[SR5] MATRIX Standardvorgehensweise (für Forenruns)

  • Auf Anregung von Dschinn und Deevine Comeback möchte ich hier mal den Thread zur Diskussionsrunde eröffnen.


    Wir haben bemerkt, dass sich die Handhabung der Regeln und die Funktion der Matrix generell von Spieler zu Spieler (oder auch SL) unterscheiden. Was das Tempo eines Forenruns (natürlich gilt dies auch für normale Runs) zusätzlich verlangsamt.


    Deswegen wollen wir hier einige Punkte diskutieren um die Sache hoffentlich etwas zu vereinfachen.

  • Eines meiner größten Probleme ist die Sichtbarkeit von Icons wenn sich diese im einem fremden Gitter oder einem Host befinden. Das Ganze noch mit AR kombiniert und die Verwirrung ist komplett.


    zB. Seh ich das Icon des Staplers vor mir, wenn dieses an den Host geslaved bin und ich mich nicht im Host befinde? IMO Nein

    Kann ich versuchen es Wahrzunehmen?


    Wie verhält es sich mit meiner Location wenn ich in AR einen Host betrete? Wo bin ich dann den Aufenthalt betreffen in der Matrix?

  • Das sind auch zwei meiner brennendsten Fragen was praktikable Nutzung im Run angeht. Gerade das mit der Sache, wenn etwas an einen Host geslaved ist. Eigentlich kann man es zwar physisch sehen, aber eben kein Icon in der Matrix, umgekehrt kann es dann aber auch nur andere Dinge innerhalb des Hosts mit Matrixwahrnehmung sehen und keine Icons in der Matrix. Wenn es jetzt aber ja per "Wifi" an den Host geslaved ist, kann man dann die Datenverbindung mit Übertragung abfangen finden, wenn man richtig gut ist, eigentlich nicht weil ja sämtlicher Datenstrom im Host ist und Hosts sind ja auch überall und niergends.


    Also mit mehr Zeit kann ich zu den Aussagen jeweils noch die Regelstellen suchen, aber da gebe ich Dir absolut Recht die Sache mit Gittern und Hosts und AR.


    Bei Frage zwei ist Dein Icon dann im Host (wegen AR halt langsamer unterwegs als die VRs) und nicht mehr im normalen Gitter sichtbar, genauso wie ein an den Host geslavtes Gerät.


    Das mal meine Meinung auf die Schnelle

  • Ich denke, es ist für den hackenden Charakter ein grundlegender Unterschied, ob er in AR oder VR handelt. Die anzuwendenden Regeln sind zwar die gleichen, aber die Vorgehensweisen unterscheiden sich entsprechend. Am Ende wird es wohl so aussehen, dass der Hacker die AR sinnvollerweise eher für taktische Aufgaben und die VR mehr für strategische Aufgaben nutzen sollte. Aber um meine Sichtweise vollständig darzustellen brauche ich wohl noch etwas Zeit zum Formulieren.


    Bleiben wir erst einmal bei der AR.


    Mit einer Matrixwahrnehmungsprobe ist das Sortieren der offen sichtbaren Geräte einfach und schnell. Da die Darstellung des Geräteicons zeigt, um was es sich handelt, kann der Hacker z.B. Kommlinks oder Waffen sofort herausfiltern. Je nach den Erfolgen der Matrixwahrnehmungsprobe hat er sofort auch weitere Informationen, wie die Gerätestufe, das Modell des Gerätes, in welches Gitter es eingeloggt ist und so weiter. Ich möchte sogar vorschlagen, offen sichtbare Geräte, die sich im AR-Sichtfeld des Hackers befinden, ohne Matrixwahrnehmungsprobe sofort hacken zu können. Analog zur Vorgehensweise bei physikalischer Wahnehmung und Wahrnehmungsproben.


    Meines Erachtens spielt es dabei in der AR für die Sichtbarkeit überhaupt keine Rolle, in welchem Gitter sich das Gerät befindet, oder ob es als Slave eines Hosts eingerichtet ist. Das Icon eines Gerätes befindet sich in der AR immer an seiner physikalischen Position. Bei der Interaktion mit einem solchen Gerät kann der Hacker natürlich deutliche Nachteile dadurch haben, dass es sich in einem anderen Gitter befindet, oder gar an einen Host geslavt ist, da dieser vergleichsweise hohe Werte zur Verteidigung seiner Slaves aufbringen kann. Ob die physikalische Sichtbarkeit beim Geräteicon des Cyberdecks eines Hackers in VR anders zu handhaben wäre (weil die Persona mit dem Geräteicon verschmilzt), müssten wir noch einmal gesondert überlegen.


    In der AR in einen Host zu gehen, wäre sicherlich möglich, wenn auch aufgrund der meist geringeren Initiative für den Hacker gefährlicher, aber er würde dann in seiner digitalen Wahrnehmung auch keine AROs mehr sehen (und seine physische Wahrnehmung behindern), weshalb ich bezweifle, dass das bei der Interaktion mit einem in der AR bereits sichtbaren Gerät vorteilhaft wäre.


    Die nächste „Eskalationsstufe“ wären dann versteckte Icons in der AR…


    Könnt Ihr Euch mit dieser Sichtweise anfreunden?

  • Bei versteckten Icons ist eines der Kernprobleme das Herausfiltern des richtigen Gerätes.


    Die Spielwelt soll natürlich in sich schlüssig sein und als Spielleiter übernimmt man häufig die Sichtweise der Gegenseite und überlegt, welche Sicherheitsmaßnahmen man an deren Stelle treffen würde. Aus Sicht eines Hostbetreibers macht es Sinn, möglichst alle Geräte (wie z.B. Sicherheitskameras, Magschlösser, Kaffeemaschinen, oder Steuergeräte der Belüftungsanlage) aus Sicherheitsgründen als Slaves des WANs zu betreiben und mit der Schleicherstufe des Hosts zu verstecken. Ein verstecktes Gerät fällt in der AR nicht auf und kann gar nicht erst gehackt werden, wenn man es nicht zuerst finden kann. Skriptkiddies sind damit meist schon außen vor. Natürlich verlangsamt die Schleichfahrt die versteckten Geräte, aber eine höhere Cybersicherheit bedeutet eben, dass man Einbußen bei der Performance in Kauf nehmen muss. Das ist auch heute schon so. Am elegantesten erscheint mir, wenn der Mitarbeiter sein Kommlink mit dem zugeordneten Host des Gebäudes verbindet und über eine jeweils passend eingeblendete AR-Steuerung die versteckten Geräte bedienen kann.


    Je nach Situation kann es in der Umgebung also vor versteckten Geräten nur so wimmeln. Diese zeigen ohne weitere Nettoerfolge auch nicht, um welche Art von Gerät es sich jeweils handelt. Was der Hacker beim Finden eines Icons auf Schleichfahrt auch ohne Nettoerfolg sofort erkennen sollte, ist aber die Position des Gerätes. Die genaue Positionierung ist schließlich essentiell für die Funktionalität der AR. Aus dem sofortigen Erkennen der Position eines versteckten Icons folgt, dass ein physikalisch anwesender Hacker mit AR deutlich im Vorteil ist, weil er das entdeckte Icon ohne weiteres einem gesehenen Gegenstand zuordnen und hacken kann.


    Zudem muss sich der Hacker zur Entdeckung von versteckten Icons sowieso im Umkreis von 100 Metern befinden, was es oft schon schwierig machen kann, überhaupt anzudenken, ob VR nicht doch besser wäre. Was aufgrund der Filterproblematik aber auch schwerer sein wird, als erwartet… dazu möchte ich als nächstes übergehen.

    Schreibt mir aber doch bitte schon einmal, falls Ihr an dieser Auslegung etwas kritisch seht.

  • Ich hab bei beiden Posts schon Sachen entdeckt, die glaube ich in den Regeln anders festgelegt sind oder ich zumindest anders gemerkt/ verstanden hatte. Muss deswegen auch nochmal nachlesen, bevor ich mich dazu äußere. 😊