ein Gast hat geschrieben:Diesel hat geschrieben:Poligonläufe gibt es auch z.B. für das MG3, und ich glaub ich hab sogar mal was davon gehört das es die P8 oder ihren ivilen Bruder mit Polygonlauf gibt. Das sind praktisch felder und züge, die jedoch fließend ineinander über gehen. Der effekt ist grundlegend erstmal der selbe nur das Polygonläufe ien par Vorteile wie geringeren Verschleiß haben.
Und Das heutige panzer Glattrohrkanonen einsätzt liegt unter anderem daran das sie aufgrund ihres Kalibers und aufgrund der "kraft dahinter" einfach keine züge brauchen. Das mit dem Rohrstaubsauger ist mir allerdings neu.
gezogen:
<cut>
1.) Der kurzere Lauf ist weniger anfällig für Einflüsse, die ihn verziehen können. So wird die Wahrscheinlichkeit eines Rohrkrepierers deutlich gesenkt.
2.) Der kürzere Lauf kann größere Anti-Personen-Granaten mit höherem Druck verschießen.
Abschließend muss angemerkt werden das die Nachteile, die gezogene Läufe gegenüber Glattrohrläufen haben, nach dem 2ten Weltkrieg immer mehr durch leistungsfähigere Granaten relativiert wurden. War der Panther-D im Vergleich zum Sherman noch eine eher Lausige UNterstützungsplattform (obwohl beide das gleiche Kaliber benutzten), so sind heute T-80 und Leopard 2 beide mächtige Unterstützungsplattformen für die Infanterie, obwohl der T-80 in den meisten Varianten "nur" einen gezogenen Lauf vorweisen kann.
Nur ein paar Kommentar:
+ Die modernen Kanonen sind nicht kürzer:
75L70 (Panther) und 120L44 (Leo II) sind beide knapp 5.2 m Lang (die 2. Zahl ist die Rohrlänge in Kaliberdurchmessern, lesst das L als Multiplikation)
+ Zugrohrkanonen sind durchaus noch im Einsatz. Etwa die britische 120mm des Challenger [Enfield L11] und Challenger II. Zumindest die Waffe des CII ist jünger als die 120mm Rheinmetallwaffe
+ Glattrohre sind für kinetische Wuchtgeschosse mit Treibspiegel (APDS) und HEAT Geschosse besser da Rotation diesen Geschossen schaded. Gezogene Waffen brauchen hier ein komplexe Geschoss das die Rotation minimiert. Gibt es z.B. für die 105mm Enfield (L7, u.a einige Leo I, Merkava, US-Kopie im M60)
+ Haubitzen haben Züge
+ Wie gut ein Panzer in der Infanterieunterstützung ist hängt von der Muniton ab. Wenn es kein HE (Spreng) Geschoss gibt, sind sie lausig. Und für die 75L70 gab es anfangs nur Panzer-Sprenggeschosse und Hohlladungen. War bei der 120mm Rheinmetall nicht anders (APFSDS und HEAT) der Rest kam später.
+ Polygonläufe gibt es für das MG-3 (hat ja Wechselläufe). Die G36 hat Serienmässig einen so wie die G11 einen gehabt hat. Vorteile sind geringerer Gasverlust (das Geschoss liegt besser am Lauf) und geringere Verschmutzung (es fehlen die Rillen der Züge) sowie höhere Lebensdauer. Die Herstellung ist komplexer. Der zivile Bruder der P8 ist älter als diese Waffe und bis auf Details baugleich.
+ Die Lauflänge sagt nichts über die Geschosslänge aus. Und längere Läufe haben (innerhalb bestimmter Grenzen) bessere Reichweiten. Weswegen (neben anderen Gründen) z.B. der neue Leo II A6 ein längeres Rohr bekommen hat (Der Treibsatz ist gleich geblieben)
+ Haubitzen (oder Mörser) feuern z.T. grössere Geschosse (120-230mm) Geschosse über grössere Distanzen und mit mehr Sprengstoff ab. Sie haben aber deutlich geringere Rohrdrücke.