von King I am Mo Aug 02, 2010 21:06
#63
@ Vagabond
Revi überlegte kurz und kam auf den Schluss, das auf dem belebteren Decks diese bösen Leute ihnen vor all den anderen wenig antun würden, auch wenn sie selbst nicht so recht an Zivilcourage glaubte dank schlechter Erfahrungen. Das Schiff passierte soeben die Bucht von Danzig und trat damit offiziell in die weite Ostsee ein, wie man zu beiden Seiten des Schiffes unschwer erkennen konnte.
"Ich hab mich hergeschlichen, bin in einem der Gepäckwagen durch die Wareneingänge der Frachträume und hab mich dann für die Zeit der bisherigen Fahrt versteckt siehst du das da?" fragte Revi und zeigte auf einen der Lüftungsschächte.
"Da hab ich meinen Rucksack und eine Schlafdecke untergebracht, bevor diese beiden komischen Leute mir die Coke geschenkt haben kam ich grad aus der Küche. Hab was zu essen geklaut, musste dann aber über die Gänge fliehen, als ein Kerl, bestimmt der Koch plötzlich reinkam und mir den Fluchtweg zu der Lüftung abschnitt. In den Gängen hab ich den fetten Koch dann abgehängt und bin nach einigen Abzweigungen langsamer gegangen um nicht so stark aufzufallen. Direkt danach haben die beiden mir diese Coke gegeben und ich hab dich getroffen!" erklärte Revi Vagabond und zog einige der Beutestücke aus der Küche hervor.
"Soyriegel?"
@ Steve
Die asiatische, anmutige Elfe Sarah Bowler sah mit Entzückung, wie Steve sich umdrehte. Sie drehte sich leicht weg aus Angst und Verlegenheit sie könne rot werden.
"Singel? Jemand so gut aussehendes wie Sie, ein solche begabter Boxer?" fragte Sarah, als könne sie es nicht glauben.
"Am Kampf währe ich schon interessiert und sie machen sicher auch im Ring und nicht nur auf meiner Massageliege eine vortreffliche Figur, doch ich hab leider keine Karten. Zudem würde meine gute Freundin Anna Brozek, sie ist Ärztin an Bord hier sicher auch gern den Ringkampf sehen, sie ist ein sehr großer Fan von ihnen!" behauptete Sarah ohne sich wirklich absolut sicher zu sein. Sicher war sie jedoch, das damit ihre Chancen stiegen mit Anna zusammen den Kampf zu sehen.
"Wie heißt es so treffend eine Hand wäscht die andere!" kicherte Sarah und fügte hinzu;
"Die ganze Fahrt über? So gern ich würde bin ich leider hier angestellt!" scherzte Sarah neckisch und zwinkerte dabei zu Steve
"Also ich mein ab und an müsste ich schon nach meinen Kunden sehen aber ich Schlafe und arbeite ja nicht nur, dazwischen hab ich immer eine Menge Zeit. Zudem können sie sich ja einfach für einen Massagetermin bei mir anmelden, immer wieder, jeden Tag. So ein Boxer trainiert seine kostbaren Muskeln ja auch jeden Tag hart, da muss er sie ja auch wieder entspannen!" meinte Sarah halb scherzend, halb ernst, bevor sie kurz über das letztgesagte nachdachte.
"Ähm, kostbar weil sie in ihrem Beruf ihre Geldquelle sind mein ich natürlich!" räusperte Sarah sich, jetzt war sie sicher etwas rot angelaufen zu sein.
@ Anna
Kapitän Victor Detrewsky hielt kurz inne, während sein hochrangiger Gast mitsamt seinen Troß an Wachtrollen anhielt.
"Doktor Anna Brozek? Aber natürlich, jetzt erkenne ich ihr Gesicht!" meinte der Kapitän freundlich, immerhin hatte er ihre Akte gelesen. Unverzüglich erwiderte er den angebotenen Händedruck.
"Mr. Ishikawa, das ist eine der Hauptäztinnen an Board der Queen of the Seas, sollten sie oder ihre Sicherheit auch nur das kleinste Wehwehchen haben lassen sie es Dr. Bozek wissen, sie kümmert sich darum und wohnt im gleichen Gang wie sie!" erklärte der Kapitän seinem Gast der scheinbar ein wenig ungehalten über diese wenn auch kleine Verzögerung reagierte.
"Keine Angst das kommt nicht vor, wir bleiben ALLE gesund!" erklärte Mr. Ishikawa scherzend klingen wollend doch nebulös dem Kapitän und drehte sich mit den Trollen von denen einige Koffer trugen um, damit er sein Zimmer endlich beziehen könnte.
"Wie dem auch sei ich wollte sie darum bitten ihre Krankenstation, zumindest den Operationsbereich davon sofern möglich für einen Tag an einen Mr. Cortes zu überstellen, er wohnt im selben gang wie sie und arbeitet für Aztechnologie. Soweit ich es verstanden habe muss er bis zur Ankunft am Kanal einen neuen Mitarbeiter seiner Firma einer teils magischen Operation unterziehen, er soll ein verlorenes Augenlicht zurückerhalten und einige weitere Modifikationen von denen Mr. Cortes bisher nichts genaues erwähnt hat. Der Patient arbeitet wohl ebenfalls für Aztechnologie und wird von hoher stelle dort gesichert. Deshalb werden Konzerngardisten während der Operation zugegen sein müssen um die Sicherheit zu gewährleisten, ich sah darin kein Problem und Aztech will 50.000 Nuyen zahlen um die Räumlichkeiten für die Dauer der Operation nutzen zu können. Es scheint ihnen sehr wichtig und als leitendem Arzt der Station würde ich ihnen im Gegenzug 5.000 Nuyen extra an dem besagten Arbeitstag zahlen!" erklärte der Kapitän Anna und rümpfte die Nase;
"Es ist ihre Entscheidung aber die Schiffseignerkonzerne und auch ihr Medizinkonzern währen über das zusätzliche Einkommen sicher begrüßen!" meinte der Kapitän und rümpfte sich den Bart.
"Wie war das, ein Azzie Spruchwerfer ist in meinem Gang stationiert?" fragte von etwas weiter weg plötzlich Ishikawa, der sich wieder umgedreht hatte und nun auf Anna und den Kapitän zukam, während seine Sicherheitsleute aufgeregt dreinblickten, aber nicht zu sprechen schienen.
"Ja, gibt es damit ein Problem Mr. Ishikawa?" wunderte sich der Kapitän.
"Das könnte man so sagen, als demokratieverbundener Metamenschenrechtler will und kann ich nicht auf der selben Etage wie so ein Individuum leben, das für einen Konzern und gleichzeitig einen diktatorischen Regime arbeitet, ich möchte ein neues Zimmer und dort vollkommen freie Hand für meinen mundanen und magischen Schutz diesen Bluthunden der Azzies ist ja nie zu trauen!" meinte Ishikawa aufgebracht, ja fast ängstlich beunruhigt zum Kapitän.
"Ganz wie sie wünschen Mr. Ishikawa, sie gehören hier ja zur Luxuspassagiergruppe und Sie haben persönlich einen enormen Zusatzpreis gezahlt um absolute Ungestörtheit für die Arbeiten an ihrem neuen politischen Werken zu erhalten. War darunter nicht auch das geplante Buch Global Love: Metahumas are humans too?" wollte der Kapitän wissen, er bereits ein Buch von Ishikawa gekauft hatte, auch wenn er wie nahezu jeder andere wenig über diesen Mann wusste der vereinzelt hier und da nicht immer unter gleichen Namen und Aussehen auftrat.
"Ähm ja, hmhn natürlich das Buch, es ist mir wichtig, doch ich habe auch andere Werke zu planen. Demonstrationen, Einheitsbewegungen, Toleranz- und Friedensfeste, Aktionen gegen die Gegner meiner Pläne und Arbeit, Humanis zum Beispiel. Mein Terminplan ist recht voll, müssen sie wissen, brechend voll sozusagen, aber ich bin zum glück Bienenfleißig." scherzte Ishikawa zu Anna und dem Kapitän mit einer harmonischen, liebenswerten Art.
" Ich verstehe das vollkommen Mr. Ishikawa, ich werde alle Daten unverzüglich an den nächsten Schiffsinfoterminal weiterleiten lassen, dort werden sie weiter betreut und ihnen ein neues Zimmer zugewiesen. Die Sicherheit überlasse ich dort ganz ihnen, das handhaben die meisten Konzerngäste und andere Berühmtheiten, wie ihre Freunde Philippe Albert Marat und diese Operndiva Jelena Sasonow ja genauso." nickte der Kapitän, woraufhin Ishikawa und seine Trolle sich auf den Weg zum nächsten Terminal machten. Sobald sie weg waren flüsterte der Kapitän zu Anna;
"Im Sicherheitsgeschäft trauen die meisten wichtigen Leute halt nur sich selbst, dennoch können vier bis fünf Elitewachen nicht die vollkommene Sicherheit gewährleisten. Einige der Luxussuitebewohner haben zwar ein, zwei vielleicht wegen besonderem Schutzbedürfnis wie Mr. Ishikawa auch ein paar mehr Privatwachleute und oder Sekretäre bei sich, doch TransSec ist unumgänglich für die Sicherheit an Board. Sollten Piraten versuchen uns zu entern oder Terroristen Geiseln nehmen, währen die paar Privatsoldaten nämlich schneller überrumpelt und erledigt als ihre Bosse sich zuzugeben trauen." grinste der Kapitän ein wenig über die Eitelkeit manches Konzernbonzen, bemerkte dann aber doch, das Anna wohl vorhin irgendwohin wollte;
"Jetzt habe ich sie doch tatsächlich aufgehalten und ihnen wertvolle Zeit gestohlen Frau Doktor Brozek entschuldigen sie bitte." meinte der Kapitän anschließend und wandte sich wieder seinem eigentlichen Ziel zu, der Kantine, wo er gedachte mit seinen Besatzungsmitgliedern gemeinsam familiär zu speisen.
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