Ein paar Gedanken zu den Regeln dahinter.
Zuerst sind RFIDs mit System 3 eher ungewöhnlich (wenn auch nicht unmöglich), deshalb würde ich den Preis eher in der Gegend des Sicherheits-RFIDs ansetzen (Gerätestufe 3), statt beim normalen RFID (Stufe 1). Was die 30k Stück im Preis von 1'500¥ mal locker auf 100'000-150'000¥ anspringen lässt (je nachdem, welchen Preis der SL ansetzt natürlich). Damit klingt der Plan an sich schon mal sehr teuer, wobei man auf der anderen Seite sicher keine 30'000 Chips braucht, um diesen Effekt normalerweise zu erzielen.
Dann redest du von "RFID-Staub". Das klingt in meinen Ohren nach Nanoware, was sicher auch im Rahmen des Möglichen liegt, aber bestimmt auch einige Preisklassen höher liegt. Ich hab jetzt grad keinen Zugriff auf Nano-Regeln, aber wenn du bei "normalen" RFIDs bleibst, sind die schon ein Stück weit größer. Nicht überdimensioniert, eher so Briefmarkengröße, aber halt doch eine ganz andere Liga als "Staub". Aber immer noch kein Problem für den Plan.
Clustern ist auch kein Hindernis. Es könnte halt ein Risiko darstellen, weil ein einzelnes Cluster aus RFIDs natürlich ein leichteres (weil einzelnes) Ziel darstellt, als Hunderte/Tausende unabhängige RFIDs, aber anders lässt sich dieser Plan wohl nicht vernünftig durchsetzen.
Der Crashwurm ist regeltechnisch ein Agent mit geladenen Programmen, ein Cluster kommt auf hervorragende Prozessorlimits, das einzige potenzielle Problem dahinter ist der Satz in der Fluff-Beschreibung von Peripherieknoten, dass sie aufgrund ihrer simplen Struktur nur Programme ausführen können, die speziell für sie geschrieben wurden (Vernetzt, S. 52). Wie sich das nach dem Clustern auswirkt wird zwar nicht beschrieben, aber ich kann mir vorstellen, dass es dabei bleibt, und ihr deshalb eine spezielle Version eures Wurmes braucht, damit der von den RFIDs aus ausgeführt werden kann. Wieder kein endgültiges Aus, aber eine weitere (mögliche) Hürde.
Das Verteilen der RFID über "Sprengwirkung" ist mal gar kein Problem, da gibt es im Vernetzt ganz hinten ja auch das Beispiel der "Netzmarker", die zwar einen anderen Zweck erfüllen, aber genauso an den Zielort gebracht werden.
Regeltechnisch würde ich also sagen: Es ist an einigen Stellen (aus meiner Sicht!) schwieriger, als ihr es vermutlich in Versuch 1 durchgeführt habt, aber alles in allem durchaus machbar. Ich hab jetzt nicht groß durchgerechnet, aber wenn man die erhöhten Preise durch weniger Chips kontert, wird es sicher nicht mal allzu teuer, und je nachdem, welchen Wurm man lädt ist es sicher auch eine sehr fiese Methode, gegen Matrixsicherheit vorzugehen. "Zu mies" würde ich es nicht mal bezeichnen, da ein Konzern sich ohnehin gegen Viren, Würmer etc. absichern sollte, weil das ja nicht nur durch RFIDs ind eigene Netz kommen kann, und wer sowas nicht hat, ist gewissermaßen selber schuld.
Außerdem ist das Platzieren der "RFID-Bomben" evtl. eine Schwierigkeit für sich, daher hätte ich kein Problem mit dieser Taktik, im Gegenteil, sie gefällt mir, und ich überlege schon, wie einer meiner Chars sie adaptieren kann.
