@1) Dinge, die ich in so einem Fall gerne sehe (als Meister) oder mache (als Spieler) sind in dieser Reihenfolge:
- Matrixwahrnehmung, um evtl. patroullierendes IC oder eingeloggte Hacker zu sehen
- Datensuche, um die Kamera/s als verbundenes Slave-Gerät zu finden (so wie nicht auf jedem Computer die Urlaubsbilder im selben Ordner liegen, werden auch sicher nicht auf jedem System die Slaves im selben Eck liegen...)
- Eine Editieren-Probe (pro Kamera), um die Schleife zu setzen; mit Computer bei Adminrechten, mit Hacking für einen Sicherheitszugang, mit einer banalen Fehlermeldung (also nicht!) für normale User, außer vielleicht beim ersten Hack des unerfahrenen Spielers

- Randbemerkung: meine Hacker lassen sich dann die geschleiften Videobilder danach gerne in der AR in einem Fenster darstellen, damit er direkt sieht, wenn sich daran wieder was ändert (oder er aus dem System geworfen wird)
- Für die Wachen, je nachdem wie du das System aufgezogen hast: Eine Datensuche, um den Sicherheitsplan zu finden (so als Geländeplan mit Markern, wo die Leute sein sollten), oder eine Datensuche, um die Telematische Infrastruktur (siehe Vernetzt) zu finden und darauf zuzugreifen, oder einfach nur noch eine neue Editieren Probe, um das Original-Kamerabild auf das eigene System zu legen
- Danach/Zwischendurch nicht zu vergessen: Zugangsprotokoll löschen (per Editieren). Evtl. muss auch diese Datei vorher ge-datensucht werden, wobei man in der Regel wohl davon ausgehen kann, dass dieses Log in den meisten Systemen an der selben Stelle liegt
@2) Sobald der Hacker drin ist, hat das System ehrlich gesagt echt schlechte Karten. Spontan fielen mir vier Optionen ein, wobei die meisten Systeme mit "ernstzunehmender Sicherheitsstufe" dennoch nur ein oder zwei davon einsetzen dürften, alles darüber fällt dann in meinen Augen schon in "High Profile Paranoia".

Wichtig ist an dieser Stelle noch, dass ein Hacker, der erfolgreich im System ist, deshalb keinen "richtigen Zugang" im Sinne eines Benutzeraccounts hat. Den müsste er sich dann erst noch erstellen, ausloggen und neu einloggen, und selbst dann ist er nicht vor Entdeckung sicher.
- Patrouillierendes IC (daher oben Schritt 1)
- wachhabender Sicherheitshacker (dito)
- Honigtöpfe, um den Hacker in die Falle zu locken und wieder Alarm auszulösen (siehe Vernetzt)
- Alles wichtige auf einem 2. System lagern, das nur vom 1. aus erreichbar ist. In dieser Konstellation ist Sondieren sehr riskant, weil du einfach auch in der VR halt mal stundenlang im System rumhängen musst.
@3) Wenn es schnell gehen soll im Zweifel nach einer erweiterten SR-Stufenverteilung (1=billige Homenode, 2=normale Homenode, 3=normales System, 4=Sicherheitssystem, 5=Militärsystem). Wenn es wichtiger ist, kann auch ich die Liste der Beispielsysteme im Vernetzt empfehlen.
Außerdem möchte ich eine Lanze dafür brechen, dass die Matrix genauso schön ausgespielt wird, wie es ihr Potenzial bietet: Der Host ist nicht einfach nur eine Liste von
Dingen, die man anklickt, sondern ein virtueller Raum, den man mindestens so bunt beschreiben kann, wie eine Astralquest. In diesem Fall könnte ich mir eine Gestaltung vorstellen eines Frachters oder auch eines alten Seglers, an dessen Bord du dich befindest, oder eine mittelalterliche oder SciFi-Interpretation des tatsächlichen Hafens. Oder natürlich eine Darstellung im Sinne der CI, wenn der Hafen einem A+-Konzern gehört. Eine 1:1 Darstellung der realen Welt mit anderen Funktionen in der Matrix ist natürlich immer möglich in so einem Fall, aber halt auch sicher die langweiligste Lösung.

Was ich hiermit sagen wollte: Gerade in SR4 finde ich, sollte man die Matrix nicht einfach als "Datenbank für Zugänge und Kameras" verkommen lassen, was meiner Erfahrung nach bei "Matrix-Neulingen" leicht passieren kann.
