• Währenddessen zieht er Piper hinter einen Busch und zündet Thermalrauch um etwaige Nacht- und Infrarotsicht zu blenden.

    Er hat wenig Zeit für den Schützen. Er drückt Piper die Hand auf die Halswunde.


    Nein… nein, nein, nein. Aijsche bleib bei mir.



    Ihr Blut quillt zwischen seinen Fingern hervor wie ein Fluss den man versucht mit einfachen Mitteln am Fließen zu hindern. Er kann ihren Puls spüren, spürt wie mit jedem Schlag ihres Herzens mehr Blut zwischen seinen Fingern, die auf ihren Hals pressen, gedrückt wird. Er weiß das dies bedeutet, dass eine Arterie verletzt sein muss.


    Sie muss blinzeln, mehr als ein Mal, sie kneift die Augen zusammen und öffnet sie wieder. Die Magnesiumfackel blendet sie, taucht alles in ein bedrohliches Licht.


    oder wie beim Fußball... nein, das waren Bengalos. Ist das dasselbe?


    Sein Gesicht verschwimmt erneut vor ihren Augen. Sie blinzelt wieder und hört sich selbst murmeln.


    "Ich bin doch hier..."


    Seine Umrisse werden klarer. Er sieht besorgt aus. Er blutet. Und wieder kann er ihre Sorge sehen.


    "Bist du okay?"


    ———


    Hilflos… die Magie die ihm eben noch half seine Stimme als perfektes Instrument für seine Täuschung zu nutzen, sein Charisma, sein Wissen über Gefühle, sein technisches Verständnis, seine Kampfausbildung, ja selbst seine Kenntnisse der ersten Hilfe, helfen ihm ohne Medkit wenig. Er kann einen Scharfschützen mit seiner Stimme zum Rückzug bewegen… Aber hier kann er einfach nichts tun. Er rüttelt sie wieder wach.

    Nein nein nein… sieh mich an.


    Sein Schutzgeist, der ihm zeigt wie man mit einem Lächeln alles bekommt was man will, hat nichts beizutragen. Sein Hirn will ihm sagen, dass hier das unausweichliche passieren wird, doch er will es nicht hören. Nein! Verführer schreit in seinem Inneren, er solle gefälligst etwas tun. Verführer ist es nicht gewohnt, dass Codys Herz so sehr an jemandem hängt, so sehr, dass es droht zu brechen, also treibt er ihn an. Doch Cody ist hilflos…


    Schon mit sehr brüchigem Tonfall sendet er ein Notsignal an Phil. Er schreit es fast, als wäre er auf dem Schlachtfeld. Man hört das Weinen raus, verzweifelt überschlägt die Stimme.

    << Saniiii! An meine Position! >>

    Er bindet ein von seinem Shirt gerissenen Fetzen provisorisch um ihren Hals. Es dauert nur Sekunden, bis er komplett durchnässt ist.

    Aijsche halt durch… sie kommen, hörst Du? Sie kommen, sie sind gleich da.

    Er redet auf sie ein, während seine Tränen auf ihr Gesicht tropfen. Denn „gleich“… das ist zu lange hin…


    ———


    Erkenntnis schimmert in ihren Augen, es ist nicht er, sie ist es. Sie... und... sein Blick... oh Gott...

    Er kann die aufkommende Angst in ihren Augen sehen, fast schon Panik, wenn sie stirbt dann...


    "Das Baby Jack! Unser Kind. Was ist mit unserem Kind?"


    Ihre Augen füllen sich mit Tränen, sie windet sich als müsse sie es nur schaffen sich zu setzen und alles würde wieder in Ordnung kommen, ihre Träumereien eine kleine Familie zu sein würden wahr werden, sie spürt den Schmerz doch eigentlich kaum, sie fühlt sich nur dumpf, beginnt zu frieren, schnell und hektisch zu atmen und Cody kann das leichte Zittern sehen, ihre Haut die immer fahler wird, den Schweiß auf ihrer Stirn und den schwindenen Puls unter seinen Fingern spüren. Alles Zeichen des einsetzenden hypovolämischem Schocks wie er weiß.


    ———


    //Das Baby!!!//


    Gott Kleines. Ich tu was ich kann. Aber Du musst einfach nur wach bleiben. Dann siehst Du es aufwachsen!


    Tränenverschmiert drückt er ihr einen salzigen Kuss auf die Lippen. Liebe durchströmt ihn. Er küsst sie wieder und wieder. Verschwendet Lebenszeit, im wahrsten Sinne Wortes. Denn reden kann sie so nicht. Er sagt es nicht, denn er will ihren Kampf nicht erschweren, aber im Prinzip sieht er keine Chance mehr. Die Minuten, die das Team braucht, um herzukommen, die hat Piper nicht.

    Bleib hier Aijsche


    Schnieft er. Er kämpft um mehr als ihr Leben, denn er hat keine Ahnung, wie er das ohne sie machen soll. Sie hat ihm so viel gegeben, nun sogar ein Baby. Und irgendein Arschloch nimmt ihm… alles… er kann nur zusehen, wie ihr Leben einfach durch seine Finger rinnt.


    ———


    Und Aijsche kämpft, er weiß es, er sieht es und kennt sie. Sie ist eine Kämpferin, sie hat schon so viel überlebt aber er weiß bereits, was sie nur ahnt, manche Kämpfe kann man nicht durch reine Willenskraft gewinnen und so rinnt ihr Leben weiter zwischen seinen Fingern hindurch während sie verzweifelt versucht nicht das Bewusstsein zu verlieren und sich der Sand um sie herum immer dunkler einfärbt.


    Doch nach und nach werden ihre Lieder schwer, die Dauer der geschlossenen Augen länger und ihre Atmung immer ruhiger. Sehr ruhig. Zu ruhig. Sie ist so furchtbar müde. Sie weiß es, nimmt all ihre Kraft zusammen und sieht ihn an. Ihre Hand nimmt seine von ihrem Hals, er braucht sie nicht mehr um sie zu retten, jetzt ist sie es die sich um ihn kümmern muss.


    "Jack... hörst du mich? Hör mir zu. Es gibt immer etwas Gutes im Leben und... in jedem, man muss es nur finden. Versprich mir das du es findest... bitte. Versprich es mir."


    Ihre Stimme klingt fast fremd. Entrückt, liebevoll und doch schon fast von ihm entfernt. Er kann sehen wie viel Kraft es sie kostet sich zu konzentrieren, seinen Blick zu suchen. Vor Anstrengung drückt ihre Hand seine und ihre braunen Augen sehen ihn an, noch immer hoffnungsvoll auch in dieser Sekunde wo alles verloren scheint. Aber eben nur für sie. Nicht für ihn. Nicht für ihre Sache.


    ———


    Er nickt. Er reißt sich zusammen… hat sich gehen lassen. Als wäre dass hier nur für ihn schlimm. Blödsinn Jack. Es geht um sie.


    Ich hör Dich Kleines… ich hör Dich…

    Er gibt ihr die Sicherheit, dass alles irgendwie gut werden wird. Zeigt ihr, dass sie loslassen darf, denn er sieht es ein. Sie wird es nicht schaffen. Und er will sie nicht verbissen sterben lassen, sie soll gehen dürfen in dem Wissen, dass er er selbst bleiben kann.

    Also nickt er. Natürlich wird er das Gute im Leben finden. Immer. Für sie.

    Ich verspreche es… und ich werd Merle aufwachsen sehen, ich werd ihr alles über Dich erzählen. Und… ich werde den Menschen hier helfen…


    Er kennt sie. Sie muss wissen, dass auch ohne sie alles irgendwie laufen wird, dass er klarkommen wird... Andere waren ihr schon immer wichtiger als sie selbst. Ob er dieses Versprechen wird halten können, ob er ihren Körper so lange dazu bringen kann den Fötus zu versorgen, ist mehr als fraglich. Aber er ist unverschämt reich. Es wäre möglich. Und dass es ein Mädchen wird… Merle… wie ihre Mutter… irgendwie weiß er es.


    Ich liebe Dich…


    ———


    Merle...


    Sie muss lächeln. Glücklich darüber wie gut er sie kennt. Traurig darüber, dass sie das Kind das diesen Namen tragen wird, nie sehen wird.


    Einen Augenblick sieht sie ihn nur an, Tränen laufen ihre Wangen herab, sie will nicht gehen, sie saugt seinen Anblick in sich auf um ihn mit sich zu nehmen, wohin auch immer das sein mag, ehe sie kaum hörbar flüstert:


    "Ich liebe dich Jack... hab keine Angst... alles wird gut. Alles wird..."


    Und dann ist Stille. Kein Atemzug. Kein Flüstern. Das Leben weicht aus ihren braunen Augen die ihn eben noch so mitfühlend angesehen haben. Sie sehen ihn noch immer an. Leer.

  • Bloom hatte sich gerade im Humvee bequem gemacht als der Funkspruch reinkam, die Stimme voller Angst und Anspannung.


    << Hier, Bloom. Was ist passiert ? Welche Art der Verletzung können Sie erkennen ? >>


    Zur Fahrerin sagte er.


    " Klingt übel. Könnten Sie bitte direkt den Standort anfahren ? Und ja, Zeit ist ein Faktor. "


    Ruhig und professionell checkte er das medizinische Equipment auf Vollständigkeit und Schäden während des Angriffs.



    Aktuelles SL Projekt " New Jersey / Love Land / Larcheime " (Foren Runs)
    Hauptcharakter: "Iwan " ( Strassensamurai )


    Erfahrener Meister und Spieler seit Edition 3.0 8)

  • Tasha nickte gerade Bloom zu, sie war froh endlich im HMMWV zu sitzen. Eigentlich hatten sie die Sache ganz gut gemeistert,

    dafür das sie und Bloom noch nie zusammengearbeitet hatten, natürlich war das ein oder andere noch verbesserungswürdig.

    Zwar war sie immer noch auf Spannung, da sie ja immer noch als Team vor Ort waren und die Situation nicht wirklich klar war, aber ihr Puls wurde ein wenig langsamer.


    Dann kam aber der Funkspruch rein, der alles veränderte und ihren Puls wieder hochschnellen ließ.

    << Saniiii! An meine Position! >>

    Die Stimme klang verzweifelt, da war noch mehr als dass nur ein guter Kamerad oder Kameradin angeschossen wurde.

    Nicht das der Einsatz noch eine persönliche Komponente bekam. Dann wurde es meistens hässlich


    Sie musste etwas tun, also wendete sie sich direkt an Phil.


    "Wie gut kannst du den HMMWV fahren, Phil. Bin gute Fahrerin, nicht Rigger-Niveau aber gut und wenn Bloom sagt jede Minute zählt......"


    Sie blickte Phil tief in die Augen, an den Beinen von Bishop vorbei, an. Parallel dazu machte sie sich bereit, das Lenkrad zu übernehmen und sich an Bishop vorbeizuquetschen.

    Die AK und die Schrottflinte befestigte sie an dem Beifahrersitz. Ihre Seitenwaffe hatte sie ja noch griffbereit.

    2 Mal editiert, zuletzt von Azrael1981 () aus folgendem Grund: Wenn man keine einklappbare Schulterstütze hat, sollte man sowas auch nicht schreiben.!

  • Gerade als die Spannung nachlässt, alle etwas durchatmen und sich Phils Fuß schon auf das Gaspedal senkt, nur noch darauf wartend, dass Bishop die Luke schließt, wird Codys Nachricht in den Humvee übertragen.

    Wie ein Blitzschlag setzt er bei allen die Adrenalinpumpe wieder in Gang und es knistert förmlich im Innenraum. Zumindest die Soldaten schalten sofort wieder auf Einsatz und nicht auf Panik und ihre Neulinge reagieren prompt und professionell.


    Das klingt nicht nach dem, mittlerweile gewohnt, ruhigen und alle Bälle in der Luft haltenden Auftraggeber, das ist ernst. Die fallen gelassenen Namen bei der Aufregung über die Babyneuigkeiten nach der Übung hatten bei ihr eine Erinnerung geweckt und sie hatte mittlerweile eine ziemlich gute Idee, wer Cody Brown wirklich ist oder sein müsste, den sein Aussehen ist zumindest auch angepasst. Nicht dass es wirklich eine Rolle spielt und sie kann es sogar verstehen, dass er neutraler auftreten will. Ist ja fast ein ähnlicher Grund warum sie auf dem freien Markt und nicht in Gaza arbeitet, wenn auch wirklich nicht das gleiche. Jedenfalls liegt ein Ton in seiner Stimme den sie noch nicht von ihm kennt.


    Sie schiebt die Maske nach oben und dreht sich nach hinten. Sie will gerade fragen, ob sich jemand einriggen kann, sie ist zwar eine ordentliche Fahrerin, aber sicher kein Experte darin, da kommt auch schon das Angebot von Tasha.

    "Du fährst, ich navigiere, Wegweiser direkt in die AR sind okay?"


    Sie schiebt das Schild an die Seite und wechselt auf den Beifahrersitz. Ebenso auf die Seite geschoben werden ihre eben noch vorherrschenden Gedanken zu den Auswirkungen des Angriffs und den erledigten Angreifern, sie sind nur noch ein Schatten in ihrem Kopf und haben Zeit bis später. Und die Aufnahmen des zusammengeschossenen Busses und der Leichen verschwinden erstmal im Speicher.


    Ihre Aufmerksamkeit liegt ganz klar auf dem idealen Weg zu Codys Standort. Sie geht ihre Optionen nach dem schnellsten Weg durch und wird Tasha etwas individueller führen als nur über den Western Bypass, eine gute Fahrerin dürfte da ein paar Minuten raus holen.

    "Okay, dann gib' mal Gas."

    Die ersten Richtungsweiser erscheinen in der AR.

  • Tony hört ebenfalls die Nachricht über Funk. Er versteht ganz genau was da passiert. So hatte er seinen kleinen Bruder verloren. Er war in eine Gangschießerei gekommen und Tony konnte nur noch am Link miterleben wie Tom sein Leben aushauchte.


    Er war für einen Augenblick in den Erinnerungen gefangen.


    "Wohin müssen wir?" fragte Tony schüchtern. Aber in der Stimme war auch eine Dringlichkeit zu hören. "Ich kenne mich hier sehr gut aus." Das kam schon etwas fester.

  • Bloom kriegt keine Antwort. Entweder ist dieser Cody, der die ganze Unternehmung leitet ein absoluter Anfänger, oder er ist beschäftigt, da könnte ja noch immer was los sein?! Oder er ist eben überhaupt kein Anfänger und hat soviel Erfahrung, dass er weiß, dass es zu lange dauert. Oder er verlässt sich darauf, dass man die beiden neuen ins Netzwerk holt, welches von Piper erstellt wurde. Dort sind die Vitalzeichen aller Teammitglieder die zugestimmt haben zu erkennen. Hier wurde nicht geknausert.


    Cody Brown sendet weiterhin einen Ping. Seine eigenen Vitalzeichen deuten auf einen empfangenen Schulterschuss hin. Pipers Vitalzeichen allerdings lassen für geübte Augen den Schluss zu, dass sie keine 2 Minuten mehr hat. Was Mist ist, denn trotz des Fahrerwechsels und der Ortskenntnis von Phil, welche den HMMWV einfach durch die spärlich bewachsene aber hügelige Landschaft leitet, werden sie wohl noch 5-6 Minuten brauchen.

  • Tasha will sich gerade an den Beinen von Bishop vorbezwängen um auf den Fahrersitz zugelangen, als dieser sich runter beugt und sie anschaut.


    "Hi, ich bin Tasha."

    "Müsste mal auf den Fahrersitz, danke.", sagt die hübsche Elfin Bishop trocken ins Gesicht.

    Als er ein wenig Platz macht, schiebt sie sich an ihn vorbei und schwingt sich auf den Fahrersitz.

    Phil schien die ansatzweise eine ähnliche Größe wie Tasha zu haben, denn sie musste nicht großartig was am Sitz verstellen.


    "Anschnallen Leute, letzte Warnung. Es kann holprig werden." , schaute sie ernst die drei Herren, Bloom, Tony und Bishop über den Rückspiegel an. Die Augen funkelten ein wenig.

    Dann gab Tasha Gas. 5....10....20 km/h

    "Du sagst an Phil. Gib mir aber ein wenig Spielraum, ich kenne mich auch hier etwas aus."

    Schaute sie kurz für zwei Sekunden rüber zu Phil.

    25....30.... 35....50 km/h die Scheinwerfer bildeten eine Schneiße des Licht in die Dunkelheit, da es doch langsam dunkler wurde. Ihre verstärkten Cyberaugen mit Restlichtverstärker halfen ihr dabei Schlaglöcher, Autowracks, Metas oder einfach brennende Mülltonnen auszuweichen.

    Die nun eintretenden Stile gefiel ihr nicht.

    //Verdammt, waren sie die Ablenkung gewesen, damit ihr Auftraggeber lequidiert werden konnte?//

    Sie schaute verbissen auf die Straße, dass was man hier so Straße nannte, er ein breiter Feldweg. Warum konnte die Maschine nicht einfach ein GAZ 3245 Tigr sein. Russisches Produkt, besser verarbeitet als der HMMWV hier.

    "Tony, schau mal über die Route die Phil hier rausgesucht hat und mach dich nützlich. Dein Comlink bleibt weiter aus. System könnte unterwandert sein."

    Um Bloom und Bishop musste sie sich nicht kümmern, die waren Profis. Vermutlich war der Doc sowieso gerade beschäftigt und würde gleich mit der Person vor Ort losquatschen. Ihr Ausbilder hat immer gesagt: Rekruten, egal wie schlimm die Lage ist, redet mit euren verletzten und traumatisierten Kameraden. Eine Lektion die sie schon in der Grundausbildung anwenden musste, als ein Feuer in einem Munitionsmagazins ihrer Kaserne ausbrach damals.

    Die Route die Phil ihr rausgesucht hatte, führte an einem Kontrollpunkt vorbei und würde ein paar Umwege bedeuten.

    60...70...80 km/h aus dem Augenwinkel sah sie einen kleinen Hügel auf der linken Seite. Sie schaute nochmal auf die AR-Ansicht und erkannte, dass....

    Ein Grinsen breitete sich auf Tashas Gesicht aus.

    Sie riss das Lenkrad rum, Staubwolke bildeten sich. DER HMMWV bockte ein Kleinwenig bei der abrupten Richtungsänderung. Aber sie beschleunigte weiter. Die Tachonadel stieg auf 120km/h. Der kleine Fußweg, der zum Hügel führte, war frei von Zivilisten oder Gegenständen. Der Hügel tauchte vor ihnen auf. Der HMMWV fuhr nun 140 km/h und bretterte den Hügel hoch als erstes hatten die beiden Vorderräder keinen Kontakt mehr mit dem Boden, dann die Hinterräder als Tasha den Hügel als Sprungschanze nutze um sie schneller auf den Bypass zubringen. Führ einen Moment sahen die anderen nur den Sternenhimmel und ein paar Lichter der Stadt....



  • Phil zögert nicht dem Anschnallen nachzukommen.

    "Der Bypass ist sicherlich der schnellste Weg, nur bis wir dort sind ist es umständlich." Wie sich nach wenigen Augenblicken zeigen wird, hat Tasha ihre ganz eigene Art das zu umgehen.

    Doch bis es soweit ist, arbeitet sie noch kurz an der Kommunikation, integriert Tasha und Bloom in ihr bestehendes sicheres Netzwerk, damit Bloom ebenso Zugriff auf die Vitalmonitore des Teams bekommt. Und gibt die Routendaten auf den Bildschirm im hinteren Teil des Wagens, damit Tony einen Blick darauf werfen kann.

    Sie wirft ebenfalls kurz einen sorgenvollen Blick auf die Daten, bevor sie sich wieder nach draußen orientiert. Bei der Beschleunigung und dem Fahrstil werden sie mittlerweile schon ganz schön durchgeschüttelt, noch ist sie sicher, dass den Platz zu tauschen eine gute Idee war und Tasha sicherlich die bessere Fahrerin ist...

    ... diese Sicherheit hält aber nur solange an bis Tasha dann irre grinsend in vollen Tempo auf den Hügel zuhält.

    "Festhalten!" während sie sich selbst gegen das Armaturenbrett abstützt und scharf die Luft einzieht.

    So gewagt wie dieser Stunt auch ist, wenn das wirklich funktioniert wird es ihnen tatsächlich einige Zeit kaufen.

  • Bloom schnallte sich ebenfalls an. Wegen des zunehmenden Lärmes passte sich seine Stimme an und wurde lauter. Er fragte absichtlich ohne Nutzung des Kommlink Netzwerk.


    " Was haben wir noch an medizinischen Ressourcen ? Ich hoffe nicht nur mich und das kleine Medkit. "


    Dann wechselte er auf den Kommlink Channel.


    << Okay, ich sehe die Daten. Sie machen das gut. Jetzt müssen wir einen Druckverband am Hals machen. Sofort.


    Sobald der Verband fertig ist, muss der gegenüberliegende Arm hoch gehalten werden.


    Haben Sie zufällig ein Überlebensmesser dabei, Sir ? >>


    Der Zwerg grummelte.


    " Scheiss 1. Arbeitstag."


    Aktuelles SL Projekt " New Jersey / Love Land / Larcheime " (Foren Runs)
    Hauptcharakter: "Iwan " ( Strassensamurai )


    Erfahrener Meister und Spieler seit Edition 3.0 8)

  • Im Fahrzeug guckt er in Tashas Gesicht, als sie versucht zum Fahrersitz zu kommen. Auf Grund ihrer trocken Ansage muss er grinsen. "Klar doch." erwidert er schmunzelt. Schön und gefährlich, dass mag ich, denkt er sich während er, so gut wie es geht, Platz macht.

    Natürlich schnallt er sich sofort an.

    "Es wäre vom Vorteil, wenn wir wissen würden, von wo der Schuss kam. Nicht, dass wir uns auf den Silbertablett präsentieren."


    Als sie dann den Hügel zur Sprungschanze macht geht dem Elfen nur eins durch den Kopf, was für eine Teufelsbraut....

  • Tony schnallt sich an als der gewaltige Humvee immer schneller wird. Als er dann die Route auf den Monitoren zu sehen bekommt schaut er sie sich die Route genauer an. Er vergleicht die Route mit der angezeigten Uhrzeit. Es gab einfach Straßen die man zu bestimmten Uhrzeiten nicht nahm. Berufsverkehr war da nur das kleinere Übel. Aber Gangs, die auf unbedarfte Autofahrer, meist Touristen jagd machten war eher das Problem. Aber so wie er die Route interpretierte war es die schnellste Route. Selbst die Baustelle an der Mekeleroad war in der Route berücksichtigt.


    "Die Route ist gut gewählt" sagte Tony sobald er sicher war. Er war sehr beeindruckt. Aber wie sollte es anders sein er war mit Profis in einem Auto. Mit Shadowrunnern. Er erinnerte sich was für einer Figur er vor Tascha und Bloom bei der Schießerei gemacht hatte. Auch wenn er immer davon geträumt hatte Shadowrunner zu werden. Besser gesagt Rigger. Er wollte gegen die großen Konzerne ziehen. Wollte seinen Leuten helfen. Jetzt war er das erste Mal Seite an Seite mit Runnern unterwegs und hatte bei dem ersten Hindernis gleich den Schwanz eingezogen. Er hatte kläglich versagt.


    Auch jetzt war er eigentlich nutzlos. Die Runner benötigten auch jetzt nicht seine Hilfe. Sein Wissen. Desillusioniert hielt er sich fest. Er hofte nur, das der Wagen den Sprung überstehen würde.

  • << Habe ich >>

    Erklärt Cody trocken. Ob er den weiteren Anweisungen Folge leistet, ist schwer zu sagen. Sehr lang sind die Pausen die er macht. Eine Videoverbindung steht leider nicht.


    Die Fahrt verläuft unglaublich. Wer Sinn, Zeit und Muße hat, kann durch die wenigen Sichtmöglichkeiten wüstliche Prärie vorbeirasen sehen, dazwischen eine Menge Wellblechhütten, irgendwann kurz nur Himmel in Verbindung mit dem Gefühl des freien Falls, dann miserabel gefedertes Aufschlagen. Doch die Fahrt geht weiter. Nun ist Schnellstraße das vorherrschende optische Thema.


    Ziemlich sicher hat man die Fahrtzeit beinahe halbiert. ETA 90 min.


    Iwan_Korshunov  

    Das ist ziemlich sicher mindestens 90 Sekunden zu spät. Der Blutverlust ist enorm. Der Puls hat gerade aufgehört. Der Druckverband war wohl nicht hilfreich. Die Frau ist nicht zu retten. Und laut allem was Bloom weiß, auch das Baby nicht. Doch irgendwas passiert da. Bei dem Blutverlust KANN ein zweimonatiger Embryo nicht mehr versorgt werden. Doch der Vitalmonitor zeigt eine tote Frau, welche offenbar gerade versucht wird zu reanimieren. Und er zeigt auch einen Embryo, der von diesen Versuchen tatsächlich profitiert. Es wird weiterhin eine Sauerstoffsättigung in der Fruchtblase angezeigt. Allerdings auch nur da, als würde alles, was der Mutter helfen könnte direkt vom Bay aufgesogen. Der Sauerstoff wird zwar knapper (er scheint direkt von Codys Beatmungsversuchen zu kommen), doch er existiert. Der Puls flackert bedrohlich, aber ist unfassbarerweise noch da. Cody sollte nun keinesfalls aufhören, auch wenn er seine Freundin so wohl nicht zurückholt.


    Arg verspätet erscheint ein rotes Fragezeichen im alten Kirchturm unweit der Lagerhalle. Wohl Codys Antwort auf Frage nach dem Standort des Schützen.

  • Tasha hatte den Absprung genau getimed. Der kurze Blick kurz vor dem Absprung bestätigte ihr, dass die Schnellstraße, größtenteils leer war.

    Die Landung war dann trotzdem eher unsanft.


    // Tja, Standardfahrzeug ohne Modifikationen. Aber vielleicht lies sich das im Laufe des Einsatzes noch ändern.//


    Die Zeit war dank des Sprung und der Umgebung von mehreren Kontrollpunkten deutlich verkürzt wurden. Trotzdem musste Tasha nach der Landung schnell reagieren und einem alten blauen Truck mit alten Reifen als Ladung kurz nach der Landung ausweichen. Eigentlich hatte Tasha nur die Rücklichter gesehen.

    Die Tachoanzeige war zwischenzeitlich auf 100 km/h runtergeschnellt. Sobald der HMMWV aber wieder größtenteils unter Kontrolle war, drückte Sie das Gaspedal komplett durch und schnell wurde die Höchstgeschwindigkeit von 150km/h erreicht.

    Ohne ihre Augen von der Straße zunehmen sprach sie mit Phil.


    " Ist der Einsatzort direkt bei unserem HQ? Wenn ja schlage ich vor, da Bishop ortskundig ist, kümmert er sich um unseren Boss und bringt ihn ins Gebäude und schützt ihn. Wir kümmern uns um den Patienten nach Blooms Anweisungen. Um den Scharfschützen kümmern wir uns, wenn wir Luft haben. Ich fahre mit dem HMMWV so dicht ran wie möglich und benutze ihn als Schutzschild. Wenn der Typ Profi ist, ist er sowieso schon längst weg. Und versucht es an einem anderen Tag wieder.Tony du hilfst Bloom beim Tragen seiner Ausrüstung. Ansonsten hörst du auf seine Anweisungen Verstanden?, schaute sie über den Rückspiegel Tony streng an.


    "Also nur wenn der Plan für sich in Ordnung ist, Boss?", dann ging doch ein kurzer Blick rüber zu Phil. Ansonsten konzentrierte sich Tasha weiter aufs Fahren und versucht immer wieder die Tachonadel bis zum Anschlag zu bringen. Der HMMWV verschwand in der Nacht und nur die Lichter verrieten seine Position.

  • Phil atmet durch als sich die Reifen nach der Landung tatsächlich weiter drehen. Diese Tasha läuft definitiv auf Adrenalin, so wie ihr Kopf und damit ihr Mund nebenher alles nötige runter rattert ist es wohl genau das was sie braucht.

    Phil nickt, lässt sie ausreden, beobachtet angestrengt die übermittelten Daten.

    Wendet sich dann an Bloom
    "In einem der Trucks ist ein Valkyrie-Modul, aber das ist somit einen Kilometer von den Patienten entfernt" sie klopft gegen das eigentlich im Moment mehr schlecht als Recht aus dem Weg an die Seite neben die Sitze geschobene große ballistische Schild.

    "Können wir das nutzen, um sie in und mit dem HMMVW zu transportieren und Du machst Dein Möglichstes mit dem Modul?"


    Sie wendet sich dann wieder an Tasha und meint mit einem grimmigen Lächeln.

    "Unser Boss schützt sich selber und wird bestimmt nicht von ihrer Seite weichen." Zu gut erinnert sie sich an diesen Teil ihrer Jobverhandlungen ... und was ist das jetzt wert?

    Sie spricht dann wieder an alle

    "Bishop sichert zum Turm und die Umgebung, der Rest ist wachsam und hält sich bereit für Blooms Anweisungen. Er hat das Kommando ab Ankunft bei den Verletzten und für den Transport in die Halle."

  • Bloom hielt sich krampfhaft fest im Fahrzeug, war froh nach dem Stunt von Tasha noch zu leben.


    Die Miene des Zwerges hellte sich etwas auf als er von dem Truck hörte, mit der zusätzlichen medizinischen Ausrüstung.


    " Ich muss mich vor Ort zunächst nur um die Verletzten kümmern. Sie an einen anderen Ort zu verlegen, würde mir wertvolle Sekunden nehmen. "


    Den zweiten Satz wählte er höflicher, um sich mit der Teamleiterin nicht zu verscherzen.


    "Bringen Sie den Truck zu mir bitte, während ich die Versorgung aufrecht erhalte. "


    Kurz sendete er an Tasha einen 'Daumen hoch' Smiley, ehe er wieder Kontakt zu Cody aufnahm.


    << Ihre Bemühungen zeigen Ihre Wirkung, bitte machen Sie damit weiter, bis wir da sind. Ich löse sie gleich ab. >>




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  • Bishop macht den Stunt sichtlich wenig aus. Er bereitet sich für die Ankunft vor und checkt nochmal die Karte und sucht nach einer guten Position für sich.

    Auf Phils Ansage antwortet er kurz: "Verstanden." Den Pisser schnapp ich mir, wenn er noch da ist. Es wäre taktisch unklug nach dem Schuss dort zu bleiben...aber wer weiß...vielleicht habe ich glück und das Ziel ist dumm genug.

  • Der strenge Blick von Tasha bohrt sich in Tonys Augen. Zum Glück war ein Spiegel zwischen ihnen. Den Blick hätte er sonst noch weniger stand halten können. Er hatte einen Kloß im Hals. Er war so groß, das er nicht schlucken konnte. Ja sogar weh tat.


    "Ja Misses" sagte er leise. Dann schaute er zu dem Zwerg. Neben Tashas Präsenz verblasste er ein wenig.


    "Massa wo ist ihre Ausrüstung, die ich tragen soll?" fragte er dann Bloom. Die ganze Überforderung lies ihn gerade zum größten Teil ausblenden, das eine ihm fremde Person gerade starb. Nur das geschäftige Treiben erinnerte ihn daran.

    Tony bewegte sich nicht. Nicht das er noch so einen Blick von Tasha kassierte.

  • Und 90 Sekunden später brettert der HMMWV um die letzte Biegung und im Scheinwerferlicht, auf der Position, auf der er auch angezeigt wird, sieht das Team Cody, welcher einen Körper wiederzubeleben versucht, der einfach leblos da liegt.


    Bloom kann die berühmte durchgezogene Linie auf seinem HUD sehen, welche regelmäßig kurz belebt wird, aber eben nur, weil Cody gerade versucht zu reanimieren. Der Fötus nimmt weiterhin gierig Codys Sauerstoff auf. Lange macht aber auch das junge Leben das nicht mehr mit. Es wird schwächer… es braucht mehr…


    Das alles findet hinter einem Busch statt, welcher die Sicht auf den alten Kirchturm verdeckt. Jeder der schon länger hier ist, weiß, die Basis-Lagerhalle ist so nah und für Cody und Piper eben doch so fern. Neugierige Leute gibt es hier im Moment keine.

  • "Okay Leute gleich zählt es." noch etwa 30 Sekunden bis Ankunft.


    "Tasha hält direkt auf der Straße vor den Verletzten. Sicherung durch mich in der offenen Tür, ich werde zusätzlich eine Rauchgranate als Sichtschutz zünden. Bloom, Bishop und Tony steigen aus." Sie blickt Bishop direkt an.

    "Bishop sichert die anderen ab, mein Schild und weitere Granaten nach eigenem Ermessen einsetzen." Sie gibt ihm zwei ihrer Rauchgranaten. "Bloom hat das Kommando vor Ort." Damit ist allen klar, dass er auch noch Bishop zum Verarzten hinzuziehen kann, sollte die Sicherheit gegeben und weitere Hilfe nötig sein. Sie reicht Bloom noch eines ihrer Trauma-Patches.

    "Tasha fährt sofort weiter zur Halle und übernimmt die Sicherung des offene und sich schließenden Tors. Ich komme mit der Valkyrie im Truck zurück." Ihr Ton ist fest und Sicherheit gebend ohne zwingend zu klingen, es legt den Fokus auf die Aufgaben die vor Euch liegen.

    Sie geht nochmal Alternativen durch, aber wenn Piper nicht transportiert werden soll, ist das die sinnvollste Nutzung der vorhandenen Mittel. Wer weiß, ob die Halle und ihre restliche Ausrüstung nicht noch ein weiteres Ziel bei der Untergrabung ihrer Mission sind.