[IP] Operation: Goliath

  • Gerade in dem Moment als Toni zum ersten Mal das Gefühl hat ihr Herzschlag und Adrenalinlevel beruhigt sich langsam wieder, in der Gewissheit das es nun erst einmal zum Stützpunkt geht, wo man das Szenario noch einmal in Ruhe für sich durchgehen kann klinkt dieser Marktschreier sich ein. Auf ihrem Gesicht ist deutlich das Missfallen seiner Art und auch der Störung im allgemeinen abzulesen.


    Sie macht große Augen bei der Ankündigung das es direkt weiter zur nächsten Übung geht.


    //Vielleicht weil wir diese hier so großartig verrissen haben? Eine zweite Chance zu beweisen, dass man diese Teams überhaupt in den Einsatz schicken kann?//


    Toni beugt sich leicht vor, mit auf die Beine gestützten Ellenbogen, als würde sie sich zu Lautsprechern vor ihr (was natürlich Unsinn ist) vorbeugen lauscht sie dem Oberst.


    ...werden wir zunächst in das Einsatzgebiet per Lufttransport verlegt und direkt darüber abgeworfen werden...


    //Geil!! Ob wir selber springen? Oder wird der ganze Panzer hier abgeworfen und wir sitzen nur drin? Geht das überhaupt?//


    Sie ist aufgeregt. Lächelt, dass hört sich gut an, dann wandert ihr Blick zu Micky, er könnte das mit dem Wagen wissen aber sie kann jetzt schlecht fragen. Sie merkt sich das für später.


    ...dass wir zunächst den Feind finden und diesen dann gemeinsam bekämpfen...


    //Kampfhandlung. Krass, also so ne richtig geplante, nicht nur es könnte sein das... Sie sind wirklich und wahrhaftig nur dazu da andere anzugreifen und kampfunfähig zu machen. Wo da wohl meine Aufgabe liegt? Na ja... im Ernstfall einfach als Soldat was.//


    Toni schluckt.


    ...Das Flugfeld erreichen wir in etwa 20 Minuten. Studieren Sie bis dahin bitte noch das angehängte Material und überprüfen Sie ihre Ausrüstung....


    Schon ist sie dabei über ihr KOM das zugewiesene Material zu sichten, vielleicht finden sich ja hier hinweise auf ihre vielen Fragen. Springen sie im Fallschirm ab? Mit welcher Mannstärke sind sie eigentlich unterwegs und gegen wie viele soll es gehen? Wie sieht das Gelände aus? Geht man davon aus, dass man einen Sprengstoff-Spezi braucht? Wobei den braucht man immer, oder?


    Mit leicht geröteten Wangen bei all diesen Fragen geht sie durch das Dokument und ermahnt sich gleichzeitig schon selbst rechtzeitig ihre Ausrüstung zu prüfen. Und hat sie noch Fragen?


    //Erst das Dokument sichten Toni, nicht vorpreschen!!//

  • Micky munitioniert und tankt ebenfalls auf. Er ist ein bisschen hibbelig und nervös. Er bekommt große Augen als der erste Redner anfängt als ob es was zu verkaufen gilt. Im Gegensatz zu Toni grinst er allerdings. // also manche Leute...//


    Als Toni sich so auf ihre Beine stützt und gespannt lauscht kommt er nicht umhin, nochmal zu lächeln, er fand sie eigentlich schon beim ersten Mal gut.


    Doch dann hört auch er zu. Als der Oberst vom Absprung redet „fühlt“ er schnell nochmal in das Achsenmodul X37-C rein. Sein stetiges Sorgenkind in dem ansonsten einwandfrei laufenden Panzerfahrzeug... //wird schon halten//, ist seine fachmännische Meinung dazu.


    Während er sich so seine Gedanken zum Wolf macht, schaut Toni zu ihm rüber. Sie wirkt als hätte sie eine Frage zum dem Fallschirmsprung, ob sie sich auch Sorgen wegen X37-C macht?


    Er lächelt souverän zurück und tätschelt die Armaturen vor sich um ihr zu zeigen, dass der Wolf das schon packt. So nach und nach gefällt ihm die Idee, dass sie hier neben ihm das Geschütz bedient immer besser.


    Beiläufig ändert er die interne Bezeichnung des Wolfs auf Fenris 5 0 und überlegt, dass dieser Oberst seine Ressourcen besser aufteilt als der letzte Kommandant und ein RICO-Team auch so einsetzt, wie es geplant ist.


    War schon albern, so ein Team einfach in der Mitte eines Konvois fahren zu lassen. Rex, Dogtag Toni... das sind alles Spezialisten, die man lieber gezielt einsetzen sollte und nicht so verheizen. Dazu einen offensichtlich sehr guten Doc und einen Leutnant. RICO halt. Und n passabler Chauffeur... Egal jetzt.


    Auch Mikoscz beginnt die Anhänge zu studieren.

  • // Major Braun, der Tag wurde gerade deutlich besser. //

    // Bin mal gespannt was jetzt mit Kessler passiert, da hätte ich gerne eine Loge, genug Bier und Popcorn. //


    Wie schon kurz zuvor huschte ein breites Grinsen über sein Gesicht.


    // Jetzt wäre es schön Spawn zu kraulen, hat immer geholfen beim runter kommen //

    // Hmm wenn ich den Ruhestand doch erreichen sollte dann suche ich wieder einen passenden Hund //

    // Aber bis dahin ist ja noch verdammt viel Zeit, und das Laufen mit Ihr fehlt mir. //


    Dogtag hatte es sich in seinem Sitz bequem gemacht, den Kopf zurück gelegt und es schien als wäre er gleich darauf eingeschlafen.


    // Five-Oh also, schade das es nicht nach Hawaii geht, surfen würde ich gerne noch lernen, und die Wellen sollen zu den besten gehören //

    // Mal schauen vielleicht lässt sich ja da eine Dienstreise draus machen //


  • Rex rutschte während der Fahrt etwas in den Sitz und sah sehr chillig aus, wie er so gemütlich aus dem Fenster schaute.
    Doch in Wahrheit raste sein Herz und die Halsschlagader pulsierte deutlich.

    //Boah ich will mein Kopf rausstrecken...es gibt doch nix cooleres als Autofahren..aber wie macht man bei dem Ding das Fenster auf?//

    Aber der Wolf war nicht für Spazierfahrten gebaut worden und so schaute Rex einfach raus und kaute unablässig auf seinem Kaugummi herum.

    Irgendwann holte er mal kurz einen roten Gummiball heraus.
    Drehte ihn in der Hand, lächelte und zuckte dann mit den Schultern nur um ihn dann wieder wegzustecken.


    Dann kam irgendwann das Missionsupdate und Rex vergrub sich ins HUD um die Daten xmal durchzugehen.
    Doch am Ende vertraute er wie immer darauf, dass man ihm schon sagen würde was er machen soll.

    Die Ausrüstung war komplett und der Biomonitor meinte sein Körper sage: "Yeah los gehts!"
    Also auf auf.

    "Können wir noch ein bisschen schneller fahren?"

    Fragte Rex in gekünstelter Beiläufigkeit... Es schwang so ein drängender Unterton mit..vielleicht muss er pinkeln..

  • //Na holla, dass klingt doch gleich mal anders. Major Braun ist definitiv die bessere Wahl für diesen Einsatz. Zumindest versteht es der Major sich mitzuteilen. Es gibt eine kurze mündliche Einweisung und sogar ein Einsatzprofil. Ich bin begeistert. Und nicht nur das, es gibt sogar einen vorgeschobenen Aufklärer. Das wäre beim letzten Einsatz eigentlich ebenfalls zwingend notwendig gewesen. Ich bin echt gespannt wie es weiter geht.//


    Ein kleines Lächeln huscht über Machtolfs Gesicht. Er ist mit dieser Einsatzeinweisung um ein vielfaches zufriedener als mit der letzten. Wenn die Kommunikation so weiter geht, dann sollte sich dieser Einsatz als wesentlich erfolgreicher herausstellen. Mit seinem Trupp ist er auch schon recht zufrieden. Klar, hier und da sind immer noch Verbesserungen drin, aber fürs erste hat sich der munter zusammengewürfelte Trupp recht gut aufeinander eingespielt. Ohne zu murren oder sich gar um etwas zu drücken machen sich seine Leute an die Arbeit und füllen die Vorräte und verbrauchte Ausrüstung wieder auf. Dann trudeln sogar die von ihm angeforderten Einsatzberichte bei ihm ein.


    //Da werde ich gleich einiges zu lesen haben. Die Einsatzdaten sind auch recht Umfangreich. Ich fürchte viel Zeit für ein Nickerchen werde ich während des Fluges nicht haben.//


    Im Fahrzeug wendet er sich ans Team:


    "Die erste Übung hat uns gezeigt, dass es noch vieles gibt, was man verbessern kann. Aber, und dass muss auch gesagt werden, wir waren vom gesamten Erkundungstrupp die Besten. Zwar immer noch tot, aber zumindest die fähigsten Toten. Das wir gestorben sind lag meiner Meinung nach jedoch nicht an einem einsatztaktischen Fehler auf unserer Seite. Nichts desto trotz sollten es unser Ziel bleiben lebend aus den Einsätzen zurück zu kehren. Also Arschbacken zusammenkneifen und weiter machen.


    Weil wir uns nicht ganz so bescheuert angestellt haben wie der Rest der Truppe, dürfen wir zur Belohnung die Führung übernehmen und als erste ins Feindgebiet vordringen. Von uns hängt jetzt ein Großteil der Operation ab. Also geben Sie ihr Bestes. Wer noch fragen bezüglich des Einsatzes hat stellt diese nach dem Studium der Unterlagen.


    Fortfahren."


    //OK, dass sollte fürs Erste reichen. Die Neuen dürfen sich nicht von dem Fehlschlag runterziehen lassen. Ich hoffe ich konnte sie motivieren. Rex muss ich etwas im Auge behalten. Er neigt dazu mit etwas zu viel Schwung voran zu gehen. Aber sein Einsatz für die Truppe war mehr als ich erwartet habe. Und das der Feldwebel trotz des Gefechtes um sie herum weiter gemacht und nicht aus der Ruhe bringen lassen hat, ist auch bemerkenswert. Ich muss zugeben, dass ich ihr das nicht zugetraut habe. Ich denke ich kann ihr einiges mehr abverlangen. Ok es wird Zeit die Ausrüstung zu überprüfen und die Berichte und Befehle zu lesen.//


    Machtolf sitzt auf seinem Platz im Wolf und hantiert mit vielfach geübten Bewegungen an seiner Ausrüstung herum. Sorgfältig und gründlich, mann könnte fast schon sagen übergründlich, prüft er den korrekten Sitz, die Vollständigkeit und Einsatzbereitschaft. Erst als er vollkommen zufrieden ist widmet er sich den Berichten seines Teams und den Befehlen vom HQ.

  • Die Fahrt zum Flugfeld dauert tatsächlich gar nicht so lang. Ist schließlich gleich um die Ecke. Etwas aufregender ist da dann schon das Verladen: 25 Fahrzeuge in neun Transportmaschienen unterzubringen, ist tatsächlich erstmal eine Herausforderung. Dazu kommen eigentlich noch Munition und Ausrüstung, aber offenbar wissen die Jungs und Mädels von der Logistik, wie man das macht.


    Grundsätzlich geben die Daten erstmal folgendes her:


    - Absprung der Fahrzeuge samt Crew, der Rest der Truppe springt einzeln hinterher.

    - Die Absprünge sind automatisiert: Wenn das Fluggerät verlassen wird, öffnet sich der Schirm (Sicherheitsbestimmung).

    - Am Boden sammeln und die dargestellten Routen bzw. Stoßrichtungen angehen: Fenris 50 wird ca. 500m vorgeschoben sein (Speerspitzenprinzip)

    - Auftrag für euch = Feind aufspüren; für alles andere ist der Chef anzurufen.

  • Doc's Laune verschlechterte sich weiter. Er hasste Absprünge. Noch schlimmer war es, in einem Fahrzeug abzuspringen, aber mit Schirm allein war trotzdem genug. 'Ich bin zu alt für diesen Scheiß' schoss ihm das bekannte Zitat eines seiner Lieblingsfilme in den Kopf. Denny Glover hatte im 8. Teil allerdings gegrinst, als er mit diesem Satz aus dem Spaceshuttle gesprungen ist. Er hatte aber auch einen biomechanischen Torso, der vermutlich bei freiem Fall nicht so unangenehm kribbelt.


    Mit finsterer Mine betrachtete er die Umrisse der Lifter auf dem Flugfeld, bis das Fahrzeug zum stehen kam. Immerhin machte ihm das Fliegen nichts aus. Mit dem Ächzen eines alten Mannes Anfang 30 erhob er sich aus dem Transport und schulterte seine Ausrüstung. Blicke erwiderte er grimmig: seine gute Laune brauchte er jetzt ganz für sich selbst.