[IP] Neo Tokyo - The Gaijin's Game

  • Heute war ein ganz besonderer Tag für Shin'ichi Jubei.

    Er hatte das große Los gezogen und einen guten Deal gemacht.

    Und so wie es aussah, gab es die Möglichkeit auf mehr.

    Was für ein besonderer Tag.


    Was Jubei-san nicht wusste…

    an diesem besonderen Tag würde er sterben.


    >> coming soon <<

  • Vor dem aufwändig dekorierten Schaufenster eines kleinen Ladengeschäfts für angesagte japanische Herrenmode blieb Arashi unvermittelt stehen. Die warmen Sonnenstrahlen durchdrangen mühelos den leichten Smognebel über Neo-Tokyo und reflektierten sich in der polierten Schaufensterscheibe. In seiner AR-Sicht legten sich, schwebend neben den ausgestellten Kleidungsstücken, virtuelle Displays über die reale Welt und boten detailverliebte Informationen und gehobene Preise. Während er interessiert die Auslage zu betrachten schien, suchte sein aufmerksamer Blick im spiegelnden Schaufensterglas nach Anzeichen von Verfolgern hinter seinem Rücken. Die, für japanische Verhältnisse, überschaubare Menge an Passanten schob sich, ohne erkennbares Muster und auf den unterschiedlichsten Vektoren, über die breiten Fußwege beidseits der stark befahrenen, vierspurigen Straße. Nichts Verdächtiges zu sehen. Auch an den vorbeigleitenden Autos und den hoch darüber hinwegschwebenden Lieferdrohnen war nichts Auffälliges zu bemerken.


    Spiegelnde Schaufensterscheiben. Ein uralter Trick. Funktionierte aber immer noch. Arashi verzog amüsiert die Mundwinkel. Sein Spiegelbild lächelte zurück. Ein gut aussehender, menschlicher Mann in den späten Zwanzigern mit athletischer Figur. Seine strubbelig gestylten, nachtschwarzen Haare und die mandelförmigen Augen verrieten das genetische Erbe seiner japanischen Mutter, das markante Kinn hingegen verdankte er eindeutig der väterlichen, amerikanischen Abstammung.


    <Und? Siehst Du etwas?>, erklang plötzlich Jinx vertraute Sopranstimme in Arashis Kopf. Er zupfte den kurzen Stehkragen seines geliebten, plasstahlgrauen und unglaublich leichten, Argentum-Mantels zurecht. Das maßgefertigte, oberschenkellange und sehr exklusive Stück aus Mortimers ‚Far-East‘-Sommerkollektion schien eng an seinem Oberkörper anzuliegen, darunter verbarg sich aber ein furchteinflößendes Arsenal an Faustfeuerwaffen. Er trug seinen Lieblingsmantel stets geöffnet, um die angepassten Griffstücke seiner beiden primären Pistolen schnell erreichen zu können. Zugegeben, ‚schnell‘ war angesichts seiner vercyberten Reflexe und der in sein Muskelgedächtnis durch jahrelanges Training förmlich eingemeißelten, und zusätzlich genetisch verbesserten, Bewegungsabläufe ein recht schwaches Wort.


    <Alles ruhig>, sendete er über sein implantiertes Kommlink zurück und bog in die, an das Bekleidungsgeschäft angrenzende, Gasse ein. Seine natürlich wirkenden, grasgrünen Cyberaugen passten sich unmittelbar an den in ihr herrschenden halbdunklen Schatten an. Der vier Meter breite Durchgang mündete am Ende des Blocks in eine weitere Hauptverkehrsstraße. In der ein wenig verwahrlost wirkenden Gasse standen einige Müllcontainer neben den stark gesicherten Hintertüren verschiedener Unternehmen. Eine einsame Ratte huschte in die tieferen Schatten unter einem rollbaren Abfallbehälter, als Arashi langsam an diesem vorbeiging. Die Sohlen seiner dunkelgrauen taktischen Kampfstiefel verursachten leise knirschende Geräusche, als er hin und wieder auf herumliegenden Plastikmüll trat. Sein Orientierungssystem kartografierte währenddessen automatisch die Umgebung und zeichnete eine detaillierte Karte am Rande seines Blickfeldes.


    Auf halber Höhe der Gasse, etwa dreißig Meter entfernt, lief eine zierliche menschliche Frau in modischer Sportkleidung. Da sie sich langsam von ihm entfernte, konnte er den kurzen Schopf brünetter Haare nicht sehen, der von der dünnen Kapuze des atmungsaktiven Tops verdeckt wurde. Jinx. Einen Moment später blieb sie stehen, stützte sich mit einer Hand an einem übervollen Müllcontainer ab und schien sich zu dehnen.


    Die Gasse war ansonsten weiterhin verlassen. <Los>, subvokalisierte er. Jinx machte einen Schritt zur Seite, verschwand hinter dem Container und hatte einen Augenblick später bereits mit Hilfe eines Multitools die Verkleidung eines kleinen, in die verwitterte Hauswand eingelassenen, Kästchens gelöst und stöpselte ein dünnes Glasfaserkabel ein.


    Früher waren sie zusammen in den Schatten gelaufen, Jinx und er. Aber sie war dem Tod einmal zu oft nur um Haaresbreite entkommen und hatte bereits vor ihrem gemeinsamen Umzug nach Neo-Tokyo beschlossen keine Shadowruns mehr anzunehmen. Aber auch als unabhängige ‚Sicherheitsexpertin‘ war Jinx nun erfolgreich und beschäftigte sich mit ungefährlichen Datenbeschaffungsaktionen wie dieser hier. Und wenn er nichts zu tun hatte, war er ihr gerne als Rückendeckung behilflich. Es war fast ein bisschen wie in alten Zeiten.


    Arashi passierte mit ruhigen Schritten ihre Position, ohne sich zu ihr umzusehen. Einige Sekunden später meldete sie sich schon. <Erledigt.>


    Jinx Auftrag war erfüllt. Sie hatte die in das Steuergerät der Abwasserleitung des Gebäudes geladenen Daten über eine Direktverbindung aus dem Gerät extrahiert. Ein Insider des Auftraggebers hatte sie zuvor darin versteckt, ohne die Firewall des Unternehmens-Hosts umgehen zu müssen. Eine interessante Vorgehensweise, fand Arashi. Jinx hatte nur noch die in der Außenwand verbaute Steuerungseinheit hacken müssen, um an die Daten zu kommen. Keine Schwierigkeit für sie.


    Er spürte, wie Jinx hinter seinem Rücken aus dem Schatten des Müllcontainers auftauchte und wieder zu joggen begann. Kurz darauf überholte sie ihn, zwinkerte ihm aus dem Augenwinkel mit leuchtend blauen Augen zu, bog aus der halbdunklen Gasse nach rechts in den Sonnenschein des Straßenzuges und verschwand. <Danke!>, sendete sie noch. <Wir sehen uns heute Abend auf einen Cocktail?>


    Arashi erreichte das Ende der Gasse und trat auf den Bürgersteig. Die allgegenwärtigen Passanten flossen um ihn herum, ohne ihren Schritt merklich zu verlangsamen. Er sah sich kurz um, augenscheinlich um sich zu orientieren, konnte erneut keine potentiellen Gefahrenquellen ausmachen und folgte der Hauptverkehrsstraße in die entgegengesetzte Richtung. <Na klar. Du zahlst>, erwiderte er.

  • Juro seufzte innerlich, erneut prüfte er auf seinem Kommlink die Uhrzeit. Seit 11 Minuten ließ der Personalchef von Shiawase Laboratories, Shinji Okamoto, Ihn warten, vermutlich um Ihn zu zermürben.


    Dann holte die attraktive und perfekt gestylte Sekretärin Juro ab und brachte Ihn in das edel eingerichtete, teure Büro. Juro verbeugte sich tief und setzte sich gegenüber seinem Vorgesetzten und wartete auf den Beginn des Gespräches.


    " Minashigo-san, sie wollten mich sprechen ?"


    " Hai. Ich möchte mich um den Posten des Teamleiters bewerben im toxikologischen Labor. Ich bin nun knapp 2 Jahre im Labor und bin Ihr bester Mitarbeiter im Team. Ich kann noch wesentlich mehr leisten. "


    " Oh, ich bin überrascht. Die Eigeninitiative ist löblich jedoch sind sie ein Quereinsteiger. Konzernbürger sind stets zu bevorzugen, das ist Ihnen bekannt. "


    " Welchen Nutzen hat die Konzernbürgerschaft wenn die Arbeit nicht gut ist ? Ich denke das schadet dem Erfolg sicherlich, Okamoto-Sama. "


    " Ahh. Sie stellen den Konzern über sich selbst. Daraus könnte Potential entstehen.


    " Selbstverständlich, Okamoto-Sama. Mein Vorschlag wäre eine Vergleichsarbeit mit dem aktuellen Teamleiter. So haben Sie entsprechende Fakten die Ihnen die Entscheidung erleichtern."


    Okamoto-Sama überlegte kurz.


    " Hai. Ich werde alles in die Wege leiten. Ich melde mich Minashigo-san. "


    Er nickte und erhob sich verbeugte sich vor dem Vorgesetzten. Dann ging er hinaus.


    Nach seiner Laborschicht ging er zu seiner aufgeyerzten Suzuku Mirage. Ein wahrer Künstler hatte dort eine Dschungel Szene auf der Karosserie verewigt , mit einem Kolibri als buntem Hauptmotiv.


    Nachdem er eine Weile scheinbar planlos Essen war und Einkaufen suchte er die grauen und schwarzen Märkte der Stadt auf, ließ sich der neuesten Software begeistern, sah sich selbstgeschriebene Codes an und besuchte auch den Drogenmarkt.




    Aktuelles SL Projekt " Auslegungssache " (Foren Run)
    Hauptcharakter: "Iwan " ( Strassensamurai )


    Erfahrener Meister und Spieler seit Edition 3.0 8)

    2 Mal editiert, zuletzt von Iwan_Korshunov ()

  • Red oder Jane Austin, wie ihre ausgestrahlte SIN zeigte war jetzt seit ein paar Wochen in Neo Tokio.


    Sie hatte nach dem Run mit den Armanen und dem Nazigeist Fleischmann eine Auszeit gebraucht. Ihr Leben war komplett aus den Fugen geraten. Auch wenn es hies, daß die Terroristen gefasst worden waren wollte sie nicht, daß in Seattle ihr Gesicht auf irgendwelchen Überwachungskameras auftauchte. Nachher nahm man sie fest, nur weil sie über die Straße ging oder dergleichen. Auch konnte sie momentan nicht in ihr früheres Leben zurückkehren. John der Tafelbetreiber hatte immer wieder betont, was er von Shadowrunnern hielt. Er war früher selber einer gewesen, bis sein Team bei einem Run komplett ausgelöscht wurde. Seine Freunde und sein Mann. Seitdem hatte er es sich als heilige Mission auferlegt alle Metamenschen in diesem „Berufstand“ zu meiden oder bekehren zu wollen. Er duldete keine Runner in seiner Nähe. Und das wusste Red. Aber sie hatte es ja nur getan um Geld für die Tafel und ihre Schützlinge zu verdienen. Sie hoffte, daß wenn genug Zeit ins Land gegangen ist sie wieder zurückkehren konnte. Sie vermisste Sarah, die kleine Drogenverkäuferin von der Ecke mit ihrem altersschwachen Pudel. Dick, den Obdachlosen, der immer strahlte, wenn er nüchtern war und nicht zu viele Schmerzen. Er hatte Red einmal gebeten Farbe zu besorgen. Mit dieser hatte er seinen Plastkarton kunstvoll in fröhlichen Farben verziehrt. Hätte er eine SIN gehabt und wären die Umstände besser zu ihm gewesen hätte er ein gefeierter Künstler werden können. Nun ersäufte er sein Talent in billigem Syntehol um die Schmerzen des fortschreitenden Krebses zu betäuben. Oder Duke der Ork mit dem abgebrochenen Hauer, der Red einmal erzählt hatte, daß er ein maskierter Rächer war und das Viertel jeden Tag besser machte. Duke war VR-süchtig und konnte oft die Realität mit der Spielewelt nicht mehr unterscheiden. Diese und viele andere Menschen aus ihrem Viertel, denen sie immer wieder geholfen hatte. Ihr Leben ein bisschen Lebenswerter gemacht hatte.

    Nun war sie in Neo Tokio. In einer fremden Stadt. In einer fremden Kultur. In ihrer Kindheit hatte sie schon Rassismus erlebt. Als eine Elfe, die wie ein Mensch aussah hatte sie es sehr schwer mit ihren Eltern und den Freunden ihrer Eltern gehabt. Ihr Vater war von dem elitären Geburtsrecht der Elfen überzeugt und sah Red als einen Schandfleck in seiner Familie. Ihre Mutter war keinen Deut besser gewesen und so hatte sie früh das Leben auf der Straße bevorzugt.


    Aber die Qualität des Rassismuses in der japanischen Stadt war härter. Verpackt in der japanischen nichtssagenden oberflächlichen Freundlichkeit.

    Red hatte sehr schnell lernen müssen, daß sie mit einem Sprachchip nicht beachtet wurde. Erst als ihr der Ramenverkäufer Nishikawa Kenshin zu verstehen gegeben hatte, daß die Japaner wollten, daß man ihre Sprach direkt sprach und Nishikawa ihr half die Sprach zu lernen wurde es besser. Sie kam oft zu dem alten Mann und seiner schwimmenden Rahmen“küche“ -die aus einer lecken Nussschale und einem selbstwärmenden Topf mit Nudelsuppe bestand- und unterhielt sich mit ihm. Sein sonniges Gemüt und seine unverwechselbare Art hatten ihn so etwas wie eine Touristenattraktion werden lassen und so verstand er Englisch und Deutsch und konnte die beiden Sprachen sogar sprechen.


    Kim hatte ihr den ersten Kontakt ermöglicht. Shoko Tendo hatte eine Zeit lang in Düsseldorf gewohnt und da Kim kennen gelernt. Shoko wusste wie schwer es eine Frau in einer fremdenfeindlichen und frauenfeindlichen Kultur hatte und sagte Kim zu, daß sie Red helfen würde in Neo Tokio Fuß zu fassen. Sie hatte geholfen Red eine kleine Bleibe zu besorgen die in der Nähe der Armenküche von Kobayashi Miu war. Dort aß Red am Anfang öfter mal.

    Shoko gab Red zu verstehen, daß sie Shoko jederzeit um Hilfe bitten konnte aber ihre Körperhaltung gab klar zu verstehen, wenn es nicht wichtig war Shoko ihr nicht helfen würde oder schlimmer Red komplett auf sich allein gestellt lies. Shoko schuldete Kim einen Gefallen aber sie konnte und wollte ihren Ruf durch eine Gaijin nicht gefährden.


    In der Armenküche half Red irgendwann aus, als mal wieder eine freiwillige Kraft ausfiehl und Kobayashi Miu alles alleine stemmen musste.

    Kobayashi Miu fiehl auf, daß Red das nicht zum ersten mal machte und war froh um die Hilfe.

    Der Anteil an Metas und anderen Ausgestoßenen der Gesellschaft ist hoch. Manche der Armen und SINlosen, die nichts anderes hatten als ihre Vorurteile behandelten Red mit Mißachtung und ähnlichem. Nur Kobayashi Miu Machtwort lies die Situation nicht eskalieren.

    Frau Kobayashi sagte zu Red, daß sie jeder Zeit helfen könnte. Sie wusste aber auch, daß die Gaijin Frau ihre eigenen Dämonen zu bekämpfen hatte. Frau Kobayashi kannte den Gesichtsausdruck. Sie hatte ihn schon zu oft gesehen. Daher machte sie sich nicht viel Hoffnung.


    Takagaki ist ein junger Hacker, der gerne mit seinem Bike angibt und gerne jungen Gaijin Frau die „japanische Bettkultur“ zeigt. Wenn er nicht gerade die Betten oder die Matrix unsicher macht betreibt er sein weiteres Hobby U-Bahnsurfen. Da er sich in die Fahrpläne hacken kann und dort diverse Backdors eingebaut hat weis er immer genau wann welcher Zug auf welcher Strecke fährt.

    Red fuhr gerade mit der U-Bahn und musste ihren bezahlten Sitzplatz einem Japanischem Jüngling platz machen, der den Schaffner gerufen hatte. Was der Gipfel an der Sache war, das der Jüngling noch nicht mal eine reguläre Fahrkarte hatte, aber so viel Wind um den Sitzplatz machte, daß es gar nicht mehr zur Sprache kam. Red war außer sich, sagte aber nichts. Da sprach sie ein junger hübscher und flippiger Junge an. Seine Augen waren offen und sein Lachen fröhlich. Das hatte Red in NT nicht oft gesehen. Der Junge stellte sich als Takagaki Junichi vor. So kamen die beiden ins Gespräch gekommen und er hatte sie dann auf einen Sake eingeladen. „Nicht alle Japaner sind so rassistisch.“ Waren seine Worte.

    Takagaki zeigte auf seinem Bike die glitzernde Seite von NT. Es war für Red eine willkommene Abwechslung aber so nett Takagaki war, er war Red zu oberflächlich.


    Red hatte eine ganz andere Baustelle

    Sie musste auch damit umgehen, daß sie wahrscheinlich von einem Dämon besessen war. In den Situationen als es um Fleischmann ging hatte sie es als notwendig erachtet diese Kraft zu entfesseln aber sie wollte so wenig damit zu tun haben. Sie wollte generell von mächtigen freien Nazigeistern und magischen Artefakten einen großen Abstand nehmen. Ob das Land der Kamis die beste Wahl war blieb fraglich.

  • 14. März 2080


    Neo Tokyo - Ueno Park


    Kato liebte diesen Park. Schon als er nur ein kleiner Junge war und oft mit seiner Mutter hierher kam.

    Er konnte stundenlang hier einfach nur auf einer Bank sitzen.


    Gerade zu dieser Zeit des Jahres. Die ersten Kirschblüten waren schon zu sehen und bald würde ganz Japan in einem prachtvollen Blütenmeer erstrahlen.

    Ein bemerkenswertes Ereignis im Hier im Park sind die Frühlingsfeiern für seine schönen Kirschblüten und Hanami berühmt und ein wirklich bemerkenswertes Ereignis.

    Gleich neben dem Bahnhof Ueno gelegen verfügt der Ueno Park über ein halbes Dutzend Museen, einen Zoo, einen Toshogu-Schrein und den Shinobazu-Teich.

    Während der Kirschblütenzeit lockte der Park unzählige Menschen an. Touristen wie auch Japaner die der Enge und dem Lärm des Megaplexes, mit seinen über fünfzig Millionen Einwohnern, ein wenig entkommen wollen.


    Genau richtig für Kato um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Äußerlich mochte Kato ruhig und entspannt wirken, aber in Wirklichkeit war er hochkonzentriert. Seine Augen, hinter der verspiegelten Sonnenbrille nicht zu erkennen, schienen einfach starr in die Unendlichkeit zu starren, denn sein Geist war an einem ganz anderen Ort.


    Frei wie ein Vogel raste dieser, oder besser gesagt die Persona die er erfüllte, über das äquivalente Neonkonstrukt von Neo Tokyo, eines der modernsten Matrixgitter der Welt, für ihn wie ein zweites Zuhause. Immerhin hatte sein Mutterkonzern NeoTech dieses Gitter aufgebaut und war somit ein Vorreiter in der neuen Matrixtechnologie die bald schon weltumspannend zum Einsatz kam. Manchmal musste er lächeln, wenn er eine Programmroutine oder ein Icon erkannte an dessen Erschaffung er beteiligt gewesen war. Doch dann wurde er schnell wieder von der Realität eingeholt. Denn die Zeiten hatten sich geändert. Jetzt stand er auf der anderen Seite und nichts war mehr wie es früher gewesenen war.

    Er war in die Schatten gestürzt. Auf der Flucht vor den Schergen seines früheren Herrn. Hatte seinen Namen hinter sich gelassen und war zu einem Dämon geworden.


    Gerade als er dabei war ein freies Appartement für sich zu "mieten" tauchte neben ihm das Konstrukt einer Geisha auf. Sie verneigte sich tief und wartete bis Kato ihr seine Aufmerksamkeit zukommen ließ. So stand sie da. Den Blick ein wenig gesenkt, ihre schwarzen Haare, ihr Make Up, der jade farbene Kimomno, einfach perfekt.

    Wohnraum war knapp in NeoTokyo und so beendete er noch schnell die "Buchung" und hatte sich damit für die nächsten Monate eine Unterkunft organisiert. Bis jemand dahinter kommen würde, wäre er schon längst wieder weiter gezogen.

    "Was gibt es, Oyshi?"

    "Ich habe jemanden gefunden der Euren Suchparametern entspricht, mein Herr."


    Die schien heute ein Glückstag zu sein. Eine neue Wohnung und jetzt auch noch eine mögliche Neue Identität. Nachdem er alle seine Spuren beseitigt hatte machte er sich an diese neue Aufgabe.

  • Das Magschloss klickte leise. Arashi drückte die Gittertür der Feuertreppe lässig auf und trat in den breiten Korridor, der zu den Toiletten der angesagten Cocktailbar ‚Imperial‘ führte. Da er nur zwei Stockwerke über die besagte Treppe und das Dach eines weiteren Gebäudes von seiner kleinen, aber ansprechenden Wohnung im 21. Stockwerk eines gepflegten Wohnhauses entfernt war, fühlte er sich sicher genug, um nur in Jeans und T-Shirt auszugehen. Die Kleidung war allerdings leicht gepanzert. Natürlich. Und unter dem dunkelgrauen Shirt von S-K-Puma, das über einer stilisierten, springenden Raubkatze stilecht den Saeder-Krupp-Schriftzug in silbernen Lettern trug, verbarg sich eine Colt America L36 in einem Schnellzieh-Tarnhalfter auf seinem Rücken. Er wollte sein Sicherheitsgefühl nicht überstrapazieren. Die extrem modifizierte leichte Pistole war aber klein genug, um nicht aufzutragen und in seinen Händen dennoch eine tödliche Bedrohung.


    Er bog in die, den Toiletten entgegengesetzte, Richtung ab und befand sich nach wenigen Metern und einer Korridorbiegung im rückwärtigen Bereich der Bar nahe des langen Tresens in edler Kirschbaumoptik. Hinter diesem stand der übliche Barkeeper, ein drahtiger Koreaner mit hochgestylten blauen Haaren und eisblauen Cyberaugen. Ansonsten herrschte in dem großzügigen und liebevoll dekorierten Gastraum gähnende Leere. Sie nickten sich grüßend zu, während Arashi auf die weit geöffnete, doppelflügelige Glastür zuging, die zum Außenbereich führte.


    Auch auf der weitläufigen Dachterrasse des ‚Imperial‘ war es ruhig. Nur wenige Tische waren besetzt. Es war aber auch gerade erst dunkel geworden. 18.39 Uhr gab die Zeitanzeige am Rand seines Blickfelds an. Für die langen Arbeitstage der Lohnsklaven war es einfach noch zu früh. Auf der halbhoch gemauerten Brüstung verlief ringsum eine zwei Meter hohe Wand aus stabilem Plastglas, die dafür sorgte, dass es trotz der Höhe angenehm windstill war. Schließlich befanden sie sich im 22. Stockwerk. Die transparente Front bot zudem einen beeindruckenden Ausblick auf die von unzähligen bunten Lichtern erhellte Skyline des Metroplexes. Atemberaubend.


    Arashi ließ sich an einem abgelegenen Tisch nieder, von dem aus er den Barbereich gerade noch aus dem Augenwinkel beobachten konnte, aber auch einen guten Blick auf das scheunentorgroße ARO hatte, das sich über nahezu die gesamte Terrassenbreite zog. Die virtuelle Leinwand schien über dem Abgrund zu schweben und zeigte im Breitbildformat ein laufendes Urban-Brawl-Match. Bedingt durch die Zeitverschiebung wurden nordamerikanische Spiele im Japanischen Kaiserreich meist vier Stunden verzögert gestreamt. Tacoma Wings gegen Portland Paladines im dritten Spielviertel, erkannte Arashi sofort. Er scrollte schnell durch die AR-basierte Cocktailkarte, die auf den Tisch projiziert wurde, bestellte einen Mai Tai und klinkte sich mit seinem implantierten Kommlink in den Audiofeed des Spiels ein.


    Um die Torzone der Wings war ein hitziges Feuergefecht entbrannt, das die meisten Spieler beider Teams in einem wilden Geballer band. Der japanisch sprechende Kommentator versorgte die Zuschauer in einem unaufhörlichen Redeschwall mit Details wie Trefferquoten und Chancen. Mit einem schnellen Schnitt wechselte die Sicht des Kommentators schlagartig zu einer verlassenen Straße, auf der in einiger Entfernung der vier Meter durchmessende Kreis der Torzone Portlands zu sehen war. Das Gelände lag offenbar in den Barrens von Seattle und war wohl schon seit Längerem verlassen, wie die leeren Fensteröffnungen, die auf der Straße verteilten Trümmer und das sich durch den Beton kämpfende Unkraut, verrieten. Unvermittelt sprang aus einem nahe gelegenen Fenster ein schlanker Elf in den Farben der Tacoma Wings auf die Straße und poste für einen Moment arrogant in die Kamera. Orlando Oakhart. Der Kamerarigger ließ es sich natürlich nicht nehmen, das Gesicht des fotogenen Wings-Spielers im Großformat heranzuzoomen.


    Arashi schreckte zurück. „Verdammter Mistkerl!“, platzte es aus ihm heraus, als er so plötzlich und unerwartet mit der metergroßen Nahaufnahme seines ehemaligen Teamkollegen und Widersachers konfrontiert wurde. Der soeben an seinem Tisch aufgetauchte, und von Arashis Ausbruch ebenfalls erschrockene, Kellner, hatte alle Mühe den bestellten Mai Tai nicht zu verschütten. Hastig stellte er das Glas vor Arashi auf den Tisch und verschwand eilig aus seinem Blickfeld.


    Der unsichtbare Kommentator faselte etwas vom fulminanten Einstieg des neuen Lead Scouts der Tacoma Wings, während Oakhart mit der übermenschlichen Geschwindigkeit eines erstklassigen Reflexboosters in Richtung der gegnerischen Torzone davonjagte und seine chromglänzende Ares Predator V vorsorglich in Anschlag brachte, obwohl kein Feind zu sehen war. Zwei weitere Wings-Spieler kamen ins Bild. Mauricio Jimenez, ein schlanker Troll mit stark zurückgebogenen Hörnern, der routinierte, chilenische Banger mit seiner Colt Government 2066. Er versuchte in alle Richtugen gleichzeitig zu sichern. Ihm folgte Julian Arctic Bear, ein muskelbepackter Amerindianer aus dem Algonkin Manitou Council, der außer seiner Savalette Guardian-Pistole auch den Ball der Tacoma Wings trug, eine fußballgroße Kugel aus neongelbem Plastschaum. Als Arashi und Orlando noch für die, inzwischen aus der NAUBL ausgeschiedenen Los Angeles Bolts spielten, hatte er dem damals noch in der Ausbildung befindlichen Julian den einen oder anderen Trick beigebracht. Und auch mit Mauricio einige Drinks geleert. Die drei Spieler gruppierten sich hinter Orlando zu einer Dreiecksformation. Dieser führte sie schnurstracks auf den gelb leuchtenden Zielkreis zu.


    „Was soll das?“, fragte sich Arashi. Eine unbewachte Torzone gab es nicht, das musste sogar Orlando klar sein, dem man noch nie einen taktischen Verstand hatte vorwerfen können. Offenbar rechnete er damit, dass sie zu dritt eine leichte Verteidigung aus einem, oder zwei Scouts und Bangern auf Abstand halten könnten, bis Julian den Ball in der Torzone ablegen, und damit den Spielzug beenden, konnte. Diese direkte Annäherung ohne große Deckung war einfach dreist. „Genau dein Stil, was?“ Arashi hatte plötzlich ein flaues Gefühl in der Magengrube. Irgendetwas stimmte hier nicht. Im Hintergrund hörte man das unablässige Schießen um die Torzone der Wings. Pistolen und Sturmgewehre, hin und wieder unterbrochen vom charakteristischen Hämmern eines leichten Maschinengewehrs. „Moment mal, wieso nur ein Maschinengewehr?“ Arashi sprang alarmiert auf und stieß dabei fast seinen Stuhl um. „Nein, nein, nein!“, flüsterte er. „Wo ist der Shooter, Orlando?“


    Einen Sekundenbruchteil später eröffnete der gegnerische Shooter das Schnellfeuer. Um das Trio stoben Wolken aus Putz und Staub in die Höhe, als die Geschosse überall um sie herum in Hauswände und Boden einschlugen. Mauricio richtete blitzschnell seine Pistole auf das Fenster im ersten Stock eines Gebäudes hinter der Torzone, aus dem der Beschuss auf sie einprasselte. Dann wurde der Troll schon von mehreren Geschossen getroffen und rücklings auf den Boden geschleudert. Arashi ballte unwillkürlich die Hände zu Fäusten. Sein Instinkt sagte ihm, dass das Trefferbild wahrscheinlich nicht zu einer tödlichen Verletzung geführt hatte. Einen Moment später rollte sich Mauricio auch bereits unbeholfen hinter die spärliche Deckung eines halb ausgebrannten Ford Americar, hinter dem sich Orlando schon auf den Boden gekauert hatte und von dem massiven Sperrfeuer immer wieder nur knapp verfehlt wurde. Stattdessen fetzten die großkalibrigen Geschosse Stücke aus dem ramponierten Blech und nagelte die beiden Spieler hinter dem Wagenwrack fest.


    Nun war nur noch Julian frei und versuchte mit einem hektischen Sprint, den Ball doch noch in den Zielkreis zu bringen. Er war kaum ein paar Meter weit gekommen, als eine hochgewachsene schmale Elfe in der Panzerung der Paladines mit angelegter Ruger Super Warhawk hinter einer Hausecke hervorkam und den jungen Amerindianer schon mit dem ersten Schuß in den linken Oberschenkel traf und auf den Asphalt schickte. Julian rollte verzweifelt hinter einen erhöhten Bordstein und versuchte ein möglichst kleines Ziel abzugeben. Bamm! Zwei. Bamm! Drei. Die Kugeln der elfischen Stadtkriegerin rissen nur Löcher in den Asphalt und bespritzten den Wings-Spieler mit Split, aber die Elfe bewegte sich zur Seite, um Julians Deckung zu umgehen. Dieser versuchte sich erfolglos Luft zu verschaffen, indem er das Magazin seiner Guardian ungezielt im Salvenmodus leerschoss. Er lag meilenweit daneben. Vier. Fünf. Die Einschläge kamen näher. Die Elfe trat auf den Bordstein und setzte zum Fangschuß an. Julian ließ die leere Pistole sinken und presste den Ball an sich. Der Spielzug endete abrupt mit einem Gong. Mit einem bedauernden Achselzucken nahm die Paladines-Spielerin den Finger vom Abzug. Werbung.


    „Hab ich was verpaßt?“ Jinx stand auf einmal neben ihm. Arashi stieß ruckartig den Atem aus, gerade als sein Vitalmonitor eine blinkende Warnung in sein Blickfeld projizierte. Sauerstoffsättigung im gelben Bereich. Es war ihm gar nicht aufgefallen, dass er die Luft angehalten hatte. Er atmete tief ein. Und aus. Und noch einmal. Das Blinken verschwand. Dann erst blickte er sie an. „Orlando ist ein Vollidiot.“ Sie verdrehte die Augen. „Und das ist dir jetzt gerade erst aufgefallen?“

  • Hachidori zog den Rucksack zu, seine Einkäufe waren erledigt. Aufmerksam blickte er sich um. Niemand interessierte sich im Moment für Ihn.


    Auf dem Weg zur Rennmaschine setzte er eine Nachricht an "Kirschblüte" ab.


    << Aufstieg initiert. Ein Konkurrent noch im Weg. >>


    Als er auf dem Motorrad saß, gab er Gas, fuhr Richtung Ota. Der Megaplex war vom Verkehr ziemlich überfüllt und so dauert es einige Zeit bis er wieder in seiner Wohnung war. Er versteckte seine Einkäufe und bediente den Soja Aufbereiter um sich etwas zu Essen zu machen.


    Nach dem Essen legte er sich aufs Sofa , ging Online und bereitete sich auf sein Chemie Duell vor. Er suchte Informationen über chemische Wechselwirkungen, Gegenspieler seiner Drogen und mögliche Gegenmittel.


    Zwei Stunden später trainierte er in seiner Wohnung, machte Klimmzüge, Liegestütze und Schattenboxen.

    Aktuelles SL Projekt " Auslegungssache " (Foren Run)
    Hauptcharakter: "Iwan " ( Strassensamurai )


    Erfahrener Meister und Spieler seit Edition 3.0 8)

  • #the guardian


    Eine Woche zuvor.


    Arashi kommt gerade von seinem Training nach Hause als sein Commlink läutet. Das Ikon zeigt eine unbekannte Nummer, aber dies ist nicht weiter verwunderlich, da viele Personen in Business es vorziehen ihre Nummern oft zu wechseln. Nachdem seine Analysesoftware grünes Licht signalisiert hebt er ab und die zarte Gestalt von Mikiyu, der Sekretärin von Takeshi-san, materialisiert sich mit einem strahlenden Lächeln in seinem Display.


    "Ohaiyou Gozaimasu, Arashi-san. Es freut mich Sie zu sehen. Wie geht es Ihnen?"


    "Takashi-san würde Sie heute Nachmittag gerne zum Tee treffen. Wäre dies möglich?"


    #falls möglich


    "Wie erfreulich. Ich schicke einen Wagen zu der mir bekannten Adresse. Domo Arigatou. Auf Wiedersehen."


    Zum vereinbarten Zeitpunkt kommt eine Limousine um Arashi abzuholen. Die Limousine ist nicht besonders protzig. Sie ist zweckmäßig, neutral und unauffällig gepanzert, Arashi hat Takashi-san schon des Öfteren mit dieser Limousine gesehen. Der Fahrer steigt aus und öffnet mit einer Verbeugung die hintere Türe für Arashi.

    Nachdem dieser eingestiegen ist, fährt die Limousine los. Die Verblendung zum Fahrer ist geschlossen und schenkt Arashi ein wenig Privatsphäre während sie sich ihrem Ziel nähert.



    #Dschinn


    „Ohayu Gozaimasu, Mikiyu-san“, erwiderte Arashi mit einem Lächeln. „Ich freue mich von Ihnen zu hören. Ich hoffe Ihnen geht es auch gut? Bitte richten Sie Takashi-chan aus, dass ich mich gerne mit ihm treffe. Domo Arigatou, Mikiyu-san.“ Er verbeugte sich leicht und beendete das Gespräch.


    Etwas später legte Arashi frisch geduscht sein modulares Holstersystems aus einem strapazierfähigen, schwarzen Kelvar-Nylon-Gemisch an. Der perfekt ausbalancierte Colt Manhunter mit aufgesetztem, kurzem Schalldämpfer fand seinen gewohnten Platz unter der linken Achsel, das angepasste Griffstück nach vorn gerichtet. Unter der rechten Achsel prüfte er, ob die Ersatzmagazine und das nützliche Multitool sicher verstaut waren. Auf der rechten Leiste steckte er die gefährliche Ares Viper Slivergun in das nach links gerichtete Schnellzieh-Tarnholster und rückte den Griff schräg nach oben, optimal für das Ziehen mit der linken Hand. Schließlich schob er noch die handliche und leichte Colt America L36 in ein weiteres Schnellzieh-Holster waagerecht auf seinem Rücken. Das Griffstück richtete er nach rechts. Bewaffnung, check. Schließlich prüfte er schnell die Funktionalität der hellgrauen Unterarmschützer aus Dermaplast, beide vollgestopft mit modernster Gefechtselektronik, legte sie routiniert an, verband sie mit seinem integralen Kommlink und zog den Mantel darüber. Fertig. Er blickte in den Spiegel seines kompakten Wandschranks. Nichts mehr zu erkennen. „Dann kann es ja losgehen“, dachte er gut gelaunt, verließ die Wohnung und machte sich auf, im Treppenhaus entlang der glattgeschliffenen Betonwände mit federnden Schritten, immer zwei Stufen auf einmal nehmend, die 21 Stockwerke bis zur Straße abwärts zu laufen.


    Im Erdgeschoß angelangt, trat Arashi in die einfach gestaltete, aber liebevoll mit Pflanzen dekorierte, Lobby des Wohnhauses. Hinter dem geschwungenen Tresen in heller Birkenholzoptik standen zwei Wachleute in der schlichten, dunkelblauen Uniform von Fushida Security, einem mittelständischen Sicherheitsunternehmen. Beide trugen einen Yamaha Pulsar Taser in einem Holster an der rechten Hüfte und links einen Betäubungsschlagstock, wie Arashi sofort erkannte. Für die Megakons war die Bewachung von vergleichsweise kleinen Wohngebäuden eher uninteressant, der einzige Grund, weshalb kleine Dienstleister wie Fushida bestehen konnten.


    Die beiden verbeugten sich grüßend. „Konnichi wa, Hinamori-san“, sagte der augenscheinlich führende Wachmann. Und meinte damit Arashi, der seine Wohnung mit einer falschen japanischen SIN unter dem Namen ‚Kazuya Hinamori‘ registriert hatte. Gushiken, las Arashi auf dem Namensschild der akkuraten Uniformjacke des kleinen Japaners. Die glatten schwarzen Haare trug er zu einem traditionellen Samurai-Knoten gebunden.


    „Konnichi wa“, erwiderte Arashi und verbeugte sich leicht aus der Hüfte. Sein Gegenüber lächelte japanisch höflich und unverbindlich, der Ausdruck in seinen Augen änderte sich aber nicht. Arashi schloss daraus, dass der Japaner nicht über ausreichende Kampferfahrung verfügte, um ihn als gefährlich einzustufen.


    Für seinen Partner galt das nicht. Taylor, so stand auf seiner gestärkten Uniformbrust, ein großgewachsener, junger Mann westlicher Abstammung mit kurzgeschorenen, blonden Haaren und modisch gestutztem Vollbart, hatte die Augen eines Veteranen. Sein aufmerksamer Blick verriet, dass er Arashis Gefahrenpotential sehr gut einschätzen konnte. Sie sahen sich für einen Wimpernschlag in die Augen, von einem Krieger zum anderen. Es war aber nicht überraschend, fand Arashi, dass der japanische Wachmann das Sagen hatte, obwohl der jüngere Taylor deutlich kompetenter erschien. Bei der Vergabe von Führungspositionen zogen die Japaner Einheimische eben immer vor. Arashi nickte Taylor noch unmerklich zu, bevor er mit lockeren Schritten die Lobby durchquerte.


    Kaum war er aus dem großzügigen Eingangsbereich auf die belebte Straße getreten, stoppte auch schon Takashis Limousine unmittelbar vor ihm. Er nickte dem Fahrer, einem unauffälligen Japaner in einem schlichten, schwarzen Anzug, freundlich zu und stieg durch die aufgehaltene Tür in den Fond des Wagens. Die Tür schloss sich, der Fahrer stieg ebenfalls ein und ließ die schicke Limousine leise anrollen. Arashi steckte sich beiläufig ein Betel-Kaugummi in den Mund, genoss die durch den enthaltenen Wirkstoff eintretende Schärfung seiner Wahrnehmung und erfreute sich an der gemütlichen Fahrt.

  • #the guardian


    Wenig überraschend führte sie der Weg nach Minato. Dort in einem großen Geschäftshaus befindet sich eine ausgedehnte Mall. Darin ein kleines japanisches Teehaus, welches von Teeliebhabern sehr geschätzt wird, da es nicht nur exotische Teesorten sondern auch liebevoll verzierte kleine Kuchen serviert. Außerdem ist es der bevorzugte Treffpunkt von Takashi "Kage" Arasaka.


    Takashi gilt als ausgezeichnet vernetzter Schieber hier in Neo Tokyo. Spezialisiert ist er dabei auf die Vermittlung von "besonderem Personal für besondere Aufträgen." Was allgemein als Shadowrun bekannt ist wird hier in Japan oft the Gaijin's Game genannt. Dies rührt daher, weil Gaijin (Ausländer) diese Art von Jobs erledigen können, ohne von in Japan so tief verwurzelten Traditionen wie Ehre, Giri und das Gesicht zu wahren auseinander setzen zu müssen. So ist es nicht verwunderlich, dass Personen die talentierte Leute für solch speziellen Arbeiten kennen sehr gesucht sind und in der Regel auch sehr gut bezahlt werden.

    Kage-sans Kundenkreis besteht nicht nur aus den üblichen einheimischen Auftraggebern, sondern deckt auch internationales Klientel, welches hier in der Greater Tokyo Metropolitan Area, ihre Interessen durchsetzen und erfolgreich operieren wollen.


    Als Arashi das Teehaus betritt wird er sofort von der Dame des Hauses freundlichst begrüßt. Er gehört zwar nicht unbedingt zu den Stammgästen, war aber schon oft genug hier um wie einer behandelt zu werden. Höflich bittet sie ihn in den inneren Teil des kleinen Teehauses zu treten, welches liebevoll mit vielen Pflanzen und Shoji-Wänden, ganz im traditionellen japanischen Stil eingerichtet ist. Der Duft von frischem Backwerk und feinsten Teesorten umschmeicheln den Geruchsinn und die dezente, unauffällige Beleuchtung geben dem Ganzen eine Heimelige Note.


    Wie nicht anders zu erwarten sitzt Takashi in seiner bevorzugten Nische, Diese ist nur von den benachbarten Tischen einsehbar, welche wie immer von zwei Herren in dunklen Anzügen besetzt sind, Takashi's Leibwächter.

    Takashi selbst ist ein großer, kräftig gebauter, Man würde ihn auf Anfang 30 schätzen, auch wenn seine kurzen nachtschwarzen Haare bereits ein paar graue Strähnen zeigen. Sein moderner Anzug spiegelt seine Arbeitsphilosophie wieder. Ein respektvoller Umgang mit seinen Kunden ganz egal ob es sich dabei jetzt um Auftraggeber oder Auftragnehmer handelt. Offen für Neues und doch der Tradition verhaftet , ohne die, bei Japanern manchmal übertrieben ausgeprägt Förmlichkeit, überzustrapazieren.


    Als er Arashi eintreten sieht erhebt er sich und empfängt ihn freundlich.


    "Arashi-chan, mein Freund. Ich freue mich dich zu sehen. Wie geht es dir?" Er verbeugt sich und bietet Arashi einen Platz an.

    "Bitte, nimm doch Platz. Möchtest du Tee?" Sie nehmen Platz und Takashi nickt kurz der Bedienung zu damit diese Arashis Bestellung entgegen nimmt.

    Während sie warten, tauschen beide Höflichkeiten aus. "Wie geht es der Schwester? Ich hoffe sie ist wohlauf, ja?"

    Nachdem der Tee gebracht wurde und der Etiquette des höflichen Gespräches Genüge getan wurde, kommt Takashi zum Grund der heutigen Einladung. Arashi weiß, dass sie durch die beiden Bodyguards und den unauffällig, im Mobiliar verbauten, erstklassigen White Noise Generator hier ungestört über geschäftliche Dinge sprechen können.


    "Arashi-chan. Du bist jetzt schon einige Zeit hier in Neo Tokyo und wir haben auch schon des Öfteren miteinander geschäftlich zu tun gehabt. Du weißt welche Kunden ich vertrete und ich weiß mittlerweile über welche Talente du verfügst. Aus diesem Grund möchte ich dir eine Gelegenheit anbieten. Ich vertrete seit neuestem ein internationales Konsortium, welches hier in Neo Tokyo einige Projekte umsetzen will und dafür ist es notwendig ein neues Team zusammenzustellen. Was hältst du davon?"



    #Dschinn


    „Ich freue mich, dass wir uns treffen, Takashi-chan“, antwortete Arashi entspannt und blickte dann auf das vor ihm, auf einem kleinen Porzellanteller, angerichtete Küchlein. Genüsslich biss er ein kleines Stück des liebevoll mit Marzipan verzierten Konditorenkunstwerks ab. Köstlich. „Naomi geht es gut. Und sie macht große Fortschritte im Aikido-Training“, fügte er noch mit einem Lächeln hinzu. Nach einem weiteren Moment angenehmen Schweigens und einem Schluck echten Schokominz-Tees beugte er sich nach vorn und stützte die Ellbogen auf dem Tisch ab. „Ich habe großes Interesse an einer neuen Aufgabe. Um was geht es?“



    #the guardian


    In Ruhe nimmt Kage einen Schluck von seinem Tee bevor er fortfährt.


    "Nun. Scheinbar gibt es einen neuen Player hier in Neo Tokyo. Ich habe den Auftrag für ihn ein Team zusammenzustellen. Genaueres ist mir selbst noch nicht bekannt, aber es gibt immer die Möglichkeit abzulehnen. Und die Bezahlung ist gut. Wenn du einwilligst, werden wir ein Teamtreffen arrangieren."



    #Dschinn


    Arashi musste nicht lange nachdenken. Er war bereit für eine neue Aufgabe. Auf jeden Fall. Entschlossen nickte er Kage zu. „Wann soll es losgehen?“


    Dann nahm er einen weiteren Schluck des würzigen Tees. „Ehrlich gesagt, mir fehlt nicht nur die Beschäftigung. Ich kann auch die Nuyen gut gebrauchen. Mich hier zu etablieren, war teuer. Ich muss noch einige Schulden tilgen“, ergänzte er erklärend.



    #the guardian


    Kage-sans Lächeln könnte man fast als wohl wissend interpretieren. Nur zu gut scheint er zu wissen welche Kosten und Mühen Arashi auf sich genommen hat um hier in Neo Tokyo Fuss fassen zu können.

    "Nun gut. Dann wäre dies geklärt. Es freut mich, dass du dich so entschieden habt. Weitere Informationen folgen"


    Sie plaudern noch ein wenig über die Familie, Sport und die neuesten Weltnachrichten, bis es für Kage-san es Zeit ist sich zu verabschieden. Es gibt noch viele Sachen zu erledigen und Leute zu treffen.


    "Jya, Genki de ne. Und richte deiner Schwester meine Grüße aus." Mit diesen Worten und einer leichten Verbeugung verabschiedet sich Kage-san und verlässt dann, gefolgt von seinen beiden Leibwächtern das Teehaus.


    Sofort erscheint eine der angestellten Damen und fragt Arashi höflich ob er noch einen Wunsch habe.



    #Dschinn


    Arashi bestellte ein weiteres Kännchen des vorzüglichen Schokominz-Tees bei der traditionell geschminkten Teedame. Er verweilte noch eine Zeitlang allein in der ruhigen Nische, verfolgte in mehreren AR-Fenstern die aktuellen Nachrichten und genoß das heiße Getränk. Er freute sich schon auf den vor ihm liegenden Shadowrun.

  • Vor einer Woche


    Eines Abends erhält Hachidori eine zugegebenermaßen knappe Nachricht von einem seiner Kontakte.

    "Hachidori-san. Ich muss Sie morgen treffen. Sagen Sie mir wann und wo. KG"

    "KG" Steht für Kage oder besser gesagt für Takashi "Kage" Arasaka.


    Kage-san gilt als ausgezeichnet vernetzter Schieber hier in Neo Tokyo. Spezialisiert ist er dabei auf die Vermittlung von "besonderem Personal für besondere Aufträgen." Was allgemein als Shadowrun bekannt ist wird hier in Japan oft the Gaijin's Game genannt. Dies rührt daher, weil Gaijin (Ausländer) diese Art von Jobs erledigen können, ohne von in Japan so tief verwurzelten Traditionen wie Ehre, Giri und das Gesicht zu wahren auseinander setzen zu müssen. So ist es nicht verwunderlich, dass Personen die talentierte Leute für solch speziellen Arbeiten kennen sehr gesucht sind und in der Regel auch sehr gut bezahlt werden.

    Kage-sans Kundenkreis besteht nicht nur aus den üblichen einheimischen Auftraggebern, sondern deckt auch internationales Klientel, welches hier in der Greater Tokyo Metropolitan Area, ihre Interessen durchsetzen und erfolgreich operieren wollen.


    [...]


    Hachidori las die Nachricht auf seiner Bildverbindung seiner Cyberaugen während er trainierte. Guter Zeitpunkt . Bin gerade gesund und in Topform. Zeit für einen Härte Test..



    << Hai. Morgen früh um 11:00 in der Todai ( Tokyo Universität). Im Schaubild '47 Ronin'. >>


    [...]


    Als Hachidori am nächsten Morgen in die Universität kommt, steht am vereinbarten Treffpunkt ein Mann. Japanischer Herkunft. Um die dreißig. Businessmäßig gekleidet, aber eher legere.


    "Ohaiyou Gozaimasu, Hachidori-san. Genki desu ka? Ich freue mich, dass Sie sich für dieses Treffen Zeit genommen haben."


    er verbeugt sich, dann schaut bewundernd er auf das Schaubild.

    "Akō jiken. In gelungenes Kunstwerk. Ich freue mich, dass in der heutigen Zeit Loyalität wieder an Wert gewonnen hat. So wie damals."



    Wieder blickt er auf das Bild. Dann spricht er ganz ungezwungen weiter.


    "Ihr habt einen guten Ruf, Hachidori-san. Das ist in der heutigen Zeit viel Wert. Ich bin auf der Suche nach jemanden wie Euch. Einem Mann mit euren Wertvorstellungen und Fähigkeiten"



    "Ich stelle für einen neuen Auftraggeber ein Team zusammen und brauche einen Anführer. Die genauen Wünsche des Auftraggebers sind mir noch nicht bekannt, aber es ihr habt immer das Recht abzulehnen. Und die Bezahlung ist gut."


    [...]


    Hachidori verbeugte sich respektvoll und antwortete


    " Ohaiyou Gozaimasu, Kage-san. Ich habe mir gerne Zeit genommen. Loyalität zählt bei mir hoch.


    Als Anführer bin ich jedoch unerfahren und höchstwahrscheinlich ungeeignet.


    Ich werde dennoch mein Bestes für Euch geben. Ihr solltet mich als Kämpfer planen, Kage-san."


    [...]


    Hakashi hört sich aufmerksam an was Hachidori zu sagen hat, dann nickt er zustimmend.


    "Genau das ist mein Ansinnen, Hachidori-san. Ich brauche einen fähigen Kämpfer, der, falls es einmal zum Kampf kommen sollte, einen kühlen Kopf behält und das Team aus der Gefahr führen kann. Außerdem verfügt Ihr über wertvolles Wissen über die Stadt und seid Japaner, dies kann ein wichtiger Vorteil in manchen Situationen sein. Ich freue mich, dass Ihr Euch dazu entschlossen habt mein Angebot anzunehmen, Hachidori-san. Sobald das Team komplett ist werde ich ein Treffen organisieren."


    Plötzlich sieht sich Takashi um. Die beiden Leibwächter die sich unauffällig in Takashis Nähe postiert haben hatte Hachidori schon von Anfang an bemerkt, aber jetzt bemerkte er eine Sicherheits-Drohne in ihre Richtung kommen. Es war Zeit zu gehen.


    "Falls ich noch etwas für Sie tun kann, lassen Sie es mich bitte wissen. Wenn Sie mich dann entschuldigen würden."



    " Genki de." Takashi verneigt sich, um dann ganz gelassen und ruhig den Weg nach draußen zu suchen, weg von der Drohne. Der White Noise Generator in seiner Tasche und das Faceless Tool würden es einem potentiellen Überwacher schwer machen etwas von dieser Unterhaltung mitzubekommen. Eine ID-Kontrolle von einer Sicherheits-Drohne geht Takashi aber dann doch lieber aus dem Weg, denn die LOG-Dateien würden zumindest seine Anwesenheit dort dokumentieren.


    [...]


    Hachidori verbeugte sich kurz.


    " Hai. "


    Die Unruhe hatte er längst bemerkt, die die Drohne bei dem Schieber ausgelöst hatte. Er ging auf die Drohne zu und bückte sich, schnürte die Schuhe neu. Er hatte eine offizielle SIN.


    Danach ging er weiter, sah sich um und ging dann nach 30 Minuten heraus.

    Aktuelles SL Projekt " Auslegungssache " (Foren Run)
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    Erfahrener Meister und Spieler seit Edition 3.0 8)

  • >> 2080.03.21.15.59.37.26 <<


    Ein wenig nervös prüfte Kato erneut die Syntax-Parameter des von ihm für dieses Treffen eigens geschaffenen Blackrooms.

    Nicht dass er befürchten musste Takashi Arasaksa würde ihn in eine Falle locken wollen. Nein. "Kage" Arasaka hatte einen erstklassigen Ruf und bei der Bitte um ein Treffen würde es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein Jobangebot handeln.

    Oder um Informationen. Informationen die Kato wahrscheinlich längst bekannt waren.

    Seine Verfolger waren ihm auf der Spur.

    Er konnte nicht sagen, ob sie eine Spur hatten oder rein zufällig hier aufgetaucht waren. Obwohl er nicht an Zufälle glaubte, brachte ihn die Situation doch zum Grübeln.


    Als sich plötzlich eine Persona im Knoten materialisierte zuckte er vor Anspannung zusammen. Für Kato war seine Anwesenheit in der Matrix so natürlich, dass er ganz vergessen hatte, dass seine Persona noch getarnt war. So konnte er in aller Ruhe die Persona des Gastes analysieren. Sie entsprach mehr oder weniger den allgemeinen Matrixstandards und hatte derzeit keine offensiven Programme geladen. Nachdem ein Scan ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit als Takashi Arasaka auswies und von ihm scheinbar keine Gefahr ausging beschloss Kato sich zu zeigen.

    Er materialisierte sich am anderen Ende des Raumes, freundlich lächelnd um seinem seinem Gast die Möglichkeit zu geben die Situation besser einschätzen zu können. Auch er hatte für dieses Treffen eine Standardpersona gewählt und nicht wie sonst üblich seine Spectre-Persona. Keine Notwendigkeit hier heute dick aufzutragen und Flagge zu zeigen.


    Als Arasaka sich Kato gewahr wird verneigt dieser sich. "Sanro-Kai. Ich bedanke mich, dass Sie diesem Treffen zugestimmt haben."

    Kato verneigt sich ebenfalls. "Nein, ich habe zu danken Arasaka-san und verzeihen Sie bitte, dass ich Sie nicht persönlich treffen kann. Bitte nehmen Sie Platz."


    Der Blackroom selbst war zwar hochauflösend gerendert, aber nichts besonderes. Ein anonymer Besprechungsraum, eingerichtet nach Matrixstandard mit einer Skin im Japanischen Stil. Klinisch war nicht das richtige Wort dafür, eher zweckmäßig. Die Jahre im Konzern hatten ihre Spuren hinterlassen. Auch wenn sie nur sehr subtil wahrzunehmen waren. Effektivität war das Maß der Dinge, nicht die Augenwischerei und zur Schaustellung der eigenen Fähigkeiten. Vielleicht waren deshalb seine Dienste in Neo Tokyos Schatten so gefragt.

    Hinter der Skin verbarg sich jedoch aller feinster CaptureCode, offensiv als auch defensiv war der Knoten nach dem neuesten Protokollen gestaltet, denn selbst wenn dies nur eine berufliche Besprechung ist, konnte Kato nie sicher sein wer sonst noch alles "da draußen" herumschlich.


    "Nun, Sanro-Kai. Ich bin gerade dabei ein neues Team zusammenzustellen und bin auf der Suche nach dem passenden Matrixsupport." begann Arasaka nachdem sich die beiden gesetzt hatten. "Sie haben sich in kürzester Zeit hier in Neo Tokyo einen guten Ruf aufgebaut. Deshalb hätte ich sie gerne für zukünftige Unternehmungen in meinem Team."

    Aufmerksam hört Kato zu. All seine geplanten Projekte benötigen Ressourcen, von da her kommt ein Angebot wie dieses gerade recht.

    "Sofern sich meine persönliche Anwesenheit in Grenzen hält bin ich gerne bereit meine Zeit zur Verfügung zu stellen, Arasaka-san" sagte er lächelnd.

    Takashi nickte zufrieden und erläuterte Kato zuerst die, bis dato spärlichen, Details bevor sie dann wirklich zum geschäftlichen Teil übergingen.

  • - eine Woche zuvor -


    Eines Abends erhält Red eine Nachricht von Shoko Tendo, ihrem japanischen Yakuza Kontakt. Kim hatte ihr diesen Kontakt vermittelt, als Red nach der Story in Deutschland untertauchen musste und beschloss für einige Zeit das Land zu verlassen. Neo Tokyo schien damals weit genug weg um das Ganze hinter sich zu lassen und mit Kims Hilfe war sie auch nicht ganz auf sich alleine gestellt.


    "Konbanwa, Red-san. Ich habe eine Einladung für Sie zu einem Treffen. Takashi Arasaka möchte Sie gerne treffen. Morgen Nachmittag. Ich hoffe Sie haben Zeit."



    Takashi "Kage" Arasaka gilt als ausgezeichnet vernetzter Schieber hier in Neo Tokyo. Spezialisiert ist er dabei auf die Vermittlung von "besonderem Personal für besondere Aufträgen." Was allgemein als Shadowrun bekannt ist wird hier in Japan oft the Gaijin's Game genannt. Dies rührt daher, weil Gaijin (Ausländer) diese Art von Jobs erledigen können, ohne von in Japan so tief verwurzelten Traditionen wie Ehre, Giri und das Gesicht zu wahren auseinander setzen zu müssen. So ist es nicht verwunderlich, dass Personen die talentierte Leute für solch speziellen Arbeiten kennen sehr gesucht sind und in der Regel auch sehr gut bezahlt werden.

    Kage-sans Kundenkreis besteht nicht nur aus den üblichen einheimischen Auftraggebern, sondern deckt auch internationales Klientel, welches hier in der Greater Tokyo Metropolitan Area, ihre Interessen durchsetzen und erfolgreich operieren wollen.


    Red nahm den Anruf entgegen. Sie brauchte Geld und nicht zu knapp. Schon nach kurzer Zeit in NT hatte sie gewusst woher sie die Stadt kannte.

    Die Version, die die Kochba ihr gezeigt hatte war in Neo Tokio gewesen. Nun suchte sie nach der Bibliothek welcher zerstört worden war.


    "Vielen Dank Shoko San. Ich werde gerne an dem Treffen teilnehmen." erwiederte sie.


    "Ein Wagen wird Sie abholen und zu Arasaka-san bringen. Domo Arigatou. Auf Wiedersehen."


    Zum vereinbarten Zeitpunkt kommt eine Limousine um Red abzuholen. Der Fahrer steigt aus und öffnet mit einer Verbeugung die hintere Türe für Red. Kaum eingestiegen geht die Fahrt auch schon los.

    Die Verblendung zum Fahrer ist geschlossen, die Fensterscheiben polarisiert und gewährt ihr ein wenig Privatsphäre während sie sich ihrem Ziel nähert.


    Der Weg führte sie nach Minato, dem Ausländerviertel mit seinen Botschaften und dem Rotlichtviertel Roppongi. Dort in einem großen Geschäftshaus befindet sich eine ausgedehnte Mall. Darin ein kleines japanisches Teehaus, welches von Teeliebhabern sehr geschätzt wird, da es nicht nur exotische Teesorten sondern auch liebevoll verzierte kleine Kuchen serviert. Außerdem ist es der bevorzugte Treffpunkt von Takashi "Kage" Arasaka.


    Als Red das Teehaus betritt wird sie sofort von der Dame des Hauses freundlichst begrüßt. Hier in Minato ist man Ausländer gegenüber weniger reserviert höflich, oder zumindest könnte man den Eindruck gewinnen, denn was sich hinter der aufgesetzten Maske der Höflichkeit der Japaner verbirgt ist für Gaijin's fast unmöglich zu ergründen.

    Höflich bittet sie sie in den inneren Teil des kleinen Teehauses zu treten, welches liebevoll mit vielen Pflanzen und Shoji-Wänden, ganz im traditionellen japanischen Stil eingerichtet ist. Der Duft von frischem Backwerk und feinsten Teesorten umschmeicheln den Geruchsinn und die dezente, unauffällige Beleuchtung geben dem Ganzen eine Heimelige Note.

  • Arasaka sitzt in einer Nische die nur von den benachbarten Tischen einsehbar ist und von zwei Herren in dunklen Anzügen besetzt sind, wahrscheinlich Arasakas Leibwächter.


    Arasaka selbst ist ein großer, kräftig gebauter Japaner, so um die Anfang 30, auch wenn seine kurzen nachtschwarzen Haare bereits ein paar graue Strähnen zeigen. Sein moderner Anzug spiegelt seine Arbeitsphilosophie wieder. Ein respektvoller Umgang mit seinen Kunden ganz egal ob es sich dabei jetzt um Auftraggeber oder Auftragnehmer handelt. Offen für Neues und doch der Tradition verhaftet , ohne die, bei Japanern manchmal übertrieben ausgeprägter Förmlichkeit, überzustrapazieren.

    Als er Red eintreten sieht erhebt er sich und empfängt sie freundlich.


    "Miss Austen. Ich freue mich Sie zu sehen. Wie geht es Ihnen?"

    Er verbeugt sich und bietet Jane einen Platz an.


    "Bitte, bitte. Nehmen Sie Platz. Möchten Sie Tee? Hier gibt es einen exzellenten Yin Zhen Tee. " Sie nehmen Platz und Takashi nickt kurz der Bedienung zu damit diese Janes Bestellung entgegen nimmt.


    Während sie warten, tauschen beide Höflichkeiten aus. "Ich hoffe Sie haben sich schon ein wenig eingelebt hier in NeoTokyo, Miss Austen?"

    Nachdem der Tee gebracht und der Etiquette des höflichen Gespräches Genüge getan wurde, kommt Takashi zum Grund der heutigen Einladung.


    "Miss Austen, ich habe schon viel Gutes von Ihnen gehört und mir ist zu Ohren gekommen, dass Sie auf Jobsuche sind. Nun, ich hätte da vielleicht etwas für Sie. Ich vertrete seit neuestem einen neuen Player, welcher hier in Neo Tokyo einige Projekte umsetzen will und dafür ist es notwendig ein neues Team zusammenzustellen. Was halten Sie davon?"


    Red versucht sich so weit es ihr bekannt ist an die japanische Etikette zu halten. Vieles war ihr noch unklar und manches würde ihr auf immer fremd, wenn nicht sogar unklar bleiben. Es gab so viele Kleinigkeiten auf die man hier achten musste. Zum 'Glück' war sie Gaijin. Da erwartete man von ihr, daß sie sich nicht richtig verhielt.


    Red lässt sich von der Dame des Hauses in das Innere des Teehauses bringen. Ihr geschulter Blick registrierte die Sicherheitsmaßnahmen, die angebracht waren. Nicht alle aber einige.


    Als Red zu Arasaka gebracht wird verbeugt sie sich höflich. Tiefer als es ihrem Stand entsprechen würde. Einerseits, weil es von Gaijin erwartet wurde und weil sie so Arasaka Respekt zollen wollte.


    "Miss Austen. Ich freue mich Sie zu sehen. Wie geht es Ihnen?"


    "Vielen Dank der Nachfrage Arasaka San. Es ist ein sehr schöner Tag." sagte sie.

    Sie setzte sich auf die japanische Art hin.


    Auf seine Frage hin ob sie Tee mochte nickte sie freundlich.


    "Ich hoffe Sie haben sich schon ein wenig eingelebt hier in NeoTokyo, Miss Austen?"


    "Ja vielen Dank Arasaka San. Ich habe die Zeit, die schon hier weile genutzt um die Stadt kennen zu lernen."

    Das sie nach der Bibliothek aus ihrer Vision gesucht hatte musste sie ihm ja nicht verraten.



    Während sie den Tee laut der Etikette tranken. Red war froh, daß sie den Tee nicht zubereiten musste. Da konnte sie einfach nur Fehler machen.



    "Miss Austen, ich habe schon viel Gutes von Ihnen gehört und mir ist zu Ohren gekommen, dass Sie auf Jobsuche sind. Nun, ich hätte da vielleicht etwas für Sie. Ich vertrete seit neuestem einen neuen Player, welcher hier in Neo Tokyo einige Projekte umsetzen will und dafür ist es notwendig ein neues Team zusammenzustellen. Was halten Sie davon?"



    //Ob er Spin Global meint?// fragte sich Red. Sie wusste, daß der Konzern nach der Fusion und den erhalt des AAA-Statusses sich in den Märkten behaupten musste. Sonst würden die anderen Konzerne ihn einfach zerfleischen.


    "Es wäre mir eine Freude für sie in dem neuen Team zu arbeiten."

    Entgegnete sie knapp. Sie musste sich hier erst ihren Ruf erarbeiten.



    Lächelnd nickte Arasaka. "Domo. Die Freude ist ganz auf meiner Seite. Dann werde ich ein Tramtreffen organisieren. Bis dahin habe ich auch mehr Informationen über die erste Mission. Falls ich noch etwas für Sie tun kann, lassen Sie es mich bitte wissen."



    Arasaka erzählte ihr ein wenig von Neo Tokyo und den herrschenden Machtstrukturen. Er wusste, dass man als Gaijin hier schnell unter die Räder kommen konnte. Gerade auch als Frau würde es Red hier nicht leicht haben, da Sexismus nach wie vor weit verbreitet war.


    Red nickte freundlich als Arasaka ihr sagt, daß er ein treffen organisieren will. Sie beteiligt sich an dem Smalltalk und versucht sich alles zu merken. Das Wissen, daß sie gerade vermittelt bekommt ist Goldwert und das weis sie.

  • Zuerst dachte Shin'ichi Jubei er hätte wirklich den Hauptpreis beim Yakamoto-Ramen-Mega-Gewinnspiel gemacht als nach dem Öffnen der Instant-Nudel-Verpackung plötzlich der offizielle Gewinnspieljingle losging und das bekannte Yakamoto Maskottchen in der AR erschien um ihn zu Beglückwünschen.

    Doch die Freude währte nur kurz umd wandelte sich rasch in blanken Horror als er nach und nach in den Sumpf seiner eigenen Vergangenheit geführt wurde.

    Wie konnte dies sein? Die Personen die hinter dem ganzen Spuk standen schienen jedes einzelne seiner dunklen Geheimnisse zu kennen. Schienen unbarmherzig die Schlinge immer enger zu ziehen.

    Doch so überraschend wie er in den Abgrund seiner Untaten gefallen war, so überraschend lag plötzlich ein Ausweg vor ihm. Ein Weg seinen Hals aus der Schlinge zu ziehen und den Albtraum hinter sich zu lassen.


    Die Stimmen versprachen ihm nicht nur seine Vergangenheit ruhen zu lassen. Nein, sie versprachen ihm sogar belohnt zu werden wenn er ihre Bitten zu erfüllen bereit war.


    Alles was er zu musste, war eine weitere Packung Nudeln aus dem Automaten zu kaufen und das darin versteckte Gerät zu benutzen.


    Und so begann es....

  • 28.03.2080 - 7.54 Uhr


    Das Teamtreffen sollte erst in zwei Tagen stattfinden, um so überraschender war es eine Nachricht von Takashi-san vorzufinden


    "Ohaiyou Gozaimasu. Mir ist bewusst, dass Sie diese Nachricht überraschen wird. Ich kann Ihnen aber versichern, dass ich Sie nicht kontaktieren würde, wenn es sich dabei nicht um allergrößter Wichtigkeit handeln würde.

    Heute Nacht hat sich ein Vorfall ereignet, der den sofortigen Einsatz des Teams erforderlich macht.

    Es handelt sich dabei um die Beschaffung eines Gegenstandes und Klärung der Geschehnisse.

    Weitere Instruktionen folgen sobald ich eine Bestätigung von Ihnen erhalte, dass Sie an dieser Operation teilnehmen werden.

  • <Ich verstehe, Takashi-chan>, erwiderte Arashi ruhig. <Sendest Du mir bitte noch Informationen zur Kontaktaufnahme mit den Teammitgliedern, bis ich in Roppongi eintreffe? Ich mache mich gleich auf den Weg. Saikai.*> Er beendete das Gespräch und sein Kommlink blendete das Anrufdisplay aus. Das kam überraschend. Nach der für ihn scheinbar endlosen Zeit ohne Arbeit in den Schatten war er sogar einen Hauch aufgeregt. Er atmete tief und bedächtig ein und wieder aus. „Also gut.“


    Das bedrohliche Grollen des sich nähernden Motorrads war auch über den Hintergrundgeräuschen des starken Verkehrs der sechsspurigen Straße schon von weitem zu hören. Arashi drehte der hellen Fassade in Marmoroptik den Rücken zu, in welcher sich das exklusive Fitness-Zentrum befand, das er gerade betreten wollte.


    Die in gelbem Metalliclack und Chrom glänzende Suzuki Hayabusa X schlängelte sich fließend durch die nur stockend vorankommenden Autos und stoppte unmittelbar vor ihm auf dem schmalen Parkstreifen. Naomi setzte einen kleinen Fuß auf den Bürgersteig. Ihre schlanken Beine waren in eng anliegende, kanariengelbe Chinohosen gehüllt. Sogar die dazu passenden Sneakers waren farblich auf das wuchtige Motorrad abgestimmt, bemerkte Arashi. Sie lächelte ihn mit einem warmen Blick aus jadegrünen Augen an, während sie sich die langen, nachtschwarzen Haare über der rechten Schulter zurechtlegte.


    „Hey“. Er lächelte zurück. „Schicke Jacke.“ Naomi glitt elegant von der schweren Maschine und umarmte ihren älteren Bruder fest. „Ein Kompliment“, staunte sie übertrieben und strich sich dabei den dezent gepanzerten, taillierten und mit gelben Ziersäumen versehenen, schwarzen Blazer glatt. „Du möchtest mir doch nur die blauen Flecken versüßen, die Du mir beim Training verpassen wirst.“


    Seit Arashi vor acht Wochen mit Jinx auf einem Containerschiff in Neo-Tokyo angekommen war, hatte er es sich zur Gewohnheit gemacht seine Schwester in Aikido und einigen Parcourstechniken zu unterrichten. Nicht, dass sie hilflos gewesen wäre, aber er war der Ansicht, dass man nie austrainiert genug sein konnte. Naomi arbeitete neben ihrem Studium an der Universität von Tokyo als Personal-Trainerin in dem hochpreisigen Fitness-Zentrum im Bezirk Shibuya, das die untersten fünf Stockwerke des fünfzehnstöckigen Hochhauses vereinnahmte, vor welchem sie gerade standen. Zumeist trainierten sie dort in einem großzügigen, mit durchsichtigen Shoji-Wänden abgegrenzten, Studioraum. Die starrenden Blicke der vorbeikommenden Kunden, wenn sie komplizierte Schlagfolgen austauschten, mit übermenschlicher Geschwindigkeit auswichen und anspruchsvolle Griffe ansetzten, waren unbezahlbar. Aber zugegeben, manchmal trug Naomi tatsächlich auch einmal einen blauen Fleck davon.


    „Mir ist etwas dazwischengekommen“, sagte er unvermittelt. „Ich habe einen kurzfristigen Job. Takashi stellt früher als gedacht ein Team zusammen.“ Sie schaute ihn ernst an. Sie war besorgt. Er sah es in ihren Augen. „Du weißt, ich laufe schon einige Jahre in den Schatten. Das kann ich gut, keine Sorge“, fügte er weich hinzu. Sie drehten sich gemeinsam zum Eingang des Zentrums um und legten die wenigen Schritte bis zur Tür schweigend zurück. Bevor sie in den Erfassungsbereich des Türsensors gelangten, sagte er noch: „Wir sind eben für den Kampf geschaffen. Das ist es, was ich am besten kann.“ Er zuckte mit den Schultern. Naomi seufzte. „Schon gut. Pass nur auf dich auf.“ Sie sah ihn an und verzog spöttisch den Mundwinkel. „Zum Glück konnten wir die letzten Wochen trainieren, damit du wenigstens ein bisschen in Form bist.“ Der Sensor erfasste sie und die zweiflügelige Tür öffnete sich. „Melde Dich bald, so ka?“ Er nickte bestätigend. Naomi drehte sich um und betrat das Gebäude. Nun seufzte auch Arashi und wandte sich seinem nur einige Meter entfernt geparkten BMW 400 GT zu.


    * japanisch „Wiedersehen“

  • Hachidori beendete gerade seine Arbeit im Labor, verabschiedete sich von seinen Kollegen als die Nachricht des Schiebers reinkam. Er antwortete und verließ das Gebäude.


    << Hai, Takashi-san, ich werde sofort aufbrechen. Wie werde Ich die anderen Teammitglieder erkennen ? >>


    Dann stieg er auf seine Maschine, fuhr heim nach Ota . In der Wohnung legte er seine Ausrüstung an. Maßgeschneiderte Schutzpanzerung die er versuchte mit einem drüber angezogen Mantel zu verstecken/zu tarnen. In mehreren Taschen und Halterungen steckten Shuriken.


    In seinen Schmuggelbehälter im Körper versteckte er Gifte..


    Dann stieg er wieder auf sein Bike und brauste Richtung Minato.

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  • Red machte sich gerade fertig um joggen zu gehen. Sie hatte es sich zur Gewohnheit gemacht jeden Tag joggen zu gehen. Das half ihr den Kopf frei zu bekommen. Vor den Ereignissen um Fleischmann und der Kochba hatte sie nie gejoggt. Vor den Ereignissen hatte sie eine Aufgabe gehabt. Jetzt hatte sie nur noch das Joggen. Obwohl das stimmte nicht. Sie suchte immer noch nach der Bibliothek die sie in ihrer Vision gesehen hatte.


    Dann kam die Nachricht von Takashi rein. Sie las die Nachricht. Sie stellte die Joggingschuhe wieder weg und öffnete ihren Koffer, den sie unter dem Bett trug. Sie zog wieder ihre Joggingklamotten aus und wechselte in ihre Urban Explorer. Sie holte ihren Rucksack raus mit ihren Utensilien, die sie für solche Jobs benötigte. Im Doppelten Boden hatte sie ihre Pred versteckt. Was eigentlich unnötig war, wenn die Polizei in ihren Rucksack schauen würde. NeuoStun Gasgranaten, Monofilamentkettensäge, Dietriche und andere sehr verfängliche Gegenstände befanden sich in ihm. Sie gürtete ihr altes verschlissenes Medkit. Im Schnellziehtarnholster verschwand ihr Taser. Sie hatte noch die besonderen Pfeile von Diesel geladen.

    Sie packte den Rucksack in das kleine Schmugglefach von ihrer Thundercloud Mustang. Dann schob sie diese aus ihrer Wohnung.


    << Hai, Takashi-san, ich werde sofort aufbrechen. Wie werde Ich die anderen Teammitglieder erkennen ? >>


    Schickte sie eine Nachricht zurück und gab in ihrem Navi die Adressen ein, die in der Nachricht standen. Zuletzt die von Minato. Dann düste sie durch die verstopften Straßen von Neo Tokio. Immer wieder schaute sie nach ob ihr die Straßenzüge bekannt vor kamen.



  • Auf dem Weg zum vereinbarten Treffpunkt erreicht euch eine weitere Nachricht. Diesmal von einer unbekannten Nummer.

    "Ohaiyou Gozaimasu. Mein Name ist Sanro-Kai*. Ich stehe im Dienst von Kage-san und bin Euer Operator für diese Mission. Das Annehmen der gesendeten Mark gibt Euch Zugriff auf das gesicherte Kommunikationsnetzwerk Akai Chîmu.** Ihr könnt über dieses Netzwerk nicht nur kommunizieren, Ihr erkennt auch andere Teammitglieder in der AR. Ich selbst werde nicht persönlich vor Ort sein, werde aber über die gesamte Dauer dieser Mission über das Netzwerk erreichbar sein.

    Bitte vergessen Sie nicht, dass die Mission aufgrund der Lage der Location im Kontrollbereich des Watada-rengos, mit äußerster Sensibilität ablaufen soll."

    *' Sonderberater

    ** Rotes Team