>>Bitte bestätigen Sie, Over<<
Der Flugkapitän wiederholte die Anweisungen und nach ein paar Minuten war der Airbus auf einer neuen Flughöhe und würde nicht mit den Flug 455 AA SK aus Bern kollidieren. Alle anderen Flüge war entsprechend der europäischen Norm auf richtigen Kurs und benötigten keine weiteren Anweisungen vorerst zu mindestens. Das Gewitter was vor gut zwei Stunden auf gezogen war, hatte in Kontrollraum für ein paar hektische Fluränderung gesorgt und der Kaffee- und Energy Drink-Verbrauch war schlagartig gestiegen.
Thomas konnte sich kurz umschauen, da waren noch Stephan, der immer nervös wirkende Zwerg, Emilia, die hochnäsige 2-jährige blonde Elfe, Andreas und Verena die menschlichen Zwillinge und Alex, der Troll. Sie alle waren heute im der Nachtschicht tätig. Max ihr Supervisor, saß in einem Extra-Büro und konnte von dort aus auf den Kontrollraum herabschauen und hatte so Überblick über jede Station.
Die beiden Techniker, die die Klimaanlage reparieren sollten, waren immer noch nicht fertig und sahen auch nicht so aus als, ob sie schnell fertig würde.
Ihr Standardhaustechniker Simon, war laut den beiden krank und lag im Bett. Simon hätte nur gut 15 Minuten für die Fehleranalyse benötigt. Immer diese Subsubunternehmen. Genervt schaute Thomas wieder auf seine AR-Monitore. Es würde noch ein sehr lange Nacht werden, bevor der Frühdienst hier übernehmen würde. Nebenbei warf er sich noch ein paar Magenschon-Tabletten ein und spülte die Tabletten mit einem Schluck Cherry-Cola runter.
Ein paar Ebenen über den Kontrollraum hatte sich sowohl die Gemüter des Flughafenpersonals als auch der Fluggäste beruhigt. Der Großteil der massiven Gewitterfront war nach Süd-Osten abgezogen, also nach Bayern.
Zwar regnete es noch aber nicht mehr so intensiv wie vor zwei Stunden. Die Flughafenbetreiber hatte die Fluggäste darüber informiert und deshalb verließen nach und nach die Fluggäste den Barbereich und das Team war mit Ausnahme eines Norms im Geschäftsanzug und den beiden Barkeepern plötzlich alleine. Die Zwergenfamilie wurde in der Zwischenzeit von dem Bruder abgeholt, aber nicht ohne das die beiden Brüder sich lautstark gestritten hätten über Pünktlichkeit und Ordnung ist das halbe Leben.
Man tauschte noch ein paar Infos aus und betrieb Smalltalk. Kyle und Rick hatte sie noch darüber informiert, dass auf dem Flug zwanzig THW-Mitarbeiter mit am Bord seien würden. Plus die sechs Bundeswehr-Angehörige, die als Crew anwesenden seien würden. Der Flug würde gut drei Stunden und fünfundvierzig Minuten dauern, wenn alles gut laufen würde.
Eine Text-Nachricht ploppte plötzlich im Blickfeld der Teammitglieder auf. Ihr Flug würde in gut 45 Minuten. Sie wurden aufgefordert sich zum Flugfeld zu begeben.
Ein Weg-Finde-App führte die Mitglieder des Team per AR-Ansicht durch den Flughafen, an ein paar Sicherheitskontrollen vorbei, ohne dass das Sicherheitspersonal irgendwie besonders sorgfältig bei den Kontrollen gewesen wären. Typische graue betonierte Gang erwarteten die Mitglieder als sie in den nicht öffentlichen Bereich des Flughafens begaben.
Immerhin gab sich das Team als THW-Mitglieder aus und THW-Mitglieder waren in der gesamten ADL hochangesehen.
Als letztes traten sie durch eine rote Doppeltüre und schon standen die Teammitglieder im Außenbereich des Flughafens. Leichter Nieselregen erwartete die Mitglieder draußen und die Nacht war kalt. Scheinwerfer erhellten den Bereich des Flughafens , wie kleine Inseln in der Dunkelheit. Ein Shuttlebus stand bereit und nach dem alle eingestiegen waren, fuhr des autonom fahrende Transporter los. Mit gut 25 km/h fuhr der Transporter an wartenden Flugzeugen und anderen Flughafen-Fahrzeugen vorbei.
Dann tauchte ein Airbus 800 M in der Dunkelheit auf. Angestrahlt von vier großen Scheinwerfern. ein großer Transporter vermutliche ein Volvo FH 24 Aero in dunkelgrün. Die Anhängerabdeckung war in einem dunklen grau gehalten. Zwei schwere Gabelstapler fuhren zwischen dem LKW und dem Airbus hin- und her und brachten die Paletten mit Hilfsgütern vom LKW in den Bauch des Airbus. Die Laderampe war für die Verladung abgesenkt und man konnte ins Innere des Airbus schauen. Ein paar Paletten waren schon im Bauch des Airbus verfrachtet und gesichert. vier Personen standen etwas abseits der Rampe und unterhielten sich.
Ein Ork und ein Elf, sowie zwei Norms. Alle vermutlich so um die Mitte vierzig. Der Ork und der Elf hatten die klassischen dunkelgrünen Piloten-Overalls der Bundeswehr an. Zwar trugen beide nicht die klassische Sonnenbrille, aber das markante Lächeln des Orks und die natürliche Ausstrahlung des Elfen sprachen eindeutig dafür, dass die beiden heute Nacht ihre Piloten seien würden. Die beiden Norms trugen die klassischen blauen Uniformen des THW und hielten beide Laptops in ihren Händen und machten sich Notizen. Etwas Abseits stand ein Tanklaster, zwei Zwerge standen im Schatten der 800m und betanken die schwere Transportmaschine der Bundeswehr.
Der Transporter wurde langsamer und bremste dann ab. Nachdem das kleine Spatzenhirn des Transporter erkannte, dass sie nun gestoppt hatten, öffnete sich zischend vorne und hinten die Doppeltüre des Transporters.
Kalte Abendluft strömte in den beheizten Transporter und man roch, dass es vor kurzem geregnet hatte.
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Kyle sitzt während der Fahrt aufrecht in seinem Sitz. Haltung… kann er. Er redet nicht viel, er ist auch nicht der Typ, der ständig aufs Kom guckt. Er ist einfach jemand, der in dieser Welt auch mal Schweigen kann, ohne dass es ihm unangenehm ist.
Bei Ankunft schnappt er sich seinen Seesack, wuchtet ihn sich über und geht geradewegs auf den Flieger zu. Zögern ist ihm fremd. Er nickt dem Personal dienstbeflissen zu. Nicht lächelnd, aber eben respektvoll. Aufrecht und mit geradem Rücken macht er durchaus den Eindruck zu wissen was zu tun ist. Wobei das gerade ja nun recht eindeutig ist.
Im Flieger, verstaut er seine Sachen einfach und bemüht sich neben Ripper zu sitzen. Nicht weil er sie bevorzugt, sondern weil ihm ihre Launen scheinbar am egalsten sind. Ihre Art und Weise prallt an ihm ziemlich ab. Er verschränkt die Arme vor der Brust, einfach weil noch nicht genau weiß, wie er sitzen will. Das wird sich schon finden, auf dem stundenlangen Flug. -
Ripper stieg ebenfalls aus dem Transporter nachdem sie ihr Gepäck geschultert hatte. Die kühle Luft tat gut. Sie atmete kurz tief ein um dann in den Bauch des Airbus zu gehen. Sie musterte die 4 Metas. Beim Anblick des Orks stieg ihr Adrenalinspiegel ein wenig. Der sollte ihr nur nicht blöd kommen. Als sie die THW Mitarbeiter sah rief sie sich noch einmal den Namen ihrer neuen SIN ins Gedächtnis. Gretchen Donavan. Also ob sie wie Gretchen aussah. Schweigend verstaute sie ihr Gepäck und setzte sie sich auf einen der freien Sitze.
Dann setzte sich der Soldatenjunge sich neben sie. Wenn er sie während des Fluges anmachte würde er das bereuen. Er war bestimmt nicht ihr Typ. Generell machte sie sich nicht aus dem miteinander zweier Metas. Sie schaute Kyle kurz an. Der Blick sollte ihm klar zu verstehen geben ja nichts zu versuchen. Aber um sicher zu gehen das sie nicht schon wieder zu Beginn des Runs sich Feinde machte steckte sie die Grenzen ab.
"Du behältst deine Finger bei dir oder sie sind ab." knurrte sie leise.
Da sie noch Zeit hatten schnallte sie sich noch nicht an.
Sie holte einen Flachmann raus und trank einen Schluck. Sie überprüfte ob sie in der Position gut an ihr Messer kam. Den Rest der Waffen hatte sie verstaut. Sie musste an den letzten Flug denken. Als dieser Lackaffe versucht hatte sie zu töten, nur weil sie diesem Doc seine Mitbringsel aus dem Dschungel etwas näher gezeigt hatte. Das er dabei drauf ging hatte sie im Kauf genommen. Sie hatte ihn gewarnt. Sie schüttelte sich kurz unkontrolliert als sie das Gefühl hatte als ob viele winzige Füße auf ihr rum krabbelten und sie gebissen wurde. Wieder und wieder. -
Bones stößt mit denen an die wollen und schenkt ihnen auch ein freundliches lächeln. Nicht alle aus der Gruppe scheinen in sich gekehrt, durch das Unwetter abgelenkt oder griesgrämig zu sein. Mit ein wenig Smalltalk vertreibt Frau sich ihre Zeit. Stürme haben die Menschheit schon immer fasziniert und verängstigt. Ein Sturm ist immer noch eine enorme Naturgewalt die der Mensch nicht wirklich kontrollieren kann. Daran konnten weder die Magie noch die moderne Technik etwas ändern.
Als sie nach langer Wartezeit endlich aufgefordert werden sich zu ihrem Flugzeug zu begeben, ist Bones eine der Ersten die Sich erhebt und auf das entsprechende Gate zu geht. Den Kontrolleuren schenkt Bones ein schmales, wenn auch nicht ganz ehrlich gemeintes Lächeln. Sie machen hier auch nur ihre Arbeit, auch wenn sie ihre Pflichten bei den THW Leuten nicht ganz so streng nehmen. Bones kennt das von anderen Stellen. Wenn es keine Kompetenzgerangel gibt, dann sind die unterschiedlichen Behörden recht nachsichtig um Umgang untereinander. Da wechseln auch schon mal Informationen die Dienststellen ohne das es dafür eine gesetzliche Veranlassung gibt.
Der leichte Nieselregen stört Bones zwar nicht weiter, aber sie beeilt sich trotzdem in den Shuttlebus zu kommen. Nasse Klamotten sind nie angenehm. Im Flieger ist es ihr eigentlich egal wer vom Team neben ihr sitzt so langes es nicht Ripper mit samt ihrer schlechten Laune ist. Der Flug wird einige Zeit in Anspruch nehmen und da ist es doch viel entspannter wenn man jemanden neben sich zu sitzen hat der einem nicht gleich beim erst besten Satz anknurrt und schneidige Kommentare gibt. Wenn es sich einrichten lässt, dann versucht sie sich neben Pitch zu setzen um sich noch ein wenig über die Vor- und Nachteile von verschiedenen Herangehensweisen im Bezug auf die Erstversorgung zu unterhalten. Theorie und Praxis klaffen manchmal sehr weit auseinander. Je besser sich die beiden kennen, desto effektiver können sie zusammen arbeiten wenn es notwendig werden sollte.
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Mit einem künstlichen Lächeln auf den Lippen betrat Pitch den Flieger. Er war nervös, wenn er schauspielern musste und obwohl ihm die Rolle eines THWlers besser liegen müsste als die des Konzerners, machte das noch keinen guten Schauspieler aus ihm. Er beeilte sich, um sich neben Bones setzen zu können: Ihre Gesellschaft versprach professionellen Austausch ohne Anfeindungen, was sie schon fast für die Rolle seiner Sitznachbarin überqualifizierte!
Auch er verstaute sein Handgepäck, ein kleiner schwarzer Rollkoffer, im Gepäckfach. Seine Knarre und sein Schlagring befanden sich darin, er fühlte sich sicher genug um keine Waffen direkt in Griffreichweite zu benötigen; er war selbst Waffe genug.Mit einem erleichterten Ausatmen ließ er sich neben Bones nieder und sagte:
"Endlich geht es los!"
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Ort: Frankfurt International , Groß-Frankfurt, ADL
Landebereich F-2-2, Sicherheitsbereich AA
Datum: 19.05.2076
Uhrzeit 03:16 Uhr (GMT + 1 Std.)
Der Airbus 800M ist gut isoliert und man hört nicht viel von Draußen außer über die offene Hecköffnung. Der 800M ist nicht ganz Oberklasse mit Goldrand, aber mit die neuste Beschaffung bei der Luftwaffe und die Maschine scheint fast als ob sie direkt aus der Fabrikhalle gekommen ist. Die Klappsitze sind sogar mit Stoff überzogen und relativ bequem. die Innenverkleidung ist in einem hellen Grau gehalten. Die Versorgungspaletten versperren den Großteil richtig Heck zum Bug hin, sieht man die Metalltüre mit Nummernpad, die wohl ins Cockpit führt. Ein leichter Kaffeegeruch weht leicht durch den Transporter.
Rick verlässt als letztes den Bus und folgt Kyle im Windschatten, ohne viele Worte verstaut er seine Sachen und schnallt sie dann an um eine gemütliche Schlafposition für den Flug einzunehmen.
Alle Anwesenden vernehmen Stiefelgetrampel auf dem Metallboden der Maschine und einer der Norms mit der Nickelbrille, kurzen blonden Haaren und Sommersprossen im Gesicht hetzt auf sie zu. Sein THW-Anzug ist leicht durchnässt und unter seinen linken Arm trägt er seinen Laptop. Sein Gesicht ist etwas aufgedunsen und auch sein Körperbau ist leicht übergewichtig.
"Entschuldigen Sie bitte....
Er japst etwas und muss mehrmals nach Luft schnappen bevor weiterredet.
Ich ich benötige ihre SIN, bitte! Auch wenn wir uns auf den militärischen Teil des Flughafens befinden müssen wir nochmal alles gegen checken. Sie Sind das internationale Team mit Schwerpunkt Rhein-Ruhr-Gebiet richtig?"
Weitere Schritte sind zu vernehmen, aber deutlich ruhiger und sicherer in ihre Gangart.
Die beiden Piloten tauchen auf und nicken kurz alle Anwesenden nach und nach zu. Der Elf schenkt Ripper ein drei Sekunden-Lächeln. Während sein Ork-Kollege relativ emotionslos die Szene abwickelt.
Die beiden gehen an den THW-Typen vorbei.
"Na Markus, Papiere Papiere, was? Ohne Dokumente geht in Deutschland gar nichts."
Ihr THW Mitarbeiter, der Wohl Markus Ottland heißt, zumindestens auf seinen Namensschild steht Ottland, nickt kurz zu den beiden Piloten und wendet sich dann den Teammitgliedern zu.
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Als Kyle sich neben Ripper setzte, war seine erste Amtshandlung, alles so einzurichten, wie es ihm am gemütlichsten erscheint. Ausrüstung unter den Sitz. Sich ein wenig zurechtrücken und dann auf dem Kom die geplante Flugstrecke einstellen, er guckt gerne wo sie gerade sind. Als Ripper ihm dann von der Seite anspricht, hebt er eine Augenbraue. Überraschend unbeeindruckt erklärt er ruhig und ehrlich.
Mädchen, ich sitz hier nur, damit’s niemand anderes tun muss. Ich sag Dir was, wenn Du mich nich antatscht, tatsch ich Dich nich an.
Er widmet seine Aufmerksamkeit wieder seinem Kom. Diese Ripper wirkt nicht, wie die angenehme Gesellschaft, die er in jüngster Zeit zu schätzen lernte. Also fällt er in alte Muster, in denen ihm vieles egal ist. Auch die Zickerreien einer von sich selbst zu sehr überzeugten Orkin.
Das Gespräch mit Herrn Ottland führt er ebenso wortkarg. Der Mann macht seine Arbeit, Kyle wird ihn daran nicht hindern. Er erhebt sich höflich um zu antworten.
Das ist korrekt. Das sind wir.
Seine Sin ist frei gegeben. Sie zeigt die THW Identität von Karsten Mallmann, welcher kurz vor der Rente steht. Vermutlich sein letzter Einsatz. -
Die Fahrt mit dem Shuttlebus ist viel kürzer als angenommen. Um was für einen Flugzeug es sich genau handelt, dass entzieht sich Bones Kenntnis. Was allerdings angenehm auffällt ist, dass es sich wohl um einen neuen Flieger handeln muss. Das schließt schlechte Wartung schon mal aus. Ein echtes Plus in Zeiten an denen an allen Ecken und Enden gespart wird. Zügig betritt Bones den Flieger und gibt sich mühe nicht enttäuscht drein zu blicken. Militärausstattung. Ach her je. Gut, sie ist schon mehrmals mit einer solch funktionalen und optimierten Militärausstattung konfrontiert worden. Bones zuckt kurz mit den Schultern und betritt den Flieger. Neugierig schaut sie sich ein wenig um, während sie sich einen Platz aussucht. Nicht das es einen unterschied machen würde auf welchem Klappsitz sie nun Platz nimmt. Auch wenn das Militär auf eine eher spartanische Einrichtung besteht, so ist diese doch sehr funktionell. Das ermöglicht es der Elfe ihre Sachen mit einfachen Handgriffen sicher zu verstauen.
Natürlich hofft sie das sich Pitch wieder in ihre Nähe setzen wird, um das Gespräch fortsetzen zu können. Als sie mitbekommt das sich ihr Anführer neben Ripper setzt, verschafft ihm das eine kleine Anerkennung. Klar sollte ein Teamleiter mit alle seinen Teammitgliedern klar kommen. Kyle scheint jedenfalls jemand zu sein der entweder sehr leidensfähig ist, seinen Teammitgliedern nur das zumutet was er auch sich selbst zumutet oder aber einfach ein gesteigertes Interesse an Problemfällen hat. Zumindest für den Flug scheint er den Puffer zwischen Ripper und dem Team machen zu wollen.
Als dann schließlich doch noch jemand vorbei kommt und nach den SIN's des Teams fragt, ist Bones fast erleichtert. Sie glaubt zwar nicht daran das sie mit ihrer neuen SIN hier auffliegt, aber falls doch, dann ist es ihr lieber hier aufzufliegen als am Zielflughafen. Bevor sie Herrn Ottland anspricht, stellt sie mit einem Blick auf ihr Com sicher, dass dieses Ihre neue THW Identität sendet. Erst dann schaut sie Herrn Ottland offen ins Gesicht und meint:
"Nur zu, meine SIN ist für jeden offen zu empfangen. Sagen sie mir bitte falls ich meinen Kopf drehen soll."
Dabei lächelt sie Herrn Ottland an und fixiert ihn mit ihren eitrig gelben Augen.
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Ort: Konstantinopel
Datum: 19.05.2076
Uhrzeit 04:16 Uhr (GMZ + 3 Std.)
Wallenstein saß an seinem hochmodernen Schreibtisch aus Glas und Metall in seinem vollklimatisierten Büro in der 32. Etage des Draco Foundations Tower in Konstantinopel. Sein Blick wendete sich kurz vom Monitor ab um den Blick auf die Skyline von Konstantinopel zu wenden. Die Metropole pulsierte noch immer zu der späten Stunde voller Leben. Die Lichter der Stadt leuchteten und Positionslichter von Helikopter und Flugzeugen waren am Nachthimmel zu sehen.
Sein Kommlink summt. Er aktivierte sein Kommlink.
>> Ja Miss Kenthouse?<<
>>Mister Wallenstein, ein Miss Popow ist in der Leitung<<
Wallenstein war etwas überrascht Miss Popow war als Mitglieds des Teams vorgesehen, aber ihr Kontaktmann hatte ihm mitgeteilt, dass sie zur Zeit nicht zu erreichen seie.
Mal schauen was Miss Popow möchte.
>>Stellen sie durch Miss Kenthouse<<
>>Guten Abend Miss Popow, was kann ich für Sie tun?<<
Sam steht am Tresen ihrer Küche und klopft ungeduldig mit dem Zeigefinger auf den Tresen, während sie in der Warteschleife hängt um an diesem Herrn Diaz durchgestellt zu werden.
//Popow//
Sagt sie sich in Gedanken auf. Sie weiß nicht wie ihr Schieber auf den Namen kam aber die erwartet man da nun offensichtlich. Wenn Davids Studiengebühren in den UCAS nicht so teuer wären, sie hätte gar nicht direkt im Anschluss zum beendeten Auftrag einen neuen in Betracht gezogen aber so hofft sie die Chance noch nutzen zu können.
Aber dieses durchstellen. Warteschleife. Echt befremdlich, kennt sie von anderen Auftraggebern doch eher nicht. Nervt auch irgendwie.
>>Guten Abend Miss Popow, was kann ich für Sie tune? Ihr Vermittler hatte mir mitgeteilt, dass Sie gerade nicht zu Verfügung stehen. Ich bin etwas überrascht über ihren Rückanruf.<<
Er rief nochmal die Daten bezüglich des laufenden Runs in Marokko auf.
Per Komlink beauftragt er Miss Kenthouse in einen Schwarzen Kaffee zubringen.
"Nabend Mister Diaz. Ich bin früher zurück als geplant, also wenn ihr Team noch Verstärkung braucht stehe ich zur Verfügung."
Das sollte zur genüge erklären warum sie anruft, oder? Was sollte überhaupt ein anderer Grund zu sein mit diesem Diaz zu sprechen? Na ja, abwarten.
Sam fingert sich eine Zigarette aus der Schachtel und zündet sie an während sie ins Wohnzimmer geht und sich dort ans geöffnete Fenster stellt.
Die große Bürotüre schwingt auf und Miss Kenthouse, seine Nachtskekretärin stolziert auf ihren hohen roten Highheels herein. Sie trägt einen schwarz-weiß-karierten knielangen Rock und einen passenden Blazer dazu, darunter eine weiße Bluse. In ihrer linken Hand hält die blonde Normfrau eine weiße Kaffeetasse inklusive passender Untertasse mit dem gewünschten Kaffee. Der angenehme Duft verteilt sich im Büroraum.
Sie stellt die Tasse wortlos auf den Bürotisch und sie fragt ihn non-verbal, ob er noch etwas benötigt. Aber Herr Wallenstein verneint.
Daraufhin zieht sie sich wortlos zurück.
"Das dachte ich mir schon Miss Popow, eine Expertin ihres Kalibers kann ich immer gebrauchen. Bloß leider muss ich ihnen mitteilen, dass die Rahmenbedingung sich in der Zwischenzeit etwas geändert haben. Aus dem Bodyguardjob wurde ein Infiltrations- und Beschaffungsjob. Die Bezüge würden natürlich entsprechend angepasst. Hätten sie trotz der veränderten Lage immer noch Interesse an den Job?"
fragt Wallenstein, während er mit seinem Löffel die zwei beiliegenden Stück Zucker in den Kaffee vorsichtig hineingibt und parallel die audgehandelten Konditionen mit dem Team übermittelt.
-
Das sich die Gegebenheiten so schnell ändern lässt Sam zunächst mal die Stirn runzeln und natürlich braucht sie kurz um zu überschlagen ob auch das zeitlich und von den Kapazitäten her für sie gerade funktioniert. Zu gerne hätte sie außerdem gerne gewusst woher die Änderung kommt aber sowas erfährt man ja eben meist, wenn überhaupt erst auf Zusage.
Für ihr Gegenüber entsteht einfach eine Pause in der sie schweigt.
"Klar, also ja. Ich meine... wie haben sich denn die Bezüge verschoben"
Sam verdreht die Augen über sich, so ein Mist, dass hätte sie natürlich fragen müssen ehe sie zusagt!
"Schön, dass Sie zusagen. Sie erhalten 35k Y (muss ich zugeben,dass ich mir beim Betrag nicht ganz sicher bin) für den Einsatz. Das Team, welches Sie sich anschließen, infiltriert eine Versorgungsbasis des marokkanischen Militärs um an Daten zugelangen, die leider nicht mit einem Matrix-Hack zu bewerkstelligen ist."
Wallenstein rührt mit dem Kaffeelöffel im Kaffee rum, damit sich der Zucker schneller auflöst.
"Haben Sie noch weitere Fragen? Natürlich haben ihre zukünftigen Teammitglieder alle wichtigen und uns bekannten Informationen zu dem Einsatz erhalten. Das Team besteht zu Zeit aus fünf Mitgliedern. Einem Operator, einer magisch begabten Ärztin, zwei Sanitäter mit Kampfausbildung, einem weiteren Kämpfer und einem ortskundigen Aufklärer. Mit einer Mitarbeiterin der Draco Foundationen für den Matrixsupport. Unsere Mitarbeiterin ist aber selber nicht vor Ort. Außerdem sind noch zwei Mitarbeiter vor Ort, die sie mit Informationen und wissenschaftlichen Know-how unterstützen."
35k, da muss man sich das anerkennende zwischen den Zähnen durch pfeifen schon fast verklemmen. Das ist ein stolzer Lohn.
Bei den Schlagworten Versorgungsbasis und Militär wird aber auch schnell klar warum Mister "Schmidt" gut zahlen muss. Die 35k sind nämlich nicht mehr so geil, wenn man sie hinterher für einen Doc oder sonst was ausgeben muss.
//Riskant. Sani im Team?//
Sam hofft es, zumindest lebendig zurück, auch bei einer Verwundung wäre nämlich nett.
Bevor Sam ihre Frage stellt beantwortet er sie schon.
Sie schüttelt den Kopf.
"Keine Fragen."
Sam drückt ihre Kippe aus.
"Wann und wo und mit wie viel Gepäck?"
Wallenstein rührt weiter seinen Kaffee.
Die Analyse-Programme, die die Draco-Foundation entwickelt hat um Experten wie ihn bei solchen Verhandlungen zu unterstützen, registrieren die zwei Sekunde, die seine Gesprächspartnerin am anderen Ende der Telefonleitung braucht um zu antworten. er schmunzelt leicht und wenn ein Beobachter im Raum gewesen wäre, hätte er die perlweißen makellosen Zähne von Wallenstein erblickt.
>>Perfekt Miss Popow, stimmt es, dass sie irgendwo in der ADL leben maximal 2 Stunden von Großfrankfurt entfernt?<<
>> Sie müssten so schnell wie möglich zum Flughafen, dass Team befindet sich schon vor Ort. Wir benötigen nur ein aktuelles 3D-Bild von ihnen um eine neue SIn für diesen Auftrag zuerstellen.<<
Er legt den Löffel neben der Tasse auf die Untertasse und lehnt sich ihn seinen großen schwarzen Ledersessel zurück
>> Diese Sin würden wir ihnen per Drohnenkurier an einen Platz ihrer Wahl übergeben. Wir haben aber auch entsprechendes Personal am Flughafen selber.<<
>> Sie dürfen mit relativ leichten Gepäck reisen, entsprechendes schweres Gerät, könnte die erwähnte Ortskraft organisieren, wenn es nicht zu speziell ist. Maximal ein Reisetasche und eine Reiserucksack oder zwei Reisetaschen sollte ihr Gepäck beinhalten. Sie werden nämlich mit einer Bundeswehrmaschine als THW-Mitarbeiterin getarnt nach Marrakesch gebracht. <<
Sam könnte mit den Zähnen knirschen, schön das der Herr so gut informiert ist, wenn es nach ihr ginge wüsste er nicht wo sie wohnt. Nicht mal so ungefähr.
"Ich kann innerhalb von zwei Stunden dort sein, ja."
Räumt sie ein ohne auf ihren Wohnort einzugehen. Das Bild schickt sie ihm der Einfachheit direkt postwendend. Während er erklärt fällt Sams Blick auf den Seesack, wenn das so ist hat sie bereits gepackt oder besser gesagt nie ausgepackt. Noch ein bisschen frische Wäsche und sie ist fertig.
Was den Ausweis angeht überlegt sie kurz, hierher auf keinen Fall und unterwegs ins Auto?
"Können sie mir den Ausweis einfach direkt am Flughafen aushändigen?"
//Wäre doch das unkomplizierteste!//
Eine Bundeswehrmaschine. Sam schmunzelt. Immerhin wird ihr nicht alles fremd sein. Noch während des Gesprächs beginnt Sam umzupacken, zwei Stunden werden ne knappe Nummer.
>>Wenn Sie das so möchten, dann werde ich alles veranlassen und ihnen wird am Flughafen die neue SIN übergeben.<<
>>Der genaue Treffpunkt erhalten Sie in gut einer Stunde per Kurznachricht.<<
>> Es freut mich, dass Sie doch noch zum Team dazu stoßen werden.<<
>> Wenn das nun alles wäre und keine weitere Fragen von ihrer Seite mehr offen ist, werde ich mich von ihnen verabschieden, damit ich alles nötige veranlassen kann, damit ihr Transit nach Marrakesch nichts im Wege steht. Ich werde auch noch ihren Teamleiter kontaktieren, damit nicht alle zu überrascht sind und es zu einer unnötigen und unschönen Extremsituation kommt.<<
>>Ich wünsche ihnen einen schönen Abend noch und freue mich auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit<<
Wallenstein wartet noch ab, ob Miss Popow nicht doch noch eine Frage hat und legt dann auf. Er nimmt einen Schluck von seinen schwarzen Kaffee und fängt an entsprechende Anweisungen per Mails zu versenden.
Der ID-Fälscher musste kontaktiert werden, Das Konto für die Ausgaben des Teams mussten erweitert werden, Kyle und Kazim mussten auch noch informiert werden. Ansonsten gibt es auf Frankfurter Flughafen oder spätestens in Marrakesch ein Problem. Ripper hatte wohl das größte Problem mit der unerwarteten Erweiterung des Teams.
Während Wallenstein spricht nickt Sam ein paar Mal zustimmend, natürlich kann ihr gegenüber dies nicht sehen aber ihr schweigen kann man natürlich durchaus als Zustimmung verstehen.
Hat sie noch Fragen? Dam it, sie war nie sehr gut in solchen Gesprächen, am Telefon und unter gefühltem Zeitdruck noch viel weniger.
Aber es gibt ja bereits ein Team, ihr Gesprächspartner wirkt kompetent und hat ihre Fragen bis hierhin immer vorweg genommen und wenn es einen Teamleiter gibt, dann kann sie den auch noch mit ihren Fragen nerven.
"Keine Fragen. Ich warte auf ihre Nachricht."
Beschließt Sam also und ist mit den Gedanken schon bei der gewonnenen Stunde, da kann sie ja doch nochmal duschen und in Ruhe ihre Ausrüstung prüfen. Läuft bei ihr. Mit einem Lächeln legt sie auf, wenn alles klappt, dann hat sie finanziell gesehen endlich mal wieder etwas Luft.
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Ripper wendet sich an Kyle. "Schön das das geklärt ist." brummte Ripper. Doch bevor sie noch etwas anderes sagen konnte wurde sie von dem japsenden THW Angestellten gestört. Rippers Abneigung ihm gegenüber war nicht nur auf ihrem Gesichtsausdruck zu sehen.
Die Piloten machten ihre Scherze mit ihm und dann gingen die aufgeblasenen Gockel an ihr vorbei. Das der Ork sie nicht beachtete wertete Ripper positiv.Das schmierige Grinsen des Elfen dagegen lies ihre schlechte Laune weiter steigen. Wogegen Orks tumbe Schläger waren, die sie in ihrer Kindheit immer gehänselt und geschlagen hatten hielten sich Elfen immer für was Besseres. Und ein Elfenpilot war wohl die Spitze der Evolution. Zumindest meinte das wohl Schmalzlocke.
"Was glotzt du so? Hole dir am Steuerknüppel einen runter. Ich bin nicht deine Wixvorlage." Sie war einfach nur genervt. Sie holte ihren Flachmann raus und nahm noch einen Schluck. Sie wusste das sie aufhören sollte. In weniger als zwei Stunden waren sie im Auftragsgebiet und da musste sie fit sein.Für Ripper war damit das Thema gegessen. Zumal sie von dem japsenden Zahlenschubser behelligt wurde. Aus ihrer Zeit als professionelle Spielerin waren die auch immer irgendwie anwesend gewesen. Lästig wie Schmeißfliegen.
Sie wollte sagen //Ich weis nicht wie der THW Leute wie dich in seine Reihen lässt. Ich hoffe da jetzt der Bund den Laden übernommen hat das da aufgeräumt wird.// aber sie hört die mahnende Stimme von Sam. Sie war der Grund warum sie sich den Scheiß hier überhaupt gab. Sie wusste das sie keine gute Mutter war, aber sie wollte wie fast jede Mutter doch nur das Beste für ihr Junges.
Das dumme war das sie mit ihrer Zahlenmagie und Statistiken und ihren neugierigen Nasen die immer da drin waren wo sie nichts zu suchen hatten Unregelmäßigkeiten fanden. Eine falsch abgebuchte Kaffeerechnung und schon konnte ein Kartenhaus zusammen fallen. Und ihre SINS waren gefälscht. Sie wusste nicht wie gut sie waren.
Sie blieb nachdem sich der Soldatenjunge extra erhoben hatte bewusst sitzen. //Was sollte das jetzt?// und dann fügte sie noch bissig hinzu. "Bist du immer so devot?"
Ottland hingegen schaute sie nur böse an. Die Augen waren durch ihren Ärger rot glühend. Ihre Ausstrahlung würde ihn eh gleich verscheuchen. Da war sie sich sicher. Diese Subjekte waren nicht sehr mutig.
Sie strahlte ihre SIN aus und sagte kurz angebunden. "Donovan. Gretchen Donovan - Räumkommando." Sie sagte die Abteilungsbezeichnung so als ob sie diese auch gleich nutzen würde wenn er nicht schnell weiter gehen würde. Mit einer leichten Drohung in der Stimme. -
Auch Pitch wunderte sich etwas darüber, dass hier nach seiner SIN gefragt wurde. Er checkte kurz seinen Komlink, ob er nicht versehentlich noch auf Schleichfahrt war. War er nicht. Er zuckte mit den Schultern und blickte den THWler an.
"Meine SIN wird auch angezeigt. Funktioniert Ihre Anzeige nicht?"
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Ort: Frankfurt International , Groß-Frankfurt, ADL
Landebereich F-2-2, Sicherheitsbereich AA
Datum: 19.05.2076
Uhrzeit 03:18 Uhr (GMT + 1 Std.)
Herr Ottlands Atmung wird etwas ruhiger und gleichmäßiger während er die Sin von Kyle und Rick prüft, nachdem Rick doch nochmal seine Augen öffnet und sich neben Kyle stellt.
"Vielen Dank Herr Mallmann."
Rick nickt er freundlich ohne ein Wort zu sagen einfach zu und wendet sich dann Bones zu.
"Frau XXX, die Daten auch meinem Gerät reichen vollkommen aus. aber danke für ihr Verständnis und ihre Kooperation. Leider sind unsere Geräte trotz des hohen Sicherheitsstandard auf dem Flughafen nicht unbedingt die besten und ihr Radius für dem Empfang beträgt leider nur zwei/drei Meter."
"Na Markus, Papiere Papiere, was? Ohne Dokumente geht in Deutschland gar nichts."
Herr Ottlands blickt schwenkt kurz zu den beiden Piloten.
"Ordnung muss halt sein, oder wollt ihr Terroristen durch die Gegend fliegen?", antwortet er etwas schnippisch und hätte vermutlich so eine Antwort vielleicht von dem THWler nicht erwartet.
"Was glotzt du so? Hole dir am Steuerknüppel einen runter. Ich bin nicht deine Wixvorlage."
Der Elfenpilot hebt etwas die rechte Augenbraue, wirkt aber ansonsten ruhig und sachlich trotz Rippers harscher Worte. Sein Orkollege klopft im auf die Schulter und lässt sie dort darauf liegen.
"Hey Manfred, einer von wenigen Frauen wo dein Lächeln nicht direkt funktioniert. Die Charmebolzen. Entschuldigen Sie, ich hoffe sie haben trotzdem einen angenehmen Flug mit uns."
Und ist kurz davor ihr auch noch ein Lächeln zu schenken, fängt es aber vorher noch ab.
Der Elfen Pilot grummelt wohl etwas innerlich vor sich hin bevor er Ripper antwortet.
"Entschuldigen Sie, wenn ich mit meinem Lächeln Sie belästigt habe, ich wollte nur freundlichen sein."
Dann dreht Herr Ottland sich zu Ripper um und obwohl er gefühlt etwas kleiner wird während sie spricht und auch wieder mehr anfängt zu schwitzen und Rot im Gesicht wird, läuft er nicht direkt weg. Selbst seine Stimme bleibt doch recht fest."Vielen Dank Frau Donovan, das war auch schon alles. Wobei wo ist die siebte Person in ihrem Team?"
"Eine kurzfristige Planerweiterung wie mir das THW-HQ mitteilt, ich habe noch nicht mal ihren Vorabdaten."