[IP] Tippi

  • Intro


    Häuptling „Der der alles sieht“ schaut auf die 4 Leichen seiner Stammeskrieger. Sie haben gegen seinen Willen gehandelt. Sie haben seine Gäste angegriffen und dafür mit dem Leben bezahlt.


    Diese Gäste waren ein einarmiges weißes Mädchen mit nur einem Auge und ein großer Schwarzer Krieger gewesen. Sie haben sich als Kaira und Clarke Connor vorgestellt. Dieser Connor war schneller, kräftiger und geschickter als die meisten der Krieger vom „Stamm der zwei Fälle“. Doch er war es nicht, der die vier getötet hat. Er war nicht mal in der Nähe. Das Mädchen und der Mann hatten Streit... während eines Stammesfestes ihr zu ehren.


    Sie lief traurig weg und nur Connors Hund folgte ihr. Im Wald lauerten dann die verblendeten, fremdenfeindlichen Krieger dem Hund und dem Mädchen auf und es kam offenbar zu einem Kampf. Das Mädchen war keine Kriegerin, die vier haben sich ein, augenscheinlich, leichtes Ziel gesucht. Doch ihre vier Leichen hier zeigten deutlich aufgebissene Kehlen... Der Hund hat alle überrascht.


    „Der der alles sieht“ hatte schon früh erkannt dass der Hund der Freund eines mächtigen Geistes war und wollte die Freundschaft der Besucher erringen um vielleicht die Unterstützung dieses Geistes in seinem Kampf gegen die modernen Krieger des Konzerns zu gewinnen.


    Dieser Konzern hatte bereits vor Monaten versucht ihm das Land abzukaufen, doch nichts war es wert, dafür dieses heilige Land zu verlassen. Seitdem gab es viele Überfälle... viele Tote... viel Leid. Doch so ein Konzern kann Verluste offenbar leichter ersetzen, als ein Indianerstamm. Sie werden verlieren...


    Der Häuptling hatte um Hilfe bei der Regierung ersucht, die sich ja immerhin von ihm dafür bezahlen lässt, dass er mit seinem Stamm hier leben darf. Doch die Regierung hält das nicht für ihr Problem. Warum auch? Er hatte verlangt, dass sein Stamm absolut unabhängig ist. Nun grenzt diese Unabhängigkeit ihn aus. Niemand wird helfen. Niemand legt sich für ihn mit einem Konzern an.


    Und seine Krieger, die inzwischen auf alles und jeden schlecht zu sprechen sind, was nicht Indianisch ist, haben durch ihre Attacke auf Kaira eine neue Hoffnung vertrieben. Die beiden sind gegangen und haben ihren Hund und seinen Geist mitgenommen.


    „Der der alles sieht“ seufzt. Vielleicht ist es gut, dass er sich auf den Geist verlassen muss... Im Kampf „magische Indianer“ gegen „moderne Konzernkrieger“ scheint die Technologie zu obsiegen. Er braucht Hilfe. Er hat jemanden ausgeschickt um das Kapital des Stammes in Leute zu investieren, die helfen können. Leute, die die Denkweise des Feindes verstehen.


    Dieser jemand suchte und fand sie... in den Schatten Seattles

  • "Der der Alles sieht" wartet. Heute sollen die Menschen kommen, die für ihn Unruhe unter dem Feind stiften sollen. Vielleicht ist nun die Zeit gekommen... die Zeit, in der sein Stamm sich der Unterdrückung effektiv widersetzen kann. Dieser Feind mit seinen gerüsteten, modernen Truppen wird sich nun einem Team gegenüber sehen, das ihn kennt. Klar sein Geld hat nur für drei Mann gereicht, aber er wollte motivierte Leute. Und sein Kontakt meinte, die größte Motivation für solche Leute sei Geld. Also hat er gesagt, er solle drei Leute besorgen und das Geld auf sie aufteilen.


    Und da kommen sie. Sie werden gebracht von einem Geländewagen, der all ihre Ausrüstung transportieren kann. Wobei das nicht sehr viel ist, wie ihm versichert wurde. Er hat ein größeres Tippi für sie bereit gestellt, in dem das Team sich unterbringen kann. Er weiß nicht wie lange sie brauchen werden, Sie haben Einiges vor, aber sie werden ja auch sehr gut bezahlt. Und er wird sie mit seinem Stamm unterstützen. Er erwartet sie allein. Denn er möchte nicht dass seine Krieger die Begrüßung erschweren. Sein Stamm ist sehr gespalten. Beinahe die Hälfte seiner Leute, hat sich gegen die Einmischung von außen ausgesprochen. Doch "Der der Alles sieht", ist nun mal der Häuptling... Und er wird seinen Stamm nicht im Kampf gegen diesen äußeren Feind verlieren.


    Für das Team sieht es andersherum ganz entspannt aus. Nach dem Aussteigen stehen sie mit ihrem Gepäck vor einem Indianerdorf wie man es aus dem Trid kennt. Tippis, einfache Kleidung aus Wolle oder Leder, gearbeitet wird hier mit handgefertgten Werkzeugen. Wenn es Strom gibt, dann sieht man es nicht direkt. Viele Lagerfeuer spenden Licht an diesem frühen Abend. Auf der Fahrt konnte man erkennen, dass das Lager in mehrere Teile getrennt ist. Es liegt nicht alles dicht an dicht. Es ist ein weites Land in dem die knapp 70 Leute leben. Zur Begrüßung steht ein kräftiger älterer Indianer parat. Die Arme verschränkt, strahlt er die Autorität aus, die sein Amt mit sich bringt. Er hat etwas an sich, dass Leute an ihn bindet.

  • Tacoma - Seattle


    Justin wacht in einem relativ geräumigen Zimmer, in einem für ihn viel zu großen Bett auf, das er nie zuvor gesehen hat. Oder, hat er vermutlich schon, gestern, als er es gemietet hat. Nur erinnern kann er sich nicht mehr. Was auch gar nicht schlimm ist, denn bleiben wird er hier ohnehin nicht.


    Er packt seine Habseligkeiten zusammen und bemerkt dabei eine Nachricht:

    >> Erbitte Rückruf <<

    Schlicht. So ist er. Justin lässt das KOM Cobalts Nummer wählen, während er den Rest seines spärlichen Hab und Guts zusammen trägt. Dauert auch gar nicht lange, ausgepackt hat er ja nicht viel.


    Der Trideo-Projektor erwacht zum Leben, als das KOM eine Verbindung hergestellt hat. Das Gesicht eines recht schmächtigen Elfen schaut ihn an. Eisblaue Haare, Kobaltblaue Augen. Alles natürlich, wie er versichert.

    "Morgen Schlafmütze, auch schon unter den Lebenden?"

    Justin grinst.

    "Hab ja nichts vor, da kann ich doch den Tag verschlafen, oder?"


    "Heute nicht, Kurzer, ich hab nen Job für dich."

    Kurzer. Cobalt ist der Einzige, dem er das durchgehen lässt. Er hat es sich verdient.

    "Was für'n Job?"

    "Oh, das wird dir gefallen. 75 Riesen, und das Beste: Du kannst einem Konzern an den Karren pissen."

    Er hat Recht, das gefällt ihm.

    "Sprich weiter."

    "Ihr helft einem kleinen, unabhängigen Indianerstamm gegen die Vertreibungsversuche durch den Konzern."

    Justin lacht.

    "Das klingt nach nem schlechten 40er Jahre Streifen. Und hat der Konzern keinen Namen?"

    Cobalt schaut nachdenklich.

    "Hat er sicher, aber, spielt der ne Rolle? Schätze mal, der Stamm hat bei Konzernkunde nicht richtig aufgepasst. Ist denen wohl auch egal, welcher dieser Moloche sie ausrotten will."

    Guter Punkt.

    "Bin dabei."

    "Willst du keine Einzelheiten -?"

    "Nope" unterbricht ihn der Zwerg. Er hat gehört, was er wissen muss. Den Rest hört er sich vor Ort an.

    "Nur wo ich hin muss."


    Cobalt nennt ihm Ort und Zeit. Rand der neutralen Zone. Naja, einmal durch Seattle, besser mal auf den Weg machen. Das ist irgendwie der Nachteil, wenn man den Tag verschläft. Vielleicht sollte er sich mal nach nem Schlafregulator umschauen. Aber wozu? Damit er noch länger trinken kann, bevor er in einem unbekannten Zimmer einschläft?


    Er nimmt sich die Zeit für eine Dusche und macht sich im Anschluss auf den Weg. Ein Fahrzeug hat er nicht, wozu auch? Also per Monorail. Billig, sicher, relativ schnell.



    Irgendwo - NAN


    Und so sitzt er jetzt in einem robusten Geländewagen und kämpft sich mit dem Sitz ab. Die Dinger sind eben selten auf Zwerge ausgelegt. Beine hängen in der Luft, links stößt er an die Tür, auf der anderen Seite an den Sitznachbar. Er ist nunmal breit wie hoch, das ist oft irgendwie unhandlich.

    Er hatte sich extra hinten hin gesetzt, um eben nicht neben dem Fahrer sitzen zu müssen. Aber logisch, er wird nicht allein zu dem Job fahren, und so war es nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand mit hinten hin setzt. Drei Plätze frei, drei Söldner. Oder Runner, wie sie hier meistens genannt werden. Der Job ist aber eigentlich der gleiche.

    Wird er nicht angesprochen, wird er auch nicht sprechen. Vorstellungsrunde kann er vor Ort machen, nicht so auf halb Acht im Auto.


    Am Zielort findet sich tatsächlich ein Indianerdorf. So richtig mit Zelten und Feuer und so. Ein kurzes Lächeln schiebt sich in sein ansonsten grimmiges Gesicht. Hier kann er seinen Kampf gegen die Unterdrückung ausleben, und wird auch noch dafür bezahlt.


    Er geht auf den stattlichen Mann zu, der aussieht, als hätte er hier das Sagen.

    "Guten Tag. Justin Time." stellt er sich vor.

  • Schwitzend bleibt die dunkelhaarige Frau stehen, ihr Lauf hatte sich recht plötzlich verlangsamt und nun zieht sie kraftvoll die von Abgasen geschwängerte Luft in ihre Lungen. Die Hände auf die Oberschenkel gestützt, versucht sie ihre Atmung zu beruhigen, denn ihr KOM signalisiert ihr das Schnitzel in der Leitung ist. Es gibt nur einen Grund für den Ork anzurufen, er wird ihr einen Job anbieten.


    Langsam beruhigt sich ihre Atmung während ihr der Schweiß über das Gesicht läuft und in kleinen Tropfen auf den Boden der Seattler Barrens tropft. Der Ork hatte wirklich ein super Timing, hätte er nur 15 Minuten später angerufen wäre sie wieder in ihrer kleinen Bruchbude von einer Wohnung gewesen, doch nicht ran zugehen ist keine Option, er wird den nächsten anrufen und das wird ihre Chancen den Job zu bekommen minimieren, wenn sie Pech hat.


    "Ja"


    "Aila, ich hab was für dich, was Spezielles, da musste ich gleich an dich denken. Es geht aufs Land, raus um einem Indianerstamm gegen die böse Welt zu helfen. Ein Konzern will ihnen ihr Land streitig machen und dafür machen sie 75k locker um Hilfe zu bekommen. Du bist doch ne Rothaut, sollte doch voll dein Ding sein oder?"


    //Charmant wie immer der Kerl.//

    Am liebsten würde sie ihn einen stinkenden Hauer tragenden Vollpfosten nennen aber man beißt nicht die Hand die einen füttert.


    "Ich denke darüber nach und melde mich gleich bei dir."


    "Wie immer. Du bist vorhersehbar. Ich blocke dir den Job eine Stunde. Nicht länger. Wer zuerst kommt malt zuerst Süße."


    "Ich danke dir Schnitzel."


    Kurz seufzt sie, dann setzt sie ihren Weg fort. Von nichts kommt nichts, sie ist zwar schon auf dem Rückweg ihres Trainings doch sie gibt nochmal Gas, sie liebt es dieses Gefühl danach, die absolute leere die man im Kopf hat und das leichte brennen der Muskulatur. Sie schläft nie besser als nach einem ausgiebigen Training.


    Kaum zu Hause angekommen führt sie das nächste Gespräch, wie sie es immer tut bevor sie einen Auftrag wirklich annimmt ruft sie Johann an. Sie weiß eigentlich gar nicht warum sie das tut. Es ist nicht so das sie sich abmelden müsste. Vielleicht würde ihm ihre Abwesenheit nicht einmal zwingend auffallen. Doch es ist ein gutes Gefühl wenigstens einem Menschen sagen zu können wo sie sein wird.


    Das wenigstens ein Mensch weiß das es sie gibt und sich vielleicht sogar sorgen macht, sollte sie nicht wieder zurück kommen. Davon abgesehen hat er ihr, ihr zweites Leben geschenkt und dafür schuldet sie ihm darauf acht zu geben. Vielleicht legt sie auf diese Weise jedes Mal Rechenschaft vor ihm ab, bittet um Erlaubnis dieses Leben eventuell in Gefahr zu bringen, dass ihm gehört.


    Aila schüttelt über sich selbst den Kopf. Von Zeit zu Zeit sind ihr ihre eigenen Gedanken zu philosophisch und Johann hat ihr mehr als einmal gesagt das ihm gar nichts gehört und so auch dieses mal. Noch während sie ihre Klamotten abstreift und einmal quer durch das Zimmer wirft wo sie sich zur anderen Dreckwäsche gesellt schreibt sie Schnitzel.


    >>Ich mache den Job<<


    -----


    Nur einen Tag später findet Aila sich in einem Geländewagen wieder, alles was sie braucht, also im Grunde ihr komplettes Hab und Gut bei sich. Sie hält nichts davon Besitztümer anzuhäufen, sie reist gerne mit leichtem Gepäck durch das Leben. Gut, sehr viel leichter als bei ihr geht es wohl auch nicht. Mit ihr durch das wilde Land außerhalb der Städte irgendwo in den NAN reisen zwei weitere "Runner". Die beiden sind still, das kommt ihr gelegen. Zu dritt gegen einen Konzern. Sie sollten einen guten Plan haben. Aber sie greift innerlich vor und zügelt sich, zuerst wird sie die Informationen vom Stamm erhalten, dann werden sie weitersehen.


    Der Stamm, Stammesgebiet. Müsste ihr all das hier bekannt vorkommen? Vielleicht nicht exakt das aber vielleicht die Machart der Tippis die sich vor ihr ausbreiten als sie den Wagen verlässt. Unweigerlich trifft ihr Blick auf den alten Mann der gerade und ungebeugt, stolz vor ihnen steht und auf sie wartet. Aila hebt zur Begrüßung die Hand und nickt ihm ernst zu.

  • Neil ist gerade bei David in seiner Praxis. Mal wieder helfen. Er versorgt die Armen und Mittellosen. Dann geht schon sein Kom.


    "Hi Dave, ich hätte da was für dich. Bringt 75k. Must einen Indianerstamm gegen nen kleinen Kon helfen."


    "Da bin ich dabei. Wie soll das ablaufen?"


    "Du triffst dich mit den anderen an der Grenze zu den SSC. Dort erwartet euch ein Jeep. Briefing beim Stamm."


    "Alles klar. Man sieht sich Joe."


    Die Daten für Ort und Zeit des Treffens werden noch übermittelt. Dann ist das Kom wieder ruhig.


    Nachdem Neil mit der Arbeit fertig ist, verabschiedet er sich von David.


    Zu Hause packt er seine Sachen und begibt sich zum Treffpunkt.


    Mit von der Partie sind 2 andere Söldner bzw. Runner. Ein Zwerg und eine indianische Frau, wenn er da richtig liegt. Naja Völkerkunde war nie sein Ding.

    Beim Einsteigen grüßt er die anderen. Scheinen recht schweigsam zu sein die beiden.


    Die Fahrt verläuft ruhig und irgendwie kommt man nicht ins Gespräch. Was soll's, schau ich mir halt die Gegend an.


    Im Dorf angekommen, staunt Neil nicht schlecht. Ist ja wie in so alten 2D-Schinken, wie mein Vater sie geschaut hat.


    Beim Aussteigen sieht er dann den Häuptling. Er geht auf ihn zu, bleibt kurz vor ihm stehen. Und hält ihm die Hand entgegen.


    "Hallo, ich bin Dave. Ich soll hier helfen ein paar Konmarionetten zu vertreiben."




  • "Der der alles sieht", nickt jedem leicht zu. Mit mürrischem Blick und eben jener gebietenden Autorität, die ihm zu eigen ist, erklärt er:

    Guten Tag. Ich bin "Der der alles sieht". Ich bin Häuptling es Stammes der zwei Fälle und ich bin es, der um Hilfe bat. Doch bitte folgt mir, ich werde euch zeigen, wo Ihr wohnen werdet.

    Ich habe ein Tippi für euch herrichten lassen, dieses Tippi, wird während eurer Anweseneheit von niemanden außer euch betreten werden.


    Damit geht er vorraus. Ihr folgt ihm durch das Dorf, in dem zwei von euch eher feindselig beäugt werdet. Denn die Herren des Teams scheinen hier von vornherein nicht sehr gut anzukommen.

    Manche schauen eher skeptisch, andere offen feindselig. Aila dagegen wird fast neugierig betrachtet. Die offensichtlich indigene Abstammung wirkt offenbar besser auf die Stammesmenschen.

    Doch egal ob sie nun argwöhnisch schauen, feindselig oder eher neugierig, "Der der alles sieht" unterbindet jede Regung mit seinem Blick. Ihr drei seid seine Gäste und er wird es nicht zulassen, das jemand unter seiner Gastfreundschaft zu schaden kommt.


    Er führt euch zu einem Tippi, dass ein wenig Abseits steht und auf jeden Fall genug Raum für drei Leute bietet.

    Hier kann man dann auch erkennen, dass der Schein ein wenig trügt. Dieses Zelt verfügt über eine Heizung und auch über Steckdosen.

    Diese laufen aber vermutlich über einen Generator, denn nach Stromnetz sieht es hier nun auch wieder nicht aus. Dennoch, was der moderne und auch semi-moderne Mensch so an Strom benötigt, ist verfügbar.

    Bitte richtet euch ein... Ihr genießt Priorität, was den Strom angeht, wir wissne ja nicht, was ihr so benötigt. Ich lasse euch zum Abendessen holen. Dann werden wir eine ordentliche Besprechung haben, okay?

  • Time bemerkt die (teilweise offene) Feindseligkeit durchaus, reagiert jedoch nicht darauf. Er weiß aus eigener Erfahrung, wie man fremden misstrauen kann. Und, naja, in seinem Fall war es ja auch gerechtfertigt. Er versteht ihre Einstellung. Ihre Angst.

    Die Dame in der Gruppe scheint besser anzukommen. Das könnte hilfreich sein. Für das Vertrauen.



    Dann das Tipi. Es ist wirklich einfach ein großes Zelt. Okay, ein Bisschen moderner als erwartet. Es wird reichen. Viel braucht er nicht.


    "Habt Dank." erwidert Time nur. Irgendwie verspürt er den Drang, das Oberhaupt wie einen Monarchen anzusprechen. Naja... Hier ist er das vermutlich auch.


    Zeit, sich mit den anderen bekannt zu machen. Zeit, sie sich einmal genauer anzusehen. Abschätzen, was wohl deren Aufgabengebiet ist.

    Er selbst legt seine große Tasche in eine... naja, Ecke ist das falsche Wort. In eine Kuhle neben eines der Betten.

    Dort ist alles drin, was er vermutlich für diesen Job brauchen wird. Okay, alles, was er hat, um ehrlich zu sein.

    Er trägt recht schwer gepanzerte Wildniskleidung, scheinbar für Urwald und Savanne gedacht. An seinem Gürtel hängt links eine leichte Schnellfeuerpistole (Fichetti Executive Avtion), an seinem rechten Stiefel ist ein Kampfmesser befestigt.


    Der linke Arm ist offensichtlich verchromt bis knapp über die Schulter. Es wirkt wie ein klobiges Modell, scheint sich aber gut bewegen zu lassen. Seine rechte Schädelhälfte ist kahl rasiert, ansonsten hat er knapp über schulterlange Dreads und einen sauber gestutzten Vollbart (Dunkelbraun). Seine Augen sind hellbraun und stechen kaum aus seinem gebräunten Gesicht hervor. Augen, mit denen er die beiden anderen gerade fixiert.

    Eine Narbe zieht sich seitlich an seiner Nase entlang, nur knapp am linken Auge vorbei. Insgesamt ist er kein sehr hübscher Anblick.

    Sein wachsamer, aber grimmiger Blick unterstützt das noch.

    "Schätze, wir arbeiten jetzt zusammen. Ich bin Justin Time.

    Dave, richtig?

    Und du bist?" er schaut die junge Frau fragend an.

  • Dave ignoriert die Feindseligkeiten. Ist er als schwarzer Ork ja eh irgendwie gewohnt.


    Beim Tippi angekommen. Verabschiedet er sich beim Häuptling.


    "Na dann mal rein in die gute Stube. Mal sehen was es da drinnen alles gibt."


    Dann betritt er das Tippi und platziert seine Sachen neben einer Schlafstätte. Neben seinem Seesack hat er auch noch einen recht großen Rucksack dabei. Alles in dunkelgrau gehalten.

    Bekleidet ist er mit Kampfstiefel, Jeans und Holzfällerhemd, darüber trägt er noch eine Panzerjacke. Seinen Haare sind kurz geschoren und er trägt einen 3-Tagebart. Ansonsten sieht er recht gewöhnlich aus, weder Narben verunzieren ihn noch hat er irgendwelche Cyberware, die man sieht. Nur wer genauer hinsieht erkennt Cyberaugen.


    Als er angesprochen wird, grinst er Justin Time an.


    "Ja, mein Name ist Dave. Was ist denn dein Aufgabengebiet?

    Also ich bin der Mann fürs Grobe und kann euch zusammenflicken. Ein bisschen in der Natur kenn ich mich auch aus, aber das ist eher dein Fachgebiet, wenn ich mir dich so ansehe.

    Und was kannst du, mein Schöne? Und wie heißt du?"


    Auch sie bekommt ein Grinsen ab.

  • Diese unterschiedliche Betrachtungsweise der Einheimischen entgeht Aila nicht, sie selbst betrachtet die Fremden wie alle Fremden auch. Sie erkennt hier nichts bekanntes oder familiäres, nichts weswegen sie diese Menschen anders behandeln würde als alle anderen auch und die Einheimischen hier sind Idioten, geht es ihr durch den Kopf, wenn sie ihr nur wegen ihres aussehens mehr vertrauen als den beiden anderen. Doch am ende folgt sie einfach stoisch dem "der alles sieht". Man wird sehen wie man hier mit den Leuten zurecht kommt. Am Ende ist man schließlich da um zu helfen.


    Aila lässt den Blick noch einen Moment über das Dorf und die Menschen schweifen nachdem sie den Häuptling zum Abschied zunickte. Als letzte betritt sie das Zelt und wirft ihre Tasche auf das letzte freie Bett um anschließend ihren neuen Kollegen gegenüber zu stehen.


    Die Frau die ihnen gegenüber steht ist nicht besonders groß, wobei was heißt das schon. Sie ist kleiner als der Ork und größer als der Zwerg und beiden gehts wohl mit menschlichen Frauen immer so. Ihre halblangen schwarzen Haare trägt sie offen und ungestyled hinter die Ohren geklemmt, ihre Kleidung ist funktional, wetterfest und robust und hat in ihrer Einfachheit etwas von weiblichen 'indiana jones'. Lediglich ihre Jacke ist leicht gepanzert doch nichts an ihr klimpert oder klonkert wenn sie sich bewegt. Unter der Jacke schaut eine eindeutig vercyberte Hand hevor, doch filigran und gut gearbeitet im Gegenatz zu dem was der Zwerg trägt.


    "Und was kannst du, mein Schöne? Und wie heißt du?"


    Aila schaut den Ork kritisch an. Stemmt die Hände in die Hüften. Sagt jedoch nichts.


    //Ich haue Leuten auf die Nase die ungewollt vertraulich sind!//


    //Beruhig dich Aila... ihr müsst hier miteinander auskommen...//


    "Aila. Ich bin dann wohl euer Spezialist für die Natur."


    ist ihre schlichte Antwort und an ihrer Aussprache hört man das Englisch entweder nicht ihre Muttersprache ist oder zumindest nicht die einzige.

  • Time muss grinsen. Und auch wenn er nicht so der gesellige Typ ist, so ist dieses Grinsen doch echt.

    Offenbar ist nämlich jeder hier für Natur zuständig. Aber gut, schaden wird's in dieser Umgebung sicher nicht.


    "Ich bin Jack of all Trades. Fahrer, Schütze, Taucher, Späher, und ja, auch Naturkundiger.

    Die Spezialgebiete überlasse ich aber lieber euch. Wenn man viel macht, macht man nichts richtig, hat mein alter Herr immer gesagt."

    Er tippt sich kurz an die Stirn.

    "Aber keine Sorge, ich weiß was ich tue."