Sam Samurei hat geschrieben:Wieso denn überhaupt andere Knoten hacken? Die Replikator-Software brauch man dazu auch nicht unbedingt, man kann die Agenten ja auch einfach so mehrfach in seinem Knoten kopieren, da der Kopierschutz ja nicht mehr da ist.
Vernetzt, S.118: "Wenn eine Kopie versucht, auf einen Knoten zuzugreifen, auf dem bereits ein Agent mit der Zugangs-ID läuft, wird der Knoten automatisch den Zugang verweigern." Es können nicht mehrere Kopien eines Agenten mit der gleichen ID auf einem Knoten geladen sein (laut "Vernetzt" das so genannte "Agent Smith-Szenario"). Daher also das Ausweichen auf einen anderen Knoten.
Sam Samurei hat geschrieben:Die Replikator-Software brauch man dazu auch nicht unbedingt, man kann die Agenten ja auch einfach so mehrfach in seinem Knoten kopieren, da der Kopierschutz ja nicht mehr da ist.
Mit der Einschränkung von oben hast du Recht. Der Replikator erlaubt es dem Agenten, unabhängig zu agieren. Gleichzeitig muss der Agent jedoch einen neuen Knoten hacken können, wofür er Programme braucht, die er im geschilderten Szenario nicht hat. Also muss der Hacker das Kopieren übernehmen und brauch die Autosoft gar nicht.
Sam Samurei hat geschrieben:Ansonsten musst du natürlich bedenken, dass die gehackten Knoten nicht unter der Last des Agenten zusammenbrechen dürften. Ein gehackter 1er oder 2er Knoten dürfte unter Agent+Autosoft+Nutzlast recht schnell in die Knie gehen, Stichwort Programmlimit.
Warum? Auf das Programmlimit zählen nur die aktiven Programme. Ein Agent, der auf dem Knoten "zwischengeparkt" wird um seine ID zu patchen, zählt als 1 aktives Programm, egal welche Nutzlast er transportieren würde. Im beschriebenen Szenario hätte er ein weiteres aktives Programm, die Replikator-Autosoft. Damit wäre der Agent auf Knoten mit System 2 oder Nexi angewiesen. Aber wie Sam Samurei richtig korrigiert hat, brauch der Agent für diesen kleinen Trick überhaupt keine Autosoft.
Also kopiert Hacker Y seinen selber programmierten Agenten -nehmen wir mal an, er wäre Stufe 6 - ohne irgendeine Nutzlast in jeden Knoten, den er finden kann, patcht die Zugangs-ID mit einer Logik+Software (MW 18, Intervall 1 Woche --> Programmiersuite und Programmierumgebung nicht vergessen

) und voila, fertig ist der nächste Agent. Dieser wird wieder in das eigene Commlink zurückgeladen und schon hat Hacker Y zwei Agenten, die er beide im selben Knoten einsetzen kann. Eindeutig besser als a) neu kaufen b) gecrackt kaufen und immer wieder patchen müssen b) neu programmieren. Jetzt noch mit entsprechender Nutzlast beladen und los gehts!
Trichter hat geschrieben:Das was du beschreibst kling für mit nach einem Botnet. Dazu gibts im Vernetzt eigene Regeln. Hab die Seite grad nicht im Kopf, könnte aber für dich interessant sein.
Im deutschen "Vernetzt" auf S.94 und 107. Ein Botnetz ist nach meinem Verständnis ist ein Botnetz eine Anzahl von Agenten, die zu einer Einheit zusammengefasst wurden und über eine einzelne Subskription gesteuert werden. Also: Bestimmt kann so ein Botnetz entstehen. Aber dies ist viel einfacher über Kopieren oder Reproduzieren zu erreichen.
Und zum Thema "Mooks" - hat schon mal jemand einen Magier mit einem Vertrauten abfällig angeschaut und gesagt: "Chummer, der sollte mal lernen, wie man selber alles alleine macht."? Geh mal zu nem Sam, nimm ihm die Kanone weg und sag: "Du musst lernen, alleine klar zu kommen." (Noch besser: Hack seinen Chrom und dreh ihm den Saft ab!)
Wenn ich ein Werkzeug habe, das mir Arbeit abnimmt, dann setze ich das ein! Mit allen Einschränkungen, die Agenten haben (GRW, S.274 "Agenten und Pilotfertigkeiten") sind sie immer noch kein Allheilmittel. Ein Hacker, der mookt, kann sich die lästigen Alltagsarbeiten vom Halse halten, seine Recherchefähigkeit enorm erhöhen, im Matrixkampf mal so richtig auf den Dreck hauen und ist immer noch auf seine Kreativität angewiesen! Und darum geht es doch beim technologischen Fortschritt, oder?