Lt. Platos Dialogen (die ja in Indiana Jones 4 auch als Referenz dienen) wird Atlantis als Insel/Kontinent von unvorstellbar fortgeschrittenem Niveau geschildert.
Wie Plato die Jahreszeiten und das Klima beschrieb, lässt sich auf warmes oder gemässigtes Klima mit relativ niedriger Luftfeuchtigkeit schliessen. Passt nicht ganz zu der Theorie, dass Atlantis westlich von Afrika liegen soll. Zumindest nicht in Äquatornähe, will man Plato glauben, bzw. den Leuten, die Plato und Sokrates zusammen ausgequetscht haben.
Allerdings gibt es in diesem Zusammenhang auch in Sagen Hinweise darauf, dass Atlantis westlich von den 'Säulen des Herakles' liegen soll. Das ist der antike griechische Name für die Strasse von Gibraltar.
Die These mit dem Mittelmeer ist glaube ich die weitverbreiteste, wenn gleich auch IMHO die unwahrscheinlichste, eben aus den oben schon aufgeführten Gründen (siehe Kollege Quichote).
Einige "Experten" denken, dass Atlantis im Nordatlantik gelegen haben könnte, und dass das gemässigte Klima dort mit dem Golfstrom zusammenhängt, den Atlantis dort u. U. voll abgekriegt hätte. Is nicht ganz dumm, die Idee.
Ein paar ganz Behämmerte haben schon verlauten lassen, dass die Ruinen von Atlantis unter den Eisdecken der Antarktis liegen, aber wer weiss das schon mit Sicherheit...
P.S.: Wer Wert auf aufgeblassene und i. d. R. ziemlich spekulative Argumente steht, sollte sich zu diesem Thema lieber kein Buch von Meister Däneken kaufen. Aber ansonsten gibt es da einige interessante und auch teils gar nicht so abgehobene Meinungen und Theorien. Am Ende des Postings habe ich noch eine kleine Referenzliste eingefügt. (Ich habe allerdings noch nicht jedes gelesen, also alles ohne Gewähr. Einige Autoren kenne ich nur vom Hören-Sagen...)
Ich rate da eher zu den verschiedenen Interpretationen der Plato-Dialoge, sowie die Original Dialoge Timaios und Kritias von Plato himself. Findet man ohne weiteres im Internet per Suchmaschine...
Die Wiege der Zivilisation - Atlantis, Knaur hat geschrieben:...in der Mongolei, Troja, in den Anden Perus und Boliviens, Mittelamerika, den Bahamas (Bimini), Helgoland, Mitteldeutschland, Gibraltar, Türkei, an den Polen der Erde, Großbritannien, im Meer vor Japan, Südgriechenland, Polynesien, Nordamerika, Brasilien um nur einige wichtige Orte zu nennen...
...Erst 2003 gingen die These um, dass man Inseln vor der Straße von Gibraltar, die Europa von Afrika trennt, gefunden habe...
Nestke hat geschrieben:Und so könnte der Kontinent Atlantis/Antarktis in die Südpolargegend verrutscht sein, überschwemmt, und letztlich von einer Eisschicht überdeckt, um es vereinfacht auszudrücken: Die von Plato erwähnten "gegenüberliegenden Inseln", seien die Anden gewesen,die erst durch die Katastrophe zu einem Gebirge wurden.
Hubert Zeitlmair hat geschrieben:...gelang es ihm, einen bislang unbekannten Tempel Maltas zu entdecken, der vor der Küste unter Wasser liegt...
...Damit führt er einen weiteren Beweis dafür an, dass der Meeresspiegel
des Mittelmeers einst viel niedriger lag...
...denn das bedeutet, dass es noch vor der großen Flut mindestens eine hochentwickelte Kultur gab...
Rezension 'Alles über Atlantis' hat geschrieben:Der Österreicher Otto Muck stellt meiner Meinung nach den kompetentesten Atlantis-Forscher überhaupt dar. Er bezieht sich einerseits auf Sagen der Völker links und rechts vom Atlantik, andererseits aber auch auf die Tatsache, daß aufgrund der lsothermik rechts und links vom Atlantik jetzt und während der letzten Eiszeit einst eine Golfstrom-Sperrinsel existiert haben muß, die im Azoren-Gebiet gelegen haben soll.
Bloss mal ein kleiner Einblick in die vielen verschiedenen unterschiedlichen Theorien zum Thema Atlantis...
Aber interessant auf alle Fälle...
Alles über Atlantis, Otto Muck, Droemer-Knaur TB ( 1976)
Das Atlantis-Rätsel, Charles Berlitz, Zsolnay-Verlag (1976)
Geheimnisse versunkener Welten, Berlitz, Societäts-Verlag (1972)
Der 8. Kontinent, Berlitz, Zsolnay-Verlag
Rätselhafte Vergangenheit, Moewig TB ( 1993)
Die Antilliden, Klaus Aschenbrenner, Universitas (1993)
Das Erbe von Atlantis, Roland M. Horn, CTT (1997)
Werke von Hubert Zeitlmayer, Hancock, Nestke oder Anderssen sind teilweise auch noch zu empfehlen...
Darkwater