[IP] Berlin Ost

  • Ertappt legt Juls eins von Diddis wertvollen Spielzeugen zur Seite und lächelt die Frau an. Diese weiß genau, wie fasziniert Juls von all dem technischen Kram hier ist, selbst wenn sie manchmal gar nicht weiß wofür es eigentlich ist.


    "Hoi Diddi, mir ach, ich hab nur mal geguckt, also, gut gehts mir und dir?"


    Etwas schüchtern lachend verrennt Juls sich bei dem Versuch sich erstmal auf Diddi einzustellen und bekommt dann halbwegs die Kurve indem sie einfach weg vom Smalltalk geht.


    Sag mal wo ist denn das technische DingsBums das ich mir mal ansehen kann?"

  • Criss schaut Finch an. Blöder Moralapostel.

    Klar hab ich auch schon gesoffen. Keine Ahnung wie alt ich da war. Und rate wie mein Vater am nächsten mit mir umgegangen war.

    Er zwinkert ihm zu. So kleiner Spaß wird Sam nicht umbringen. Das werden ihre Drogen- und Akoholexzesse übernehmen


    Dann fängt Sam an zu fauchen.

    //Ach Kleines…//

    Geht es Criss durch den Kopf, während er plötzlich fleißig weiterarbeitet um aus der Schusslinie zu bleiben. Der Graben für die Rohre is aufgestemmt. Er macht sich also daran ihn überall breit genug zu machen, damit die Rohre auch sauber drin liegen können. Das macht er diesmal ausnahmsweise sehr präzise. Einfach damit’s länger dauert.


    Na dann Finch… viel Glück!

  • 06. Mai 2078

    Berlin Köppenick, Müggelturm

    Criss, Finch und Sam


    (weiter)



    Berlin Mitte, Hackesche Höfe


    Kat


    Der Plan geht auf. Quasi. Der kräftig gebaute Herr ist ebenso in sein Komm vertieft, sodass er die kleinere und viel schmalere Kat gar nicht bemerkt, und sie praktisch umrennt. Schwung und Masse tun ihr Übriges, und schicken die junge Frau zu Boden.

    Bereits empört ansetzend, was da jemandem einfällt, ihm einfach "unter die Räder" zu kommen, bemerkt er dann, dass es eine attraktive junge Frau ist, die er da gerade umgerannt hat, und ist sichtlich unsicher, wie er nun reagieren soll. Einerseits will er nett zu ihr sein, weil, seht sie euch an! Andererseits hat er seinen Espresso verschüttet. Die Tüte konnte er aus Reflex retten.

    Trotzdem. Der gute Kaffee!


    Dennoch wirft er den nun leeren Becher zur Seite und biete seine Hand an.



    Berlin Marzahn-Hellersdorf, Diddis Hof


    Juls


    Ein Grinsen verkneifend beobachtet Diddi Juls' Reaktion. Sie geht nicht davon aus, dass die Kleine hier was stehen würde, aber es ist lustig mit anzusehen, wie sie reagiert, als würde sie das.

    "Das Ding da..." sie deutet auf das interessante Werkzeug, "ist ein Kupplungs-Scanner. Der ermittelt, je nach Bautyp, wann die Beläge, die Schaufelräder oder die Flüssigkeit gewechselt werden muss. Klappt aber nicht bei den ganz alten Modellen. Da muss man noch von Hand messen."


    Ja, Autos. Hat Juls auch schon mal was von gehört. Aber das meiste, was Diddi ihr da erzählen kann, ist ihr neu.


    "Und das technische Dingsbums ist die elektronische Drehzahlregelung einer Wasserturbine. Soll eigentlich anhand des vorhandenen Volumens, der Stromversorgung und ein paar weiterer Faktoren die Drehzahl der Turbine steuern.

    Arbeitet derzeit aber rein digital."

    Sie grinst. Digitales Arbeiten. Eins und Null. Ganz oder gar nicht. Keine Abstufungen. Ein kleiner Elektroniker-Witz.

  • Also Sam sich aus seiner freundschaftlichen Umarmung windet und ihn anfährt wie eine Katze, die in die Enge getrieben wird, geht Finch erstmal verwundert ein, zwei Schritte zurück und hebt abwehrend beide Hände.

    Etwas überfordert von der plötzlichen Anspannung, die in der Luft liegt, schaut er kurz rüber zu Criss. Aber von ihm ist keine Hilfe zu erwarten, der alte Mann tut so als ob er intensiv arbeiten würde.

    //Danke Criss//


    Er schaut wieder zu Sam und versucht ein entwaffnetes Lächeln aufzusetzen.


    "Öoooo, Sam was ist denn los? War doch nur Spaß mit dem Alkohol. Jeder darf mal über den Durst trinken. Ich habs doch nicht böse gemeint. Komm schon."


    Er wird etwas rot im Gesicht und leichte Schweißperlen fangen an sich im Nacken und oberhalb der Stirn zu bilden.




  • Als Finch sich entschuldigte konnte sie ihm nicht mehr Böse sein. Obwohl sie immer noch wollte. Seine Stimme schlich sich in ihr Herz. Seine Augen schmolzen den Ärger weg wie die Sommersonne Eis.

    Auch wusste sie selber, das sie gerade über reagiert hatte. Wie oft hatte sie ihre Mutter dafür verurteilt. //Wurde sie genauso unbeherrscht wie ihre Mutter?// Sie schluckte. Ihr Mund war trocken. Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Sie suchte Hilfesuchend Criss Blick, doch der war sehr damit beschäftigt sich um die anstehenden Arbeiten zu kümmern.


    "Ich habe einfach Kopfschmerzen." sagte sie lahm. Etwas besseres wollte ihr gerade nicht einfallen. Zumal das ja auch stimmte. Auch ihre Körperhaltung entspannte sich.

  • Na Siehste… Als hätte es was geholfen, wenn er sich hier eingemischt hätte. Criss grinst vor sich hin.

    Ach Kleines. Er is n Kerl. Er rafft es nicht, wenn Du ihn nicht mit der Nase drauf stößt.

    Naja, sei es wie es sei. Der kleine Graben ist fertig ausgehoben. Criss beginnt bereits die Rohre hineinzuverlegen. Er ist an dem Punkt angekommen, an dem Arbeiten Spaß macht. Ist halt wie Sport. Man muss eben erstmal anfangen. Nach und nach sind alle Rohre verlegt und müssen nur noch verschweißt werden.


    Okay… ich fang schon mal in Richtung Anschluss zu verschweißen. Und dann flansche ich das Ganze an. Du verschweißt in Richtung Beet und baust die Düse an und dann gucken wir mal, ob’s läuft. Okay?


    Meint er zu Finch

  • Juls grinst, zumindest sie kann mit Diddis Humor durchaus was anfangen.


    "Zeig mal her was du für mich hast."


    Kommt sie dann zum Kern und hat zumindest für kurz vergessen das Juls der Knabenhafte sich immer noch nicht gezuckt hat und während sie sich mit Diddi ansieht was zu machen ist sagt sie wie nebenbei, natürlich eher schlecht kaschiert das es kalkuliert ist.


    "Ich könnte dir ja schon noch viel besser helfen, wenn ich ein bisschen mehr Ahnung von dem ganzen technischen Kram hätte, also mechanisch meine ich."


    Man kann das pfeifen förmlich hören, dass das noch unauffälliger gestalten soll.

  • Als Kat die Reaktion des dicken Mannes sieht, weiß sie das sie ihn hat. Jetzt heißt es die Karten geschickt ausspielen. Mit finsteren Augen schaut sie ihn von unten her an und schnaubt wütend. Sie öffnet ihren Mund und will gerade zu einer gespielten Schimpftirade ansetzen als er ihr die Hand reicht. Innerlich muss die Elfe grinsen. nach außen hin lässt sie ihren Mund leicht offen stehen und reißt ihre Augen weit auf als würde sie dem Mann ihrer Träume gegenüber stehen.


    Kat ist es gelungen ihren noch verschlossenen Kaffee und die Tüte zu retten. Nicht umsonst trainieren sie und Foxy ihr Geschick und immerhin ist Foxy ja eine geschickte Tänzerin. Als der Mann ihr die Hand entgegen streckt stellt sie beides auf den Boden ab und lässt sich von ihm aufhelfen. Dabei schenkt sie ihm das schönste, falsche Lächeln zu dem sie in der Lage ist. Mit einem leicht verführerischen Unterton sagt sie:


    "Vielen Dank Herr ...."


    Sie lässt den Satz unvollendet und fordert den Mann dadurch indirekt auf ihr seinen Namen zu nennen. Dabei schaut sie ihm direkt in die Augen und versucht so seinen Blick auf ihr Gesicht zu lenken. Dann kann er nicht so sehr auf ihre Hände achten, was ja Ziel der Aktion ist.

  • 06. Mai 2078

    Berlin Köppenick, Müggelturm

    Criss, Finch und Sam


    (weiter)



    Berlin Mitte, Hackesche Höfe


    Kat


    "Thomas. Äh, also, du kannst mich gern Thomas nennen."

    Offenbar verlegen schaut er ihr natürlich ebenfalls in die Augen. Mit dem Blick zu wandern wäre in diesem Moment wohl eine unangebrachte Reaktion.



    Berlin Marzahn-Hellersdorf, Diddis Hof


    Juls


    Die beiden gehen rüber in einen Nebenraum, wo aufgebockt eine mäßig-große Wasserturbine steht. Also im Grunde das Innenleben einer mittelgroßen Wasserpumpe. Die Verschalung liegt daneben. Das Bauteil ist mittels Ketten am Werkstattboden fixiert, was dafür spricht, dass es ganz schön in Bewegung geraten kann.

    "Aufpassen mit den Fingern, wenn du sie an machst." meint Didi zunächst.


    Auf Juls unbeholfenem Hinweis auf eine Mechanische Ausbildung hin schaut sie erst etwas verwirrt-nachdenklich, dann schüttelt sie grinsend den Kopf.

    "Weißt du, du könntest auch einfach fragen, ob ich dir was zeigen kann." meint sie.

  • Instinktiv ballt Juls die Hände zu Fäusten als Diddi sie zur Vorsicht mahnt und schaut respektvoll auf die Turbine, dann nickt sie schnell. Solche Warnungen braucht sie bestimmt nicht zwei mal.


    "Was genau willst du denn gemacht haben?"
    Wer weiß, Diddi ist schon klar was sie so mit der Matrix alles manipulieren kann. Zur Not eben auch mal einen Hinweis auf den Vorbesitzer oder so.

    "Oder soll ich mir das Innenleben grundsätzlich mal angucken und die Elektronik prüfen?"


    Fragt Juls noch ehe sie rot anläuft wie eine Tomate und die andere Frau schüchtern ansieht.


    "Du Diddi, kannst du mir da nicht was zeigen?"


    Wie peinlich!!! Was für ein Tag!

  • "Hallo T h o m a s."


    Kat lässt den Namen des Mannes langsam über ihre Zunge gleiten so wie als würde man genüsslich einen Löffel mit Honig abschlecken. Dabei stiehlt sich ein leicht 'verlegenes' Lächeln auf ihre Lippen.


    "Es freut mich ihre Bekanntschaft zu machen, auch wenn die Situation na ja sagen wir .... etwas abrupt zu Stande gekommen ist."


    Kat schaut sich leicht um und 'erkennt' das Thomas durch ihren Zusammenprall seinen Kaffee verschüttet hat. Sie beißt sich auf die Unterlippe, sieht zu ihrem Kaffee, welcher noch am Boden steht und tut so als ringe sie mit einer schweren Entscheidung. Schließlich geht sie vor Thomas in die Hocke, hebt ihren Kaffeebecher auf und reicht diesem Thomas.


    "Wie ich sehe bin ich Schuld daran das sie ihren Kaffee nicht mehr genießen können. Bitte nehmen sie meinen als kleine Entschädigung an. Mein Puls ist jetzt so in die Höhe geschossen, dass ich eh keinen mehr trinken sollte. Mein kleines Herz rast eh schon wie wild."


    Wieder schenkt sie dem Mann ein kleines falsches Lächeln und schlägt für einen kurzen Moment ihre Augen nieder, bevor sie Thomas wieder in die Augen sieht. Sollte er nach ihrem Becher greifen, und sie hat nur zu deutlich gemacht das sie ihm ihren Becher nur all zu gerne geben würde, dann wird sie 'versehentlich' mit ihrer Hand seine berühren und ihn scheu anlächeln. Dieser unerwartete Hautkontakt sollte den Mann so sehr ablenken, dass sie ihm unbemerkt den Credstick klauen kann.

  • Finch beruhigt sich etwas. Er hätte nicht gedacht, dass Sam wegen ein bisschen Kopfweh so ausrastet. Er dachte sie wäre immer der ich schlürf dann durch die Gegend Typ. Aber da sieht man mal wieder jeder neue Tag offenbart eine neue Facette eines Menschen.

    Er geht sich kurz mit beiden Händen durch seine Haare um seinen Kopf frei zubekommen.


    " Ach alles Gut Sam, jeder kann mal mit dem falschen Bein aufstehen. Genieß erstmal ein leckeres Frühstück und werd erstmal richtig wach. Ein Kater ist wirklich nichts schönes."


    sagt er etwas entwaffnend und lächelt sie an. Die Anleitung von Criss hat er noch mitbekommen. Er wendet sich kurz Criss zu.


    "Geht klar Chef."


    Dann schaut er wieder zu Sam.


    "Sollen wir heute Abend etwas Stadtkrieg schauen? Ich muss nämlich vielleicht heute Nachmittag noch ne Lieferung ausfahren, wenn es gut läuft."


    So könnte er auch etwas mehr über Stadtkriege lernen, vielleicht auch die regionale Ligen wie Mystique gestern erzählte und würde nicht ganz so blöd da stehen, beim nächsten oder über nächsten Date, wenn die beiden sich über das Thema unterhielten.


    //Sollte Mystique auch später noch schreiben. Etwas warten ist ja gut, aber zu lange warten, sagt man doch ist eher Desinteresse, oder?//

  • Sam wusste das sie über reagiert hatte. Zu oft hatte sie ihre Mutter erlebte, wenn sie total ausgerastet war. Meistens kamen dabei Menschen oder Gegenstände zu Schaden. Sie hatte Angst wie ihre Mutter zu werden. War sie doch immer die Stimme der Vernunft gewesen, die ihre Mutter beruhigen konnte. Jetzt da ihre Mutter nicht mehr da war fehlte ihr der Anker in dieser Welt.


    Sam wusste aber nicht warum sie so impulsiv in Finch Gegenwart reagierte. Seine Gegenwart alleine steckte ihr Gefühlsleben in einen Mixer.


    Als er dann vorschlug, dass sie Abends noch zusammen Stadtkrieg gucken könnten freute sie ungemein.


    "Kann ich mitkommen?" fragte sie spontan. Ihre Stimme klang außer Atem als Finch meinte er müsse evtl. eine Lieferung ausfahren. Das Füllwort vielleicht ging in dem Kontext komplett unter. Sie wusste nicht warum sie das gefragt hatte. Sie wollte nur so viel Zeit wie möglich mit Finch verbringen.