von King I am Do Jul 29, 2010 21:27
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@ Brian Uí Néill
Brians Untersuchung der Kabine ergibt äußerst dünne Wände und einige Nachbarn die sofort ebenfalls gegen die Wände klopfen um nicht belästigt zu werden. Da das Schiff gerade erst frisch vom Stapel gelaufen ist findet sich nichts extra versteckt oder geschmuggeltes zwischen den Platten, Ritzen und Nischen.
Sofort beim Askennen wird ein vorbeikundschaftender Watchergeist aufgeschreckt, der durch die Tür abhaut und wohl zu seinem Schöpfer flieht. Ein zweiter Watcher ist nach kurzer Zeit ebenfalls anwesend und reagiert gar vor erst nicht weiter, scheinbar soll er dich nur im Auge behalten. Ansonsten ist der Raum so mundan und unscheinbar wie deine Zahnbürste, vorerst kannst du nichts weiter auffälliges ausmachen, außer der Watcher halt die wohl für die Schiffssicherheit eingesetzt werden.
Der kleine Abluftschacht ist auf dieser Ebene generell schlecht montiert, so auch bei dir und du kannst deine direkt angrenzenden Nachbarn sehr gut belauschen, wie du feststellst. Im Lüftungsschacht selbst befindet sich ein kleiner Akkuschraubenbohrer, den scheinbar einer der duzenden Deckebenenmechaniker einst dort vergessen hatte. Die Batterie ist lehr, aber er kann durch Muskelkraft dennoch seine einst bestimmte Arbeit verrichten, falls benötigt.
Über das Schiffseigene Fernsehen konnte Brian einen kurzen Beitrag darüber sehen, wie die Operndiva und ihr Manager ihre Luxuskabine bezogen – die größte auf dem ganzen Schiff mit satten 50 Quadratmetern Wohn- und Verwöhnfläche. Der Manager versprach einen Unvergesslichen Auftritt im Nicaraguakanal oder besser kurz davor und einen noch unglaublicheren Auftritt sobald man im Pazifik sei. Der Pazifikauftritt der Operndiva Jelena Sasonow werde, so der Manager wörtlich der Welt den Atem stocken lassen vor Ehrfurcht.
Kurz darauf folgte im Programm auf dieser Schiffsseite Doktor Antoni Pytlak einer der Assistenz-Ärzte an Bord in einer Ansprach vor mehreren Anwesenden Besatzungsmitgliedern, wie Gästen und über Bildschirm auch zu einem Grossteil aller Gäste an Bord.
"... wo sich Notmedizinwagen, Crash Carts genannt, in ausreichender Zahl befinden. Zudem bin ich und ein Notfallsanitäterteam permanent mit meinen Kollegen für sie dar um mich persönlich um ihre körperlichen oder seelischen Leiden zu kümmern. Sie sehen, wenn der Schuh drückt oder das Rückenmark schmerzt sind wir für sie da." scherzte der große, doppelhornige Schiffspsychologe mit einem breiten Grinsen in die Kamera.
@ Steve Fox
Carmen stimmte Steve zu, zu viele Informationen an diesem Stand waren sicher nur hinderlich und nervend, also schritten sie vorbei, während ihre Brillen ihnen die wichtigsten Daten komprimiert zuspielten. Steves Anfrage ergab das es noch exakt 23 Minuten und 49 Sekunden bis zu seinem Spa-Termin war und zeigte ihm gleichzeitig den kürzesten Weg an, der knappe 5 Minuten und 26 Sekunden bei Einhalten des aktuellen Schritttempos dauern würde. Die "Hot Spots" hatte Carmen natürlich längst entdeckt und wollte ebenfalls diesen Weg gehen.
"Genau erkannt Steve, ich wollte eben den gleichen Weg vorschlagen."
Carmen war erpicht darauf zum Billionairs-In zu kommen, einem Club auf dem Weg in dem sich Möchtegern Reiche und kleinere Konzernmitarbeiter trafen um sich gegenseitig vorzugeben das sie die ganz großen Nummern waren, auch wenn das eine teure Mitgliedschaftskarte kostete, sofern man aufgenommen werden wollte. Unter diesen unerfahrenen, doch meist recht wohlhabenden Anfängern würde Carmen sicher schnell auf einige schnell einzuwickelnde "Partner" treffen, die ihren Schützling nur zu gern sponserten um ihren Namen bei seinen Kämpfen in irgendwelchen Reklamen einblenden zu können, als offizieller Mitsponsor verstand sich.
An ihnen vorbei huschte aus dem Fahrstuhl ein kurz- und rothaariger jugendlicher Mensch mit seiner Humanis-Bomberjacke der eindeutig nicht so ganz in die Umgebung passte aber einen Besucherausweis für diese Ebene um den Hals trug. Vom nahen konnte man erkennen das sein stacheliges rotes Haar einen auffälligen Seitenscheitel besaß.
"A20K, schon dich zu sehen, bist du allein hier?" lachte einer der vornehm aussehenden Securitymitarbeiter von TransSec als er den Skin sah und ihn herzlich umarmte.
"Nein Mann, ich, HG und Chinaman haben vom Großen Vater eine Reise gesponsert bekommen, hast du wat ich brauch 100H?" meinte A20K zu seinem Kameraden bei der Schiffssicherheit. Obwohl beide sich beim richtigen Namen kannten hatten sie es sich in der Humanis-Scene angewöhnt sich bei Straßen- und Kampfnamen zu nennen, um ihre Identität zu schützen, wie sie meinten. Während A20K seinen Straßennamen von Alamos20K ableitete, stand 100H für 100% Human. HG wiederum war die Abkürzung des Mädchens als Humanis Girl und Chinaman sah trotz ungarischer Wurzeln für die meisten europäischen Humanis-Anhänger einfach wie ein fetter Chinese aus, weswegen man ihm diesen Spitznamen verpasst hatte.
Der Securitymitarbeiter von TransSec drückte A20K eine maximal Sicherheitskarte in die Hand und beide verabschiedeten sich nach kurzem Plaudern wieder unauffällig voneinander und schlugen verschiedene Richtungen ein.
@ Anna
"Tatsächlich finde ich mich besser als zuvor zurecht Doktor Brozek!"
lachte Nadja, wobei man ganz seicht einen russischen Sprachakzent vernehmen konnte, wenn man genauer hinhörte. Die Elfenfrau räumte ihren Wagen mit den vorschriftsmäßigen Ausrüstungsgegenständen voll und drehte sich wieder zu Tür.
"Bis später dann Doktor Brozek!" erklärte die Elfe freundlich und verließ den Raum.
Als sie den Raum der Gästeeinweisung betrat konnte Anna auch schon ihre beiden Assistenz-Ärzte im Raum an einem Digitalmonitorpult sehen, von dem aus Sie zu den Gästen sprachen. Einer der beiden Metas, der Zwerg kam auf sie zu, während der Troll weiter die Ansprache über Notfallmaßnahmen, Erste Hilfe und andere Richtlinien hielt.
"Doktor Brozek, sie sind ja schon da, wir sind gerade noch bei der medizinischen Einweisungen, die generellen Sicherheitseinweisungen folgen gerade, ich bin Doktor Enzo Pisano und das dort am Rednerpult ist Doktor Antoni Pytlak!" meinte der jüngere der beiden Ärzte mit italienischem Akzent, wobei er auf seinen Kollegen zeigte. Pisano hatte die vorgeschriebene Arztkleidung an und trug eine Brille, von der er die langen, schwarzen Haare mit viel Gel nach hinten gekämmt fernhielt. Pytlak hingegen hatte einen braunen Pferdeschwanz und war eindeutig ein Troll, dessen beide Stirnhörner geradezu unheimlich symmetrisch wirkten. Schnell war klar, das er sie einem chirurgischen Eingriff unterzogen hatte um diese Symmetrie zu erzielen, für diese Erkenntnis musste man nicht einmal Arzt sein. Der Troll wirkte trotz seiner Statur dank seiner Ausbildung als Schiffspsychologe freundlich und zuvorkommend höflich bei der Rede, er strahlte Wärme und Geborgenheit aus und ließ viele Gäste mit einem ruhigen Gewissen beim Gedanken an ihre medizinische Sicherheit zurück.
@ Vagabond
Vagabond fand sich in den untersten Etagen in einem regelrechten Wirrwarr von Gängen und Kleinstkabinen wieder. Etliche Gäste drängten sich in den Zimmern, auf den Gängen wurde es inzwischen wieder leerer und in den kleinen Seitengängen tummelte man sich vor kleineren Verkaufsständen. Die Queen of the Seas war tatsächlich eine Art schwimmende Kleinstadt
Donnerndes Getöse ließ erahnen, das der Luxusliner sich soeben unter Beifall und Applaus von der Anlegestelle löste und auf den Hafenausgang zusteuerte, auf seinem Weg nach Koppenhagen.
Erneut huschte der Penner an Vagabond vorbei, der ihn beim Einschiffen angerempelt hatte, sein Mantel war weiter ins Gesicht gezogen und er ließ den Kopf hängen, damit man das bärtige Gesicht nicht sofort erkannte. Er verschwand in einer der Seitengassen, die junge Orkin dicht hinter ihm, beide beobachteten permanent, aber unauffällig ihre Umgebung und schienen einem kleinen Zwergenmädchen zu folgen, das durch die Gänge spazierte.