B4N3 hat geschrieben:Das Regelwerk erlaubt es aber in SR4 einen Drake-Charakter zu erstellen.
Ja, das Regelwerk erlaubt es, aber das hat mit "Mary Sue" nicht wirklich was zu tun. Ein Drake Charakter muss nicht automatisch eine Mary Sue sein.
B4N3 hat geschrieben:Das Problem ist, der Mitspieler will einen Drake-Mystic-Adepten spielen.
Das Mystic Adept konnten wir ihm bereits ausreden, da Drakes von sich aus ja magisch begabt sind.
Ich sehe da jetzt natürlich kein Problem an sich. Ist halt ein leicht exotischer Charakter, aber kein echtes "Problem". Wenn die Gruppe das natürlich nicht will, dann nicht.
B4N3 hat geschrieben:Er weigert sich allerdings in unserem Setting
(normales Setting nichts zu episches) nichts angepasstes zu spielen und bezieht sich immer darauf, dass das alles was er machen will im Regelbuch stünde
und daher für ihn legitim ist. Obwohl wir bereits mit ihm das Gespräch geführt haben bzgl. OP-ness und "Lassen-wir-in-diesem-Setting-nicht-zu".
Da hat er natürlich Pech gehabt, denn Gruppenkonsens geht vor Regelwerk. Wenn du Gruppe beschließt, etwas anders zu machen als im Regelwerk, hat der einzelne Spieler halt Pech. Damit die Problematik klar bleibt, sollte man das allerdings nicht "Mary Sue" nennen, denn damit hat das wenig bis gar nichts zu tun.
B4N3 hat geschrieben:Wurde es ja .. der Spieler hat sich darüber hinweggesetzt und gesagt -> Das steht auf meinem Charbogen, das bleibt da.
Das ist ein rein soziales Problem. Wenn sich ein Spieler bei mir so über den Gruppenkonsens hinweg setzen würde, wäre das halt das Ende des Spielers in dieser Runde. Während der Konsens noch gebildet wird, kann man ja seine eigene Meinung problemlos einbringen, aber sobald der erstmal steht, sollte man sich nicht so einfach drüber hinweg setzen.
B4N3 hat geschrieben:Wir haben auch schon die Magier-Klausel (1-2% sind magisch begabt, davon können einige nur eingeschränkt Zaubern etc.) benutzt um ihm das klar zu machen.
Das ist leider auch kein sinnvolles Argument. Sagen wir mal, nur 0,1% der Bevölkerung könnten zaubern. Nur so als Beispiel. Nehmen wir weiterhin an, in einer Spielergruppe gäbe es zwei Vollmagier und 2 Nicht-Magier. Dann wären in der Runde 50% Zauberer. Ist das ein Widerspruch? Nein. Denn eine so kleine Gruppe spiegelt niemals die Struktur der Gesamtbevölkerung wieder. Sowas passiert halt. Denn sonst müssten in der Gruppe ja auch mind 2-3% Supermark-Verkäuferinnen sein

Das bedeutet jetzt nicht, dass man per Gruppenkonsens nicht sagen kann, dass man nicht so viele Magier will, sondern lediglich, dass dieses Argument dafür nicht taugt

B4N3 hat geschrieben:Aber er beharrt weiterhin auf seinem Recht als Spieler, tun und lassen zu können was er will. Und Kritik und eigene Meinungen von der Gruppe akzeptiert er nicht bzw. prallt einfach ab ohne berücksichtigt zu werden. Wir sind ja bereit Kompromisse einzugehen aber ein "Nö, ich spiel das was ich will" ist einfach ... (für mich) inakzeptabel.
Niemand zwingt die Gruppe, mit ihm zu spielen? Manchmal muss man halt harte Entscheidungen treffen, wenn es auf normal-sozialen Wege nicht klappt.