Zugrohr gegen Glattrohr

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Zugrohr gegen Glattrohr

Beitragvon ChefPferd am Mo Jun 07, 2004 21:48

Ich wäre sehr verbunden, wenn jemand in pregnanten worten die Vorteile eines Gewehrlaufes ohne Züge gegenüber dem eines Laufes mit solchen Zügen darlegen könnte.... :o
Konkret gefracht: verzichtet man damit auf den Drall des Geschosses, und warum?

Ich hoffe man versteht worauf ich hinaus will, und bedanke mir 8)
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Zugrohr gegen Glattrohr

Beitragvon Werbepause


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Beitragvon Kodiak am Mo Jun 07, 2004 21:58

Ja, man verzichtet auf den Drall. Warum? Weil es einfacher herzustellen ist ;) Aber da das heute kein Problem mehr ist, macht man das eigentlich nurnoch bei Schrotflinten (oder im großen Maßstab bei Panzern), da ein glatter Lauf ganz einfach den Vorteil hat, das er über keine Züge verfügt, die kaputt gehen könnten. Mal ganz davon abgesehen das z.B. Schrotmunition eh nichts von einem gezogenen Lauf hat ;)
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Beitragvon SirDrow am Mo Jun 07, 2004 22:18

Vergleiche:
Schlagbohrer mit Bohrhammer.

MfG SirDrow
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Beitragvon ChefPferd am Mo Jun 07, 2004 22:20

Danke erstma, leuchtet ein :idea:

Meine eigene Recherche ergab, dass sich das gerade bei Panzern (also im großen stil) auch dadurch rechtfertigt, dass die Züge eines Rohres immer auf ein bestimmtes Geschoßgewicht ausgelegt sind, und bei leichteren Geschossen (als die der auslegung) eher störend als nutzend ist.
Das hätte also einen auswirkung auf die genauigkeit von Panzerabwehrgeschossen, die soweit mir bekannt bis zu 10kg leichter sind als andere verschossene Mun.
Liegt darin Sinn und Wahrheit? (Ich bin nämlich so gar kein experte bei sowas :? )
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Beitragvon ChefPferd am Mo Jun 07, 2004 22:25

Und ganz ohne begriffstutzig erscheinen zu wollen:

Was haben "Bohrer" mir Geschoßstabilisierung zu tun? Oda entgeht mir da was?
Oda wolltest du damit "bloß" auf unterschiedliche Abnutzungseigenschafften hindeuten?
Alles andere würde ich leider nicht ganz verstehen, und einer genaueren erklärung bedürfen :lol:
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Beitragvon Rotbart van Dainig am Mo Jun 07, 2004 23:03

Es ging wohl einfach eher um die Leistungsklassen. ;)
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Beitragvon Michael Westin am Di Jun 08, 2004 9:52

Also genaues Gewicht der unterschiedlichen Panzermunitionen kann ich dir nicht sagen, aber

Bild

hier kannst du gut sehen das Panzer Munition ein "Leitwerk" hat, und das es sich nicht drehen sollte zwecks Stabilität. Desweiteren hat ein 120mm Panzergeschütz einen "Staubsauger" der das Rohr von sämtlichen Rückständen befreit ehe der nächste Schuss stattfindet. Insofern denke ich das da ein Zug im Rohr eher störend ist.

Nachzulesen hier

Da ich eine faule Socke bin, kannst du aber auch HIER dir selber ein Bild machen warum und weshalb :)
Edit: Smooth-bore = glatter Lauf, Rifled = hat einen Zug drin.
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Beitragvon apple am Di Jun 08, 2004 9:54

Das ist allerdings keine normale Panzermunitin, sondern ein schönes Beispiel für APDS-Munition ... Discarting Sabot.

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Beitragvon Michael Westin am Di Jun 08, 2004 10:00

Ja...und?
Genauer gesagt ist das ein Geschoss das einen Urankopf hat. (Depleted Uranium, abgereichertes Uran) Dieses (APDS)Geschoss hat ein Leitwerk, also darf es sich nicht drehen, also kommt kein Zug in den Lauf.

Selbst wenn z.B. ein HEAT (High-Explosive Anti Tank) Geschoss eventuell etwas von einem stabilisierenden Drall hätte, bringt das nix weil dann nämlich APDS für'n Arsch ist.

Insofern versteh ich jetzt deinen Einwand nicht ganz :)

EDIT: Der Russische Panzer kann übrigens durch sein Rohr auch Raketen verschiessen, auch hier ist ein Drall beim Abschuss eher...störend :)

Quelle
Zuletzt geändert von Michael Westin am Di Jun 08, 2004 10:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon apple am Di Jun 08, 2004 10:03

Es ist auch kein echter Einwand gewesen, ich wollte nur anmerken, daß APDS nicht die einzige Art von Panzermunition ist.

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Beitragvon SilverAngel am Di Jun 08, 2004 10:16

Also Glattrohrläufe werden haupsächlich dann verwendent wenn Geschosse zum Einsatz kommen bei denen sich ein Drall entweder gar nicht oder sogar negativ auf die Flugeigenschaft auswirkt. APFSDS zum Bleistift. Heute werden Glattläufe eigendlich nur noch bei Kanonen (Panzer oder Artillerie) und bei Jagtflinten eingesetzt. Moderne Flinten besitzen einen sog. Poligonalen Lauf um Flintenlaufgeschossen ebenfalls einen Drall zu versetzen. Da normale Schrotladungen die Züge beschädigen ist der poligonale Lauf einfach ein Vieleck das "gezogen" ist, das Flintenlaufgeschoss wird beim Schuss in den Lauf gepresst und bekommt dadurch einen Drall. Solche Waffen haben aber keinen Chocke bzw. einen ausbauberen Chocke, da dieser Ausreissen wurde. Angeblich gibt es auch schon Pistolen mit poligonalen Läufen da diese billiger und "zero-maintaince" sind, ich weis aber leider nicht mehr von welchem Hersteller
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Beitragvon Eusebius am Di Jun 08, 2004 12:50

Für Rechtschreibfetischisten Polygon. :wink:

Gr
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Beitragvon SilverAngel am Di Jun 08, 2004 12:57

Erwischt. Aber ich war noch nie gut in Teutsch. :o
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Beitragvon Diesel am Di Jun 08, 2004 15:09

Poligonläufe gibt es auch z.B. für das MG3, und ich glaub ich hab sogar mal was davon gehört das es die P8 oder ihren ivilen Bruder mit Polygonlauf gibt. Das sind praktisch felder und züge, die jedoch fließend ineinander über gehen. Der effekt ist grundlegend erstmal der selbe nur das Polygonläufe ien par Vorteile wie geringeren Verschleiß haben.

Und Das heutige panzer Glattrohrkanonen einsätzt liegt unter anderem daran das sie aufgrund ihres Kalibers und aufgrund der "kraft dahinter" einfach keine züge brauchen. Das mit dem Rohrstaubsauger ist mir allerdings neu.
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Beitragvon Vindicator am Di Jun 08, 2004 18:25

Und jetzt zeig mir mal einer einen schweren Panzer in SR.

Ne, kommen wir mal zurück zum Gewehrlauf der wohl öfters zum Einsatz kommt in der Welt der Schatten.
Die Antwort ist simpel. Wenn das Rohr glatt ist produziert es nicht soviel Wärme. Wenn Felder und Züge sich im Rohr befinden so bekommt die Kugel Drall und erzeugt mehr Reibung im Rohr. Es entsteht also mehr Wärme.
Bei einem MG mit Glattrohr braucht man also nicht so oft den Lauf wechseln wie bei einem mit Rillen. Dafür leidet aber die Treffergenauigkeit.
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